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Überweisung mit Kreditkarte: Darlehen aus eigener Tasche

Detlev Neumann
von Detlev Neumann, 21.08.2026

Kommt das Gehalt verspätet, wird das Geld auf dem Girokonto schon mal knapp. Kann passieren. Aber was, wenn das Guthaben für die offenen Rechnungen gerade nicht reicht? Dann kann eine Überweisung mit der Kreditkarte die Rettung in der Not sein. Hier liest du, wie du über deine Kreditkarte an ein kurzfristiges Darlehen kommst und was du beachten musst.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Überweisung mit der Kreditkarte

  • Mit einer Überweisung per Kreditkarte kannst du kurzfristige Geld-Engpässe überbrücken, indem du den Verfügungsrahmen deiner Karte als kurzfristiges Darlehen nutzt.
  • Wenn dein Kreditkartenanbieter Überweisungen erlaubt, dann in der Regel nur auf das hinterlegte Referenzkonto.
  • Je nach Anbieter kannst du den Betrag per Online Banking, Banking-App, Telefon oder in der Filiale von der Kreditkarte auf dein Konto übertragen.
  • Die Kosten für eine Überweisung mit Kreditkarte hängen vom Anbieter ab und können aus Gebühren oder Zinsen bestehen.
  • Besonders bei Kreditkarten ohne Zinsen kann die Überweisung eine günstige Alternative zum teuren Dispokredit sein. 

Geld von Kreditkarte auf Konto überweisen: Geht das und wozu?

Eine Überweisung von der Kreditkarte ist technisch möglich, hängt aber vom Anbieter ab. Meist kannst du kostenfrei Geld auf das verbundene Girokonto, also dein Referenzkonto überweisen.

Sinnvoll ist eine Überweisung mit der Kreditkarte, wenn du – aus welchen Gründen auch immer – auf deinem Girokonto vorübergehend nicht ausreichend Guthaben hast. Werden dann wichtige Rechnungen dringend fällig, nutzt du den Verfügungsrahmen deiner Kreditkarte als Kredit – und gibst dir damit selbst ein kurzfristiges Darlehen.

Je nach Kreditkarte bekommst du das Geld zeitweise sogar zinsfrei. So brauchst du nicht den teuren Dispokredit von deiner Bank in Anspruch zu nehmen und kannst finanzielle Engpässe elegant überbücken. Und natürlich vermeidest du Zahlungsrückstände und Mahnungen für nicht bezahlte Rechnungen. 

Was ist der Verfügungsrahmen einer Kreditkarte?

Mit deiner Kreditkarte kannst du nicht unbegrenzt Geld ausgeben. Stattdessen setzt deine Bank einen Verfügungsrahmen fest. Er bestimmt, wie viel du mit der Karte innerhalb eines vereinbarten Zeitraums – meistens ein Monat – bezahlen darfst.

Eine Überweisung per Kreditkarte verschafft dir etwas Luft. Denn die Summe, die du auf deiner Kreditkarte angesammelt hast, musst du erst zum Abrechnungsstichtag begleichen, in der Regel gegen Ende des Monats – dann bleiben dir einige Tage oder sogar Wochen Zeit, bis der Kreditkartenanbieter den Betrag von deinem Konto abbucht beziehungsweise bis die Kreditkartenrechnung kommt. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber „Bezahlen mit Kreditkarte: Wann wird von meinem Konto abgebucht?”.

Kreditkarten: Genial oder Gold?

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Geld mit der Kreditkarte überweisen: So geht's

In der Regel ist eine direkte Überweisung von der Kreditkarte auf ein fremdes Konto nicht möglich. Oder mit hohen Gebühren verbunden. Dank „Zwischenstopp“ über das eigene Konto, das als Referenzkonto angegeben ist, lässt sich der Betrag aber wie gewohnt an ein anderes Konto schicken.  

Trotz des Zwischenschritts bleibt dies ein effektiver Weg, um zum Beispiel indirekt eine Rechnung mit der Kreditkarte zu begleichen oder dein Girokonto bis zur nächsten Lohnzahlung auszugleichen.

Je nach Kreditanbieter hast du für eine Überweisung mit der Kreditkarte verschiedene Möglichkeiten: 

So kannst du zum Beispiel mit den Kreditkarten der Hanseatic Bank, der GenialCard und der GoldCard, sowohl über das Online Banking als auch über die App Geld aufs eigene Konto überweisen. 

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Was kostet die Überweisung mit der Kreditkarte?

Die Regelungen für die Gebühren sind unterschiedlich: Manche Anbieter berechnen feste Beträge pro Überweisung mit der Kreditkarte aufs Konto, andere verlangen einen prozentualen Anteil der überwiesenen Summe. Bei einigen ist der Geldtransfer zwar gebührenfrei, aber ab dem Transaktionstag fallen Zinsen auf den Betrag an. Ebenso können Zinsen anfallen, wenn du den Betrag nicht rechtzeitig vor der nächsten Kreditkartenrechnung ausgleichst.

Informiere dich am besten im Voraus, welche Gebühren und Zinsen in deinem Fall für dich entstehen. Mehr zu den Kosten bei Bankleistungen erfährst du in unserem Ratgeber „Bankgebühren: Welche gibt es? Wie viel ist erlaubt?”.

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FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Kann man mit einer Kreditkarte eine Überweisung machen?

Ja, eine Überweisung mit Kreditkarte ist grundsätzlich möglich, aber nicht bei jeder Kreditkarte direkt an ein fremdes Konto. Häufig lässt sich der Betrag zunächst auf das hinterlegte Referenzkonto überweisen. Von diesem Referenzkonto kannst du es dann gegebenenfalls auf ein anderes Konto überweisen. Ob Gebühren anfallen, hängt vom jeweiligen Kreditkartenanbieter ab.

Was bringt eine Überweisung mit Kreditkarte aufs Konto?

Eine Überweisung mit Kreditkarte kann bei kurzfristigen finanziellen Engpässen eine Alternative zum Dispokredit sein. Du nutzt dabei den Verfügungsrahmen deiner Kreditkarte als kurzfristiges Darlehen. Wichtig ist, dass du den Betrag ausgleichst, bevor deine Kreditkartenabrechnung fällig wird – sonst können hohe Zinsen anfallen.

Was kostet eine Überweisung mit Kreditkarte?

Die Kosten für eine Überweisung mit Kreditkarte unterscheiden sich je nach Anbieter. Überweisungen auf fremde Konten sind meist kostenpflichtig. Einige Kreditkarten ermöglichen kostenlose Überweisungen auf das eigene Referenzkonto, es können aber trotzdem Zinsen anfallen. Entscheidend sind die Konditionen deines Anbieters.

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