Bezahlen wie die Großen: Wie Kreditkarten für Kinder funktionieren
Geld für ein T-Shirt, die Klassenreise oder eine Pizza mit dem neuesten Schwarm – für irgendetwas braucht der Nachwuchs immer Geld. Doch anstatt jedes Mal einen Schein zu zücken, können es sich Eltern einfacher machen. Mit einem monatlichen Taschengeld in bar oder über eine Kreditkarte für ihre Kinder. Die ist nicht nur praktisch, sondern bietet noch weitere Vorteile. Allerdings sollten die Eltern immer genau das Kleingedruckte lesen. Was ab welchem Alter geht und worauf es ankommt, zeigen die KlarMacher.
Wichtig vorab!
Die Hanseatic Bank bietet keine Kreditkarten für Kinder oder Prepaidkarten an, sondern ausschließlich Kreditkarten für Erwachsene.
Themen in diesem Artikel
- Kreditkarte für Kinder: Ab wann?
- Prepaid-Kreditkarte für Kinder: Die Vorteile
- Kreditkarte für Minderjährige: Antrag und mögliche Gebühren
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Auf den Punkt: Prepaid-Kreditkarte für Kinder
- Bei Kreditkarten für Kinder handelt es sich in der Regel um Prepaidkarten – also Kreditarten mit einem Guthaben.
- Minderjährige bekommen eine solche Karte nur mit der Zustimmung und Unterschrift der Erziehungsberechtigten.
- Nicht alle Banken bieten Kreditkarten für Kinder an.
Kreditkarte für Kinder: Ab wann?
Ab wie vielen Jahren darf man eine Kreditkarte haben? Eine eigene Karte ist für Minderjährige im Alleingang nicht zu haben. Das verhindert der Jugendschutz, der die Kreditfähigkeit von Heranwachsenden einschränkt. „Volle Geschäftsfähigkeit”, wie der Gesetzgeber die komplette finanzielle Eigenständigkeit nennt, gibt es erst ab 18 Jahren.
Bis dahin sind Kinder in Sachen Kreditkarte auf den guten Willen und die Zustimmung ihrer Eltern angewiesen. Denn sie brauchen deren Unterschrift auf dem Vertrag.
Dass ihr Nachwuchs anschließend das Geld mit vollen Händen ausgibt, müssen die Erziehungsberechtigten nicht befürchten. Die Kreditkarten, die für Kinder ausgegeben werden, verhindern das in den meisten Fällen zuverlässig: Für Kinder gibt es streng genommen keine klassischen Kreditkarten, sondern ausschließlich Prepaidkarten – also Karten auf Guthabenbasis. Bei der Nutzung können also weder Schulden entstehen noch wird ein Kredit aufgenommen.
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Prepaid-Kreditkarte für Kinder: Die Vorteile
Kindern bargeldloses Bezahlen zu ermöglichen, ist nicht nur zeitgemäß, sondern bringt auch einige Vorzüge mit sich.
Vorteile für Eltern
- Volle Kostenkontrolle: Damit Kinder die Karte nutzen können, müssen Eltern sie zunächst mit einem Guthaben aufladen. Das liegt meist zwischen 10 und 500 Euro. Wo das Geld geblieben ist, sehen Eltern in den Kontoauszügen – heute meist bequem digital über Apps oder Online Banking.
- Überziehung ausgeschlossen: Ist das eingezahlte Guthaben verbraucht, sind mit der Kreditkarte meist keine Einkäufe mehr möglich. Das geht erst wieder, wenn sie von den Eltern erneut aufgeladen wird. Deshalb können Kinder mit ihrer Kreditkarte in der Regel keine Schulden machen. Weil einige Anbieter dies in ihren Klauseln aber doch zulassen, sollten Eltern den Kreditkartenvertrag auf diesen Punkt hin genau abklopfen.
- Gute Sicherheit: Kreditkarten für Jugendliche sind mit bewährten Schutzmechanismen ausgestattet, beispielsweise mit einer Kreditkarten-PIN. Und bei Verlust oder Diebstahl lässt sich die Kreditkarte sperren. Wenn dann trotzdem eine fremde Person mit der Karte bezahlt, haften Mutter oder Vater dafür mit bis zu 50 Euro. Höherer Schaden geht auf die Kappe der Bank. Es sei denn, es waren grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz beim Verlust der Karte im Spiel.
- Jugendschutzcodierung: Mit einer Kreditkarte könnten Kinder womöglich auch Produkte oder Services kaufen, die für sie ungeeignet sind. Deshalb haben manche Karten eine Jugendschutzcodierung, die das Bezahlen gewisser Angebote erst ab dem 18. Lebensjahr zulässt. Das betrifft beispielsweise den Einsatz an einem Zigarettenautomaten.
Vorteile für Kinder
- Praktisch auf Reisen: Eine Kreditkarte kann für Schüler*innen bei einer Klassenreise ins Ausland oder auch bei einem internationalen Austauschprogramm sinnvoll sein. Damit sind sie unterwegs weniger auf Bargeld angewiesen. Das Guthaben auf der Karte kann auch als Reserve für Notfälle dienen.
- Lehrreich: Der Umgang mit digitalen Bezahlmöglichkeiten unterstützt die finanzielle Bildung von Jugendlichen. Mit einer Prepaid-Kreditkarte lernen unter 18-Jährige, dass auch digitales Geld nicht unerschöpflich ist. Dafür sorgt das eingebaute Limit, also das Guthaben. Manche Anbieter geben Kreditkarten für Kinder ab 7 Jahren heraus, andere erst ab 12 oder 14.
- Flexibel: Mit einer Kreditkarte haben Kinder eine alternative Bezahlmöglichkeit in der Tasche, falls das Bargeld mal nicht reicht.
Übrigens: Wie viel Taschengeld für welches Alter empfohlen wird, liest du in diesem Ratgeber „Taschengeld: Was ist angemessen, wie viel ist zu viel?”.
Digitales Taschengeld ist im Trend!
Laut der Studie „Finanzbildung heute”, die im Jahr 2023 im Auftrag von Mastercard durchgeführt wurde, erhalten immer mehr jungen Menschen ihr Taschengeld digital. So überwiesen zu diesem Zeitpunkt rund 32 Prozent der Eltern ihren 10- bis 18-jährigen Kindern das Taschengeld auf deren eigenes Konto.
Kreditkarte für Minderjährige: Antrag und mögliche Gebühren
Wer fürs eigene Kind eine Kreditkarte beantragen möchte, muss zunächst eine Bank finden, die solche Karten anbietet – die Hanseatic Bank gehört nicht dazu. Für die Suche können Online-Vergleichsportale wie Check24 hilfreich sein. Oder frag bei deiner Bank nach, ob sie eine Karte für Kinder anbieten.
Im nächsten Schritt stellst du den Antrag. Das kann auch dein Kind machen. Aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Weil Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig sind, ist für den Abschluss immer die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.
Da Kreditkarten für Kinder auf dem Prepaid-Prinzip basieren, erfolgt bei der Beantragung meist keine Bonitätsprüfung über die Schufa. Schließlich ist die Karte nur mit dem eingezahlten Guthaben nutzbar.
Wichtig: Für Kreditkarten gelten je nach Anbieter unterschiedliche Gebührenmodelle. Manche verlangen eine einmalige Gebühr für die Ausgabe der Karte, zum Beispiel 15 Euro. Andere berechnen eine jährliche Gebühr oder verlangen Kosten für einzelne Aufladungen. Es gibt auch Angebote, die als kostenlos beworben werden. Dennoch können zusätzliche Kosten entstehen, etwa durch Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährungen oder im Ausland.
Das bessere Sparschwein für die nächste Reise
Im Sparschwein macht die Reisekasse was her, bringt aber keine Zinsen. Also bis zum Urlaub am besten anlegen als TagesGeld bei der Hanseatic Bank. Dort bleibt es täglich verfügbar und durch die Zinsen ist bei der nächsten Reise so manches Extra drin.
FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Ab welchem Alter kann ein Kind eine Kreditkarte bekommen?
Eine eigene Kreditkarte ist erst ab 18 Jahren möglich. Jüngere Kinder können nur mit Zustimmung der Eltern eine Karte nutzen. Dabei handelt es sich meist um Prepaidkarten auf Guthabenbasis, die keine Verschuldung zulassen. Klassische Kreditkarten mit Kreditrahmen gibt es für Kinder nicht.
Warum ist eine Kreditkarte für Kinder sinnvoll?
Sie ist praktisch auf Reisen – zum Beispiel als Reservegeld – und hilft Kindern, den Umgang mit bargeldlosem Bezahlen zu lernen. Durch das feste Guthaben behalten Eltern zudem die Kostenkontrolle.
Welche Kosten können bei einer Kinder-Kreditkarte entstehen?
Je nach Anbieter können Gebühren für den Erhalt der Karte, pauschal pro Jahr oder pro Aufladung anfallen. Auch bei vermeintlich kostenlosen Karten können Zusatzkosten entstehen, etwa bei Zahlungen im Ausland.
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