Onlinebezahlsysteme: Unkompliziert digital bezahlen – so geht's!
Fahrkarten, Lebensmittel, Möbel, Reisen … die Liste der Dinge, die du online kaufen kannst, ist endlos. Es gibt fast nichts, was du nicht online bestellen oder bezahlen kannst. Täglich öffnen neue Geschäfte ihre digitalen Pforten. Die Liste der Zahlungsmöglichkeiten, die dir zur Wahl stehen, ist ebenfalls umfangreich. Neben Kreditkarte oder Bankeinzug gehören dazu auch Onlinebezahldienste. Wie diese funktionieren und welche es gibt, erfährst du bei den KlarMachern.
Themen in diesem Artikel
- Onlinebezahlsysteme: Sicher für alle Seiten
- So funktionieren die Onlinebezahldienste
- Bezahlsysteme im Ausland nutzen: Darauf musst du achten
Auf den Punkt: Onlinebezahldienste
- Onlinebezahldienste stehen zwischen Käufer*innen und Anbietern. Diese Vermittlerrolle erhöht Komfort und Sicherheit. Allerdings bieten nicht alle Dienste einen Käuferschutz an.
- Dabei gibt es unterschiedliche Zahlmethoden: Die direkte Verbindung zum Online Banking, per Guthaben oder der Drittanbieter übernimmt den Bezahlprozess und die Kund*innen zahlen ihm den Rechnungsbetrag zurück.
- Die meisten Onlinebezahlsysteme kosten nichts. Es können aber trotzdem Gebühren anfallen, etwa bei der Zahlung in Fremdwährung oder für die Bonitätsprüfung.
Onlinebezahlsysteme: Sicher für alle Seiten
Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist klar: Am besten zahlst du für eine Ware aus dem Internet erst nach Erhalt der Rechnung oder erteilst eine Einzugsermächtigung. Diese beiden Methoden sind für dich am sichersten. Warum? Die Rechnung begleichst du erst, wenn die Ware unversehrt bei dir ankommt. Und eine Einzugsermächtigung darfst du innerhalb von acht Wochen widerrufen. Ein unseriöser Onlineshop kann dich also nicht um dein Geld bringen, falls mit der Ware etwas nicht stimmt oder sie gar nicht erst ankommt.
Der Haken? Für die Händler*innen sind diese Bezahlmethoden riskant. Denn damit verschicken sie ihre Produkte im Voraus. Wenn die Kund*innen dann nicht zahlen oder die Einzugsermächtigung widerrufen, gehen die Händler*innen leer aus. Deshalb bieten immer weniger Onlineshops das Zahlen auf Rechnung an.
Besser für den Handel sind die Überweisung vor dem Warenerhalt oder die Zahlung per Kreditkarte. Hier wird das Prinzip „Erst die Ware, dann das Geld“ umgekehrt – zugunsten des Handels. Außerdem musst du deine Bankdaten an den Onlineshop übermitteln.
Die Visa Kreditkarten der Hanseatic Bank: Jetzt entdecken!
Mit den Visa Kreditkarten der Hanseatic Bank kannst du überall auf der Welt flexibel bezahlen und Geld abheben, wo du das Visa-Logo siehst. Du musst für die Karte kein zusätzliches Girokonto eröffnen. Und die Ratenhöhe für die Rückzahlung bestimmst du selbst (mindestens 20 € monatlich beziehungsweise 3 % des offenen Betrags).
Damit liegt das Risiko bei dir als Kund*in. Wenn du an einen unseriösen Anbieter gerätst, bekommst du deine Zahlung unter Umständen nicht zurück. Auch die Zahlung per Nachnahme schützt dich nicht vor dubiosen Onlineshops. Denn du weißt erst nach der Bezahlung an der Haustür, ob die bestellte Ware auch wirklich im Paket ist. Egal welche Zahlungsmethode – eine Partei trägt immer das größere Risiko.
Hier kommen die Onlinebezahldienste ins Spiel: Sie machen den Prozess für beide Seiten sicherer. Warum und wie das funktioniert, erfährst du im nächsten Abschnitt.
Was bedeutet Käuferschutz?
Der Käuferschutz sichert den Fall ab, dass ein Onlineshop die bestellte Ware nicht liefert. Tritt dieses Szenario ein, erstattet Ihnen ein Onlinebezahldienst mit Käuferschutz das Geld zurück. Gleiches gilt, wenn die falsche oder beschädigte Ware geliefert wurde.
So funktionieren die Onlinebezahldienste
Onlinebezahldienste vermitteln beim Bezahlvorgang zwischen Geschäft und Kund*innen. Das macht das Bezahlen sowohl online als auch im Laden bequemer und bietet zusätzlich Schutz für beide Seiten.
Wichtig ist aber: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Kontrolliere deshalb regelmäßig deine Abbuchungen – sowohl direkt bei den genutzten Bezahldiensten als auch auf deinem Girokonto. So stellst du sicher, dass niemand unbemerkt mit deinen Daten einkauft.
Um Geld von A nach B zu übertragen, setzen Onlinebezahldienste in der Regel auf eine von drei Methoden:
Direkte Verbindung zum Online Banking
Onlinebezahldienste ohne Drittanbieter wie zum Beispiel Klarna stellen eine sichere Verbindung zum Online Banking deiner Bank her. Der Kaufbetrag wird direkt von deinem Bankkonto abgebucht. Anders als bei einer regulären Überweisung wird er sofort freigegeben, sodass die Ware direkt versendet werden kann.
Meine Zustimmung kann ich jederzeit unter Datenschutz widerrufen.
Prepaid-Bezahldienste
Bei Prepaid-Bezahldiensten lädst du zuerst ein Guthaben auf – entweder direkt auf dein Nutzerkonto (zum Beispiel bei Paysafecard) oder auf eine Prepaidkarte. Mit diesem Guthaben kannst du anschließend in den angeschlossenen Onlineshops bezahlen. Viele Prepaidkarten lassen sich außerdem wie eine normale Bankkarte auch in Geschäften vor Ort einsetzen.
Drittanbieter-Onlinebezahldienste
Diese Dienste übernehmen den kompletten Bezahlprozess. Dazu gehören unter anderem Paypal und Amazon Pay. Der Drittanbieter legt bei der Bestellung den Rechnungsbetrag für dich aus, und du zahlst die Summe an den Onlinebezahldienst zurück. Dazu eröffnest du bei dem Anbieter ein separates Konto und hinterlegst dafür deine Zahlungsdaten.
Übrigens: Die Verkaufsstelle darf keine zusätzlichen Entgelte für die digitale Zahlungsart verlangen. Gebühren für Banküberweisung, Lastschrift oder Kreditkarte sind in Deutschland gesetzlich verboten. Laut einem BGH-Urteil dürfen Geschäfte jedoch Extra-Gebühren verlangen, wenn die Zahlung von einem Onlinebezahldienst abgewickelt wird. Aber nicht für die eigentliche Zahlung, sondern nur für weitere Dienstleistungen des Bezahldienstes – etwa eine Bonitätsprüfung.
Mobil bezahlen war noch nie so einfach – mit der GenialCard und GoldCard
Mit den Kreditkarten der Hanseatic Bank zahlst du weltweit schnell, sicher und kontaktlos – egal ob mit Visa Click to Pay, Apple Pay oder Google Pay.
Übrigens: Die NFC-Funktion von Apps wie Apple Pay und Google Pay ermöglicht es, in Geschäften zudem kontaktlos mit dem Smartphone und Wearables zu bezahlen. Wie das genau funktioniert und was du bei so einer Zahlung beachten musst, liest du in diesen KlarMacher Ratgebern:
- Das Handy als digitaler Geldbeutel: So bezahlst du schnell und kontaktlos
- Smartwatch, Ring & Co.: So bezahlst du mit Accessoires
- Schnell und einfach dank NFC: So geht bargeldloses Bezahlen heute
Bezahlsysteme im Ausland nutzen: Darauf musst du achten
Grundsätzlich kannst du mit den meisten digitalen Bezahldiensten weltweit shoppen, sofern die Symbole des jeweiligen Anbieters an den digitalen Kassen zu sehen sind. Die Zahlungskonditionen bleiben dabei dieselben wie in Deutschland.
Beachte jedoch die Bestimmungen zur Umrechnung von Fremdwährungen, da eventuell Wechselgebühren anfallen. Wenn du außerhalb der Europäischen Union einkaufst, können zusätzliche Kosten wie Zoll und Einfuhrumsatzsteuern entstehen. Welche Kosten auf dich zukommen könnten, erfährst du im Ratgeber „Online bestellen in China, England und Co.: Was kostet der Zoll?”.
Vorsicht, Phishing! So schützt du dich vor dem Datenklau per E-Mail
Phishing ist eine Betrugsmethode, bei der Kriminielle versuchen, über gefälschte E-Mails, Websites oder Nachrichten an deine persönlichen und finanziellen Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten zu gelangen. Deshalb solltest du niemals auf Links in verdächtigen E-Mails klicken oder eine nicht verifizierte Shopseite benutzen. Wie du dich noch gegen Phishing schützen kannst, erfährst du in diesem KlarMacher Artikel: „Was ist Phishing?“.
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