Eine Frau kauft über ein Tablet mit ihrer Kreditkarte ein
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Kreditkarte: Wann kommt die Abbuchung?

von Thomas Stuwe, 30.11.2022

Wenn du mit deiner Kreditkarte bezahlst, ändert sich auf deinem Konto erst mal nichts. Die Rechnung wird durch das Kreditkartenunternehmen beziehungsweise die Bank bezahlt. Von deinem Girokonto wird später abgebucht. Aber wann genau? Und wann wie wo siehst du, was du alles per Karte bezahlt hast? Die KlarMacher zeigen dir das Wichtigste rund um die Kreditkartenabbuchung.

Themen in diesem Artikel

Klassische Kreditkarte: Wann wird abgebucht?

Wenn du mit einer Kreditkarte (Credit Card) bezahlst, werden deine Kartenumsätze auf deinem Kreditkartenkonto zunächst einmal nur reserviert. Das hat für dich den Vorteil, dass deine Umsätze eben nur „vorgemerkt“ und nicht sofort vom Girokonto abgebucht werden. 

Schließlich ist der Name Programm: Eine Kreditkarte streckt dir das Geld vor, du erhältst eben „Kredit“. Bezahlen musst du erst später (Mehr dazu liest du im Artikel „Wie funktioniert eine Kreditkarte?“). Wie viel Kredit du bekommst? Das sagt dir der Verfügungsrahmen. Das ist der Betrag, den du mit deiner Kreditkarte ausgeben darfst. 

Einmal im Monat erhältst du eine Kreditkartenabrechnung. Bei der Hanseatic Bank beispielsweise wird die Abrechnung immer am 25. eines Monats erstellt. Darin findest du alle letzten Umsätze übersichtlich aufgelistet. Die Abrechnung siehst du übers Online Banking, auf Wunsch gibt es sie auch per Post. 

Aber auch wenn die Abrechnung vorliegt: Der Betrag wird immer noch nicht von deinem Girokonto abgebucht. Denn zwischen Abrechnung und Wertstellung (so nennt man es, wenn Geld tatsächlich auf dem Konto landet oder von dort abgezogen ist) vergehen in der Regel ein paar Tage. Bei den Kreditkarten der Hanseatic Bank zum Beispiel erfolgt die Abbuchung erst am letzten Arbeitstag des Monats. So lange bleibt dein Geld auf dem Konto. Je nachdem, wie der Kalender fällt, zahlst du erst zwischen dem 25. und dem 31. eines Monats. 

Eine Frau steht im Geschäft und bezahlt über ein Tablet mit ihrer Kreditkarte
© istock/pixdeluxe/2016  Zwischen Kauf und Kreditkartenabbuchung können bis zu vier Wochen liegen.

Bei der Abbuchung selbst kannst du bestimmen, ob der gesamte Betrag bezahlt werden soll oder nur ein Teil davon. Denn du hast die Möglichkeit, eine Teilzahlungsvereinbarung zu treffen. Das bedeutet, du bezahlst schrittweise in den nächsten Monaten. Für die Teilzahlung werden allerdings Zinsen fällig. 

Es gibt Kreditkarten (beispielsweise Advanzia Mastercard Gold), deren Rechnungen du ausschließlich per Überweisung bezahlen kannst. Eine automatische Abbuchung beziehungsweise das Lastschriftverfahren ist nicht möglich. Das heißt, dass du stets an die rechtzeitige Überweisung denken musst. Der Stichtag steht in der Rechnung. Meist hast du zwei bis drei Wochen Zeit für die Überweisung. Die geht an eine persönliche Kontonummer, welche du ebenfalls in der Rechnung findest.  

Achtung: Vergisst du den Termin, dann fallen vergleichsweise hohe Zinsen an. Und zwar nicht ab dem Stichtag, sondern bereits ab dem Tag, an dem der Rechnungsbetrag angefallen ist. Also ab dem Tag deines Einkaufs. 

Und was ist, wenn du zwischen der Abrechnung und dem Tag der Überweisung etwas mit der Karte bezahlst? Das gilt bei allen Kreditkartentypen gleichermaßen: So eine Zahlung wird dann für die nächste Kreditkartenabrechnung vorgemerkt. 

Falsche Kreditkartenabbuchung: Was jetzt?

Falsche Kreditkartenabbuchung: Was jetzt?

Von deinem Konto wurde ein höherer Betrag eingezogen, als durch die Kreditkartenabrechnung angekündigt war? Kontrollier zunächst die Abrechnung: Ist alles OK? Ist jede Zahlung tatsächlich von dir? Falls nicht, sieh genauer hin. Hat vielleicht ein*e Händler*in einen Einkauf versehentlich zweimal in Rechnung gestellt? Dann wende dich direkt an sie oder ihn. Oder hat es jemand anscheinend geschafft, mit deinen Kreditkartendaten auf Shoppingtour zu gehen? Dann solltest du die Karte sofort sperren lassen.

Die Abrechnung ist richtig, aber die Kreditkartenabbuchung falsch? Dann wende dich an das Kreditkartenunternehmen beziehungsweise deine Bank. In der Regel erhältst du das Geld zurück. Wie du vorgehst, liest du im KlarMacher-Artikel „Chargeback: So läuft die Rückbuchung bei einer Kreditkarte“.

So läuft die Abbuchung bei anderen Kreditkartentypen

Neben den beschriebenen „klassischen“ Kreditkarten gibt es noch andere Varianten. Entsprechend anders läuft dann auch die Kreditkartenabbuchung.

  • Bei sogenannten Charge Cards werden deine Kartenumsätze gesammelt und wöchentlich oder monatlich von deinem Girokonto abgebucht. Dann kann auf einen Schlag durchaus eine größere Summe für dich fällig werden. Denn Teilzahlungsvereinbarungen gibt es hier nicht. Meist haben diese Karten auch höhere Gebühren. 
  • Die Debit Cards funktionieren wie die Girocard und die Geldkarte. Deine Kartenumsätze werden sofort von deinem Girokonto abgebucht und damit schmilzt auch dein Guthaben umgehend. Höhe und Zeitpunkt der Abbuchung kannst du also nicht beeinflussen. 
  • Völlig anders läuft es bei den Prepaid Cards. Erst nachdem du ein Guthaben aufgeladen hast, ist die Karte überhaupt einsatzbereit. Ohne Guthaben kannst du mit diesen Karten gar nichts anfangen. Bei einer Zahlung mit der Karte wird der Betrag dann umgehend vom Guthaben abgezogen. 

Dauerhaft clever: Die Kreditkarten der Hanseatic Bank

Dauerhaft clever: Die Kreditkarten der Hanseatic Bank

  • Flexibel: Zahl weltweit und heb Bargeld ab – ohne Extra-Gebühren. 
  • Praktisch: Überweis dir selbst Geld aufs Girokonto und erweitre damit deinen finanziellen Spielraum.
  • Bequem: Wähl selbst, in welchen Raten du den Kreditbetrag zurückzahlen möchtest. 

Hier sehen Sie die Vorteile von GenialCard und GoldCard im Vergleich

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