Hamburg, 10. Februar 2026

Interview mit Sandra Richstein, Chief Sustainability Officer der Hanseatic Bank, über Erfolge im Bereich CSR im Jahr 2025

Hallo Sandra! Du bist jetzt bereits seit drei Jahren Leiterin des Bereichs Corporate Social Responsibility und hast schon viel bewegt. Die Hanseatic Bank war in den letzten Jahren besonders stark in den Bereichen Diversity, Equity und Inclusion (DEI). War das 2025 wieder so
Absolut! Wir haben im Jahr 2025 große Fortschritte gemacht. Ein Highlight war die Gold-Auszeichnung beim Pride Audit 2025, bei dem Unternehmen ihr Diversity Management im Bereich LGBTIQ+ unabhängig prüfen lassen können. Unser Team VIELfalt* hat insgesamt 85 Fragen beantwortet und mit Belegen untermauert. Das Ergebnis war beeindruckend: eine Verbesserung von über 12 Prozentpunkten auf insgesamt 92 Prozent. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

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Sandra Richstein, Chief Sustainability Officer, spricht über die CSR-Erfolge der Hanseatic Bank in 2025.


Gab es noch weitere Angebote, die das Team VIELfalt* organisiert hat?
Ja klar, wir haben mit dem Team VIELfalt* zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Pride Week und des Deutschen Diversity Tags durchgeführt, die sehr gut besucht waren. Auch unsere Infoveranstaltungen zu Themen wie „Frauen und Rente“ oder „digitale Barrierefreiheit“ fanden großen Anklang. Neu eingeführt haben wir den Workshop „Diversity Fresco“, der den Teilnehmenden hilft, verschiedene Aspekte von Diskriminierung zu verstehen und ihr Bewusstsein für Vielfalt und Inklusion zu vertiefen. Insgesamt haben mehr als 40 Prozent der Mitarbeitenden an unseren Diversity-Aktionen teilgenommen, was mich überaus freut.

Die Hanseatic Bank spendet seit Jahren an verschiedene gemeinnützige Organisationen. Hat sie ihr Spendenengagement 2025 weitergeführt?
Wir setzen auf langjährige Spendenpartnerschaften und haben 2025 wieder die finlit foundation unterstützt. Die gemeinnützige GmbH setzt sich für Finanzbildung bei Jugendlichen ein – ein Thema, das uns als Bank besonders am Herzen liegt. Mit unserer Spende über 70.000 Euro wurden unter anderem neue Lehrinhalte zum Thema Social-Media-Werbung für die Finanzbildungsinitiative OhMoney erstellt. Bis Ende 2025 hat das Programm bereits mehr als 25.000 Schüler*innen erreicht und finanzfit gemacht.

Zudem haben wir das 10-jährige Jubiläum unserer Partnerschaft mit dem inklusiven Sportverein Phoenix Sport bei uns auf dem Campus gefeiert. Mit der Spende über 10.000 Euro konnte der Verein neues Equipment für das Kletterangebot kaufen und Fortbildungen durchführen.

Gibt es neben den DEI-Veranstaltungen noch weitere Möglichkeiten für Mitarbeitende, sich aktiv an CSR-Initiativen zu beteiligen?
Auf jeden Fall! Alle haben die Möglichkeit einmal im Jahr einen Social Day zu nehmen – einen Arbeitstag, an dem nicht in der Bank, sondern für eine gemeinnützige Organisation gearbeitet wird. Unser Ziel für 2025 war es, dass mindestens 40 Prozent der Mitarbeitenden daran teilnehmen. Mit 62,73 Prozent haben wir es sogar übertroffen! Die Mitarbeitenden engagierten sich bei sehr unterschiedlichen Organisationen, sei es in Pflegeheimen, Schulen oder bei Tierschutzorganisationen.

Ein weiteres Beispiel ist unser alljährliches Spendenprojekt „Genial sozial“, bei dem der Betriebsrat, das Management Committee und der CSR-Bereich verschiedene Aktionen wie einen Kuchenverkauf oder eine Tombola beim Sommerfest organisieren, um Spendengelder zu sammeln. Der Erlös wird diesmal an ein Tierheim gespendet. Zur Weihnachtszeit war die Aktion Tannenbaum von „Der Hafen hilft e. V.“ ebenfalls ein voller Erfolg. Viele Mitarbeitende packten Päckchen für soziale Einrichtungen, um Menschen in Not eine Freude zu machen.

Das klingt nach einer großen Bereitschaft der Mitarbeitenden sich zu engagieren und weiterzubilden! Gab es auch Aktionen mit Bezug auf Umweltthemen?
Viele Kolleg*innen haben am alljährlichen Wettbewerb „Stadtradeln“ teilgenommen. Dabei geht es darum, möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen und damit Klimaschutz und Lebensqualität zu fördern. Auch für die Aktion „Move for the Ocean“ unserer Muttergesellschaft Société Générale sammelten einige Teams bei uns sportliche Kilometer. Diese wurden in Spenden für eine Umweltschutzorganisation umgewandelt. Beliebt sind zudem seit Jahren unsere After Work Clean Ups, bei denen wir erst gemeinsam Müll sammeln und nach getaner Arbeit zusammen anstoßen.

Für 2024 habt ihr erstmalig eine eigene CO²-Bilanz für die Hanseatic Bank erstellt. Was macht ihr mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse unserer Bilanz nutzen wir, um zu prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen wir entwickeln können, die uns helfen die Emissionen weiter zu reduzieren. Bislang hatten wir nur ausgewählte Daten an die Muttergesellschaft geliefert, aus denen CO2-Werte ermittelt und uns zur Verfügung gestellt wurden.

Und gab es im letzten Jahr besondere Herausforderungen zu bewältigen?
Im Jahr 2025 war sowohl für das Themenfeld DEI als auch bei den Umweltthemen politisch und auch gesellschaftlich ein gewisser Gegenwind zu spüren. Wir haben unsere Aktivitäten dennoch fortgesetzt und zum Teil sogar intensiviert. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es uns ein Anliegen, an solch wichtigen Themen weiterzuarbeiten.      

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick in die Zukunft. Was sind die wichtigsten Ziele und Initiativen, die wir für 2026 planen?
Nachhaltigkeit in all seinen Facetten ist für uns auch 2026 ein wichtiges Thema. Insbesondere die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden steht dabei im Vordergrund. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass es für alle Mitarbeitenden ein CSR-bezogenes Ziel geben wird. Wir werden dafür das Angebot des 2025 ausgerollten „Diversity Fresco“ Workshops intensivieren und weitere Workshops und Aktionen durchführen. Außerdem möchten wir gerne an die hervorragende Beteiligungsquote bei unserem Social Day anknüpfen und unser Sozialprojekt „Genial sozial“ erfolgreich fortführen. Des Weiteren werden wir prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen wir ergreifen können, um die CO2-Emissionen der Bank zu reduzieren.   

Über die Hanseatic Bank GmbH & Co KG
Die Hanseatic Bank ist seit ihrer Gründung 1969 in Hamburg zu Hause, Kund*innen und Partner hatte sie von Beginn an in ganz Deutschland. Denn Werner Otto hatte sie ins Leben gerufen, um den Kund*innen des Otto Versands die Finanzierung ihrer Wünsche zu ermöglichen. 2005 übernahm die französische Großbank Société Générale 75 Prozent der Anteile, die Otto Group hält weiterhin 25 Prozent. Inzwischen haben sich sowohl der Kund*innenstamm als auch die Produktpalette deutlich erweitert. Neben Konsumkrediten zählen heute auch Einlagen, Versicherungen und das Factoring zu den Geschäftsfeldern der Hamburger Privatbank. Ein Spezialgebiet sind ihre Kreditkarten mit innovativen Leistungen für Kund*innen und Kooperationspartner.  

Weitere Informationen zum Thema Verantwortung bei der Hanseatic Bank gibt es unter: https://www.hanseaticbank.de/ueber-uns/verantwortung.

 

Pressekontakt:                                                                                                                          
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