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Konto wieder mal leer? 7 Tipps, mit denen du Geld sparst

von Bianca Sellnow, 12.01.2024

Einmal auf den Seychellen die Füße ins türkisblaue Meer tauchen, die alte Klapperkiste durch ein schickes E-Auto ersetzen oder mal im neuen Sternerestaurant essen gehen. Was würdest du nicht alles anstellen, wenn du nur das nötige Kleingeld dafür hättest? Doch das kannst du dir ja zusammensparen. Zum Beispiel, indem du diese einfachen Tipps zum Geld sparen im Alltag in die Tat umsetzt. 

Themen in diesem Artikel

Wichtig für deine Finanz-Vorsätze: Lege ein Ziel fest

Wichtig für deine Finanz-Vorsätze: Lege ein Ziel fest

Einfach nur so vor sich hin sparen fällt oft schwer. Die guten Spar-Vorsätze sind daher meist schnell dahin, wenn du keinen genauen Grund hast, weiterzumachen. Setze dir deshalb ein Ziel. Das kann alles Mögliche sein, wie etwa für den Führerschein zu sparen oder für die Reise auf die Seychellen. 

Lege für deinen Wunsch am besten zuerst ein Budget fest. Und plane, bis wann du es erreichen möchtest. Dem Ziel jeden Monat einen Schritt näherzukommen, motiviert. Und es lässt dich vielleicht auch gern mal auf den teuren Coffee to go oder das neueste Computerspiel verzichten, um deinen Sparplan einzuhalten. 

1. Das Sparschwein wiederbeleben

Bezahlen mit NFC und Mobile Payment ist praktisch. Das Sparschwein zu Hause langweilt sich deshalb. Nur noch selten wandern Münzen in seinen Bauch, und so ist die jährliche Ausbeute an Erspartem daraus eher gering. Dabei hat das Sparschwein auch seine Vorteile, wenn du dein Geld zurücklegen willst: 

  • Du siehst nicht, wie viel Geld im Sparschwein steckt. Wie nah du deinem Ziel bereits gekommen bist, erfährst du erst, wenn du das gesammelte Geld in regelmäßigen Abständen zählst. Das macht es spannend.
  • Mit einem Haufen Kleingeld ist es schwierig zu bezahlen. Das verringert die Gefahr, das Gesparte vor dem Erreichen deines Ziels auszugeben.
  • Das Sparen macht praktisch keine Mühe.

Dabei kann sich das Sparen auf mehrere Arten lohnen. Stecke beispielsweise immer am Ende des Tages das Kleingeld aus deinem Portemonnaie in das Sparschwein. Oder du wirfst jeweils Ein-Euro-Stücke hinein, sobald du welche hast. Das bringt doch nicht viel, denkst du? Kommen so pro Tag rund zwei Euro zusammen, sind das in einem Jahr schon 730 Euro.

Für die Traumreise auf die Seychellen dürftest du damit schon den Flug zusammenbekommen, fehlt nur noch das nötige Kleingeld für Hotel und Freizeit. Aber die Euros dafür lassen sich leicht mit einigen weiteren Finanz-Vorsätzen zurücklegen. 

Übrigens: Auch bei der Buchung des Fluges gibt es Sparmöglichkeiten. Welche das sind, liest du in diesem Ratgeber „Flugpreise: Wann sind Flüge am günstigsten?”.

Eine Frau steckt eine Münze in den Schlitz eines Sparschweins
© istock/Nattakorn Maneerat/2018  Jeden Tag zwei Euro ins Sparschwein zu stecken, kann am Ende eine ordentliche Summe einbringen.

2. Feste Budgets vergeben

Wie viel Geld brauchst du für flexible Ausgaben wie Essen, Kleidung und Kosmetik? Und wie viel mehr als du eigentlich müsstest oder willst, gibst du im Monat dafür aus? Kannst du diesen Überschuss nicht einsparen? Diese Strategie eignet sich besonders gut für alle, die gern planen. 

Hierbei setzt du dir ein festes Budget pro Tag, Woche oder Monat für verschiedene Bereiche. Die Einteilung der Budgets kann sehr detailliert sein, zum Beispiel bei Lebensmitteln gesondert für Grundnahrungsmittel, Süßigkeiten und auswärts essen oder trinken. Bei Kosmetik könnten es Toilettenartikel, Schminke und Haarpflege sein. Und so weiter. Das Ziel ist es erstens, einen Überblick über deine Ausgaben und Sparmöglichkeiten zu bekommen. Und zweitens, unnötige Ausgaben zu vermeiden. 

Und wie kontrollierst du die Einhaltung deines Budgets? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwei davon sind:

  • Du notierst dir jede Ausgabe in einem Haushaltsbuch in Papier- oder digitaler Form. 
  • Die sogenannte Cash-Stuffing- beziehungsweise die Umschlagsmethode. Dabei sortierst du ein vorher festgelegtes Budget bar in Plastikhüllen oder in Briefumschläge ein. Diese sind jeweils für einen bestimmten Bereich wie Lebensmittel oder Auto gekennzeichnet. Du bezahlst dann direkt aus dem entsprechenden Umschlag. Falls du doch mal die Karte gezückt hast, nimmst du diese Summe aus dem Budgettopf. 

Mit einem digitalen Haushaltsbuch einfacher sparen

Mit einem digitalen Haushaltsbuch einfacher sparen

Wenn du in der Regel mit Karte zahlst, überwacht eine App fast selbstständig deine Ausgaben. Die zeigt dir nicht nur, wie viel Budget du in welchem Bereich noch hast, sondern auch, wo du noch mehr sparen kannst.

 

Lege dir zusätzlich immer ein Budget für Sonderposten fest – für kleinere Anschaffungen oder andere unregelmäßige Ausgaben. Zum Beispiel für Geburtstagsgeschenke. Die Budgets kommen dabei gerade in den ersten Monaten immer wieder auf den Prüfstand. Denn nur, wenn sie realistisch sind, nützt dir die Einteilung auf lange Sicht, um mehr Geld zu sparen.

Extratipp: Ziehe von deinem Einkommen die festgelegten Budgets und deine Fixkosten ab. Den Rest legst du gleich am Anfang des Monats zur Seite, zum Beispiel auf Tagesgeldkonto. Das macht es einfacher, das festgelegte Budget einzuhalten. Die schwarze Null ist hier oft eher eine Hürde, als wenn noch Geld frei verfügbar auf dem Girokonto liegen würde.

Eine Frau sitzt mit Computer auf dem Schoß und Notizheft in der Hand auf einem Sofa
© istock/simonapilolla/2018  Vergebe Budgets und notiere dir deine Einkäufe auf einem Zettel oder in einer Haushaltsbuch-App, um zu sparen

3. Geldfresser aufspüren und loswerden

Wer weniger ausgibt, hat am Ende des Monats mehr Geld übrig – so weit, so logisch. Aber sich selbst beim Einkaufen zu überwachen, ist nichts für dich? Trotzdem kannst du unter Umständen viel mehr sparen als bisher, und das nur mit einmaligem Einsatz. Und zwar, indem du deine monatlichen Abbuchungen verringerst. Das geht beispielsweise bei:

  • Haushaltskosten: In eine kleinere Wohnung zu ziehen, wäre ein großer Schritt fürs Sparen, aber auch sehr drastisch. Vielleicht fängst du erstmal damit an, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Oder du drehst die Heizung überall um einen Grad runter und kaufst für alle Wasserhähne Spardüsen. 
  • Multimedia: Der alte Handyvertrag, das überteuerte Fernsehpaket oder die Bandbreite an Streamingdiensten – vielleicht geht das günstiger. Nimm dir die Zeit und vergleiche die Angebote.
  • Versicherungen: Zu viele oder die falschen: Die meisten von uns beschäftigen sich nicht viel mit ihren Versicherungen und verlieren dadurch jedes Jahr viel Geld.
  • Freizeit: Die schwarzen Löcher sind hier oft Abos oder Jahreskarten auf. Du bezahlst vorab oder dauerhaft, nutzt aber vielleicht nur einen kleinen Teil des Angebots. Ein Beispiel: das unnütze Fitnessabo, das über die Jahre so viel kostet wie ein Luxusurlaub.

Solche und weitere Tipps findest du auch im Artikel „Notgroschen trotz wenig Geld: So sparst du richtig“.

Hast du ein Auto? Dann hast du die Möglichkeit, durch die richtige Fahrweise, Fahrgemeinschaften oder das zeitweise Verleihen deines Autos übers Jahr hinweg viel Geld zu sparen. Oder du stellst sogar fest, dass dein Auto sich gar nicht mehr rechnet. Häufig geht Mobilität nämlich günstiger. 

Mit diesen weiteren Spar-Strategien kannst du bestimmt auch das Hotel auf den Seychellen finanzieren. Aber vielleicht darf es noch ein Stern mehr sein. Und das Kleingeld für die Freizeit fehlt auch noch. Also auf zu weiteren Finanz-Vorsätzen.

An einer Lampe hängt ein Zettel mit der Aufschrift Licht aus
© istock/Ralf Geithe/2018  Manchmal kannst du schon mit einem Wechsel zu einem neuen Stromanbieter viel Geld sparen.

4. Verzichten, ohne viel zu vermissen

Oft geben wir Geld aus, weil wir auf andere hören, ein Schnäppchen wittern oder einfach impulsiv handeln. Hier kommt es beim Sparen darauf an, was dir wichtig oder was dir nicht wichtig ist. Einige Beispiele:

Die Geschenke-Grenze: Setze für für Geschenke für Familie und Freunde einen Höchstwert fest.

Super-Spar-Liste fürs Shoppen: Mache dir vor dem Einkaufen eine Liste, egal ob vor dem Besuch im Supermarkt oder für die Jagd nach Klamotten. So vermeidest du Impulskäufe und das hilft häufig dabei, viel Geld zu sparen. Aber natürlich nur, wenn du die Liste mitnimmst. Und dich daran hälts.

Einmal ohne großes Tamtam: Sind dir die Böller an Silvester, die Konfettikanonen am Geburtstag und die blinkenden Partyhüte zu Karneval wirklich wichtig? Wenn nicht, lass sie doch einfach weg – und du sparst so einige Euro pro Jahr. Und du schonst damit auch noch die Umwelt. 

Trick: Überliste dich beim Sparen selbst

Trick: Überliste dich beim Sparen selbst

Deine Vorsätze sind ernstgemeint? Aber der innere Schweinehund ist stark? Dann zeige es ihm! Das geht zum Beispiel, indem du:  

  • freiwillig deine Nebenkostenabrechnung erhöhen lässt. Kommt die Abrechnung, erhältst du eine fette Rückzahlung. 
  • den gewünschten Sparbetrag direkt am Anfang des Monats vom Konto holst und es zum Beispiel auf das Tagesgeldkonto überweist. 
  • dich jedes Mal belohnst, wenn du etwas in die Spardose wirfst.

5. Vertrauen – und trotzdem kontrollieren

Du hast deine Finanzen bereits gut im Blick und alle regelmäßigen Ausgaben auf den neuesten Stand gebracht? Das ist großartig und spart dir bestimmt schon viel Geld. Trotzdem solltest du in gewissen Abständen die Kontoauszüge zu prüfen. Zum Beispiel jedes halbe Jahr oder einmal pro Quartal. Vielleicht fällt dir dabei etwas auf, das ein unnötiger Geldfresser ist. Das kann zum Beispiel das häufige Abheben von Bargeld an fremden Automaten sein. Da kann schnell einiges an Gebühren zusammenkommen. 

Wenn du alle bisherigen Spar-Vorsätze für ein Jahr durchhältst, dürftest du schon das Geld für die gesamte Seychellen-Reise zusammenhaben. Aber vielleicht möchtest du dir noch ein paar Besonderheiten gönnen, wenn du schon mal dort bist. Für das nötige Kleingeld könnten zwei weitere Finanz-Tipps sorgen.  

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6. Noch mehr einnehmen als ausgeben

Eine Gehaltserhöhung ist natürlich die komfortabelste Möglichkeit, um künftig deine Finanzen aufzubessern. Und der Jahresanfang ist meist ein guter Zeitpunkt dafür. Zum Beispiel, wenn bei dir im Januar sowieso ein jährliches Feedbackgespräch ansteht. Um deinen Arbeitgeber zu überzeugen, hilft es, auf deine guten Leistungen in den letzten Monaten hinzuweisen: 

  • Wobei hast du besonders viel Einsatz gezeigt?  
  • Wie hast du die Firma weitergebracht?  

Reicht das nicht aus, kannst du auch Ziele vereinbaren, die an eine Bonuszahlung geknüpft werden. 

Außerdem kannst du auch in deiner Freizeit noch etwas dazuverdienen. Relativ mühelos geht das zum Beispiel mit einem sogenannten passiven Einkommen oder mit diesen 6 ungewöhnlichen Nebenjobs

Geld übrig? Unsere Tipps in Sachen Anlegen für Anfänger 

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Schwungvoll Richtung Zinsen

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7. Aus wenig Geld viel machen

Wenn du dein Erspartes einfach auf dem Girokonto liegen lässt, verliert es wegen der Inflation über die Zeit an Wert. Doch es gibt Alternativen, die Zinsen liefern. Eine davon ist der Sparbrief. Nachteil: Du legst damit dein Geld über mehrere Monate oder Jahre fest an. Vorteil: Das Geld ist genauso sicher wie auf dem Sparbuch. Wer mutiger ist, kann an der Börse investieren und damit eine noch bessere Rendite herausholen – aber gleichzeitig riskieren, das gesamte Ersparte oder einen Teil davon zu verlieren. 

Ein ordentlicher Gewinn aber könnte etwa deiner Freizeitplanung auf der Seychellen-Reise noch das gewisse Extra verleihen. Zum Beispiel mit einem Tauchkurs zwischen Korallen oder der wilden Fahrt auf einem Jetski. 

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