Geld wechseln leicht gemacht: Wo du sicher und günstig Fremdwährungen tauschst
Anlass Nummer eins zum Geldwechseln ist wohl der Urlaub. Zum Glück gibt es viele schöne Ziele, in denen du mit dem Euro bezahlen kannst. Was aber, wenn du an die Landeswährung eines Nicht-Euro-Landes kommen willst oder in ein exotisches Land reist? Und wie ist es, wenn du am Urlaubsende das Restgeld in Euro umtauschen willst? Die KlarMacher erklären, wie und wo du im In- und Ausland am besten Geld umtauschen kannst.
Themen in diesem Artikel
- Bargeld im Ausland: Darum solltest du nicht alles auf eine Karte setzen
- Wo du in Deutschland Geld wechseln kannst
- Im Ausland Geld wechseln: Bank, Wechselstube oder auf der Straße?
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Auf den Punkt: Geld wechseln
- Wenn du in ein Land außerhalb der Eurozone reist: Nimm am besten nur einen kleinen Bargeldbetrag in der Fremdwährung mit. Den Rest kannst du später vor Ort abheben oder umtauschen.
- Banken sind für den Geldwechsel eine sichere Option. Die Abläufe sind transparent, dafür können Gebühren anfallen.
- Spezialisierte Reisebanken haben oft mehr Auswahl an Währungen und ermöglichen eine bequeme, aber oft kostenpflichtige Onlinebestellung.
- Wechselstuben sind vielerorts schnell erreichbar, aber der Kurs ist dort nicht immer der beste und manchmal verstecken sich Gebühren.
- Vom Geldwechsel auf der Straße solltest du lieber die Finger lassen. Das Risiko für schlechte Kurse oder Falschgeld ist dort deutlich höher als bei offiziellen Anbietern.
Bargeld im Ausland: Darum solltest du nicht alles auf eine Karte setzen
Mit einer Kredit- oder Debitkarte kannst du im Ausland zwar oft problemlos bezahlen, aber ganz ohne Scheine und Münzen geht es meistens nicht. Auf Märkten, in kleinen Läden oder manchen Cafés und Bars wird häufig noch bar gezahlt. Dazu kommt: Ein kleiner Bargeldbetrag als Reserve ist sinnvoll, falls deine Karte verloren geht oder nicht funktioniert.
Reist du in ein Land außerhalb der Eurozone, solltest du daher idealerweise schon vor der Abreise einen kleinen Betrag in die Fremdwährung umtauschen. So hast du direkt nach der Ankunft Geld für erste Ausgaben wie für das Busticket oder einen Snack zur Hand – auch dann, wenn der Geldautomat am Flughafen gerade nicht funktioniert.
Größere Summen beschaffst du dir besser vor Ort:
- In Deutschland sind Wechselkurse bei Banken oder Wechselstuben oft teurer, vor allem bei seltenen Währungen.
- Im Reiseland selbst sind die Wechselkurse häufig günstiger, weil die jeweilige Währung dort alltäglich gehandelt wird.
Ausnahme: In Ländern mit wenig stabiler Währung oder wenigen Geldautomaten kann es sinnvoll sein, bereits zuhause mehr Bargeld zu besorgen.
Tipp: Mit einer guten Kreditkarte fürs Ausland ist es oft günstiger, direkt vor Ort am Automaten oder Geschäft Geld abzuheben, statt vorher oder vor Ort umzutauschen. Informiere dich vor der Reise über die günstigsten Optionen vor Ort und mögliche Gebühren. Mehr dazu im Beitrag „Tschüss Kostenfalle: Mit diesen 4 Tipps sparst du beim Geldabheben im Ausland”.
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Wo du in Deutschland Geld wechseln kannst
Viele starten beim Geldwechsel direkt bei der eigenen Bank. Das klappt meist gut, hat aber einen Haken: Nicht jede Währung liegt dort einfach so bereit. Häufig bekommst du nur gängige Währungen wie US-Dollar, Schweizer Franken oder Britisches Pfund. Alles andere musst du oft vorbestellen.
Wenn du aus dem Ausland zurückkommst und fremdes Geld in Euro tauschen willst, ist es meist einfacher. Das geht in vielen Bankfilialen direkt am Schalter.
Für exotischere Währungen sind Wechselstuben oder Reisebanken oft die bessere Wahl. Die haben meist mehr Auswahl und teilweise längere Öffnungszeiten. Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du dir deine Reisewährung auch online bestellen und bequem nach Hause liefern lassen – das kann aber zusätzlich kosten.
Tipp: Frag auch mal im Freundes- oder Bekanntenkreis nach. Vielleicht hat jemand noch übrig gebliebenes Urlaubsgeld vom letzten Trip.
Achtung: Beschränkungen für Bargeld im Reisegepäck
Wenn du Bargeld mit ins Ausland nimmst oder wieder nach Deutschland einführst, gelten bestimmte Grenzen und Meldepflichten:
- Innerhalb der Europäischen Union darfst du grundsätzlich bis zu 10.000 Euro Bargeld ohne Anmeldung mitführen. Sobald du diesen Betrag überschreitest, musst du das Geld beim Zoll angeben. Das gilt sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise.
- Außerhalb Europas gibt es ähnliche Regeln: In den USA musst du Beträge ab 10.000 US-Dollar melden, in China liegt die Grenze bei 20.000 Renminbi, das sind rund 5.000 US-Dollar.
Wichtig: Die genauen Vorschriften können sich je nach Land unterscheiden. Schau deshalb vor deiner Reise am besten beim Zoll oder beim Auswärtigen Amt nach, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Im Ausland Geld wechseln: Bank, Wechselstube oder auf der Straße?
Hier erfährst du, wo und wie du im Ausland Geld umtauschen kannst und worauf du dabei achten solltest.
Geld in einer ausländischen Bank wechseln
Banken zählen zu den sichersten Möglichkeiten, Bargeld in eine andere Währung zu tauschen – sowohl im Inland als auch auch im Ausland. Das Risiko für Betrug oder Falschgeld ist gering, und du bekommst immer einen Beleg, mit dem du die Transaktion nachvollziehen kannst. Außerdem kannst du das Geld in den geschützten Räumlichkeiten einer Bankfiliale erst einmal in Ruhe nachzählen und verstauen.
Banken bieten in der Regel faire Wechselkurse und eine transparente Preispolitik. Oft musst du aber eine Bearbeitungsgebühr oder einen prozentualen Aufschlag auf den Wechselbetrag zahlen. Frag am besten direkt vor dem Umtausch deines Geldes nach dem Wechselkurs und weiteren Gebühren.
Beachte außerdem:
- Banken haben meist nur an Werktagen und während fester Servicezeiten geöffnet.
- Die Warteschlangen am Schalter können länger sein – vor allem in Ländern, in denen Bargeld dominiert.
- In der Regel brauchst du für den Geldwechsel bei Banken ein Ausweisdokument, also etwa einen Reisepass oder Personalausweis.
Praxistipps:
- Im Ausland bekommst du Bargeld am Geldautomaten oft meist günstiger und schneller als in der Bank.
- Nicht jede ausländische Bank nimmt Euros an. In manchen Ländern ist es sinnvoller, einen Handbestand an US-Dollar oder einer anderen gängigen Währung zum Umtauschen mitzuführen.
Geldwechsel in der Bank: Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
| Hohe Sicherheit | Eingeschränkte Öffnungszeiten |
| Geringes Betrugsrisiko | Mögliche Wartezeiten |
| Offizielle Wechselkurse und Belege | Zusätzliche Gebühren |
| Begrenzte Währungsauswahl |

In Reisebanken Geld wechseln
Reisebanken sind auf Fremdwährungen spezialisiert. Sie kaufen und verkaufen eine große Auswahl an Sorten und haben oft auch seltene Währungen vorrätig. Filialen findest du häufig an Flughäfen, Bahnhöfen oder anderen zentralen Orten, oft mit langen Öffnungszeiten.
Viele Anbieter ermöglichen auch eine Onlinebestellung. Dabei bestellst du deine gewünschte Währung und bekommst sie nach wenigen Werktagen nach Hause geliefert. Klingt super? Ja, aber das ist leider nicht immer günstig: Neben dem Wechselkursaufschlag können Service- und Versandgebühren anfallen.
Sicherheit beim Umgang mit Bargeld im Urlaub
Damit dein Geld im Urlaub sicher bleibt, helfen ein paar einfache Regeln:
- Wechsle größere Beträge nur an belebten, sicheren Orten.
- Geh möglichst nicht allein zum Geldwechsel oder Geldautomaten.
- Bewahre Bargeld direkt am Körper auf.
- Trage im Portemonnaie nur kleine Beträge mit dir.
- Achte unterwegs bewusst auf deine Umgebung.
Und wenn nach dem Urlaub noch Geld übrig ist? Wenn es nicht das Urlaubsalbum schmücken soll, willst du es vielleicht wieder zurückwechseln. Dafür bieten viele Reisebanken eine Rückkaufsgarantie: Unter Vorlage des Originalbelegs kannst du die Fremdwährung innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (meist 30 Tage nach Kauf) kostenlos zum selben Wechselkurs zurücktauschen.
Praxistipps:
- Auf eine Gebührenobergrenze achten, damit es bei größeren Beträgen nicht teuer wird.
- Versandkosten bei Onlinebestellungen einrechnen.
- Prüfen, ob es eine Filiale in deiner Nähe gibt – das kann günstiger sein.
Geldwechsel in Reisebanken: Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
| Große Währungsauswahl | Wechselkursaufschlag |
| Hohe Verfügbarkeit | Zusätzliche Servicegebühr |
| Onlinebestellung möglich | Versandkosten bei Onlinebestellung möglich |
| Teilweise günstiger Rücktausch möglich |
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Der Klassiker für den Geldtausch: Wechselstuben
Seriöse Wechselstuben sind oft eine gute Alternative zum Geldwechsel bei der Bank. Du findest sie vor allem in Bahnhöfen, Flughäfen oder touristischen Gebieten. Also überall da, wo sich viele Reisende tummeln. Das ist praktisch, aber nicht unbedingt günstig. Zwar sind die Kurse meist besser als bei Banken, oft sind die Kosten aber intransparent. Versteckte Gebühren können deine Reisekasse beträchtlich schmälern.
Im Ausland sind Wechselstuben an Flughäfen meist die teuerste Option zum Währungsumtausch. Klar, denn sie sind die erste Anlaufstelle für ankommende Reisende und meist 24/7 geöffnet. Da ist es kein Wunder, dass es hier einen Aufschlag für Bequemlichkeit gibt.
Und woran erkennst du einen seriösen Anbieter? Achte auf eine offizielle Lizenz und klar sichtbare Kurse. Der Geldwechsel sollte außerdem an einem Schalter und nicht auf der Straße erfolgen. Wenn dir ein Anbieter unseriös vorkommt, solltest du lieber Abstand nehmen. Bewertungen anderer Reisender können zusätzlich helfen.
Praxistipps:
- Mehrere Anbieter vergleichen lohnt sich.
- Immer nach dem Endbetrag fragen, nicht nur nach dem Kurs.
- Geld direkt am Schalter nachzählen und Beleg aufheben.
Geld tauschen in Wechselstuben: Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
| Währungsvielfalt | Teilweise intransparente Gebühren |
| Günstige Wechselkurse | Höheres Betrugsrisiko als bei Banken |
| Schnelle Abwicklung | |
| Lange Öffnungszeiten |

Fliegende Geldwechsler*innen
In manchen Ländern trifft man auf Straßenhändler*innen, die auf Märkten oder bei anderen touristischen Attraktionen den Geldwechsel anbieten. Du findest sie auch an Grenzübergängen. Das wirkt oft unkompliziert, ist aber riskant und nicht selten eine typische Touristenfalle.
Oft locken sogenannte fliegende Geldwechsler*innen mit günstigen Kursen, doch es gibt ein erhöhtes Risiko für Falschgeld, falsche Abrechnungen oder andere Tricks. Und es gibt meist keinen Beleg.
Praxistipps:
- Wechsle Geld nur im Ausnahmefall bei Straßenhändler*innen.
- Tausche ausschließlich kleinere Beträge und rechne schon vorher kurz nach, wie viel du dafür nach offiziellem Wechselkurs bekommen müsstest.
- Zähle das erhaltene Geld sofort nach und prüfe die Scheine auf Echtheit und Defekte.
Übrigens: Mehr über Falschgeld erfährst du in unserem Beitrag „Fake oder echt? So erkennnst du Falschgeld”.
Geldwechsel bei Straßenhändler*innen: Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
| Teilweise attraktive Wechselkurse | Hohes Betrugsrisiko |
| Schnell und unkompliziert | Gefahr von Falschgeld |
| Keine Belege und Reklamationsmöglichkeiten |
FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Wo kann man am günstigsten Geld wechseln?
Oft ist es am günstigsten, direkt im Reiseland am Geldautomaten oder im Geschäft Bargeld abzuheben. Wer vorher Geld braucht, sollte Gebühren und Kurse von Banken, Reisebanken und Wechselstuben vergleichen. Flughäfen sind meist die teuerste Option.
Ist Geldwechseln in Wechselstuben sicher?
Seriöse Wechselstuben sind grundsätzlich sicher. Achte auf offizielle Lizenzen, transparente Wechselkurse und einen festen Geschäftssitz. Das erhaltene Geld solltest du direkt am Schalter nachzählen und den Beleg aufbewahren, falls es später zu Unstimmigkeiten kommt.
Wie sicher ist der Geldwechsel bei Straßenhändler*innen?
Nicht sicher! Fliegende Geldwechsler*innen locken oft mit attraktiven Kursen, das Risiko für Betrug, Falschgeld oder versteckte Tricks ist jedoch hoch. Zudem erhältst du meist keinen Beleg. Sicherer ist der Geldwechsel bei Banken oder offiziell zugelassenen Wechselstuben.


