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Vergleich Festgeld und Sparbrief: Wo liegt der Unterschied?

von Thorsten Schierhorn, 28.03.2024

Und nun? Auf der Suche nach einer Geldanlage rät dir die eine Bank zu einem Festgeldkonto, die andere zu einem Sparbrief. Beide sind ihren Worten zufolge sicher und rentabel. Ist es denn egal, wo du dein Geld anlegst? Sind Sparbrief und Festgeld zwei Seiten derselben Medaille, dasselbe Produkt mit zwei Namen? Nein, ganz so einfach ist es nicht. Wo die Unterschiede stecken, liest du hier.

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Auf den Punkt

Auf den Punkt

  • Beim Festgeld sind Laufzeiten ab drei Monaten möglich, bei Sparbriefen hingegen in der Regel ab einem Jahr.
  • Ein Sparbrief läuft nach der vereinbarten Laufzeit aus, das Festgeldkonto muss gekündigt werden.
  • Sowohl das Festgeld als auch der Sparbrief haben meist einen festen Zinssatz.
  • Sparbriefe sind eine deutsche Anlageform. Festgeldkontos gibt es auch bei Banken im europäischen Ausland.

Unterschied 1: Laufzeit

Bei Festgeld und Sparbrief wird zu Beginn eine Laufzeit festgelegt. In dieser Zeit steht dir dein Vermögen nicht zur Verfügung. Die Laufzeiten bei einem Sparbrief beginnen dabei in der Regel bei einem Jahr und können bis zu zehn Jahre betragen. Festgeld dagegen kannst du mit deutlich weniger Laufzeit anlegen: Üblich sind drei, sechs oder neun Monate. Aber auch jährliche Intervalle sind möglich.

Das unterscheidet übrigens ein Festgeld von einem Tagesgeld: Tagesgeld ist täglich verfügbar!

Übrigens: Mehr darüber, was ein Sparbrief ist und welche Vor- und Nachteile er hat, erfährst du in diesem KlarMacher-Ratgeber: „Definition Sparbrief: Was ist das? Wie funktioniert das?”

Unterschied 2: Kündigung

Ein Sparbrief wird nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit aufgelöst, das Geld deinem vereinbarten Konto gutgeschrieben. Ein Festgeldkonto musst du in einer vorgegebenen Frist kündigen. Tust du das nicht, wird das Geld automatisch zu den jeweils geltenden Konditionen wieder angelegt.

Attraktive Renditen. Sicher. Jahrelang.

Mit einer Geldanlage bei der Hanseatic Bank bist du immer auf der sicheren Seite. Entweder beim SparBrief mit höheren Zinsen je nach Laufzeit. Oder beim TagesGeld mit attraktiven Zinsen – und dein Geld ist trotzdem ständig verfügbar.

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Unterschied 3: Zinsoptionen

Bei einem Festgeldkonto erhälst du die Zinsausschüttung am Ende der vereinbarten Laufzeit – bei einer mehrjährigen Anlage gibt es sie einmal pro Jahr. Bei einem Sparbrief hast du dagegen mehrere Optionen zur Wahl: Du kannst dir die Zinsen ebenfalls einmal im Jahr auszahlen lassen – oder du entscheidest dich für einen Sparbrief mit Zinsansammlung. In dem Fall kommen die jährlichen Zinsen auf deine Anlage obendrauf und werden mitverzinst. So profitierst du vom sogenannten Zinseszinseffekt, also den Zinsen auf die Zinsen.

Zwei junge Männer stehen nebeneinander mit jeweils spiegelverkehrten Tattoos und Seitenscheiteln
© istock/35007/2019  Festgeld und Sparbrief sind ähnlich – aber eben nicht gleich.

Unterschied 4: Anbieter

Sparbriefe sind eine rein deutsche Anlageform. Festgelder bieten dagegen in Deutschland auch Banken aus dem europäischen Ausland an, oftmals mit interessanten Zinsen. Solche Angebote solltest du sorgfältig prüfen, denn grundsätzlich deuten bei Geldanlagen höhere Zinsen immer auf ein höheres Risiko hin.

Sparbriefe und Festgeld: Ähnliche Zinshöhe

Hinsichtlich der Zinshöhe unterscheiden sich Sparbriefe und Festgeld nicht großartig. Und weil sie sich in vieler Hinsicht ähneln, bieten viele Kreditinstitute auch häufig nur noch eines der beiden Produkte an. In der Regel sind es Angebote mit festen Zinssätzen.

10.000 Euro: Beispielrechnung für Sparbrief und Festgeld

 

Was springt für dich heraus, wenn du 10.000 Euro investiert? Hier sind zwei Beispielrechnungen für je einen Sparbrief mit Zinsansammlung und ein Festgeldkonto: 

  • Beispiel Sparbrief: Du kaufst einen Sparbrief für 10.000 Euro mit zwei Prozent Zinsen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Der Zinsgewinn wird immer zum Jahresende deinem Sparbrief gutgeschrieben und somit mitverzinst. Dann hast du nach fünf Jahren einen Gesamtzinsgewinn von rund 1.041 Euro. Dein Sparbriefguthaben beträgt also am Ende der Laufzeit 11.041 Euro. 
  • Beispiel Festgeld: Du legst 10.000 Euro in einem Festgeldkonto an, mit einem Zinssatz von ebenfalls zwei Prozent. Die Laufzeit beträgt sechs Monate. Dann erzielst du nach einem halben Jahr einen Zinsertrag von 100 Euro und bekommst – wenn du dann das Konto gekündigt hast – 10.100 Euro ausgezahlt. 

 

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