Ein Mann bezahlt in einem Coffee Shop lächelnd mit seinem Handy bei einer freundlichen Kassiererin
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Das Handy als digitaler Geldbeutel: So bezahlst du schnell und kontaktlos

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 27.05.2026

Wir bestellen damit Pizza und das Taxi, wir buchen Tickets, spielen damit in der Bahn, chatten und machen einen schnellen Schnappschuss: Das Smartphone muss einfach dabei sein. Und nun kommt es immer häufiger an der Ladenkasse zum Einsatz. In vielen Geschäften und Restaurants ist längst das Bezahlen per Handy möglich. Doch wie funktioniert das und welche technischen Voraussetzungen gibt es?

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Mit dem Handy bezahlen

  • Mit einem NFC-fähigen Smartphone und einer passenden App kannst du schnell und kontaktlos an der Kasse bezahlen.
  • Für die Zahlung hinterlegst du in der App eine Kreditkarte, dein Girokonto, Guthaben oder einen Drittanbieter wie Paypal.
  • Große Anbieter wie Apple Pay oder Google Pay sowie Händler- und Finanz-Apps ermöglichen das mobile Bezahlen in vielen Geschäften.
  • Dank kurzer Übertragungsdistanz, PIN und biometrischer Sicherung gilt das Bezahlen mit dem Handy als sicher.
  • Je nach Anbieter können deine Zahlungs- und Einkaufsdaten gespeichert und für personalisierte Angebote genutzt werden.
  • Alternativ kannst du Einkäufe auch über die Handyrechnung bezahlen, wobei der Betrag monatlich über deinen Mobilfunkanbieter abgerechnet wird. 

Wie kann ich mit dem Handy bezahlen?

Die wichtigste technische Bedingung für das Bezahlen mit dem Handy ist, dass dein Smartphone einen NFC-Chip besitzt. Das ist bei fast allen modernen Geräten der Fall. Die Abkürzung NFC steht für Near Field Communication („Nahfeldkommunikation“), eine Technologie ähnlich dem bekannten Bluetooth.

Die NFC-Technologie ermöglicht es zwei Geräten, die sich in nahem Abstand zueinander befinden, Daten miteinander auszutauschen. Zum Beispiel beim mobilen Bezahlen. Dafür muss das Lesegerät an der Kasse ebenfalls mit NFC ausgestattet sein. Das erkennst du an dem Wellensymbol – oder du fragst einfach eine*n Mitarbeiter*in, ob kontaktloses Bezahlen möglich ist. 

Grafik NFC-Symbol auf Smartphone und Bezahlterminal

Du benötigst außerdem noch eine App, mit der du den Bezahlvorgang durchführst. Solche Apps leiten dein Geld an den Händler weiter. Das kann auf vier Weisen funktionieren: 

  • Über die Kreditkarte oder Debitkarte: Wenn du die Daten deiner Karte in der App hinterlegt hast, wird diese mit dem Einkauf belastet.
  • Als Lastschrift: Dafür gibst du in der App die Daten deines Girokontos an, von dem der entsprechende Betrag abgebucht wird.
  • Mit Guthaben: Dabei kaufst du eine Guthabenkarte, beispielsweise in der Drogerie oder dem Supermarkt. Auf der Karte steht eine Anleitung. Wenn du der folgst, ist deine App mit Guthaben aufgeladen, das du verbrauchen kannst.
  • Über einen Drittanbieter: In manchen Apps hinterlegst du deine Daten nicht direkt. Stattdessen verknüpfst du die App mit einem anderen Anbieter deines Vertrauens, beispielsweise Paypal. Dieser wickelt dann die Zahlung über dein Girokonto, deine Kreditkarte oder ein Guthaben ab – je nachdem, was du festgelegt hast.

Sobald dein Smartphone mit NFC und App ausgestattet ist, kannst du kontaktlos bezahlen. Dafür hältst du dein Handy nah an das Lesegerät an der Kasse. Bei Beträgen ab 50 Euro musst du noch eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) eingeben. Eine Internetverbindung ist dafür oft nicht erforderlich. Aber vergiss nicht, NFC einzuschalten! 

Die Visa Kreditkarten der Hanseatic Bank: Jetzt entdecken!

Mit den Visa Kreditkarten der Hanseatic Bank kannst du überall auf der Welt flexibel bezahlen und Geld abheben, wo du das Visa-Logo siehst. Du musst für die Karte kein zusätzliches Girokonto eröffnen. Und die Ratenhöhe für die Rückzahlung bestimmst du selbst (mindestens 20 € monatlich beziehungsweise 3 % des offenen Betrags).

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Mit welcher App kannst du mit dem Smartphone bezahlen?

Von Softwareunternehmen über Einzelhändler bis hin zu Finanzdienstleistern: Viele Anbieter stellen Apps für mobiles Bezahlen bereit. Der Markt ist stark umkämpft, daher sind in den vergangenen Jahren auch einige Angebote wieder verschwunden.

Im Folgenden findest du nur einige Beispiele für Wallets und Bezahl-Apps, die du mit dem Smartphone nutzen kannst:

  • Apple Pay: Die App funktioniert mit unterschiedlichen Debit- und Kreditkarten, ganz bequem und sicher auch mit den Kreditkarten der Hanseatic Bank. Alternativ arbeitet Apple Pay auch mit Bezahldiensten wie Klarna, Revolut oder Vimpay zusammen (siehe unten).
  • Google Pay: Willst du mit einem Android-Handy bezahlen, kannst du bei dem Bezahlsystem Google Pay ebenfalls mehrere Kreditkarten hinterlegen. Zudem kooperiert Google mit Dienstleistern wie Paypal, Klarna und Vimpay. Auch hier ist die Nutzung mit den Kreditkarten der Hanseatic Bank möglich.
  • Payback: Diese App funktioniert auf dem iPhone ebenso wie auf Android-Handy. Du kannst damit bei den Payback-Partnern wie Alnatura, Aral, Rewe und Dm per Lastschriftverfahren bezahlen.  
  • Paypal: Wenn du die Funktion für kontaktlose Bezahlen in der Paypal-App aktivierst, kannst du direkt mit dem Handy über Paypal bezahlen – laut Anbieter überall, wo Mastercard akzeptiert wird.
  • Wero: Wero ist ein europäisches Echtzeit-Bezahlsystem, das von verschiedenen Banken angeboten wird. Die Nutzung erfolgt in der Regel über die jeweilige Banking-App. Damit kannst du Geld in Echtzeit an andere Konten senden und bei teilnehmenden Anbietern bezahlen.
  • Finanzdienstleister: Unzählige Finanzdienstleister wie zum Beispiel Vimpay, Klarna und Revolut bieten Apps, mit denen du online und vor Ort bezahlen kannst. In der Regel musst du dafür eine Kreditkarte oder dein Bankkonto mit der App verknüpfen. Für weitere Finanzdienstleistungen fallen unter Umständen Gebühren an.
  • Einzelhändler: Manche Einzelhändler wie Edeka, Lidl oder Netto haben ihre eigene Unternehmens-App um eine Zahlfunktion ergänzt. Rabattaktionen und Coupons werden in der Regel automatisch berücksichtigt und gelten manchmal nur beim Bezahlen mit dieser App. Für den Einkauf in anderen Geschäften sind diese Anwendungen nicht geeignet.

Übrigens: Satte Rabatte sicherst du dir auch in der Vorteilswelt der Hanseatic Bank. Ob Technik, Mode, Reisen oder Wohnen – wenn du mit deiner GenialCard oder GoldCard bezahlst, wird der Rabatt automatisch berücksichtigt. So erhältst du zum Beispiel bis zu 15 Prozent Cashback bei über 300 Onlineshops. 

Frau hält den Arm mit ihrer Smartwatch an ein Bezahlterminal
© istock/AegeanBlue/2019  Mit der richtigen App können Sie auch mit Smartwatch oder Fitnesstracker bezahlen.

Bezahlen mit Fitnesstracker und Smartwatch

Nicht nur mit dem Smartphone, auch mit Fitnesstracker und Smartwatch kannst du kontaktlos bezahlen. Voraussetzung auch hier: Die Geräte sind mit NFC ausgestattet. Außerdem müssen die nötigen Apps in einigen Fällen noch auf einem gekoppelten Smartphone installiert und eingerichtet werden.

Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber „Smartwatch, Ring & Co.: So bezahlst du mit deinen Wearables” . 

Ist es sicher, mit dem Handy zu bezahlen?

Bequemlichkeit ist schön und gut – aber ist das Verfahren sicher? Um dich und dein Geld zu schützen, gibt es bei NFC mehrere Sicherheitsmaßnahmen. So läuft die Übertragung nur, wenn du dein Smartphone ganz nah an das Lesegerät hältst. Aus größerem Abstand funktioniert der Datenaustausch nicht und kann weder abgefangen noch manipuliert werden.

Sollte dir einmal das Smartphone entwendet werden, hält sich der Schaden durch Handyzahlungen trotzdem in Grenzen: Kriminelle können sich in der Regel nur bis zur Höchstgrenze von 50 Euro pro Einkauf bereichern und das auch nur bis 150 Euro. Danach müssen sie – je nach deiner Sicherungsmethode – die PIN in deinem Handy eingeben oder sich mit biometrischen Daten wie

Zudem kannst du selbst ein paar Sicherheitsvorkehrungen treffen:

  • Sichere Sie dein Zugriff auf Ihr Handy gut ab und verraten Sie niemandem deine PIN.
  • Prüfen Sie regelmäßig deine Kontoauszüge auf falsche Abbuchungen.
  • Lass deine Ihre Kreditkarte beziehungsweise dein Konto sperren, falls jemand Zugang zu deinen Daten haben könnte.

Wenn im Alltag plötzlich etwas schiefläuft

Ob gestohlenes Smartphone, defekte Technik oder Stress im Netz – SicherAlltag ist für dich da und fängt die Kosten ab. Abschluss? Geht schnell und direkt über deine GenialCard oder GoldCard.

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Was passiert mit meinen Daten?

App-Betreiber und Zahlungsanbieter können deine Einkäufe genau verfolgen – sofern der jeweilige Anbieter diese Daten überhaupt verarbeitet. Das Interesse ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Apple gibt an, Zahlungsdaten nur eingeschränkt zu verarbeiten. Google verarbeitet laut eigener Datenschutzerklärung verschiedene Nutzungsdaten, zum Beispiel für Dienste und Personalisierung. Teilweise kannst du dagegen widersprechen, etwa wenn Informationen über deine Bonität an Tochtergesellschaften weitergegeben werden sollen.

Was hast du wann in welcher Menge gekauft? Einzelhändler mit eigenen Apps sind meist in der Lage, aufgrund deiner Einkäufe ein recht genaues Profil von dir zu erstellen. Interessierst du dich mehr für Sport oder für Kultur? Legst du Wert auf Schnäppchen? Mit diesen Erkenntnissen wollen die Händler dir genau zugeschnittene Werbung und Angebote schicken.

Was im Einzelnen mit deinen Daten passiert, kannst du in den jeweiligen Datenschutzhinweisen der Apps nachlesen. Zum Teil darfst du auch vorab wählen, ob du einer bestimmten Nutzung zustimmst. Payback beispielsweise erstellt nur ein Käufer*inprofil von dir, wenn du einwilligst. 

Ein junges Paar steht mit einem gefüllten Einkaufswagen vor einem Supermarktregal und betrachtet die Auslage
© istock/Tomml./2019  Ob Ihr Einkauf vom Händler erfasst wird und er die Daten etwa für personalisierte Angebote nutzen kann, erfahren Sie in den Geschäftsbedingungen der Bezahl-Apps.

Was heißt es, per Handy-Rechnung zu bezahlen?

Neben dem kontaktlosen Bezahlen kannst du Einkäufe auch über deine Mobilfunkrechnung bezahlen.  Besonders beim Einkauf in Onlineshops gibt es oft die Option „Bezahlung per Handyrechnung“. Der Betrag, den du ausgibst, erscheint zusätzlich zu den üblichen monatlichen Kosten auf deiner Handyrechnung. Sogar das Parken kannst du teilweise so mit dem Handy bezahlen. Ein möglicher Nachteil ist aber, dass diese zusätzliche Abrechnungen die Übersicht über deine Ausgaben erschweren können.

Beim Einkaufen Cash holen – mit den Kreditkarten der Hanseatic Bank

Du brauchst Bares? Spare dir den Weg zum Automaten. In immer mehr Geschäften kannst du beim Einkaufen gleich im Supermarkt Bargeld abheben. Zum Beispiel mit den Visa Kreditkarten der Hanseatic Bank – natürlich gebührenfrei. Das geht unter anderem in den folgenden Geschäften:

  • Aldi  
  • Netto
  • DM
  • Familia
  • Markant
  • Müller
  • Rossmann 

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Wie funktioniert kontaktloses Bezahlen mit dem Handy?

Kontaktloses Bezahlen funktioniert in der Regel über die NFC-Technologie im Smartphone. Du hältst dein Handy nah an ein Lesegerät und bestätigst die Zahlung je nach Betrag zusätzlich mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Eine Internetverbindung ist meist nicht erforderlich.

Was brauche ich, um mit dem Handy zu bezahlen?

Du benötigst ein Smartphone mit NFC-Chip und eine Bezahl-App wie Apple Pay oder Google Pay. Zusätzlich musst du eine Zahlungsmethode hinterlegen, etwa eine Kreditkarte, dein Girokonto oder einen Zahlungsdienst wie Paypal.

Ist das Bezahlen mit dem Smartphone sicher?

Ja, mobile Zahlungen gelten bei Einhaltung üblicher Sicherheitsmaßnahmen als sicher.  Die Datenübertragung funktioniert nur auf sehr kurze Distanz. Außerdem schützen PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung vor Missbrauch. Bei Verlust des Geräts sind Zahlungen zusätzlich durch Limits abgesichert. 

 

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