
Smartwatch, Ring & Co.: So bezahlst du mit deinen Wearables

Im Schwimmbad das Portemonnaie sicher im Schließfach lassen und trotzdem Pommes und Eis holen? Oder nach dem Joggen noch schnell Brötchen kaufen und ganz bequem mit der Smartwatch oder dem Fitnesstracker bezahlen? Kein Problem! Mit Wearables, also Armbändern, Uhren oder anderen Accessoires mit Bezahlfunktion, bist du auch unterwegs flexibel. Wir zeigen dir, wie das bargeldlose Bezahlen mit smarten Wearables funktioniert – und worauf du dabei achten solltest.
Themen in diesem Artikel
- Wie funktioniert das Bezahlen mit Wearables?
- Kann man auch mit Wearables ohne NFC bezahlen?
- Wie sicher ist das Bezahlen mit Wearables?
- Darauf sollten du achten

Auf den Punkt
- Wearables sind elektronische Kleingeräte, die wir am Körper tragen: Uhren, Armbänder, Ringe, Schlüsselanhänger etc.
- Zum bargeldlosen Bezahlen muss das Wearable mit einer sogenannten Wallet-App verbunden sein.
- Am einfachsten geht es, wenn das Wearable mit der Funktechnologie NFC ausgestattet ist.
- Das kontaktlose Zahlen ist in der Regel bis zu einem Limit von 50 Euro möglich.

Wie funktioniert das Bezahlen mit Wearables?
Mit deinen Wearables zu bezahlen, geht genauso einfach wie mit einer Karte oder dem Smartphone: Du hältst das Wearable einfach an das Bezahlterminal – fertig. Damit das klappt, müssen nur zwei Dinge erfüllt sein:
- Dein Wearable muss mit NFC-Technologie ausgestattet sein. NFC steht für „Near Field Communication“ – also eine Funktechnik, die Zahlungsdaten über kurze Distanz überträgt. Mehr zur Technik erfährst du im Artikel „So funktioniert NFC“.
- Außerdem musst du deine Debit- oder Kreditkarte in einer Wallet-App hinterlegen – zum Beispiel in Apple Pay oder Google Pay – und diese mit deinem Wearable verknüpfen.
Die gute Nachricht: Inzwischen kannst du nahezu überall kontaktlos bezahlen – überall dort, wo auf dem Kartenlesegerät das kleine Wellensymbol zu sehen ist.
Laut Definition sind Wearables übrigens alle Arten von Computertechnologie, die du am Körper trägst - das bedeutet Smartwatches, Armbänder, Ringe und Co., solange sie Daten verarbeiten und mit dem Internet verbunden sind.
Mit Ring-Wearables dezent bezahlen
Im 20. Jahrhundert hätte man es für Science-Fiction gehalten, aber heute kannst du sogar mit einem Ring bezahlen. Mit einem NFC-Bezahlring am Finger brauchst du zum Bezahlen weder dein Handy aus der Tasche zu holen noch deine Smartwatch zu aktivieren.
Im Gegensatz zur Smartwatch enthält der Ring keine Batterie, muss also nicht einmal aufgeladen werden. Eigentlich handelt es sich nur um einen NFC-Chip, den du am Finger trägst. Wie andere Wearables verknüpfst du das smarte Schmuckstück über eine Wallet-App auf deinem Handy mit deinem Bankkonto und kannst so elegant kleinere Beträge bezahlen.
Und keine Sorge: Für das Bezahlen mit NFC brauchst du kein WLAN oder Mobilfunknetz – der Chip überträgt die Daten direkt ans Terminal. Manche Hersteller wie Swatch bieten sogar klassische Analoguhren mit NFC-Funktion an.
Wichtig zu wissen: Bei Beträgen über 50 Euro oder bei mehreren kontaktlosen Zahlungen in kurzer Zeit musst du die Zahlung zusätzlich freigeben – je nach Gerät per PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. So wird sichergestellt, dass niemand dein Wearable stiehlt und einfach losshoppt.
Übrigens: Das Limit fürs kontaktlose Bezahlen lag früher bei 25 Euro, wurde aber während der Corona-Pandemie auf 50 Euro angehoben, um das schnelle und kontaktarme Zahlen via NFC-Technologie zu fördern.
Was ist der Unterschied zwischen passiven und aktiven Wearables?
Bei passiven Wearables – etwa einem Ring oder einem Schlüsselanhänger – gibst du deine Zahlung meist direkt am Kartenlesegerät per PIN oder Unterschrift frei.
Aktive Wearables wie Smartwatches haben ein eigenes Display. Damit kannst du die Zahlung bequem direkt am Handgelenk bestätigen – zum Beispiel durch PIN-Eingabe oder einfaches Antippen.
Kann man auch mit Wearables ohne NFC bezahlen?
Ja, es gibt Wearables, die statt NFC auf Bluetooth oder QR-Codes setzen. Diese Technik ist in Deutschland allerdings noch wenig verbreitet.
Mit einer app-fähigen Smartwatch kannst du auch ohne NFC bezahlen – allerdings brauchst du dafür WLAN oder mobile Daten. Möglich ist das zum Beispiel über Kunden-Apps von Anbietern wie Google, Apple, Payback oder Edeka, die eine Bezahlfunktion integriert haben.
Aber Achtung: Viele dieser Apps sammeln umfangreiche Daten ihrer Kund*innen.
Mehr Infos zu den einzelnen App-Anbietern findest du im Artikel „Das Handy als digitaler Geldbeutel“.

Wie sicher ist das Bezahlen mit Wearables?
Wearables mit NFC-Technik sind genauso sicher wie eine Zahlung mit Karte oder Smartphone. Denn die Transaktion funktioniert nur, wenn du dein Wearable ganz nah – nur wenige Zentimeter – an das Lesegerät hältst. Eine versehentliche Abbuchung ist damit so gut wie ausgeschlossen.
Zusätzlicher Schutz: Bei den meisten Wearables musst du einen Code eingeben, um die Bezahlfunktion zu aktivieren. Legst du das Gerät ab oder ist eine bestimmte Zeit verstrichen, wird die Funktion automatisch wieder deaktiviert.
Beim Einkaufen Cash holen – mit den Kreditkarten der Hanseatic Bank
Du brauchst Bares? Spare dir den Weg zum Automaten. In immer mehr Geschäften kannst du beim Einkaufen gleich im Supermarkt Bargeld abheben. Zum Beispiel mit den Visa Kreditkarten der Hanseatic Bank – natürlich gebührenfrei. Das geht unter anderem in den folgenden Geschäften:
- Aldi
- Netto
- DM
- Familia
- Markant
- Müller
- Rossmann
Darauf sollten du achten
Auch wenn das Bezahlen mit NFC-Technologie als sicher gilt, kannst du selbst einiges tun, damit nur du Zugriff auf die Bezahlfunktion hast – und du nicht mehr Daten preisgibst, als nötig:
- Aktiviere und prüfe regelmäßig die Sicherheitseinstellungen deines Wearables (sind alle Updates installiert, ist die Verschlüsselung von Daten aktiviert? Welche anderen Geräte haben Zugriff?) Mehr Infos findest du beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
- Informiere dich, welche Daten das Gerät speichert – und wo. Werden zum Beispiel Standortdaten gesammelt? Falls ja, kannst du diese Funktion oft ausschalten.
- Aktiviere automatische Updates – so bleibt dein Gerät auf dem neuesten Sicherheitsstand.
- Überprüfe nach jedem Update, ob sich Berechtigungen verändert haben.
- Verwende sichere Passwörter und PINs – ein Passwortmanager kann dir beim Verwalten helfen.
- Kontrolliere regelmäßig deine Kontoauszüge, um mögliche Unregelmäßigkeiten oder Missbrauch sofort zu erkennen.
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