Vater, Mutter und zwei Töchter toben lachend auf dem Bett
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Kinder, Kinder! Diese staatlichen Zuschüsse gibt’s für Familien und Alleinerziehende

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 01.04.2021

Kinder sind eine Bereicherung – und sie kosten Geld. Viel Geld. Klamotten, Schulsachen, Hobbys, Essen, größere Wohnung: Gerade Familien mit geringem Einkommen und Alleinerziehende können die Ausgaben häufig kaum wuppen. Wer weiß, wo er nachfragen muss, kann aber viele Euro Zuschuss für die Kinder bekommen. Vielleicht nicht gleich für eine Familienkutsche – für Autokauf gibt es keine Familienförderung –, wohl aber für viele andere Notwendigkeiten des Alltags. Die KlarMacher listen sie auf. 

Themen in diesem Artikel

Kindergeld: Anspruch, Antrag, Auszahlung

Das Kindergeld ist die wichtigste staatliche Unterstützung für Familien. Sie soll die grundlegende Versorgung des Kindes oder auch der Kinder sichern. Das Kindergeld wird ab der Geburt und bis mindestens zum 18. Geburtstag an ein Elternteil monatlich ausgezahlt – bei arbeitslosen Kindern bis zum 21. Geburtstag, bei Kindern in Ausbildung bis zum 25. Geburtstag. Es beträgt seit 1. Januar 2021 ...

  • für das erste und zweite Kind 219 Euro im Monat,
  • für das dritte Kind 225 Euro im Monat,
  • für das vierte und jede weitere Kind 250 Euro im Monat.

Wo und wie kann das Kindergeld beantragt werden?

Kindergeld erhalten alle Deutschen, die mit Kindern in einem Haushalt leben und für diese regelmäßig sorgen – egal ob sie im In- oder Ausland leben und was sie verdienen. Das gilt auch bei Stief-, Pflege- oder Enkelkindern. Eltern mit einem Pass aus einem EU-Land, der Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen, die in Deutschland leben oder arbeiten, können ebenfalls Kindergeld erhalten. Für Staatsangehörige anderer Länder gelten besondere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Das Kindergeld müssen Sie bei der Familienkasse der Arbeitsagentur beantragen, die für Ihren Wohnort zuständig ist. Diese finden Sie über die Dienststellensuche der Arbeitsagentur. Der Antrag ist sowohl in Papierform als auch digital möglich.

Kindergeld

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Elterngeld, ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus

Das Elterngeld wurde zum 1. Januar 2007 eingeführt; es löste das bisherige Erziehungsgeld ab. Es federt die finanziellen Einbußen ab, wenn Eltern nach der Geburt ihres Kindes gar nicht oder nur noch in Teilzeit arbeiten wollen. Drei Formen sind möglich:

  • Basiselterngeld: Ein Jahr lang zahlt der Staat mindestens 65 Prozent des bisherigen Einkommens, wenn ein Elternteil sich in Vollzeit um das Kind kümmern möchte – höchstens aber 1.800 Euro monatlich. Bei Geringverdienern, die zuvor weniger als 1.000 Euro monatlich verdient haben, werden sogar bis zu 100 Prozent ersetzt. Mindestens gibt es 300 Euro pro Monat. Wer Teilzeit arbeiten möchte, kann dies maximal 30 Stunden in der Woche tun. Das Elterngeld beträgt dann 65 Prozent des Unterschieds zwischen dem Netto-Einkommen vor und nach der Geburt. Wollen Vater und Mutter sich beide der Kinderbetreuung widmen, gibt es das Basiselterngeld für 14 Monate. Diese können nach Belieben zwischen den beiden Elternteilen aufgeteilt werden, auch gleichzeitig ist möglich. Nur müssen pro Person mindestens zwei Monate beantragt werden. Alleinerziehende haben grundsätzlich Anspruch auf 14 Monate Elterngeld. Von September 2021 an gibt es bis zu vier Monate länger Elterngeld, wenn das Kind zu früh auf die Welt kommt. Leben weitere kleine Kinder im Haushalt, gibt es eventuell auch einen Geschwisterbonus obendrauf.
  • ElterngeldPlus: Hier wird das monatliche Elterngeld halbiert, die Dauer dafür verdoppelt (24 bzw. 28 Monate). Arbeitet die*der Bezieher*in in Teilzeit, kann das ElterngeldPlus sogar ebenso hoch ausfallen wie das Basiselterngeld bei Teilzeit – es ist also meistens die günstigere Variante. Bis zu 30 Wochenstunden (ab 1. September 2021: 32 Wochenstunden) sind erlaubt. Auch hier sind Geschwisterboni möglich.
  • Partnerschaftsbonus: Beide Elternteile bekommen jeweils vier zusätzliche Monate lang ElterngeldPlus, wenn sie parallel zwischen 25 und 30 Wochenstunden (ab September 2021: 32 Wochenstunden) in Teilzeit arbeiten.

Elterngeld

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Wo und wie kann Elterngeld beantragt werden? 

Anspruch auf diese Leistungen haben alle Väter und Mütter, die zusammen weniger als 500.000 Euro pro Jahr (ab September 2021: 300.000 Euro) verdienen. Bei Alleinerziehenden liegt diese Grenze bei 250.000 Euro. Das Elterngeld sollte innerhalb der ersten drei Lebensmonate des Kindes beantragt werden, in der Regel in schriftlicher Form. Die jeweiligen Anträge für Ihr Bundesland bekommen Sie hier oder bei der zuständigen Elterngeldstelle. In einigen Bundesländern ist der Antrag auch digital möglich. Ausführliche Informationen rund ums Elterngeld bietet das Familienportal des Bundesfamilienministeriums. 

Mutterschaftsleistungen

Der Mutterschutz beginnt für gewöhnlich sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Er endet acht Wochen nach der Geburt. Berufstätige, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, haben während dieses Zeitraums Anspruch auf Lohnausgleichszahlungen. Die Höhe dieses sogenannten Mutterschaftsgeldes, das bei der Krankenkasse beantragt werden muss, richtet sich nach dem Einkommen in den drei Monaten vor Beginn des Mutterschutzes. Maximal bezahlt die Krankenkasse 13 Euro pro Tag. War der Nettolohn vorher höher als 390 Euro pro Monat, muss der Arbeitgeber zusätzlichen Lohnersatz zahlen („Arbeitgeberzuschuss“). Diesen bekommen sie automatisch, wenn Sie Ihren Arbeitgeber über das beantragte Mutterschaftsgeld informieren. Familien- oder privat Versicherte erhalten auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen Mutterschaftsgeld vom Bundesamt für Soziale Sicherung.

Entspannte Hochschwangere mit Kaffeetasse und Smartphone auf dem Sofa
© istock/DaniloAndjus/2017  Ganz entspannt im Mutterschutz: Gesetzliche Krankenkasse, Arbeitgeber oder das Bundesamt für Soziale Sicherung zahlen in der Regel Lohnersatzleistungen.

Steuervorteile für Familien

Der Staat hat für Familien mit Kindern zahlreiche Entlastungsmöglichkeiten geschaffen. So können verschiedene Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Dazu gehören die Kinderbetreuung, das Au Pair oder auch die Privatschule (sofern diese gesetzlich als Alternativschule anerkannt ist). Wer ein behindertes oder pflegebedürftiges Kind hat, kann den Behinderten- oder Pflegepauschbetrag absetzen. Was das Finanzamt als Kosten anerkennt, wird vom Einkommen abgezogen – entsprechend weniger muss versteuert werden. 

Eine weitere Möglichkeit, mehr vom Einkommen in der Tasche zu behalten, ist der Kinderfreibetrag. Er beträgt 2021 (inklusive des Erziehungs- und Betreuungsfreibetrags) 8.388 Euro und wird von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen – allerdings nur dann, wenn die Steuerersparnis größer ausfällt als das Kindergeld, das Sie in diesem Jahr insgesamt bekommen haben. Denn: Es werden nur entweder das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag angerechnet. Das Finanzamt prüft in jedem Einzelfall automatisch, welche Variante für Sie mehr Ersparnis bedeutet und wendet diese an („Günstigerprüfung“).

Zuschüsse für Alleinerziehende

Alleinerziehende haben es finanziell oft besonders schwer, da sie aufgrund der Kinderbetreuung in vielen Fällen nur in Teilzeit oder auch gar nicht arbeiten können. Der Staat hat diverse Fördermöglichkeiten geschaffen, um diesen Nachteil auszugleichen.

  • Entlastungsbetrag: Alleinerziehende können in der Steuererklärung einen zusätzlichen Freibetrag geltend machen. 2021 beträgt er 4.008 Euro. 
  • Unterhaltsvorschuss: Wenn ein Elternteil nach der Trennung seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht oder nicht vollständig nachkommt, springt das Jugendamt ein. Der Unterhaltsvorschuss beträgt ab 2021 für Kinder unter sechs Jahren monatlich bis zu 174 Euro, für Kinder von sechs bis elf Jahren bis zu 232 Euro und für Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren bis zu 309 Euro. Den Unterhaltsvorschuss können Sie in der Regel beim Jugendamt ihres Wohnorts beantragen.
  • Mehrbedarf: Alleinerziehende, die Arbeitslosengeld II beziehen, können beim Jobcenter grundsätzlich einen Mehrbedarf geltend machen. Sie erhalten zusätzlich 36 Prozent ihres Regelbedarfs, wenn sie mit einem Kind unter sieben oder zwei und mehr Kindern unter 16 Jahren zusammenleben. Die Alternative: Es werden zwölf Prozent des Regelbedarfs des oder der Kinder aufgeschlagen, wenn dieser Zuschuss höher ausfällt. Er darf 60 Prozent des Regelbedarfs der*des Alleinerziehenden aber nicht überschreiten. 
  • Haushaltshilfe bei Krankheit: Ist die*der Alleinerziehende akut krank und kann deshalb den Nachwuchs nicht versorgen, stellt die gesetzliche Krankenkasse auf Antrag eine Haushaltshilfe. Die genauen Voraussetzungen müssen Sie bei Ihrer Krankenkasse erfragen, da die Regelungen hier nicht einheitlich sind.
Mutter und Sohn lachend in der Küche
© istock/evgenyatamanenko/2020  Für Alleinerziehende gibt es diverse Förderungen und Zuschüsse.

Förderungen für Familien mit geringem Einkommen

Bedürftige Familien können mit vielfältigen Zuschüssen und finanziellen Leistungen rechnen. Neben Arbeitslosengeld I und II oder Sozialhilfe gibt es auch Fördermöglichkeiten, die speziell für die Kinder gedacht sind. 

LeistungUmfangVoraussetzungZuständige Stelle
Kinderzuschlagmaximal 205 Euro pro Kind, in der Regel für höchstens sechs Monate- Das Einkommen der erwerbstätigen Eltern beträgt mindestens 900 Euro (Paare) oder 600 Euro (Alleinerziehende), genügt aber nicht für die Familie; - Sie erhalten für das Kind Kindergeld; - das Kind ist unter 25 Jahre, lebt in Ihrem Haushalt und ist unverheiratet.   zuständige Familienkasse
WohngeldZuschuss zur Miete oder den Kosten für eine eigene Immobilie. Die Höhe ist abhängig  von der Anzahl der Personen, die dort leben, dem Einkommen und der Höhe der Miete. Ob Sie Anspruch haben, verrät der Wohngeldrechner des BMI.Das Einkommen genügt nicht, um die Kosten für Miete oder Eigentum zu tragen; der Antragsteller darf keine anderen Sozialleistungen wie ALG II, Sozialgeld oder BAföG erhalten.Wohngeldbehörden der Stadt-, Amts-, Kreis- oder Gemeindeverwaltung. Eine Übersicht und auch die Anträge für die verschiedenen Bundesländer gibt es bei wohngeld.org
Mehrbedarf- 17 Prozent des ALG-II-Regelbedarfs für Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche; - 36 bis 60 Prozent des Regelbedarfs für Alleinerziehende; - in „angemessener Höhe“, wenn aus medizinischen Gründen eine teure Ernährung nötig ist; - bei dezentraler Warmwasserversorgung; - bei berechtigten EinzelfällenBezug von ALG IIAntrag beim zuständigen Jobcenter
Zuschuss für Baby-ErstausstattungJe nach Bedarf (bereits einige Monate vor der Geburt präzisen Antrag stellen!) Geld oder Gutscheine für Umstandskleidung, Babybett, Babykleidung, Wickeltisch, Fläschchen und ähnliches In der Regel Bezug von ALG II oder SozialhilfeAntrag beim zuständigen Jobcenter oder über die Bundesstiftung Mutter und Kind
Bildungs- und Teilhabeleistungen- 15 Euro monatlich für die Teilnahme an sportlichen oder kulturellen Angeboten wie Sportverein oder Musikschule; - Schul- und Klassenfahrten; - Zuschuss zum Mittagessen in Schule oder Kita; - Nachhilfeunterricht; - persönlicher Schulbedarf (154,50 Euro pro Jahr); - Kosten für die Schülerbeförderung; - wird in der Regel in Form von Gutscheinen ausgegebenBezug von Kinderzuschlag, ALG II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Wohngeld oder Asylbewerber-Hilfen. Achtung: Nur Kosten, die nachgewiesen werden können (Ausnahme Schulbedarf) werden übernommen. Bei ALG II: Jobcenter, sonst Stadt/Gemeinde/Landkreis
Urlaubszuschuss / Familienerholung in FamilienferienanlagenUnterschiedliche Regelungen in den BundesländernUnterschiedliche Regelungen in den BundesländernEine Übersicht bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung
© KlarMacher 

 

Zuschüsse für Familien mit vielen Kindern

Auch wenn das Einkommen gar nicht so gering ist: Es gibt Zuschüsse für Familien mit drei, vier, fünf oder noch mehr Kindern. So übernimmt der Bundespräsident auf Antrag die Ehrenpatenschaft für das siebte Kind; dafür gibt es 500 Euro (Infos hier). Auch die Ministerpräsidenten einiger Länder übernehmen Ehrenpatenschaften – die von Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Sachsen beispielsweise für Mehrlinge ab Drillingen (bis zu 3.080 Euro). In Thüringen ist eine Ehrenpatenschaft für das sechste Kind 500 Euro wert. 

In Bayern gibt es zudem das sogenannte Familiengeld. So zahlt der Freistaat für jedes Kind im zweiten und dritten Lebensjahr monatlich 250 Euro. Ab dem dritten Kind gibt es sogar 300 Euro pro Monat. Bei Inanspruchnahme des vollen Bezugszeitraums von zwei Jahren macht das bei drei Kindern insgesamt 19.200 Euro zusätzlich zum Kindergeld. Mehr Infos unter familienland.bayern.de.

Kinder in Ausbildung: Fördermöglichkeiten

Für Kinder in der Ausbildung gibt es ebenfalls staatliche Hilfen. So können Schüler*innen – nicht nur Student*innen! – grundsätzlich BAföG beantragen, wenn sie einen berufsqualifizierenden oder weiterführenden Schulabschluss erreichen wollen und die Eltern dies nicht finanzieren können. Auch wenn Schüler*innen ab der zehnten Klasse nicht zuhause leben können, weil der angestrebte Abschluss in der Umgebung nicht möglich ist, gibt es in der Regel Geld vom Staat. Je nach Wohnsitz und Schulart beträgt das Schüler-BAföG zwischen 247 und 752 Euro pro Monat. Im Gegensatz zum Studenten-BAföG muss es nicht zurückgezahlt werden.

Auch für Auszubildende gibt es unter gewissen Voraussetzungen staatliche Unterstützung: die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Sie kann beantragt werden, wenn ...

  • die*der Azubi an einer berufsbildenden Bildungsmaßnahme teilnimmt,
  • der Ort für eine anerkannte Ausbildung zu weit vom Elternhaus entfernt ist, um dort zu wohnen,
  • die*der Azubi über 18 Jahre und verheiratet ist oder mit seiner*seinem Partner*in zusammenlebt,
  • die*der Azubi ein Kind hat und nicht bei den Eltern lebt.

Keinen Anspruch auf BAB haben diejenigen, die eine schulische Ausbildung machen oder anderweitige, vergleichbare Förderungen erhalten.

Ein junger Auszubildender fräst ein Loch ein Metallkantrohr
© istock/pablo_rodriguez1/2016  Azubis können unter bestimmten Voraussetzungen die Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.

Eltern-Kind-Kur: Für wen – und wie?

Kinder. Job. Haushalt. Dazu vielleicht noch finanzielle oder persönliche Probleme. Manchmal ist es einfach zu viel. Eine Mutter-Kind-Kur, Vater-Kind-Kur oder auch eine Kur für beide Elternteile mit ihren Kindern (Familienkur) kann eine wertvolle Auszeit sein. Grundsätzlich darf jede*r eine solche Kur beantragen – auch Groß- oder Pflegeeltern, wenn sie das Kind betreuen. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest, das bestätigt, dass Sie und/oder die Kinder (bis zwölf Jahre) unter der permanenten Belastung leiden, deswegen gesundheitliche Probleme haben und ambulante Maßnahmen bislang nicht wirksam waren. Familienkuren werden in der Regel nur dann genehmigt, wenn wirklich beide Elternteile nachgewiesenermaßen Beschwerden haben und die Kinder nicht anderweitig untergebracht werden können.

Aber machen Sie sich klar: Eine Kur ist kein bezahlter Urlaub, in dem Sie gemütlich in der Sonne sitzen. Sondern eine medizinische Therapie, die mit vielen Behandlungen, Sitzungen und Maßnahmen einhergeht. 

Bewilligt wird in der Regel ein Kur- oder Reha-Aufenthalt von drei Wochen. Fordern Sie von Ihrer Krankenkasse einen Antrag an. Ihr Arzt muss in diesem Ihre Beschwerden möglichst genau auflisten und bestätigen, dass nur eine Kur Ihnen helfen kann. In der Regel wird ein Eigenanteil von zehn Euro pro Tag fällig.

Eine Mutter schwimmt mit ihrem Kleinkind
© istock/romrodinka/2018  Bei einer Kur können Mütter – aber auch Väter – neue Kraft für den Alltag mit ihren Kindern finden.

Riester-Rente: Kinderzulagen

Riestern lohnt sich – gerade für Eltern. Denn für jedes Kind, für das sie Kindergeld erhalten, bekommen sie einen staatlichen Zuschlag auf ihre Riester-Beiträge. 185 Euro pro Jahr sind es pro Kind, das bis Ende 2007 geboren wurde. Kinder ab Geburtsjahr 2008 werden jährlich mit 300 Euro Riester-Zulage bedacht. Das gilt sowohl für die Riester-Rente als auch das Wohn-Riestern.

Die Zulage erhält jeweils nur ein Elternteil. Sind beide Riester-Sparer, bekommt sie die Person, die auch das Kindergeld erhält (in der Regel die Mutter). Die Riester-Zulage muss jedes Jahr beantragt werden, das entsprechende Schriftstück wird Ihnen automatisch zugesandt. Sie können aber auch Ihrem Anbieter eine Vollmacht ausstellen, damit er das für Sie übernimmt.

Mehr zu den Riester-Zulagen finden Sie in diesem KlarMacher-Ratgeber. 

Welche Coronahilfen gibt es für Familien?

Welche Coronahilfen gibt es für Familien?

 

  • Ausweitung des Kinderkrankengelds von zehn auf 20 Tage im Jahr 2021 (Alleinerziehende: 40 statt 20). Es kann auch in Anspruch genommen werden, wenn das Kind nicht krank ist, aber aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht die Kita oder die Schule besuchen kann. 
  • Alternativ zum Kinderkrankengeld kann auch eine Entschädigung für den Verdienstausfall beantragt werden. Dies gilt nicht nur für gesetzlich Versicherte. Sie beträgt 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens und kann für insgesamt zehn (Alleinerziehende: 20) Wochen geltend gemacht werden. Maximal werden monatlich 2.016 Euro ausbezahlt. Den Antrag finden Sie hier. Diese Regelung galt zunächst bis zum 31. März 2021.
  • Elterngeld: Bei der Berechnung können Monate mit geringerem Einkommen (zum Beispiel durch Kurzarbeitergeld) ausgenommen werden. Ersatzleistungen wie Arbeitslosengeld werden nicht gegengerechnet. Der Partnerschaftsbonus muss nicht zurückgezahlt werden, wenn Sie aufgrund der Corona-Einschränkungen Ihren Teilzeitjob nicht ausüben konnten. Die Regelungen gelten vorerst bis 31. Dezember 2021. 
  • Kinderzuschlag (KiZ): Die Vermögensprüfung wurde vorübergehend erleichtert. Familien mit geringem Einkommen können zusätzlich pro Monat und Kind bis zu 205 Euro bekommen. 
  • Rückerstattung von Elternbeiträgen aufgrund von Kita-Schließungen: Einige Bundesländer und Kommunen zahlen die Beiträge ganz oder teilweise zurück. Informationen hierzu gibt es bei den Familienministerien der Bundesländer. 
  • Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wurde von 1.908 auf 4.008 Euro erhöht.
  • Kostenübernahme für digitale Endgeräte für das Homeschooling: Familien mit geringem Einkommen können diese beim Jobcenter beantragen.

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