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Welche Länder haben den Euro? Und wo musst du Geld tauschen?

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 20.05.2026

Vor einer Reise innerhalb von Europa muss man heute kaum Vorbereitungen treffen. Visum? Ist schon ewig nicht mehr nötig. Papiere? Personalausweis und EU-Führerschein genügen. Geld tauschen? Da lohnt sich ein genauer Blick. Denn EU heißt ja noch lange nicht Eurozone. Einige EU-Länder haben weiterhin eigene Währungen – wie Dänemark und Tschechien. Welche Länder den Euro nutzen und wo nicht, erfährst du hier.

Themen in diesem Artikel

 

Auf den Punkt: Euro-Länder

  • Der Euro ist seit 2002 das gemeinsame Zahlungsmittel in Europa.
  • Bevor ein Staat den Euro einführen darf, muss er wirtschaftliche Vorgaben erfüllen und eine mindestens zweijährige Übergangsphase (Wechselkursmechanismus II) bewältigen.Der Euro gilt inzwischen in 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten als offizielle Währung.
  • Auch einige Länder und Gebiete außerhalb der EU haben den Euro als Währung eingeführt, etwa Andorra, Monaco oder der Vatikan.
  • Kosovo und Montenegro nutzen den Euro sogar ohne offizielles Abkommen mit der Europäischen Union.
  • Die EU-Länder Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Dänemark haben derzeit ihre eigenen Währungen. 

Rot: EU-Länder mit Euro

Grün: Nicht-EU-Länder mit Euro

Hell-Lila: EU-Länder ohne Euro, die ihn einführen könnten

Lila: EU-Länder ohne Euro

Diese EU-Staaten haben den Euro

Die meisten der Länder innerhalb der Europäischen Union haben den Euro eingeführt. Insgesamt ist er in 21 der 27 Mitgliedsstaaten die offizielle Währung (Stand: 2024). 

BelgienIrlandNiederlande
BulgarienItalienÖsterreich
DeutschlandKroatienPortugal
EstlandLettlandSlowakei
FinnlandLitauenSlowenien
FrankreichLuxemburgSpanien
GriechenlandMaltaZypern

Wann wurde der Euro eingeführt?

Als Buchgeld gab es den Euro ab 1999 in elf EU-Ländern: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Am 1. Januar 2002 folgte die erstmalige Ausgabe von Euro-Bargeld durch die Europäische Zentralbank, das die bisherige nationale Währung in diesen Eurostaaten ersetzte – und auch in Griechenland, das frisch zu dem Verbund hinzugestoßen war.

Luftaufnahme vom Petersplatz
© istock/ Starcevic/2019  Der Vatikan ist zwar nicht in der EU, trotzdem ist der Euro Landeswährung.

Diese Nicht-EU-Staaten haben den Euro

Tatsächlich gibt es auch Euro-Länder, die nicht zur EU gehören. Denn auch Nicht-EU-Staaten können den Euro als Währung nutzen. Das ist zum Beispiel über ein Abkommen mit der EU möglich, das ihnen sogar erlaubt, eigene Euro-Münzen zu prägen.

Zwei Staaten haben den Euro jedoch ohne ein solches Abkommen eingeführt. Das bedeutet: Die Bevölkerung nutzt den Euro wie ein gesetzliches Zahlungsmittel, obwohl es keine offizielle Vereinbarung mit der EU gibt. Diese Nutzung ist politisch umstritten, wird aber in der Praxis toleriert. 

Mit Abkommen: 

  • Andorra 
  • Monaco 
  • Saint Barthélemy (eine Insel der Kleinen Antillen, die zu Frankreich gehört) 
  • Saint-Pierre und Miquelon (eine Inselgruppe bei Neufundland, gehört zu Frankreich) 
  • San Marino 
  • Vatikanstadt 

Ohne Abkommen: 

  • Akrotiri und Dekelia (zwei britische Militärbasen auf Zypern) 
  • Kosovo 
  • Montenegro 

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Diese EU-Staaten sind auf dem Weg zum Euro

Damit ein Staat den Euro einführen darf, muss er bestimmte Bedingungen erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel, dass er nicht zu viele Schulden macht. Wer für den Euro infrage kommt, tritt zunächst dem sogenannten Wechselkursmechanismus II bei. Das ist ein System, in dem der Kurs der landeseigenen Währung an den Euro gebunden ist. Wenn Staaten die Euro-Einführung planen, müssen sie mindestens zwei Jahre lang an diesem System teilnehmen.

Nachdem Bulgarien im Jahr 2026 der Eurozone beigetreten ist, gehört derzeit nur Dänemark diesem Wechselkursmechanismus II an.

Übrigens: EU-Staaten sind grundsätzlich verpflichtet, den Euro einzuführen, sobald sie alle Kriterien erfüllen. So wurde es im Maastricht-Vertrag festgelegt. Nur Dänemark ist von dieser Verpflichtung ausgenommen. Die Skandinavier*innen hatten in einer Volksabstimmung den Vertrag abgelehnt. Deshalb könnten sie den Euro zwar einführen, müssen aber nicht. Entsprechende Pläne dazu gibt es nicht. 

Frau fotografiert den Altstädter Ring in Prag
© istock/ kamisoka/2020  In Tschechien ist die Krone die Landeswährung – und wird es vorerst auch bleiben.

Das sind die EU-Länder ohne Euro

Insgesamt sechs EU-Mitglieder haben bislang keinen Euro, fünf davon erfüllen (noch) nicht alle Beitrittsbedingungen. Deshalb gehören sie auch nicht zum Wechselkursmechanismus II und behalten ihre Währungen auf absehbare Zeit.

  • Polen 
  • Rumänien 
  • Schweden 
  • Tschechien 
  • Ungarn 

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FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Welche Länder haben den Euro als Währung?

Der Euro wurde 2002 eingeführt und ist aktuell in 21 EU-Ländern die offizielle Währung (Stand: 2026). Dazu gehören unter anderem Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Zuletzt ist Bulgarien beigetreten. Außerdem haben einige Nicht-EU-Staaten, Inselgruppen und Militärbasen den Euro als Währung eingeführt.

Gibt es EU-Länder, in denen man nicht mit Euro bezahlen kann?

Ja, mehrere EU-Länder haben weiterhin eigene Währungen. Dazu zählen Polen, Schweden, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Dänemark. In diesen Ländern musst du in der Regel Geld wechseln oder mit Karte bezahlen.

Warum haben nicht alle EU-Länder den Euro?

Um den Euro einzuführen, müssen Länder bestimmte wirtschaftliche Kriterien erfüllen, etwa stabile Preise und geringe Staatsverschuldung. Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn erfüllen die Beitrittsbedingungen nicht. Dänemark hat sich per Volksabstimmung gegen den Euro entschieden. 

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