Eine Frau kauft über ein Tablet mit ihrer Kreditkarte ein
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Kreditkarte: Wann kommt die Abbuchung?

Porträt Thomas Stuwe
von Thomas Stuwe, 16.02.2022

Wenn Sie mit Ihrer Kreditkarte bezahlen, ändert sich auf Ihrem Konto erst mal nichts. Die Rechnung wird durch das Kreditkartenunternehmen beziehungsweise die Bank bezahlt. Von Ihrem Girokonto wird später abgebucht. Aber wann genau? Und wann wie wo sehen Sie, was Sie alles per Karte bezahlt haben? Die KlarMacher zeigen Ihnen das Wichtigste rund um die Kreditkartenabbuchung.

Themen in diesem Artikel

Klassische Kreditkarte: Wann wird abgebucht?

Wenn Sie mit einer Kreditkarte (Credit Card) bezahlen, werden Ihre Kartenumsätze auf Ihrem Kreditkartenkonto zunächst einmal nur reserviert. Das hat für Sie den Vorteil, dass Ihre Umsätze eben nur „vorgemerkt“ und nicht sofort vom Girokonto abgebucht werden.

Schließlich ist der Name Programm: Eine Kreditkarte streckt Ihnen das Geld vor, Sie erhalten eben „Kredit“. Bezahlen müssen Sie erst später (Mehr dazu lesen Sie im Artikel „Wie funktioniert eine Kreditkarte?“). Wie viel Kredit Sie bekommen? Das sagt Ihnen der Verfügungsrahmen. Das ist der Betrag, den Sie mit Ihrer Kreditkarte ausgeben dürfen.

Einmal im Monat erhalten Sie eine Kreditkartenabrechnung. Bei der Hanseatic Bank beispielsweise wird die Abrechnung immer am 25. eines Monats erstellt. Darin finden Sie alle letzten Umsätze übersichtlich aufgelistet. Die Abrechnung sehen Sie übers Online Banking, auf Wunsch gibt es sie auch per Post.

Aber auch wenn die Abrechnung vorliegt: Der Betrag wird immer noch nicht von Ihrem Girokonto abgebucht. Denn zwischen Abrechnung und Wertstellung (so nennt man es, wenn Geld tatsächlich auf dem Konto landet oder von dort abgezogen ist) vergehen in der Regel ein paar Tage. Bei den Kreditkarten der Hanseatic Bank zum Beispiel erfolgt die Abbuchung erst am letzten Arbeitstag des Monats. So lange bleibt Ihr Geld auf dem Konto. Je nachdem, wie der Kalender fällt, zahlen Sie erst zwischen dem 25. und dem 31. eines Monats.

Eine Frau steht im Geschäft und bezahlt über ein Tablet mit ihrer Kreditkarte
© istock/pixdeluxe/2016  Zwischen Kauf und Kreditkartenabbuchung können bis zu vier Wochen liegen.

Bei der Abbuchung selbst können Sie bestimmen, ob der gesamte Betrag bezahlt werden soll oder nur ein Teil davon. Denn Sie haben die Möglichkeit, eine Teilzahlungsvereinbarung zu treffen. Das bedeutet, Sie bezahlen schrittweise in den nächsten Monaten. Für die Teilzahlung werden allerdings Zinsen fällig.

Es gibt auch Kreditkarten, da überweisen Sie den Betrag nach Rechnungseingang innerhalb einer vorgegebenen Frist. Diese steht auf der Abrechnung – in der Regel sind es zwei bis drei Wochen. Dann erfolgt die Abbuchung von Ihrem Girokonto erst, nachdem Sie das Geld überwiesen haben.

Und in der Zwischenzeit? Was ist, wenn Sie zwischen der Abrechnung und dem Tag der Wertstellung etwas mit der Karte bezahlen? Da gilt bei allen Kreditkartentypen gleichermaßen: So eine Zahlung wird dann für die nächste Kreditkartenabrechnung vorgemerkt.

Falsche Kreditkartenabbuchung: Was jetzt?

Falsche Kreditkartenabbuchung: Was jetzt?

Von Ihrem Konto wurde ein höherer Betrag eingezogen, als durch die Kreditkartenabrechnung angekündigt war? Kontrollieren Sie zunächst die Abrechnung: Ist alles OK? Ist jede Zahlung tatsächlich von Ihnen? Falls nicht, sehen Sie genauer hin. Hat vielleicht ein Händler einen Einkauf versehentlich zweimal in Rechnung gestellt? Dann wenden Sie sich direkt an ihn. Oder hat es jemand anscheinend geschafft, mit Ihren Kreditkartendaten auf Shoppingtour zu gehen? Dann sollten Sie die Karte sofort sperren lassen.

Die Abrechnung ist richtig, aber die Kreditkartenabbuchung falsch? Dann wenden Sie sich an das Kreditkartenunternehmen beziehungsweise Ihre Bank. In der Regel erhalten Sie das Geld zurück. Wie Sie vorgehen, lesen Sie im KlarMacher-Artikel „Chargeback: So läuft die Rückbuchung bei einer Kreditkarte“.

So läuft die Abbuchung bei anderen Kreditkartentypen

Neben den beschriebenen „klassischen“ Kreditkarten gibt es noch andere Varianten. Entsprechend anders läuft dann auch die Kreditkartenabbuchung.

  • Bei sogenannten Charge Cards werden Ihre Kartenumsätze gesammelt und wöchentlich oder monatlich von Ihrem Girokonto abgebucht. Dann kann auf einen Schlag durchaus eine größere Summe für Sie fällig sein. Denn Teilzahlungsvereinbarungen gibt es hier nicht. Meist haben diese Karten auch höhere Gebühren.
  • Die Debit Cards funktionieren wie die Girocard und die Geldkarte. Ihre Kartenumsätze werden sofort von Ihrem Girokonto abgebucht und damit schmilzt auch Ihr Guthaben umgehend. Höhe und Zeitpunkt der Abbuchung können Sie also nicht beeinflussen.
  • Völlig anders läuft es bei den Prepaid Cards. Erst nachdem Sie ein Guthaben aufgeladen haben, ist die Karte überhaupt einsatzbereit. Ohne Guthaben können Sie mit diesen Karten gar nichts anfangen. Bei einer Zahlung mit der Karte wird der Betrag dann umgehend vom Guthaben abgezogen.

Dauerhaft clever: Die Kreditkarten der Hanseatic Bank

Dauerhaft clever: Die Kreditkarten der Hanseatic Bank

  • Flexibel: Zahlen Sie weltweit und heben Sie Bargeld ab – ohne Extra-Gebühren.
  • Praktisch: Überweisen Sie sich selbst Geld aufs Girokonto und erweitern Sie damit Ihren finanziellen Spielraum.
  • Bequem: Wählen Sie selbst, in welchen Raten Sie den Kreditbetrag zurückzahlen möchten.

Hier sehen Sie die Vorteile von GenialCard und GoldCard im Vergleich

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