Ein Mann und eine Frau erarbeiten einen Sparplan mit Laptop, Taschenrechner und Papieren am Tisch.
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Notgroschen trotz wenig Geld: So sparen Sie richtig

Bianca Sellnow
von Bianca Sellnow, 05.02.2019

Einmal mit der ganzen Familie in den Freizeitpark, ein Wochenende lang Cabrio fahren oder einfach mal den Klamottenladen plündern: Die Wünsche sind groß, das Budget klein? Dann sollten Sie rechtzeitig ein paar Extra-Groschen zur Seite legen. Das geht auch, wenn bei Ihnen bisher am Ende des Geldes meistens noch Monat übrig ist. Wie? Ganz einfach: indem Sie richtig sparen. Und dafür reicht es schon, kleine Dinge zu verändern. Hier finden Sie die besten Spartipps für Ihren Alltag.
 

Themen in diesem Artikel

1. Überlisten Sie Fallen im Supermarkt

Eigentlich wollen Sie nur schnell ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Und dann stehen Sie doch wieder an der Kasse und fragen sich, was an dem halb vollen Wagen so viel gekostet hat. Kein Wunder, denn Supermärkte und Hersteller wissen, wie mehr in Ihrem Einkaufswagen landet, als sie eigentlich brauchen. Doch wer die Tricks kennt, kann sie umgehen.

Waren auf Augenhöhe sind oft teuer: Produkte mitten im Blickfeld kosten meistens mehr als die im Regal am Boden. Warum? Weil direkt zugreifen so schön einfach ist. Deshalb können Sie richtig sparen, wenn Sie sich im Supermarkt öfter mal bücken.

Angebote versprechen mehr als sie halten: Nur, weil etwas als günstig angepriesen wird, muss es das noch lange nicht sein. Vertrauen Sie deshalb nicht auf den Supermarkt, sondern auf sich selbst. Vergleichen Sie Angebote mit den regulären Preisen und anderen Marken. Richtig sparen Sie auch, wenn Sie die Produkte nach dem Kilo- oder Liter-Preis beurteilen. Packungsgrößen können oft täuschen.

Mann im Supermarkt bückt sich, um ein Produkt aus dem unteren Regal zu nehmen.
© iStock/gilaxia/2015  Im Supermarkt öfter mal bücken kann viel Geld sparen.

Marken locken auf die falsche Fährte: Auf Plakaten und im Fernsehen locken meistens die Namen großer Marken. Lassen Sie sich davon nicht blenden und probieren Sie auch mal die Eigenmarken von Discountern. Die sind nämlich oft viel günstiger – und in vielen Fällen steckt in der Dose oder Flasche sogar das Gleiche drin wie beim Markenprodukt.

Nicht jede Großpackung ist günstiger: WC-Papier und Nudeln werden nicht schlecht. Die können Sie ruhig in der günstigen Großpackung kaufen. Sparen lässt sich damit aber nur, wenn die Großpackung wirklich günstiger ist, als wenn Sie mehrere Einzelpackungen kaufen. Das ist nicht immer der Fall. Also aufpassen! Bei Gemüse, Milch und anderen verderblichen Waren sollten Sie außerdem darauf achten, dass Sie nicht zu viel kaufen. Ansonsten werfen Sie am Ende bares Geld in die Tonne statt zu sparen.

2. Schreiben Sie eine Liste – und halten Sie sich daran

Auch wenn Sie die Fallen im Supermarkt umschiffen, geht für Essen noch immer viel Geld drauf. Und leider landet so einiges davon wahrscheinlich im Müll: 82 Kilo Essen wirft jeder von uns pro Jahr weg. Das haben Forscher der Universität Stuttgart herausgefunden.

Eine Hand wischt über ein Tablet, auf dem verschiedene Rezepte zu sehen sind.
© iStock/monkeybusinessimages/2015  Die Mahlzeiten zu planen und entsprechend einzukaufen verringert die Haushaltskosten.

Einer der besten Spartipps für den Haushalt lautet deshalb: Planen Sie Ihre Mahlzeiten! Schreiben Sie am Anfang der Woche auf, was Sie kochen möchten. Und dann kaufen Sie nur ein, was Sie dafür brauchen – dadurch lässt sich viel Geld und obendrein noch Zeit sparen. Schließlich wissen Sie im Supermarkt genau, wo Sie den Einkaufswagen hinsteuern müssen.

Weitere Spartipps rund um den Speiseplan:

  • Verwerten Sie Lebensmittelreste. Es gibt dazu viele Möglichkeiten: Zaubern Sie aus übrig gebliebenen Nudeln einen leckeren Auflauf. Oder verarbeiten Sie hart gewordenes Brot zu Paniermehl.
  • Frieren Sie übrig gebliebenes Essen ein – so bleibt es lange haltbar.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten? Werfen Sie Lebensmittel nicht ungeöffnet weg, sondern prüfen Sie sie. Oft ist das Essen noch vollkommen in Ordnung.

3. Kaufen Sie zweite Hand als erste Wahl

Nicht nur Kleidung ist aus zweiter Hand oft viel günstiger. Das gilt auch für viele andere Anschaffungen, zum Beispiel Möbel oder Fahrräder. Günstige Angebote finden Sie zum Beispiel auf Flohmärkten, in Second-Hand-Kaufhäusern oder im Internet. Oft sind die Dinge dort viel billiger als zum Neupreis und trotzdem von guter Qualität.

Eine junge Frau betrachtet einen Pullover beim Einkaufen.
© iStock/Pawel Gaul/2013  Kleidung aus zweiter Hand einkaufen sorgt für einen individuellen Look und spart Geld.

4. Geben Sie dem Haushaltsbuch eine Chance

Wissen Sie genau, wo Ihr Geld landet? Bargeld, Kartenzahlungen, Lastschriften und Überweisungen: Da geht der Überblick schnell verloren. Versuchen Sie es deshalb ruhig mal mit einem Haushaltsbuch, Sie werden erstaunt sein.

Zwar kostet es etwas Zeit, alle Ausgaben einzutragen. Doch es lohnt sich: So lesen Sie schwarz auf weiß, wohin Ihr Geld fließt. Und bestimmt finden Sie heraus, an welcher Stelle Sie richtig sparen können.

Praktisch für alle, die das Ganze nicht per Hand aufschreiben möchten: Es gibt auch Haushaltsbuch-Apps. Damit lassen sich die Ausgaben schnell und einfach unterwegs eintragen. So haben Sie Ihr Haushaltsbuch immer dabei.

5. Hören Sie auf, Flaschen zu schleppen

Warum schwere Flaschen mit Wasser vom Supermarkt nach Hause schleppen? Die Qualität von Leitungswasser ist genauso gut – und manchmal sogar besser. Außerdem kostet es kaum etwas: Der Liter ist im Schnitt für 0,2 Cent zu haben. Und das Beste: Leitungswasser gibt es fast überall. Nehmen Sie auch für unterwegs eine Flasche mit. Die können Sie regelmäßig nachfüllen – und zwar fast umsonst.

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6. Nehmen Sie sich die Preise mal so richtig vor

Überprüfen Sie Angebote auf Herz und Nieren und schlagen Sie dann erst zu. Das gilt besonders für Großanschaffungen: Falls Sie ein Auto kaufen möchten, achten Sie zum Beispiel nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf den Benzinverbrauch. Denn der schlägt jeden Monat zu Buche. Vergleichen Sie auch immer verschiedene Anbieter – die Mühe kann sich richtig lohnen.

7. Verpassen Sie Ihren Verträgen einen Check-Up

Wann haben Sie zum letzten Mal Ihren Strom- oder Handyanbieter gewechselt? Lange her? Dann geht Ihnen vermutlich viel Geld flöten. Checken Sie Ihre Verträge und informieren Sie sich über aktuelle Angebote. Bestimmt finden Sie etwas Günstigeres. Das Gleiche gilt für Versicherungen: Welche brauchen Sie wirklich? Wo sorgt ein Anbieterwechsel für mehr Geld in der Haushaltskasse?

Eine junge Frau sitzt im Bus und sieht nachdenklich auf ihr Handy.
© iStock/franckreporter/2016  Haben Sie noch einen alten Handyvertrag? Dann kann es sich auszahlen, nach alternativen Angeboten zu suchen.

8. Werfen Sie ein Auge auf Ihre Kontoauszüge

Haben Sie einen Überblick darüber, was von Ihrem Konto abgebucht wird? Schauen Sie genau hin. Vielleicht finden Sie Ausgaben, die eigentlich nicht sein müssen. Zum Beispiel das Abo für den Fitnessclub, in dem Sie längst nicht mehr trainieren. Möglich ist auch, dass Sie ein Abo schon gekündigt haben und es trotzdem weiter abgebucht wird. Das sollte zwar nicht passieren – tut es aber trotzdem immer wieder. Achten Sie auf Ungereimtheiten!

Mit unseren Spartipps können Sie schon bald Geld zur Seite legen. Aber bitte nicht unter die Matratze. Eine sichere Anlage, bei der Sie auch noch Zinsen bekommen, ist beispielsweise der SparBrief der Hanseatic Bank.

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