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Vorsorgen

Private Altersvorsorge: Diese Möglichkeiten lassen dich entspannter Richtung Rente blicken

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 01.01.2026

Ein Eis, ein Besuch im Kino – sicher, solange man im Berufsleben steht und Geld verdient, ist das immer mal drin. Doch ob das im Alter auch noch so ist? Schließlich fällt die gesetzliche Rente meistens alles andere als üppig aus. Da kann es dann schon einmal knapp werden mit dem einen oder anderen Extrawunsch. Wie gut, wenn du dann rechtzeitig ein paar Euro zur Seite gelegt hast. Für eine solche private Altersvorsorge gibt es verschiedene Möglichkeiten, doch welche ist die beste? Hier ein Überblick.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Private Altersvorsorge

  • Riester- und Rürup-Rente bieten als staatlich geförderte Rentenprodukte steuerliche Vorteile und Zulagen.
  • Bei der betrieblichen Altersvorsorge profitieren Angestellte von Steuervorteilen und einem zusätzlichen Beitrag des Arbeitgebers zur Rente.
  • Bei einer Kapital-Lebensversicherung oder privaten Rentenversicherung bieten angespartes Kapital und garantierte Zinsen im Alter eine zusätzliche finanzielle Absicherung.
  • Die fondsgebundene Rentenversicherung investiert in Investmentfonds und bietet dadurch potenziell höhere Renditen – allerdings ohne garantierten Zins.
  • Der Besitz von Immobilien ermöglicht das mietfreie Wohnen im Alter oder zusätzliche Einnahmen durch Vermietung oder Verkauf. 
  • Durch regelmäßige Einzahlungen in einen ETF-Sparplan kann über die Zeit ein Vermögen aufgebaut werden, das im Alter zusätzlich zur Rente zur Verfügung steht.

Staatlich gefördert: Riester- und Rürup-Rente

Riester- und Rürup-Rente wurden vom Staat eingeführt, um den Bürger*innen beim Aufbau einer privaten Zusatzrente zu helfen. Deshalb werden beide Modelle vom Staat gefördert.

Wie funktioniert das?

  • Bei einer Riester-Rente zahlst du regelmäßig in einen Rentenvertrag ein. Das müssen mindestens 4 Prozent deines Bruttoeinkommens vom Vorjahr sein. 
  • Der Staat schießt dann 175 Euro pro Jahr hinzu. Außerdem gibt es Zulagen pro Kind – je nach dessen Alter sind es 185 oder 300 Euro jährlich. Für Berufseinsteiger*innen unter 25 gibt es einen einmaligen Bonus von 200 Euro. Bis zu 2.100 angesparte Euro pro Jahr (inklusive der Zulagen) kannst du von der Steuer absetzen.  
  • Das angesparte Kapital darf nicht gepfändet werden und wird auch nicht bei Bürgergeld berücksichtigt. 
  • Die angesparte Summe (plus eventueller Zinsgewinne) bekommst du im Alter in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt. 
  • Es gibt auch Riester-Verträge, bei denen das Geld zum Teil in Aktienfonds angelegt wird.
  • Eine Rürup-Rente funktioniert ähnlich, allerdings gibt es hier keine Zulagen. Stattdessen kannst du Beiträge bis zu 30.826 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen. (Stand: 2026) 

Für wen ist das gedacht?

  • Die Riester-Rente richtet sich an Arbeitnehmer*innen, die gesetzlich rentenversichert sind, sowie an deren Ehepartner*innen. Auch Beamt*innen dürfen einen Riester-Vertrag abschließen. Selbstständige können nur dann „riestern“, wenn sie rentenversicherungspflichtig sind. Besonders lohnt es sich für diejenigen, die ein mittleres Einkommen beziehen und/oder viele Kinder haben.
  • Die Rürup-Rente ist für Selbstständige gedacht, die keine Riester-Förderung erhalten. Auch wer angestellt ist, kann eine Rürup-Rente abschließen. Das lohnt sich allerdings nur bei einem sehr hohen Einkommen, sonst ist die Riester-Rente attraktiver.

Du willst mehr wissen?

Mehr zur Riester-Rente liest du im Artikel
Riestern? Ich? Für wen die Riester-Rente sinnvoll ist – und für wen nicht“

Mehr zur Rürup-Rente liest du im Artikel 
Basisrente für Selbstständige: Wann ist die Rürup-Rente sinnvoll?“. 

Mehr über die staatlichen Förderungen liest du im Artikel 
Staatliche Förderungen für den Vermögensaufbau: Wer spart, wird belohnt”. 

Männliche Hand füllt eine Steuererklärung aus, daneben liegen ein Taschenrechner und ein Ordner
© istock/filmfoto/2014  Eine Riester-Rente lohnt sich vor allem wegen der staatlichen Zulagen, eine Rürup-Rente wegen der Steuererleichterungen.

Für Angestellte: Betriebliche Altersvorsorge

Laut Gesetz müssen Unternehmen ihre Angestellten bei der Altersvorsorge unterstützen. Das Ziel ist eine „Betriebsrente“ aus der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Die erhält man dann im Alter auf die gesetzliche Rente obendrauf. Für die Ansparphase gibt es verschiedene Modelle. Mal steuern allein die Unternehmen das nötige Kapital bei. Bei anderen Modellen sind die Angestellten mit im Boot.

Wie funktioniert das?

  • Welches bAV-Modell dein Unternehmen anbietet, bestimmt dein Arbeitgeber. Wenn er keine bAV anbietet, muss er eine sogenannte Entgeltumwandlung ermöglichen.
  • „Entgeltumwandlung“ heißt: Dein Arbeitgeber behält einen Teil deines Bruttogehalts ein und führt ihn direkt an ein Versicherungsunternehmen ab.
  • Das Versicherungsunternehmen legt die Beiträge an und zahlt später die Betriebsrente aus.
  • Für bis zu 676 zurückgelegte Euro pro Monat musst du keine Steuern zahlen. Für 338 Euro auch keine Sozialabgaben (Stand: jeweils 2026). 
  • Der Arbeitgeber muss 15 Prozent auf deine Sparbeiträge obendrauf legen (zumindest bei bAV-Verträgen nach 2019, ab 2022 auch bei älteren Verträgen). Viele Unternehmen zahlen freiwillig auch mehr.
  • Das angesparte Kapital kann weder gepfändet noch beim Bürgergeld berücksichtigt werden. 
  • Mit Rentenbeginn erhältst du dann neben der gesetzlichen Rente die Betriebsrente – und das lebenslang.

Für wen ist das gedacht?

Die betriebliche Altersvorsorge richtet sich vor allem an Arbeitnehmer*innen, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Es gibt aber auch Modelle für Geschäftsführer*innen oder für die Eigentümer*innen von Unternehmen.

Du willst mehr wissen?

Mehr zur bAV liest du im Artikel
Betriebliche Altersvorsorge: Wann ist sie sinnvoll?“ und im Artikel 
Entgeltumwandlung: Weniger Gehalt, dafür mehr Geld aus der Betriebsrente”.

GenialCard und GoldCard: K(l)eine Gebühren – und so viele Vorteile

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Der Klassiker für Familien: Kapital-Lebensversicherung

Die Kapital-Lebensversicherung ist eine Kombination aus Altersvorsorge und Hinterbliebenenschutz. Noch bis zum Jahr 2000 wählten drei von vier Deutschen dieses Modell für eine private Altersvorsorge. Mittlerweile ist es nicht einmal mehr jeder dritte. Die Kapital-Lebensversicherung wurde von anderen privaten Rentenversicherungen (siehe nachfolgendes Kapitel) überholt.

Wie funktioniert das?

  • Bei der klassischen Kapital-Lebensversicherung zahlst du regelmäßig Beiträge von deinem Nettoeinkommen an deine Versicherung. Wie hoch die sind, bestimmst du. 
  • Für den Vertragsabschluss ist in der Regel eine Gesundheitsprüfung notwendig. 
  • Die Versicherung legt das Geld möglichst gewinnbringend und sicher an. Auf dein angesammeltes Kapital erhältst du einen Garantiezins von 1 Prozent, wenn du den Vertrag ab dem 1. Januar 2025 abgeschlossen hast (Stand: 2026).  
  • Wenn neben dem Garantiezins noch weitere Gewinne erwirtschaftet werden, kommen die zu deinem Sparguthaben hinzu. 
  • Die angesparte Summe plus Zinsen und dem möglichen Gewinn aus der Geldanlage wird dir dann zu einem festgelegten Zeitpunkt ausbezahlt. 
  • Bei Verträgen ab 2005 musst du den Ertrag (also alles, was über deine eingezahlten Beiträge hinausgeht) versteuern. 

Für wen ist das gedacht?

Eine Kapital-Lebensversicherung ist vor allem geeignet für Arbeitnehmer*innen mit Familie. Denn falls der oder die Versicherte vor der Auszahlung stirbt, erhalten die Hinterbliebenen die angesparte Summe. Allerdings ist die Rendite vergleichsweise gering. Für die Vorsorge plus Hinterbliebenenschutz können sich deshalb auch Rürup-Verträge oder eine Kombination aus Risiko-Lebensversicherung (die nur im Todesfall ausgezahlt wird) und Riester-Vertrag lohnen.

Du willst mehr wissen?

Mehr zur Lebensversicherung liest du im Artikel
Lebensversicherung: Wie viel Steuer wird bei der Auszahlung fällig?“ und im Artikel „Lebensversicherung – sinnvoll oder Geldfalle?”. 

Mann berät ein junges Paar und zeigt ihm die Dokumente einer Lebensversicherung
© istock/Drazen Zigic/2019  Lebensversicherungen sichern im Ernstfall die Hinterbliebenen ab, bringen aber nur geringe Erträge.

Die Nummer sicher: Private Rentenversicherung

Bei einer privaten Rentenversicherung sparst du selbst eine Summe fürs Alter an – wie bei einer Kapital-Lebensversicherung. Allerdings gibt es hier keinen automatischen Hinterbliebenenschutz.

Wie funktioniert das?

  • Bei der privaten Rentenversicherung zahlst du regelmäßig Beiträge von deinem Nettoeinkommen an deinen Versicherer. Wie hoch die sind, bestimmst du.
  • Der Versicherer legt das Geld möglichst gewinnbringend und sicher an. Auf dein angesammeltes Kapital erhältst du einen Garantiezins von 1 Prozent, wenn du den Vertrag ab dem 1. Januar 2025 abgeschlossen hast (Stand: 2026).  
  • Das angesparte Kapital (inklusive Zinsen und möglicher Zusatzerträge) erhältst du in Form einer monatlichen Rente. Die Rente gibt es bis zum Lebensende – auch dann, wenn du sehr lange lebst und unterm Strich mehr bekommst als das angesparte Kapital.
  • Ein Hinterbliebenenschutz kann individuell vertraglich festgelegt werden. Zum Beispiel mit einer Rentengarantiezeit. Wenn du früher versterben solltest, erhält eine festgelegte Person die Rente für den Rest der Garantiezeit. Bei einem anderen Modell erhält die Person eine Rente bis zu ihrem Tod.
  • Bei Verträgen ab 2005 musst du den Ertrag (also alles, was du über deine eingezahlten Beiträge hinaus ausbezahlt bekommst) versteuern.

Für wen ist das gedacht?

Private Rentenversicherer wenden sich an alle, die im Alter eine regelmäßige Zusatzrente erhalten wollen. Vor allem für Selbstständige ohne gesetzliche Rente ist die private Rentenversicherung attraktiv, weil sie dort je nach Geschäftserfolg ganz flexibel mal höhere, mal niedrigere Beiträge einzahlen können. Für Angestellte stehen mit der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge Konkurrenzmodelle parat, die neben den Zinsen auch noch staatliche Zulagen und/oder Steuervorteile bieten.

Du willst mehr wissen?

Mehr über die private Altersvorsorge als dritte Säule des deutschen Rentensystems liest du im Artikel
„‚Die Rente ist sicher!’ Wie Altersvorsorge in Deutschland (noch) funktioniert“.

Zusatzzahlungen in die gesetzliche Rente

Statt für eine private Zusatzrente zu sparen, kannst du auch deine gesetzliche Rente aufbessern.: Durch freiwillige Beiträge kannst du Rentenpunkte kaufen. Wer nicht pflichtversichert ist, kann das jederzeit. Für alle Pflichtversicherten ist das ab einem Alter von 50 Jahren möglich.

Zielt auf Rendite: Fondsgebundene Rentenversicherung

Nach Kapital-Lebensversicherung und klassischer privater Rentenversicherung ist die fondsgebundene Rentenversicherung das dritte Modell einer privaten Altersvorsorge, das unabhängig vom Staat oder dem Arbeitgeber funktioniert. Während die beiden anderen vor allem auf Sicherheit ausgelegt sind, wird hier eine möglichst hohe Rendite angestrebt.

Wie funktioniert das?

  • Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung zahlst du regelmäßig Beiträge von deinem Nettoeinkommen an deine Versicherung. Wie hoch die sind, bestimmst du.
  • Die Versicherung legt das Geld in einem oder mehreren Investmentfonds an.
  • Einen Garantiezins gibt es bei fondsgebundenen Rentenversicherungen in der Regel nicht. Theoretisch sind sogar Verluste – bis hin zum Totalverlust – möglich. Bei der Wahl des Anbieters beziehungsweise des Vertrags musst du deshalb entscheiden, wie viel Risiko du eingehen willst. Mehr Sicherheit (etwa durch höhere Investitionen in Rentenfonds und Staatsanleihen) bedeuten weniger Renditechancen. Höhere Renditechancen (zum Beispiel durch vermehrte Investitionen in Aktienfonds) bedeuten weniger Sicherheit.
  • Nach dem Ende der Ansparphase kannst du wählen: Das gesammelte Kapital plus Gewinne gibt es entweder als Einmalzahlung oder in Form einer monatlichen, lebenslangen Rente.
  • Das Kapital, das du über deine eingezahlten Beträge hinaus hinzugewonnen hast, musst du versteuern.
  • Die fondsgebundene Rentenversicherung kann mit einem Hinterbliebenenschutz ergänzt werden.

Attraktive Renditen. Sicher. Jahrelang.

Mit dem SparBrief der Hanseatic Bank findest du immer die richtige Geldanlage. Entweder mit jährlichen Zinszahlungen oder mit einmaliger Auszahlung am Ende der Laufzeit – wo der Zinseszins noch für ein Extraplus sorgt.

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Für wen ist das gedacht?

Fondsgebundene Rentenversicherungen sind vor allem für junge, risikofreudige Anleger*innen geeignet. Denn die Kosten für die Versicherung fallen meistens zu Beginn an. Es kann also einige Jahre dauern, bis du mindestens wieder so viel Geld im Topf hast, wie du an Beiträgen gezahlt hast. Außerdem unterliegen die Investments oft starken Schwankungen. Erst über die Jahre ist deine Anlage meistens mehr wert, als du eingezahlt hast. Für ältere Arbeitnehmer*innen lohnt sich die Versicherung also in der Regel nicht.

Du willst mehr wissen?

Was du über die Versteuerung der Gewinne wissen solltest, zeigt der Artikel
Freistellungsauftrag: So stoppen Sie die Steuern für Zinsen und Dividenden“.

Mit einer eigenen Immobilie sparst du dir im Alter die Miete oder hast zusätzliche Einnahmen
© istock/Halfpoint/2019  Mit einer eigenen Immobilie sparst du dir die Miete oder hast zusätzliche Einnahmen.

Miete sparen statt Zusatzgeld: Immobilien

Ganz ohne Versicherer kommst du aus, wenn du in Immobilien investierst. Die eigenen vier Wände sind in Deutschland allerdings noch recht ungewohnt. Etwa jede*r Zweite wohnt hierzulande zur Miete. In Spanien leben hingegen drei von vier Personen im Eigenheim, in Rumänien und Ungarn liegt die Quote sogar über 90 Prozent. 

Wie funktioniert das?

  • Du nimmst einen Kredit auf und kaufst mit dem geliehenen Geld ein Haus, eine Wohnung oder sogar ein Mehrfamilienhaus. Statt regelmäßiger Beiträge an eine Versicherung zahlst du die Raten für den Kredit.
  • Im Alter kannst du die Immobilie selbst bewohnen und sparst dir damit deine Miete. Du kannst sie aber auch verkaufen oder vermieten. Dadurch hast du ein paar Zusatzeinnahmen.

Für wen ist das gedacht?

Immobilien als Wertanlage lohnen sich vor allem für diejenigen, die über ausreichend Eigenkapital für einen Kredit verfügen. Man sollte außerdem nicht vergessen, dass mit einer Immobilie auch etwas Aufwand verbunden ist. Wenn sie vermietet ist, muss man sich um die Verwaltung kümmern. Zudem muss sie „in Schuss“ gehalten werden, was nicht nur Arbeit, sondern auch Extrakosten bedeutet.

Du willst mehr wissen?

Mehr zur Anlage in Immobilien liest du im Artikel
Wie viel Haus kannst du dir leisten? So kriegst du es raus“.

Mehr zum Thema Leibrente, bei der du deine Immobilie gegen eine monatliche Rente verkaufst und trotzdem dort wohnen bleiben kannst, liest du im Artikel 
Leibrente gegen Haus: Wie funktioniert das? Lohnt sich das?“. 

Börsenhändler zwischen vielen Monitoren, die Zahlen und Grafiken zeigen
© istock/gorodenkoff/2017  Aktien versprechen höhere Renditen als andere Anlageformen, bedeuten aber auch ein höheres Risiko.

Für Börsen-Neulinge: ETF-Sparplan für die Rente

An der Börse sind hohe Gewinne möglich – aber genauso Verluste. Wer das Risiko nicht scheut, kann auf Aktien setzen und auf eine ordentliche Rendite hoffen. Aber wie geht das, wenn du dich an der Börse nicht so gut auskennst? Dann sind ETFs eine Möglichkeit. Die Abkürzung steht für „Exchange Traded Fund“, also „an der Börse gehandelter Fonds“.

In so einem Fonds befinden sich nur Aktien eines bestimmten Börsenindex. Das könnte zum Beispiel heißen: Die Fondsmanager*innen kaufen nur die Aktien der Unternehmen, die im DAX gelistet sind. Dadurch sind die Kosten bei einem ETF in aller Regel deutlich geringer als bei einem Fonds, bei dem Fondsmanager*innen ständig den Aktienbestand bewerten und gegebenenfalls neu zusammenstellen.

Wie funktioniert das?

  • Du vereinbarst einen „ETF-Sparplan“. Bei dem zahlst du regelmäßig einen festen Betrag ein und erhältst dafür immer mehr Fondsanteile. Wenn du eine größere Summe zur Verfügung hast, kannst du natürlich auch gleich mehrere Anteile am ETF kaufen. 
  • Die Betreiber*innen des ETFs kaufen die Aktien des Börsenindex, auf den sich der ETF spezialisiert hat. 
  • Deine Fondsanteile kannst du jederzeit wieder verkaufen, zum Beispiel zum Rentenbeginn. Bedenke aber: Je nach Wertentwicklung kannst du auch weniger herausbekommen, als du eingezahlt hast. 

Für wen ist das gedacht?

ETFs sind interessant für Anleger*innen, die das Auf und Ab an der Börse in Kauf nehmen und nicht nur auf ein Pferd setzen wollen. So ist der Erfolg eines ETF nicht vom Geschick der Fondsmanager*innen abhängig, die mal bessere, mal schlechtere Aktien auswählen. Denn welche Aktien gekauft werden, steht fest. Das heißt aber auch: Wenn eine bestimmte Aktie den ETF nach unten zieht, gibt es keinen, der sie abstößt.

Du willst mehr wissen?

Mehr zu den Chancen und Risiken an der Börse erfährst du im Artikel
Sichere Geldanlage in schwierigen Zeiten: Welche Renditen und welche Risiken gibt es?“.

Digitale Anlageberater: Robo-Advisor

Du möchtest Geld in Wertpapieren anlegen, dich aber nicht mit Anlagestrategien und Kursentwicklungen auseinandersetzen? Es gibt Computerprogramme, die dir die Arbeit abnehmen. Diese Programme nennt man Robo-Advisor. Die stellen für dich ein sogenanntes Wertpapierportfolio zusammen, das zu dir passt. Auch die technische Abwicklung übernimmt der digitale Helfer: Er verwaltet dein Depot, kauft die nötigen Wertpapiere, prüft die Entwicklung und baut dein Portfolio notfalls um. 

Wie viel Risiko du dem Robo-Advisor gestattest, ermittelt das Programm mithilfe eines ausführlichen Fragebogens. Je höher deine Risikobereitschaft, desto höher die Gewinnaussichten – aber auch das Verlustrisiko. 

Das alles gibt es natürlich nicht umsonst. Je nach Anbieter und Anlagesumme kostet der Service zwischen 0,25 Prozent und 1,5 Prozent vom angelegten Betrag.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Welche Formen der privaten Altersvorsorge gibt es?

Du hast verschiedene Möglichkeiten, privat für das Alter vorzusorgen: Riester- und Rürup-Rente, betriebliche Altersvorsorge, Kapital- und private Rentenversicherung, fondsgebundene Rentenversicherung, Immobilien sowie Aktien und ETF-Sparpläne. Was für dich sinnvoll ist, hängt von Einkommen, Risikobereitschaft, Fördermöglichkeiten und gewünschter Flexibilität ab.

Was ist der Unterschied zwischen Riester- und Rürup-Rente?

Die Riester-Rente bietet staatliche Zulagen, steuerliche Vorteile und eignet sich vor allem für Angestellte und Familien. Die Rürup-Rente ist primär für Selbstständige interessant, bietet Steuervorteile, aber keine Zulagen. Beide zahlen später monatliche Renten aus.

Für wen ist eine Immobilie als Altersvorsorge sinnvoll?

Eine Immobilie eignet sich für Menschen mit ausreichend Eigenkapital und langfristiger Planung. Sie ermöglicht mietfreies Wohnen oder regelmäßige Einnahmen. Gleichzeitig sind Aufwand, Instandhaltungskosten und Verantwortung höher als bei Finanzprodukten – das sollte in die Entscheidung einfließen. 

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