Was ist eine SEPA-Überweisung?
Du möchtest Geld überweisen, zum Beispiel an eine Verwandte in der Schweiz? Das geht am einfachsten mit einer SEPA-Überweisung. Doch was ist SEPA genau und welche Vorteile bietet es? Entstehen dabei irgendwelche Extra-Kosten? Antworten geben dir die KlarMacher.
Themen in diesem Artikel
- Was bedeutet SEPA?
- SEPA-Überweisung einfach erklärt
- SEPA-Überweisung ausfüllen: Das musst du wissen
- Welche Kosten fallen bei einer SEPA-Überweisung ins Ausland an?
- Wie lange dauert eine SEPA-Überweisung?
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Auf den Punkt: SEPA-Überweisungen
- SEPA steht für Single Euro Payments Area.
- In den 41 Staaten, die zur SEPA-Zone gehören, ist einheitliches und bargeldloses Zahlen möglich.
- SEPA-Überweisungen funktionieren in der Regel innerhalb eines Landes genauso wie ins Ausland.
- Für eine SEPA-Überweisung benötigst du die IBAN der Empfänger*innen, also die international gültige Kontonummer.
- In manchen Fällen brauchst du auch den BIC, die international gültige Bankleitzahl.
Was bedeutet SEPA?
SEPA steht für Single Euro Payments Area. Auf Deutsch bedeutet das in etwa: einheitlicher Zahlungsraum von Geldtransaktionen in Euro. Und das wiederum heißt: SEPA sorgt vor allem bei Überweisungen und Lastschriften in Euro für einheitliche Abläufe über Ländergrenzen hinweg.
Dadurch macht es keinen Unterschied, ob du Geld an eine*n Empfänger*in innerhalb Deutschlands überweist oder an irgendeine andere Adresse innerhalb der SEPA-Zone. Jede SEPA-Überweisung läuft genau gleich ab: Bei einer SEPA-Überweisung bucht deine Bank den Betrag von deinem Konto ab, findet die Empfänger*innen via IBAN und hinterlegt den Betrag auf deren Bankkonto. Egal ob dein Geld nach Frankfurt oder Frankreich geht, es kostet immer gleich viel (allerdings gibt es Ausnahmen, mehr dazu weiter unten).
Mit SEPA will die EU den Zahlungsverkehr innerhalb seiner Grenzen (plus ein paar weitere Länder) möglichst einfach machen. Die Unternehmen sparen dadurch Aufwand und Kosten. Die Wirtschaft wird stärker.
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SEPA-Überweisung einfach erklärt
Es gibt zwei unterschiedliche Arten von SEPA-Überweisungen:
- SEPA-Echtzeitüberweisung
- SEPA-Standardüberweisung
Beide Arten werden in der Regel bei Einmalzahlungen verwendet. Daueraufträge (etwa deine monatlichen Mietzahlungen) sind wiederkehrende SEPA-Überweisungen, die du selbst einrichtest. Alternativ kann deine Miete auch über ein SEPA-Lastschriftverfahren laufen (siehe weiter unten).
Bei der SEPA-Echtzeitüberweisung kommt das Geld deutlich schneller an als bei der SEPA-Standardüberweisung: und zwar innerhalb von zehn Sekunden. Die EU hat Echtzeitüberweisungen schrittweise verpflichtend gemacht für Zahlungsdienstleister in den Euro-Mitgliedstaaten. Und kosten darf die Echtzeitüberweisung seitdem auch nicht mehr als eine Standardüberweisung.
Welche Länder zählen zur SEPA-Zone?
Zur SEPA-Zone gehören 41 Staaten – darunter alle EU-Länder. Außerdem zählen die folgenden Nicht-EU-Länder dazu:
- Großbritannien
- Norwegen
- Liechtenstein
- Island
- Schweiz
- Monaco
- Andorra
- Vatikanstadt
- San Marino
- Albanien
- Moldau
- Montenegro
- Nordmazedonien
- Serbien
Ist eine SEPA-Lastschrift dasselbe wie eine SEPA-Überweisung?
Nein, eine SEPA-Lastschrift ist nicht dasselbe wie eine SEPA-Überweisung. Lastschriften werden häufig für wiederkehrende Zahlungen genutzt, etwa für Miete oder Versicherungen. Anders als bei einer SEPA-Überweisung stößt dabei der*die Zahlungsempfänger*in die Zahlung an. Beliebt ist ein SEPA-Lastschriftmandat auch für die Kfz-Steuer.
Es gibt zwei SEPA-Lastschriftarten:
- die SEPA-Basislastschrift für Verbraucher*innen und Unternehmen
- sowie die SEPA-Firmenlastschrift für Zahlungen zwischen Unternehmen.
Beide können innerhalb Deutschlands und grenzüberschreitend im SEPA-Raum genutzt werden.
Für eine SEPA-Lastschrift ist ein Lastschriftmandat notwendig. Das muss die Person unterzeichnen, die etwas bezahlen soll. Beispiel Miete: Dein*e Vermieter*in schickt dir erst ein Mandat-Formular, und erst, wenn du es unterschrieben zurückgeschickt hast, darf er*sie die Miete von deinem Konto einziehen.
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SEPA-Überweisung ausfüllen: Das musst du wissen
SEPA-Überweisungen sind nur in der Währung Euro möglich. Das bedeutet: Du musst die Überweisung des Geldbetrags in Euro tätigen. Das funktioniert auch, wenn das Empfängerkonto nicht in Euro geführt wird. Der Betrag wird in einem solchen Fall in die Währung des Empfängerkontos umgewandelt – gegebenenfalls zu ungünstigen Wechselkursen.
Alternative: Wenn du einen Betrag in einer anderen Währung als Euro überweisen möchtest, ist dies keine SEPA-Überweisung. Welche Auslandszahlungsart und welcher Zahlungsweg verwendet werden, hängt von Bank, Währung und Zielland ab. Häufig kommt dabei SWIFT zum Einsatz. Hier können zusätzliche Kosten entstehen und der Überweisungsvorgang dauert in der Regel länger.
Um eine SEPA-Überweisung auszufüllen, benötigst du meist die folgenden Informationen:
- Zahlungsempfänger*in + IBAN (für eine Überweisung in die Schweiz, nach Monaco oder nach San Marino ist zudem der BIC notwendig)
- Betrag der Überweisung
- Verwendungszweck
- Kontoinhaber*in + IBAN
- Verwendungszweck
Du kannst die SEPA-Überweisung online ausfüllen oder in der Bank per Papierformular abgeben. Beim Online Banking loggst du dich über dein Konto ein und rufst das SEPA-Überweisungsmuster auf. Hier kannst du die nötigen Daten eingeben und alles per Zwei-Faktor-Authentifizierung bestätigen. Beim Papierformular, das du in der Bank abgibst, musst du meist noch deinen eigenen Namen (Kontoinhaber*in), deine IBAN und das Datum eintragen sowie unterschreiben.
Welche Kosten fallen bei einer SEPA-Überweisung ins Ausland an?
SEPA-Überweisungen werden in Euro ausgeführt. Innerhalb der EU dürfen Euro-Zahlungen für Verbraucher*innen grundsätzlich nicht mehr kosten als entsprechende Inlandszahlungen. Bei Konten in einer anderen Währung oder bei Zahlungen in Länder außerhalb der Euro-Zone können Umrechnungs- oder Bankgebühren entstehen.
Wie lange dauert eine SEPA-Überweisung?
Je nach Art der SEPA-Überweisung variiert ihre Dauer:
| Art des Verfahrens | Dauer |
| SEPA-Standardüberweisung | ein Geschäftstag |
| SEPA-Echtzeitüberweisung | weniger als zehn Sekunden |
| SEPA-Basislastschrift | mindestens zwei Geschäftstage |
| SEPA-Firmenlastschrift | mindestens drei Geschäftstage |
FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Was ist eine SEPA-Überweisung?
Eine SEPA-Überweisung ist eine bargeldlose Zahlung in Euro innerhalb des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA). Sie funktioniert für Überweisungen in Deutschland und in andere SEPA-Länder weitgehend nach denselben Regeln. Zur Ausführung braucht die Bank vor allem die IBAN der empfangenden Person, in einigen Ländern zusätzlich den BIC.
Welche Länder gehören zur SEPA-Zone?
Die SEPA-Zone umfasst 41 Staaten: alle EU-Mitgliedstaaten sowie unter anderem die Schweiz, Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein, Monaco und die Vatikanstadt. Entscheidend ist jedoch die Währung: Als SEPA-Überweisung wird grundsätzlich ein Betrag in Euro versendet. Bei Konten in anderer Währung kann die Bank den Betrag umrechnen.
Welche Angaben benötige ich für eine SEPA-Überweisung?
Für eine SEPA-Überweisung brauchst du den Namen und die IBAN der empfangenden Person, den Überweisungsbetrag sowie in der Regel einen Verwendungszweck. Bei Zahlungen in die Schweiz, nach Monaco oder San Marino ist zusätzlich der BIC erforderlich. Im Online Banking bestätigst du den Auftrag üblicherweise per Zwei-Faktor-Authentifizierung, auf Papier sind Datum und Unterschrift nötig.
Was kostet eine SEPA-Überweisung ins Ausland?
Innerhalb der Euro-Zone kostet eine SEPA-Überweisung ins Ausland in der Regel nicht mehr als eine vergleichbare Inlandsüberweisung. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn eine Währungsumrechnung nötig wird. Das betrifft etwa Zahlungen auf Konten, die in Schweizer Franken oder britischen Pfund geführt werden.
Wie lange dauert eine SEPA-Überweisung?
Eine SEPA-Standardüberweisung wird normalerweise innerhalb eines Geschäftstags ausgeführt. Eine SEPA-Echtzeitüberweisung erreicht das Empfängerkonto in der Regel in weniger als zehn Sekunden. Die tatsächliche Ausführung hängt unter anderem davon ab, ob die beteiligten Zahlungsdienstleister Echtzeitüberweisungen anbieten und die Zahlung technisch verarbeitet werden kann.
Was ist der Unterschied zwischen einer SEPA-Überweisung und einer SEPA-Lastschrift?
Bei einer SEPA-Überweisung löst die zahlende Person den Auftrag selbst aus. Bei einer SEPA-Lastschrift zieht dagegen der Zahlungsempfänger den Betrag vom Konto ein, beispielsweise für Miete oder Versicherungen. Voraussetzung ist ein gültiges SEPA-Lastschriftmandat.
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