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Bezahlen mit Kreditkarte: Wann wird von meinem Konto abgebucht?

von Thomas Stuwe, 22.07.2024

Wenn du mit deiner Kreditkarte bezahlst, ändert sich auf deinem Konto erst mal nichts. Die Rechnung wird durch das Kreditkartenunternehmen beziehungsweise die Bank bezahlt. Von deinem Girokonto wird der entsprechende Betrag erst später abgebucht. Aber wann genau? Und wann, wie und wo siehst du, was du alles per Karte bezahlt hast? Die KlarMacher zeigen dir das Wichtigste rund um die Kreditkartenabbuchung.

Themen in diesem Artikel

Klassische Kreditkarte: Wann wird abgebucht?

Wenn du mit einer Kreditkarte bezahlst, werden deine Kartenumsätze auf deinem Kreditkartenkonto zunächst nur auf eine Art Warteliste gesetzt. Vom Girokonto abgebucht werden sie erst später zu einem bestimmten Termin. Das hat für dich den Vorteil, dass deine Umsätze bis dahin nur „vorgemerkt“ sind und nicht sofort vom Girokonto abgehen. 

Schließlich ist der Name Programm: Eine Kreditkarte streckt dir das Geld vor, du erhältst eben „Kredit“. Bezahlen musst du erst später (Mehr dazu liest du im Artikel „Wie funktioniert eine Kreditkarte?“). Wie viel Kredit du bekommst? Das sagt dir der Verfügungsrahmen. Das ist der Betrag, den du mit deiner Kreditkarte ausgeben darfst. 

Aber wann wird die Kreditkarte nun abgerechnet? Einmal im Monat erhältst du eine Kreditkartenabrechnung. Bei den Visa-Kreditkarten der Hanseatic Bank beispielsweise wird die Abrechnung immer am 15. eines Monats erstellt. Die Abrechnung siehst du dann ein bis zwei Tage in der Postbox beim Online Banking. Darin kannst du alle Abbuchungen der Kreditkarte nachverfolgen. Bei anderen Anbietern kann die Kreditkartenabrechnung zu einem anderen Zeitpunkt erfolgen, oft auch zum Monatsende oder -anfang. 

Übrigens: Auch wenn die Abrechnung vorliegt, wird der Betrag immer noch nicht von deinem Girokonto abgebucht. Denn zwischen Abrechnung und Wertstellung (so nennt man es, wenn Geld tatsächlich auf dem Konto landet oder von dort abgezogen ist) vergehen in der Regel ein paar Tage. Bei den Kreditkarten der Hanseatic Bank erfolgt die Abbuchung erst am letzten Arbeitstag des Monats. So lange bleibt dein Geld auf dem Konto. Je nachdem, wie der Kalender fällt, zahlst du erst zwischen dem 25. und dem 31. eines Monats.

Eine Frau steht im Geschäft und bezahlt über ein Tablet mit ihrer Kreditkarte
© istock/pixdeluxe/2016  Zwischen Kauf und Kreditkartenabbuchung können bis zu vier Wochen liegen.

Bei der Abbuchung kannst du bestimmen, ob der gesamte Betrag bezahlt werden soll oder nur ein Teil davon. Denn du hast die Möglichkeit, eine Teilzahlungsvereinbarung zu treffen. Das bedeutet, du bezahlst schrittweise in den nächsten Monaten. Für die Teilzahlung werden allerdings Zinsen fällig. 

Es gibt Kreditkarten (beispielsweise Advanzia Mastercard Gold), deren Rechnungen du ausschließlich per Überweisung bezahlen kannst. Eine automatische Abbuchung beziehungsweise das Lastschriftverfahren ist nicht möglich. Das heißt, dass du stets an die rechtzeitige Überweisung denken musst. Der Stichtag steht in der Rechnung. Meist hast du zwei bis drei Wochen Zeit für die Überweisung. Die geht an eine persönliche Kontonummer, welche du ebenfalls in der Rechnung findest.  

Achtung: Vergisst du den Termin, dann fallen vergleichsweise hohe Zinsen an. Und zwar nicht ab dem Stichtag, sondern bereits ab dem Tag, an dem der Rechnungsbetrag angefallen ist. Also ab dem Tag deines Einkaufs. 

Und was ist, wenn du zwischen der Abrechnung und dem Tag der Überweisung etwas mit der Karte bezahlst? Das gilt bei allen Kreditkartentypen gleichermaßen: So eine Zahlung wird dann für die nächste Kreditkartenabrechnung vorgemerkt. 

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© hanseaticbank 

Unberechtigte Abbuchung bei der Kreditkarte: Was jetzt?

Von deinem Konto wurde ein höherer Betrag eingezogen, als durch die Kreditkartenabrechnung angekündigt war? Kontrollier zunächst die Abrechnung: Ist alles OK? Ist jede Zahlung tatsächlich von dir? Falls eine unbekannte Abbuchung bei der Kreditkarte vorliegt, sieh genauer hin. Hat vielleicht ein Geschäft einen Einkauf versehentlich zweimal in Rechnung gestellt? Dann wende dich direkt an den Laden. Oder hat es jemand anscheinend geschafft, mit deinen Kreditkartendaten auf Shoppingtour zu gehen? Dann solltest du die Karte sofort sperren lassen.  

Die Abrechnung ist richtig, aber die Kreditkartenabbuchung falsch? Dann wende dich an das Kreditkartenunternehmen beziehungsweise deine Bank. In der Regel erhältst du das Geld zurück. Wie du vorgehst, liest du im KlarMacher-Artikel „Chargeback: So läuft die Rückbuchung bei einer Kreditkarte“.

Dauerhaft clever: Die Kreditkarten der Hanseatic Bank

  • Flexibel: Zahle weltweit ohne Extra-Gebühren und hebe überall Bargeld ab. 
  • Praktisch: Überweise dir selbst Geld aufs Girokonto und erweitere damit deinen finanziellen Spielraum.
  • Bequem: Wähle selbst, in welchen Raten du den Kreditbetrag zurückzahlen möchtest.
  • Einfach: Vergebe dir deine Wunsch-PIN – in wenigen Schritten über die App.

Hier sehen Sie die Vorteile von GenialCard und GoldCard im Vergleich

So läuft die Abbuchung bei anderen Kartentypen

Neben den beschriebenen „klassischen“ Kreditkarten gibt es noch andere Varianten. Entsprechend anders läuft dann die Abbuchung. 

  • Bei sogenannten Chargekarten oder Charge Cards werden deine Kartenumsätze gesammelt und wöchentlich oder monatlich von deinem Girokonto abgebucht. Dann kann auf einen Schlag eine größere Summe fällig werden. Denn Teilzahlungsvereinbarungen gibt es hier nicht. Meist haben diese Karten auch höhere Gebühren. 
  • Die Debitkarten funktionieren wie die Girocard. Deine Kartenumsätze werden sofort von deinem Girokonto abgebucht und damit schmilzt auch dein Guthaben umgehend. Deswegen ist die Debitkarte auch keine Kreditkarte. Höhe und Zeitpunkt der Abbuchung kannst du also nicht beeinflussen. 
  • Völlig anders läuft es bei den Prepaidkarten. Erst nachdem du ein Guthaben aufgeladen hast, ist die Karte überhaupt einsatzbereit. Ohne Guthaben kannst du mit diesen Karten gar nichts anfangen. Bei einer Zahlung mit der Karte wird der Betrag dann umgehend vom Guthaben abgezogen. 

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