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Lastschrift zurückgeben: Wann und wie ist das möglich?

von Bianca Sellnow, 31.03.2026

Per Lastschrift zu zahlen, ist herrlich einfach: Du gibst deine Daten ein und berechtigst die Empfänger*innen, den offenen Rechnungsbetrag von deinem Konto einzuziehen. Doch was tun, wenn ein dir unbekannter Online-Anbieter plötzlich Geld von deinem Konto abbucht? Wenn das Fitnessstudio dein Abo doppelt oder der Handyanbieter einen zu hohen Betrag einzieht? Kein Grund zur Panik, denn du kannst die Lastschrift zurückbuchen lassen. Wie und innerhalb welcher Fristen das geht, erfährst du hier. 

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Lastschrift zurückgeben

  • Das Lastschriftverfahren ist eine beliebte Zahlungsmethode, bei der Zahlungsempfänger*innen berechtigt werden, eine Zahlung direkt von deinem Konto einzuziehen. 
  • Du kannst Lastschriften stornieren und auch ein SEPA-Lastschriftmandat zurücknehmen, um künftige Abbuchungen zu verhindern. 
  • Eine Lastschrift lässt sich im Online Banking schriftlich beziehungsweise direkt in der Filiale widerrufen.  
  • Eine Lastschrift mit Einzugsermächtigung kann innerhalb von acht Wochen zurückgeholt werden, ohne Einzugsermächtigung beträgt die Frist bis zu 13 Monate.

Was bedeutet es, eine Lastschrift zurückzugeben?

Wenn du deine Einkäufe per Lastschrift bezahlst, dann erlaubst du damit den Empfänger*innen, das Geld von deinem Konto einzuziehen. Die Lastschriftrückgabe bedeutet, dass du diese Abbuchung rückgängig machst. Du lässt also den Betrag, den der Empfänger oder die Empfängerin eingezogen hat, wieder zurück auf dein Konto buchen. Eine solche Rückbuchung lässt sich bereits mit wenigen Schritten veranlassen. 

Beachte dabei: Die Möglichkeit, eine Lastschrift zu stornieren, besteht nur beim Lastschriftverfahren. Hast du eine Überweisung veranlasst – egal, ob als einmalige SEPA-Überweisung oder im Rahmen eines Dauerauftrags – ist es sehr viel umständlicher, die Abbuchung zurückzuholen.

Übrigens: Falls du einen Onlinebezahldienst wie Paypal für deine Zahlungen verwendest, gibt es in der Regel auch Möglichkeiten, Zahlungen rückgängig zu machen.

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Wie kann ich eine Lastschrift widerrufen?

Bist du dir sicher, dass eine Abbuchung unrechtmäßig war, hast du mehrere Möglichkeiten, ihr zu widersprechen. Häufig lässt sich die Lastschriftrückgabe ganz einfach über dein Online Banking veranlassen. Zum Beispiel, indem du auf das entsprechende Symbol in der Umsatzübersicht klickst und auf den Folgeseiten den Widerspruch prüfst sowie bestätigst.

Es ist auch möglich, dass es in deinem Online Banking einen gesonderten Punkt zum Zurückbuchen von Lastschriften gibt. Wie etwa im Service-Bereich oder im Menü für Zahlungsaufträge. Dort kannst du meist die Lastschrift auswählen, die du zurückbuchen möchtest, und deinen Widerspruch bestätigen.

Deine Bank bietet die Rückgabe von Lastschriften auf digitalem Wege nicht an? Oder du ziehst eine Alternative ohne Online Banking vor? Dann kannst du den Widerspruch in der Regel schriftlich oder per Telefon einlegen. Auch oft möglich: Du gibst die Lastschrift direkt in deiner Bankfiliale zurück. Wende dich dazu an den Service-Bereich.

Gut zu wissen: Sofern deine Anfrage innerhalb der Frist liegt, ist deine Bank dazu verpflichtet, die Lastschrift zurückzubuchen. Du brauchst deinen Widerspruch nicht zu begründen und auch keine Bankgebühren dafür bezahlen.

Eine Person sitzt vor einem aufgeklappten Laptop und nutzt auf ihrem Smartphone Online Banking
© istock/ipopba/2018  Eine Lastschriftrückgabe kannst du meist ganz einfach per Online Banking erledigen.

Welche Frist gilt bei der Lastschriftrückgabe?

Wie lange du eine Lastschrift-Abbuchung rückgängig machen kannst, hängt davon ab, ob du den Zahlungsempfänger*innen eine Einzugsermächtigung erteilt hast oder nicht. Liegt diese Erlaubnis grundsätzlich vor? Zum Beispiel, weil du beim Onlineshopping das Lastschriftverfahren ausgewählt, deine Daten eingegeben und den Kauf verbindlich abgeschlossen hast? Oder weil du deinem Fitnessstudio oder dem Handyanbieter den Bankeinzug gestattet hast? Dann bleiben dir acht Wochen Zeit, um die Lastschrift zurückzubuchen.

Hast du keinen Auftrag für die Abbuchung erteilt, kannst du der Lastschrift sogar bis zu 13 Monate lang widersprechen. Diese Frist gilt ebenfalls, wenn du ein erteiltes SEPA-Lastschriftmandat zurückgenommen, gekündigt oder widerrufen hattest, bevor der fragliche Betrag von deinem Konto eingezogen wurde. Wichtig: Die gesetzlichen Fristen gelten jeweils ab dem Tag der Abbuchung.

Erst genau prüfen, dann Lastschriftrückgabe veranlassen

Wenn dir eine vermeintlich falsche Abbuchung ins Auge sticht, prüfe trotzdem erst genau nach, ob der Einzug der Lastschrift nicht vielleicht doch berechtigt war. Unter Umständen führt der Anbieter, bei dem du bestellt hast, sein Bankkonto unter einem anderen Namen. Oder das Fitnessstudio bucht doppelt ab, weil es im Vormonat nicht abbuchen konnte.  

Beachte: Wenn es zu der Rückbuchung einer berechtigten Lastschrift kommt, berechnet der Zahlungsempfänger oft Gebühren für den Extra-Aufwand, den er mit Lastschriftrückgabe und einer möglichen erneuten Belastung hat. Schlimmstenfalls musst du mögliche Mehrkosten für eine Mahnung zahlen und kannst sogar in Zahlungsverzug geraten. Da ist es sinnvoller, kurz den Zahlungsempfänger zu kontaktieren, bevor du weitere Schritte veranlasst.

Bemerkst du aber unrechtmäßige Abbuchungen auf deinem Konto, solltest du sicherheitshalber überprüfen, ob vielleicht dein Konto gehackt wurde.

Übrigens: Die Rückgabe allein hat keine negativen Auswirkungen auf deine Schufa – sie wird zunächst einfach als fehlgeschlagener Zahlungsvorgang gewertet und nicht an die Schufa gemeldet. Erst wenn dein Vertragspartner dich zweifach mahnt, weil eine Rechnung unbezahlt bleibt, ist ein Schufa-Eintrag überhaupt möglich. 

Lastschriftmandat widerrufen: So geht’s!

Wenn du künftige Abbuchungen verhindern möchtest, reicht die Rückgabe der Lastschrift allein nicht aus. Dazu musst du die Einzugsermächtigung widerrufen, mit dem du deinem Vertragspartner erlaubt hast, Geld von deinem Konto einzuziehen. Diese Erlaubnis wird auch Lastschriftmandat genannt.  

Den Widerruf solltest du schriftlich und am besten per Einschreiben an deinen Vertragspartner versenden. Wichtig ist, dass du deinen Namen, deine Adresse, deine IBAN, den Zeitpunkt des Widerrufs (ab sofort) und die Mandatsreferenznummer angibst. Der Widerruf könnte beispielsweise so lauten: „Hiermit widerrufe ich die Einzugsermächtigung für meine IBAN: [deine IBAN] für die Mandatsreferenz [Nummer] mit sofortiger Wirkung. Ich bitte um schriftliche Bestätigung.”

Wichtig: Der zugrundeliegende Vertrag bleibt davon unberührt. Dein Vertrag beim Fitnessstudio beispielsweise läuft also weiter, wenn du das Lastschriftmandat kündigst. Dann musst du den Beitrag künftig manuell überweisen. 

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FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Was bedeutet es, eine Lastschrift zurückzugeben?

Eine Lastschrift zurückzugeben heißt, eine bereits erfolgte Abbuchung von deinem Konto rückgängig zu machen. Der Betrag wird dir wieder gutgeschrieben. Das ist nur beim Lastschriftverfahren möglich, nicht bei normalen Überweisungen oder Daueraufträgen.

Wie kann ich eine Lastschrift widerrufen oder zurückbuchen?

Du kannst eine Lastschrift meist direkt im Online Banking zurückbuchen. Alternativ ist der Widerspruch auch schriftlich, telefonisch oder in der Bankfiliale möglich. Eine Begründung ist nicht erforderlich.

Wie lange kann ich eine Lastschrift zurückgeben?

Mit erteilter Einzugsermächtigung, mit der du deinem Vertragspartner den Einzug per Lastschrift erlaubt hast, kannst du eine Lastschrift innerhalb von acht Wochen zurückgeben. Ohne gültiges Mandat hast du dafür bis zu 13 Monate Zeit. Die Frist beginnt immer mit dem Tag der Abbuchung.

Was passiert, wenn ich eine berechtigte Lastschrift zurückgebe?

Wenn du eine berechtigte Lastschrift zurückgibst, kann der Zahlungsempfänger zusätzliche Gebühren verlangen oder dir eine schicken. Im schlimmsten Fall gerätst du in Zahlungsverzug. Prüfe daher immer zuerst, ob die Abbuchung nicht doch korrekt war. 

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