Hotels günstig buchen: Bei diesen Tipps freut sich die Urlaubskasse

von Thorsten Schierhorn, 16.05.2024

Eis essen gehen, Souvenirs shoppen, Cocktails auf der Hotelterrasse genießen – im Urlaub geht das Geld schnell flöten. Umso besser, wenn du nicht noch für die Unterkunft unnötig draufzahlst, weil du beispielsweise zum ungünstigen Zeitpunkt gebucht hast. Hier erfährst du, wann und wie du clever und günstig Hotels buchen kannst.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt

 

  • Wer flexibel ist, bucht am besten außerhalb der Ferienzeiten und vermeidet Wochenenden und Feiertage.
  • Buche dann, wenn andere es nicht tun – bei Businesshotels zum Beispiel am Wochenende.
  • Frühbucherrabatte sind meistens günstiger als Last-Minute-Buchungen.
  • Nutze Meta-Crawler wie zum Beispiel Trivago oder Vergleichsportale wie Check24.
  • Nutze Prämienprogramme, Gutscheine und Schnäppchenportale. Am besten lässt du dich per Twitter und Newsletter informieren.

Mache Urlaub, wenn andere es nicht tun

Beim Reisen gilt: Je flexibler du zeitlich bist, desto mehr kannst du sparen. Denn die Hotelpreise sind besonders günstig, wenn in bestimmten Zeiten nur wenige Zimmer belegt sind. Die Hotels bieten dann ihre freien Räume preiswerter an, schließlich müssen sie weiterhin Empfangs- und Reinigungspersonal sowie Gärtner*innen bezahlen. Wann und wo eher mit einer Gästeflaute zu rechnen ist, hängt zum Teil vom Hoteltyp ab:

  • In klassischen Urlaubs- und Familienhotels sind Wochenenden, Feiertage und Ferienzeiten besonders gefragt. Wenn du kannst, meide diese Zeiten und verreise lieber in der Nebensaison.
  • Hotels, die überwiegend Geschäftsleute beherbergen, haben zum Beispiel an Wochenenden und Feiertagen oft freie Kapazitäten.
  • Wellnesshotels sind an Wochenenden stärker gefragt, hier findest du günstige Angebote eher unter der Woche.

Auf der Suche nach einem günstigen Reisetermin solltest du auch recherchieren, wann Messen, Veranstaltungen oder Feiertage an deinem Reiseziel stattfinden. Zu diesen Zeiten sind Hotelzimmer besonders gefragt und entsprechend teuer.

Bei Fernreisen spielt zudem das lokale Klima eine große Rolle. Einen Inselurlaub möchten die meisten lieber bei Sonnenschein genießen statt bei strömendem Tropenregen. Wenn du dein Hotel vor Beginn oder nach Ende der Hauptreisezeit buchst, kannst du deinen Geldbeutel schonen.

Mann und Frau erhalten im Spa-Bereich eine Rückenmassage
© istock/peakSTOCK/2021  Wellnesshotels bieten oft an Wochentagen günstigere Übernachtungen an.

Lieber früh buchen als auf Last-Minute-Schnäppchen hoffen

Wer lange im Voraus plant, kann über Frühbucherrabatte eine Menge Geld sparen. Bei Buchungen zwischen vier und neun Monaten vor Reisebeginn winken Rabatte von bis zu 30 Prozent. Vor allem, wenn du einen bestimmten Urlaubsort oder ein besonderes Hotel vor Augen hast, sind Frühbucherangebote sinnvoller als Last-Minute-Schnäppchen. Du läufst so nicht Gefahr, dass dein Wunschhotel oder alle guten Hotels am Wunschurlaubsort dann schon ausgebucht sind.

Am günstigsten sind nicht stornierbare Frühbucher-Angebote. Allerdings haben Hotelangebote mit Stornierungsoptionen einen entscheidenden Vorteil: Wenn du eine Hotelreservierung bis kurz vor Reiseantritt noch stornieren kannst, bleibst du flexibel: Und vielleicht findest du in der Zeit bis zum Abflug sogar noch günstigere Angebote. Wirf dennoch unbedingt vorher einen Blick in die Stornierungsbedingungen, damit du am Ende nicht mit zwei verbindlichen Hotelbuchungen dastehst.

Übrigens: Bei Reisewarnungen kannst du unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos stornieren.

Ein Paar plant am Laptop eine Weltreise
© istock/andresr/2022  Wer frühzeitig plant, kann bei Hotelübernachtungen viel sparen.

Vergleiche die Preise auf Buchungsportalen

Die klassische Hotelsuche läuft oft über Buchungsplattformen wie Hotels.com, Booking.com oder Expedia.de. Einfach Ort, Lage, Ausstattungsmerkmale und Preiskategorie auswählen, so bekommst du im Handumdrehen passende Unterkünfte angezeigt. Beim Preis kann es aber große Unterschiede geben, und nicht jedes Hotel ist auf allen Plattformen gelistet. Es kann sich also lohnen, die Angebote auf den verschiedenen Reise-Portalen zu vergleichen.

Du kannst dir die Suche noch einfacher machen: Sogenannte Meta-Crawler durchforsten für dich die verschiedenen Buchungsportale nach den günstigsten Hoteldeals. Bekannt sind beispielsweise Travel-Dealz, Trivago oder Kayak. Schau genau hin: Manchmal liegt der Unterschied nicht im Preis, sondern in kostenlosen Zusatzleistungen wie einem Frühstück oder einer besseren Zimmerkategorie. Vergleichsportale wie Check24.de oder Travelshop-24.net können ebenfalls bei der Schnäppchenjagd helfen.

Ein weiterer Spar-Hack bei der Hotelsuche: Registriere dich. Eingeloggte User*innen bekommen manchmal bessere Preise angezeigt.

Übrigens: Mit einer Kreditkarte der Hanseatic Bank profitierst du von einer Bestpreisgarantie und erhältst bis zu 6 Prozent Rabatt bei Booking.com. Mehr dazu findest du auf unserem Reise-Portal.

Höhere Preise durch Cookies

Cookies auf deinem Computer können Hotelbuchungen teurer machen. Sie speichern beispielsweise, welche Seiten du besuchst oder welche Hotels dir gefallen. Das machen sich Websites, auf denen du später buchen möchtest, zunutze. Sie erkennen dein Interesse an Hotelbuchungen und zeigen dir automatisch höhere Preise an. Damit das nicht passiert, solltest du nach deiner Recherche diese Cookies über die Einstellungen in deinem Browser löschen. Du kannst zum Buchen auch einen anderen Browser nutzen oder in den privaten Modus wechseln.

Hole auch ein Direktangebot vom Hotel ein

Es kann sich finanziell auszahlen, den Preis vor der Buchung noch einmal direkt bei der Unterkunft anzufragen. Da Hotels bei Online-Buchungen über einen Vermittler Provisionen in Höhe von bis zu 25 Prozent abführen müssen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass du bei einer Direktbuchung ein besseres Angebot aushandeln kannst.

Oft geben Hotels auch Rabatt für Gäste, die länger als ein, zwei Tage bleiben. Wenn du auf der Internetseite keine Aktionspreise (zum Beispiel „3-für-2-Nächte“) findest, kannst du im Gespräch nach Rabatten für längere Aufenthalte fragen.

Video: Online Urlaub buchen: Wir zeigen dir die Tricks der Reiseanbieter

Klicken Sie hier, um die Inhalte von YouTube anzuzeigen.

Meine Zustimmung kann ich jederzeit unter Datenschutz widerrufen.

© SAT.1 REGIONAL 

Fünf Tipps für noch günstigere Preise

  1. Prämienprogramme: Viele Hotelketten und Buchungsportale belohnen loyale Kund*innen mit Treueprämien. Wer viel bucht, genießt besondere Vorteile. Das kann eine kostenlose Übernachtung sein oder ein Sonderpreis für die Superior-Suite. Bei manchen Programmen gibt es die Möglichkeit, gesammelte Treuepunkte auch bei Hotelübernachtungen einzulösen. Oder du bekommst Sofortrabatte von bis zu 20 Prozent.
  2. Gutscheine: Klingt wie Schnee von gestern, funktioniert aber immer noch! Mit Gutscheinen oder Coupons kannst du bei Hotelbuchungen eine Menge Geld sparen. 5 Prozent auf eine Buchung bei einem bestimmten Buchungsportal, 20 Prozent Rabatt für einen Hotelaufenthalt oder 200 Euro Cashback für eine Reisebuchung: Alles ist möglich. Suche einfach vor einer Buchung im Internet nach seriösen Angeboten, zum Beispiel auf Coupons.de, Gutscheine.com oder Mydealz.
  3. Blindbooking: Besonders günstig kommst du beim sogenannten „Blindbooking“ (auch „Mystery Deals“ genannt) an ein Hotelzimmer. Du entscheidest dich für ein Urlaubsziel, weißt aber vorher nicht, bei welchem Hotel du landen wirst. Damit sind Rabatte von bis zu 60 Prozent auf den Originalpreis drin. Angebote für einen Urlaub in Deutschland findest du beispielsweise über Blookery. Mit den „Hot Deals“ von Hotwire und den „Express Deals“ von Priceline kannst du in der ganzen Welt Urlaub in einem Überraschungshotel buchen.
  4. Spontane Hoteldeals: Kurzentschlossene finden günstige Hotelübernachtungen auf Rabattseiten wie Groupon oder verschiedenen „Deal-des-Tages“-Seiten. Sie helfen den Hotelanbietern, kurzfristige Zimmerkapazitäten zu füllen, und dir, deinen Geldbeutel zu schonen. Hohe Preisnachlässe gibt es vor allem bei teuren Hotels. Achte aber darauf, ob Zusatzgebühren für Wochenenden und Feiertage anfallen. Auf Luxusreisen und Luxushotels hat sich Secret Escapes spezialisiert, hier winken bis zu 70 Prozent Ersparnis.
  5. Twitter statt Newsletter: Viele Schnäppchenseiten wie beispielsweise Urlaubspiraten erleichtern dir die Suche nach Sonderangeboten, Schnäppchenpreisen und Error Fares – das sind Preisfehler, die bei der Berechnung der Kosten für einen Flug, ein Hotel oder einer Pauschalreise passiert sind. Sie informieren normalerweise per Newsletter. Wenn der abends in den Briefkasten flattert, sind die besten Angebote aber oft schon ausgebucht. Versuche es stattdessen mal mit Twitter. Über Tweets bist du immer superaktuell informiert und kannst bei guten Angeboten sofort zuschnappen.

Übernachtungsbonus für Studierende

Student*innen bekommen über Unidays dauerhafte Sonderkonditionen in Form von Rabatten und Cashback-Programmen bei einigen Buchungsplattformen. Dafür müssen sie sich einfach nur auf dem Rabattportal registrieren.

Wie hat dir der Artikel gefallen?

3

Das könnte dich auch interessieren: