Erstes eigenes Geld verdienen: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Jugendliche
Den süßen Hund vom Nachbarn betreuen, Zeitungen austragen oder im Supermarkt aushelfen: Das erste eigene Geld zu verdienen ist als Teenager oft eine aufregende Zeit. Ob in den Ferien oder neben der Schule – es gibt viele Möglichkeiten, das Taschengeld auszubessern. Aber mindestens genauso viele Fragen. Zum Beispiel: Wie viel und wo dürfen Jugendliche arbeiten? Solltest du das erste eigene Geld sparen oder ausgeben? Wir machen die Antworten für euch klar.
Themen in diesem Artikel
- Mit Geld umgehen lernen: Wozu?
- Ab wann darf ich arbeiten?
- Wo kann ich als Jugendliche*r Geld verdienen?
- Wie viel Geld darf ich verdienen?
- Wie kann ich mein Geld sparen?
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Auf den Punkt: Geld verdienen als Jugendliche*r
- Der Umgang mit dem ersten eigenen Geld ist eine wertvolle Erfahrung.
- In Deutschland gibt es Gesetze, die speziell für arbeitende Menschen unter 18 Jahren gelten.
- Für Schüler*innen gelten besondere Regelungen: Sie dürfen nur leichte Tätigkeiten ausüben und je nach Alter nur zu bestimmten Zeiten arbeiten.
- Der gesetzliche Mindestlohn gilt in der Regel nicht für Beschäftigte unter 18 Jahren.
Mit Geld umgehen lernen: Wozu?
Das erste selbst verdiente Geld sorgt für viele neue Entscheidungen. Denn es unterscheidet sich in vielen Punkten vom Taschengeld:
- Was davon kaufen? Im Job gibt es mehr zu holen als das, was die Eltern springen lassen. So kommen plötzlich ganz andere, teurere Anschaffungen wie ein E-Bike oder eine Reise infrage. Willst du darauf sparen? Und wie viel willst du dafür zurücklegen, was dir dann vielleicht im Alltag fehlt?
- Geld oder Freizeit? Plötzlich hast du die Wahl: Mehr und länger arbeiten und damit mehr verdienen? Oder es lieber ruhiger angehen zu lassen für weniger Geld, dafür aber mehr Zeit für Freunde und Freizeit?
- Welche Arbeiten liegen dir? Sind anspruchslose Hilfstätigkeiten okay für dich? Oder sollen es schon früh komplexere Aufgaben sein? In welchem Bereich, in welcher Branche kommen deine eigenen Interessen und Fähigkeiten am besten zur Geltung? Solche Erfahrungen können dir bei der späteren Berufswahl helfen.
- Das Geld arbeiten lassen? Wer einen Teil seines Verdienstes früh anlegt, verdient dank Zins und Zinseszins irgendwann Geld, ohne noch einen Finger krumm zu machen. Das heißt aber auch, erst einmal auf manches zu verzichten. Bist du bereit, so weit in die Zukunft zu planen? (Mehr dazu in diesem Kapitel)
Im Erwachsenenleben sind diese Fragen von existenzieller Bedeutung. Deswegen ist es wichtig, dass du früh lernst, solche finanziellen Entscheidungen zu treffen. Und vielleicht auch mal danebengreifst und viel Geld ausgibst für etwas, das du schon wenige Wochen später gar nicht mehr haben willst. Oder du gehst für ein paar Extra-Euros gerade jobben und verpasst dadurch die tolle Geburtstagparty deiner Freundin.
Für den Extra-Euro zwischendurch
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Ab wann darf ich arbeiten?
Ab 13 Jahren darfst du in Deutschland regelmäßig Geld verdienen – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit Beschränkungen, die im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) geregelt sind. Sie schützen junge Menschen vor Ausbeutung, Gefahren und Überforderung. So sind nur leichte und nicht gefährliche Tätigkeiten für Jugendliche erlaubt (siehe nächster Abschnitt).
Hier sind die weiteren wichtigsten Punkte:
- 13- und 14-Jährige dürfen maximal zwei Stunden pro Tag und zwölf Stunden pro Woche arbeiten – außerdem nur in den Ferien, nicht am Wochenende und nicht in der Nacht. Wichtig: Du brauchst dazu die Zustimmung deiner Eltern.
- Jugendliche ab 15 Jahren können im Rahmen eines Schüler- oder Ferienjobs bis zu acht Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche arbeiten. Aber: Maximal vier Wochen im Jahr.
- Für eine reguläre Beschäftigung, beispielsweise als Azubi oder in einem Arbeitsverhältnis, musst du in Deutschland mindestens 16 Jahre alt sein. Ausnahmen gibt es jedoch für bestimmte Branchen und Berufe, wie zum Beispiel in der Gastronomie oder im Handwerk.
Video: Worauf muss man bei Ferienjobs achten? | logo! einfach erklärt
Meine Zustimmung kann ich jederzeit unter Datenschutz widerrufen.
Wo kann ich als Jugendliche*r Geld verdienen?
Bei jungen Menschen sind besonders folgende Nebenjobs beliebt:
- Babysitten
- Zeitungen austragen
- Nachhilfe geben
- Gartenarbeit
- Haustierbetreuung
- Reinigungsarbeiten
- in Geschäften oder Restaurants aushelfen
Am besten fragst du in der Nachbarschaft, ob jemand Unterstützung braucht, prüfst die örtlichen Stellenanzeigen in Supermärkten und Onlineportalen.

Wie viel Geld darf ich verdienen?
Grundsätzlich gibt es keine Grenze nach oben, aber auch nicht nach unten. Denn: Für Menschen unter 18 Jahren gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Derzeit liegt er bei 13,90 Euro pro Stunde. (Stand: 2026) Die Höhe des Lohns für einen Schüler- oder Nebenjob hängt von der Art der Arbeit ab. Aber auch von der Region. Es ist jedoch wichtig, dass du eine faire Bezahlung erhältst und dass du nicht unterbezahlt wirst. Erkundige dich am besten im Voraus über die gängigen Preise für die angebotenen Arbeiten.
Die meisten Aushilfs- und Ferienjobs sind außerdem auf Minijob-Basis. Bei einem sogenannten 603-Euro-Minijob darfst du maximal durchschnittlich 603 Euro im Monat verdienen und bei einem sogenannten kurzfristigen Minijob maximal drei Monate am Stück arbeiten. Mehr über Minijobs liest du in unserem Ratgeber „Minijob: Was ist das und was hat es mit der „Verdienstgrenze” auf sich?”.
Wichtig: Das Mindestalter für einen Minijob liegt bei 15 Jahren.
Tipps: So kannst du Geld zurücklegen
- Behalte deine Ausgaben im Blick – dazu erstellst du am besten ein Budget, in dem du deine Einnahmen und Ausgaben aufschreibst. Es gibt auch spezielle Finanzapps dafür. Dadurch bekommst du einen Überblick darüber, wie viel Geld du zur Verfügung hast und wie viel du wofür ausgeben oder sparen kannst.
- Überlege dir, wofür du sparen möchtest – mit einem klaren Sparziel vor Augen fällt es leichter.
- Stelle dir eine Spar-Challenge – Input dazu bekommst du in unserem Ratgeber „Spar-Challenge akzeptiert! Mit diesen 5 Methoden sparst du spielerisch Geld”.
Wie kann ich mein Geld sparen?
Du möchtest einen Teil deines selbst verdienten Geldes sparen, vielleicht für richtig große Ausgaben wie das erste Auto oder ein Studium? Du denkst schon an die ferne Zukunft und willst etwas fürs Alter zurücklegen? Dann denk dran: Je länger dein Geld einfach auf der Bank liegt, desto weniger bleibt durch die Inflation nachher übrig.
Du solltest dein Geld also so früh wie möglich anlegen, damit die Zinsen die Inflation möglichst ausgleichen – oder durch eine hohe Rendite sogar dafür sorgen, dass du dir später umso mehr leisten kannst.Beachte dabei: Als Minderjährige*r benötigst du die Zustimmung deiner Eltern, um ein Konto oder ein Depot zu eröffnen.
- Am unkompliziertesten ist ein Tagesgeldkonto. Hier gibt es zwar vergleichsweise wenige Zinsen, dafür kommst du jederzeit wieder an das Geld heran. Mehr dazu findest du in diesem Artikel.
- Mehr Zinsen gibt es beim Festgeld. Der Nachteil: Du musst du ein Festgeldkonto erst kündigen, wenn du wieder an das Geld heranmöchtest.
- Noch attraktiver ist ein Sparbrief. Hier legst du das Geld für einen festgelegten Zeitraum an. Wenn du dir zwischendurch keine Zinsen auszahlen lässt, wächst der Betrag durch den Zinseszins umso höher. Mehr zu den letzten beiden Optionen findest du im Artikel „Vergleich Festgeld und Sparbrief: Wo liegt der Unterschied?“.
Alle diese Optionen haben einen Vorteil: Die Zinsen sind garantiert. Und: Dank der Einlagensicherung ist dein Geld geschützt – selbst, wenn die Bank pleite gehen sollte. Anders sieht es aus bei Geldanlagen wie Aktien, Investmentfonds, Gold & Co. Hier winken höhere Gewinne. Aber auch größere Verlustrisiken. Im schlimmsten Fall ist dein Geld sogar komplett futsch.
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FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Ab welchem Alter darf ich in Deutschland arbeiten?
In Deutschland dürfen Jugendliche ab 13 Jahren leichte Tätigkeiten in den Ferien ausüben. Die tägliche Arbeitszeit ist auf zwei Stunden, die Wochenarbeitszeit auf zwölf Stunden begrenzt. Ab 15 Jahren sind längere Schüler- oder Ferienjobs erlaubt. Eine Ausbildung kann je nach Branche ab 15 oder 16 sein.
Welche Jobs kann ich als Teenager*in machen?
Jugendliche unterliegen beim Nebenjob dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), das sie vor Überlastung, Gefahren und Ausbeutung schützt. Sie dürfen nur leichte, ungefährliche Tätigkeiten ausüben. Beliebte Jobs sind Babysitten, Zeitung austragen, Nachhilfe, Gartenarbeit oder Aushilfstätigkeiten in Geschäften und Restaurants. Eltern müssen der Tätigkeit zustimmen.
Welche Regeln gelten für Jugendliche bei Minijobs?
Minijobs sind für Jugendliche ab 15 Jahren für leichte, ungefährliche Aufgaben erlaubt. Bei klassischen 603-Euro-Minijobs dürfen sie durchschnittlich maximal 603 Euro im Monat verdienen. Bei kurzfristigen Minijobs darf die Dauer drei Monate nicht überschreiten. Der gesetzliche Mindestlohn gilt erst ab 18 Jahren, und Eltern müssen dem Job zustimmen.
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