Ein Paar schaut auf einige Papiere und berechnet die Zinsen bei einem Tagesgeldkonto
Sparen

Was ist ein Tagesgeldkonto und was bringt es?

von Bianca Sellnow, 19.04.2026

Das neue Auto, ein schöner Urlaub oder einfach ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben – Gründe zum Sparen gibt es viele. Doch wo legst du dein Geld am besten zurück? Das Tagesgeldkonto könnte das passende „Sparschwein” für dich sein. Was genau Tagesgeld ist und welche Vor- und Nachteile es bietet, liest du hier.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Tagesgeldkonto

  • Eine Tagesgeldkonto dient ausschließlich der Geldanlage.  
  • Bei den meisten Anbietern gibt es keine Mindesteinlage. 
  • Die Zinsen auf das Tagesgeld sind nicht festgelegt – und wenn, dann nur für einen begrenzten Zeitraum. 
  • Tagesgeld ist grundsätzlich eine sichere Geldanlage: Die Sparbeträge sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. 
  • Ein Tagesgeldkonto kostet meist nichts und ist gebührenfrei. 

KlarMacher Video: Wie ein Tagesgeldkonto funktioniert

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Definition: Tagesgeldkonto einfach erklärt

Ein Tagesgeldkonto hat im Grunde nur die Funktion eines flexiblen Sparschweins: Es dient ausschließlich der Geldanlage. Du zahlst beliebig Geld ein und erhältst dafür Zinsen. Ein- und Auszahlungen erfolgen in der Regel über dein Girokonto, das als sogenanntes Referenzkonto mit dem Tagesgeldkonto verknüpft ist.  

Per Online Banking hast du rund um die Uhr Zugriff auf dein Guthaben. Brauchst du das Geld zurück, überweist du es auf dein Girokonto – je nach Bank sofort oder innerhalb ein bis zwei Arbeitstage.  

Wie viel Geld auf dein Tagesgeldkonto fließt oder auch nicht, entscheidest du. Es gibt meist keine Mindesteinlage und oft auch keine Maximaleinlage. Du kannst ein Tagesgeldkonto auch jederzeit kündigen – ohne Fristen oder Bankgebühren. Deswegen ist ein Tagesgeldkonto sinnvoll, um Geld flexibel anzulegen. 

Euro-Münzen liegen gestapelt auf einem Tisch

 

© istock/MarianVejcik/2015  Was bringt ein Tagesgeldkonto? Zinsen – und bei manchen mehr als ein Prozent und mehr als beim Sparbuch sowieso.

Gebühren: Tagesgeldkonto versus Girokonto

Was kostet ein Tagesgeldkonto? Es gibt doch nichts mehr umsonst – das Tagesgeldkonto schon. Jedenfalls meistens: Bei manchen Anbietern kannst du nur ein Tagesgeldkonto eröffnen, wenn du ein Girokonto bei derselben Bank hast. Das Girokonto kostet dann oft Gebühren, während das Tagesgeldkonto gratis ist. Aber es gibt eben auch Anbieter, wo du ein kostenloses Tagesgeldkonto ohne Girokonto bei derselben Bank bekommst, wie zum Beispiel bei der Hanseatic Bank.  

Egal wie: Irgendein Girokonto brauchst du in der Regel trotzdem als Referenzkonto. Denn im Unterschied zum Girokonto ist das Tagesgeldkonto nicht für Zahlungen vorgesehen: Es gibt keine Bankkarte und keine Dispo – du kannst das Konto also nicht überziehen. Auch für Onlineshopping, Lastschriften oder Überweisungen an Dritte kannst du das Tagesgeldkonto nicht nutzen. Das Geld nimmt grundsätzlich immer den Umweg über dein Referenzkonto.

Und es gibt noch einen entscheidenden Unterschied: Auf dein Guthaben auf dem Girokonto bekommst du im Gegensatz zum Tagesgeld meistens keine Zinsen. 

Tagesgeldkonto einfach online beantragen

Bei vielen Banken kannst du ein Tagesgeldkonto in wenigen Schritten eröffnen. Häufig geht das sogar einfach über einen schnellen Online-Antrag. So auch bei der Hanseatic Bank. Das funktioniert sogar, wenn du bisher gar nicht Kunde oder Kundin der Hanseatic Bank bist. Du brauchst als Referenzkonto nur ein Girokonto bei einer deutschen Bank. Und schon kannst du das kostenlose Tagesgeldkonto beantragen.

Tagesgeldkonto und Zinsen: Das musst du wissen

Wie schon erwähnt, bekommst du auf dein Tagesgeld Zinsen – die Zinssätze variieren sehr stark von 0,3 bis zu über drei Prozent. Zur Erklärung: Hast du auf einem Tagesgeldkonto zum Beispiel 1.000 Euro Guthaben, und einen Zinssatz von 1,5 Prozent, streichst du dafür 15 Euro Zinsen im Jahr ein. Lässt du das Geld hingegen einfach auf deinem Girokonto liegen, bekommst du in der Regel gar nichts dafür.  

Mit einem Zinsrechner aus dem Internet kannst du den Ertrag für dein Tagesgeld leicht ermitteln. Du solltest allerdings ein paar Dinge beachten, denn nicht immer kannst du die Zinsen exakt berechnen: 

  • Die Zinsen für Tagesgeld können schwanken. Ein hoher beworbener Zins ist mitunter nur für die ersten drei Monate nach Eröffnung des Tagesgeldkontos beziehungsweise für eine bestimmte Laufzeit garantiert. Danach ist der Zins variabel, die Bank kann ihn jederzeit senken (aber auch erhöhen). 
  • Besonders hohe Zinsen gibt es meist nur für Neukund*innen. In manchen Fällen ist dafür auch ein Girokonto bei derselben Bank nötig, das zusätzlich Gebühren kosten kann.  
  • Vorsicht bei allzu attraktiven Konditionen, die weit über der Konkurrenz liegen! Es kann sich um betrügerische Webseiten handeln oder um Banken, bei denen dein Geld nicht sicher ist. 

Bist du immer auf der Jagd nach den besten Konditionen, müsstest du ständig dein Tagesgeldkonto wechseln. Das ist nicht nur stressig, sondern bringt auch selten viel. Für ein halbes Prozent mehr Zinsen (2 anstatt 1,5 Prozent) würdest du im obigen Beispiel gerade mal fünf Euro mehr im Jahr erhalten. Expert*innen empfehlen daher, Tagesgeld ein- bis zweimal im Jahr auf eventuell bessere Konditionen zu checken.

Achtung Schufa-Score!

Es mag verlockend sein, mehrere Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken zu eröffnen, um stets von den besten Zinsen zu profitieren. Grundsätzlich ist das unproblematisch, da Tagesgeldkonten nicht überzogen werden können.

Anders sieht es bei Girokonten aus: Ohne Girokonto gibt es oft kein Tagesgeldkonto, und ein eingeräumter Dispo erhöht das Verschuldungsrisiko. Das kann sich negativ auf deinen Schufa-Score auswirken.

Tagesgeldkonto versus andere Geldanlagen

Willst du Geld sparen oder anlegen, bieten dir Banken neben dem Tagesgeldkonto auch viele weitere Anlagemöglichkeiten an. Dazu gehören zum Beispiel der Sparbrief, Festgeld, ETF-Fonds oder auch das gute alte Sparbuch. Warum solltest du dein Geld also ausgerechnet auf ein Tagesgeldkonto überweisen? Für diese Entscheidung spielen ein entscheidender Vorteil, aber auch ein Nachteil von Tagesgeld eine Rolle:

Vorteil: Ein Tagesgeldkonto ist besonders flexibel

Auch wenn du vorbildlich jeden Monat etwas zur Seite legen möchtest: Irgendwas kommt immer dazwischen: Dein Auto muss in die Werkstatt, die alte Waschmaschine gibt den Geist auf oder dergleichen. Hast du deine Reserven in Festgeld oder in einem Sparbrief angelegt, kommst du vor Ende der Laufzeit in der Regel nicht an dein Geld heran. Und bei Aktienfonds können die Kurse gerade im Keller sein, wenn du das Geld brauchst. Über Guthaben auf dem Tagesgeldkonto kannst du dagegen jederzeit verfügen.

Nachteil: Andere Geldanlagen sind oft lukrativer

Mal abgesehen vom (ebenfalls flexiblen) Sparbuch, auf das du heute kaum noch Zinsen erhältst, sind andere Geldanlagemöglichkeiten oft ertragreicher als Tagesgeld. Bei einem weltweiten Aktien-ETF kannst du langfristig zum Beispiel mit einer jährlichen Rendite von etwa sechs Prozent rechnen.  

Konkret: Sparst du darin monatlich 50 Euro, werden daraus nach zehn Jahren etwa 8.165 Euro. Bei 1,5 Prozent Zinsen auf Tagesgeld werden aus deinem Geld nach zehn Jahren hingegen nur rund 3.768 Euro. Aber Achtung: Eine Garantie auf die Höhe der Rendite hast du aufgrund der schwankenden Zinsen und Aktienkurse in beiden Fällen nicht! 

Strahlende Aussichten fürs Konto

Beim TagesGeld der Hanseatic Bank kommst du täglich an deine Ersparnisse. Trotzdem gibt es attraktive Zinsen – sogar mehr als auf einem Sparbuch. Da freut sich dein Konto. Und du gleich mit.

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Für welche Sparziele Tagesgeld perfekt ist  

Tagesgeld ist ideal, um einen Notgroschen für besondere Fälle anzulegen. Und es eignet sich eher für kurzfristige Sparziele. Das neue Gravelbike, das schon lange auf deinem Wunschzettel steht – hierfür kannst du regelmäßig einen festen Betrag per Dauerauftrag auf das Tagesgeldkonto überweisen oder einfach das Geld, das du am Monatsende übrig hast. Oder du sparst gemeinsam mit deinem Partner oder deiner Partnerin für den nächsten Urlaub auf einem gemeinsamen Tagesgeldkonto. Habt ihr das Sparziel erreicht, kann es losgehen.

Für langfristige und größere Sparziele, wie etwa die Ausbildung der Kinder oder die Eigentumswohnung mit Garten gibt es dagegen bessere Alternativen zum Tagesgeldkonto. Ist dir mehr Rendite wichtig, bietet sich zum Beispiel ein ETF-Fonds an. Willst du dagegen langfristig mit einer festen Summe als Ziel sparen, bietet etwa ein Sparbrief mit garantierten Zinsen über die gesamte Laufzeit mehr Planungssicherheit.

Im Idealfall verbindest du beides miteinander: einen Notgroschen oder Geld für kurzfristige Wünsche auf dem Tagesgeldkonto und einen langfristigen Sparvertrag mit einer lukrativeren Anlageform. Viele nützliche Tipps zum Sparen findest du auch hier

Mann trägt ein Fahrrad über der Schulter
© istock/pixelfit/2016  Ein neues Fahrrad – Sparen mit einem Tagesgeldkonto macht es möglich.

Wie sicher ist Tagesgeld?

Gute Nachricht: Dein Geld auf einem Tagesgeldkonto ist in der Regel sicher. Die Einlagensicherung schützt dein Guthaben, falls eine Bank einmal in Schwierigkeiten gerät. In der EU und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind bis zu 100.000 Euro pro Person abgesichert – bei Gemeinschaftskonten sogar bis zu 200.000 Euro.

Wenn du nach besonders hohen Zinsen suchst, lohnt sich trotzdem ein genauer Blick. Manche Angebote kommen von Banken im Ausland. Setze hier am besten auf Anbieter aus EU- oder EWR-Ländern mit guter Kreditwürdigkeit, wie Deutschland oder Schweden. 

Steuern: Tagesgeld richtig versteuern

Gewinne aus den Zinsen von Tagesgeld unterliegen der sogenannten Abgeltungssteuer. Wohlgemerkt geht es nur um den Gewinn, also nicht um den kompletten Betrag, den du angelegt hast. Beispiel: Auf einem Tagesgeldkonto liegen 10.000 Euro. Darauf erhältst du 200 Euro Zinsen. Nur für diese 200 Euro wird die Kapitalertragsteuer fällig. Und zwar in pauschaler Höhe von 25 Prozent. Das entspricht in diesem Fall 50 Euro.  

Die restlichen 75 Prozent darfst du behalten – jedenfalls das meiste davon. Denn zusätzlich sind von den 200 Euro Zinsertrag gegebenenfalls noch der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer abzuführen. Das erledigt die Bank automatisch für dich. Unterm Strich ergibt sich aus den 200 Euro Gewinn ein Steuerabzug zwischen rund 53 bis 56 Euro.   

Immerhin gibt es einen Freibetrag – den sogenannten Sparerpauschbetrag. Liegen die Gewinne deiner sämtlichen Kapitalanlagen – also Tagesgeld- und andere Zinsen, Aktiengewinne, Dividenden und so weiter – bei höchstens 1.000 Euro (für Verheiratete 2.000 Euro) pro Jahr, fallen dafür keine Steuern an (Stand: 2026). Dafür musst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag für dein Tagesgeldkonto stellen. Sonst werden auch für Gewinne bis zur 1.000-Euro- beziehungsweise 2.000-Euro-Grenze Steuern erhoben.  

Immer ein Plus! Garantiert!

Ja, auch Gewinne durch eine Geldanlage bei der Hanseatic Bank musst du versteuern. Aber ohne Steuerprogression: Der Zinssatz bleibt immer gleich. Und mit einem Freistellungsauftrag sind bis zu 1.000 Euro sogar steuerfrei. Da bleibt ein sattes Plus in der Kasse!

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FAQ: Tagesgeldkonto – häufige Fragen

Was ist ein Tagesgeldkonto einfach erklärt? 


Ein Tagesgeldkonto ist ein Sparkonto zur Geldanlage. Du überweist Geld darauf und erhältst dafür Zinsen. Anders als beim Girokonto kannst du mit einem Tagesgeldkonto nicht bezahlen oder Geld abheben. Ein- und Auszahlungen laufen in der Regel über ein verknüpftes Referenzkonto, meist dein Girokonto.

Wie sicher ist Geld auf einem Tagesgeldkonto? 


Tagesgeld gilt als sichere Geldanlage. In der EU sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei Gemeinschaftskonten beträgt der Schutz bis zu 200.000 Euro. Trotzdem solltest du Anbieter sorgfältig prüfen, besonders bei Banken im Ausland.

Kann ich jederzeit über mein Geld auf dem Tagesgeldkonto verfügen? 


Ja. Ein großer Vorteil von Tagesgeld ist seine hohe Flexibilität. Du kannst jederzeit Geld einzahlen oder wieder auf dein Girokonto überweisen. Die Auszahlung erfolgt meist innerhalb eines Bankarbeitstags. Kündigungsfristen oder feste Laufzeiten gibt es in der Regel nicht.

Wie hoch sind die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto?


Die Zinsen auf Tagesgeld sind meist variabel und können sich jederzeit ändern. Banken bieten häufig zeitlich begrenzte Aktionszinsen für Neukunden an. Danach gilt ein anderer Zinssatz. Deshalb lohnt es sich, die Konditionen regelmäßig zu prüfen und mit anderen Angeboten zu vergleichen.

Muss ich Zinsen auf Tagesgeld versteuern? 


Ja. Zinsen aus Tagesgeld zählen zu Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus eventuell Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Allerdings gilt der Sparerpauschbetrag: Bis zu 1.000 Euro der Kapitalerträge wie Zinsen pro Jahr bleiben steuerfrei (2.000 Euro für Verheiratete).

Für wen lohnt sich ein Tagesgeldkonto besonders? 


Ein Tagesgeldkonto eignet sich besonders für kurzfristige Sparziele und als Notgroschen. Es bietet jederzeit Zugriff auf dein Geld und mehr Zinsen als viele Girokonten. Für langfristigen Vermögensaufbau können allerdings renditestärkere Anlagen wie ETFs oder ein Sparbrief sinnvoller sein. 

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