Junge Frau liegt mit Laptop auf dem Sofa und nutzt die Kreditkarte zum Online Shopping
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3D-Secure-Verfahren: Darum macht es die Kreditkarte noch sicherer

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 28.03.2019

Sorgfältig durchforsten Sie die Kreditkartenabrechnung. Ist wirklich jeder Posten ein Kauf von Ihnen? Schließlich genügen nur Ihr Name, die Kreditkartennummer und der Sicherheitscode für die Bezahlung. Hat die jemand abgegriffen und auf Ihre Kosten eingekauft? Nicht mit 3D Secure. Denn das Verfahren macht eine Kreditkarte noch sicherer. Was dahinter steckt und wie es funktioniert – hier erfahren Sie es.

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Was ist das 3D-Secure-Verfahren?

3D Secure ist der Name eines Verfahrens, das Ihre Kreditkarte noch sicherer macht. Denn wenn Sie 3D Secure benutzen, machen Sie es Betrügern viel schwerer, auf Ihre Kosten einzukaufen.

Warum? Weil mit 3D Secure zum Bezahlen nicht mehr nur Ihr Name, die Nummer Ihrer Kreditkarte und der Sicherheitscode ausreichen. Zusätzlich fordern die Händler einen weiteren Beweis, dass Sie tatsächlich der Besitzer der Kreditkarte sind. Ohne diese Bestätigung wird der Kauf nicht abgeschlossen. Allerdings gilt das natürlich nur, wenn die Händler die Bezahlung mit 3D-Secure-Verfahren überhaupt haben.

Je nach Kreditkarten-Anbieter hat das Verfahren verschiedene Namen. Bei Visa heißt es “Verified by Visa”, Mastercard nennt es “Mastercard Securecode”, American Express hat es “Safe Key” getauft. Mit einer Kreditkarte der Hanseatic Bank können Sie sich hier für Verified by Visa registrieren.

Erfahren Sie mehr über Verified by Visa

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Zahlen Sie noch sicherer per Kreditkarte im Internet – mit Verified by Visa. Dafür ist nur eine kurze Registrierung nötig. Alles Wissenswerte dazu finden Sie im KlarMacher-Artikel 

Wie funktioniert die Bestätigung mit 3D Secure?

Es gibt drei Varianten von 3D Secure. Welche Sie benutzen können, hängt davon ab, woher Sie Ihre Kreditkarte bekommen haben. Die Banken und Anbieter setzen mal auf die eine, mal auf die andere Spielart.

Das sind die drei Varianten, mit denen Sie per 3D Secure bestätigen, dass Sie wirklich der Besitzer der Kreditkarte sind:

3D Secure mit TAN-Verfahren

Vielleicht kennen Sie diese Methode schon vom Online-Banking. Hier bekommen Sie bei jedem Bezahlvorgang eine TAN, eine sogenannte Transaktionsnummer, per SMS auf Ihr Smartphone geschickt. Diese TAN müssen Sie zusätzlich zu den Kreditkartendaten eingeben – sonst wird der Kauf nicht abgeschlossen.

Betrüger müssten also auch noch die TAN herausbekommen, um auf Ihre Kosten auf Einkaufstour zu gehen. Doch die TAN ist nirgends zu sehen, außer auf Ihrem Smartphone. Für jeden Kauf gibt es außerdem ein neues Passwort aufs Handy. Das alles macht dieses Verfahren besonders sicher. Auch die Hanseatic Bank bietet bei Ihrer GenialCard und der GoldCard dieses Verfahren an.

3D Secure mit App

Hierbei installieren Sie auf Ihrem Smartphone eine App der Bank, von der Sie Ihre Kreditkarte bekommen haben. Sie registrieren sich als rechtmäßiger Besitzer der Kreditkarte und vergeben eine PIN, also eine spezielle Nummer.

Wenn Sie jetzt im Internet einkaufen, sendet der Webshop Ihre Daten an die Bank. Die schickt eine Nachricht an Ihr Smartphone. Sie sehen die Rechnung und bestätigen den Kauf, indem Sie in der App Ihre PIN eingeben – fertig. Die Gefahr: Hat ein Betrüger Ihre PIN ausgespäht, kann er auch selbst den Kauf per App bestätigen. Bei anderen Varianten müssen Sie Ihren Fingerabdruck statt der PIN hinterlegen. Das ist schon deutlich sicherer.

Infografik 3D-Secure-Verfahren im Verleich

Statisches Passwort

Diese Methode ist recht selten geworden, weil sie als unsicherste gilt. Deshalb verwenden die meisten Anbieter eines der anderen beiden Verfahren.

So funktioniert es: Der Besitzer einer Kreditkarte wählt sich ein festes Passwort. Das hinterlegt er bei der Bank, von der er die Karte bekommen hat. Beim Online-Shopping wird er dann vom Webshop auf eine Extra-Seite geleitet. Dort gibt er das Passwort ein, um den Kauf zu bestätigen. Der Nachteil: Es gibt nur ein einziges festes Passwort, das ein Betrüger knacken muss.

Was sind die Vorteile von 3D Secure?

Von 3D Secure profitieren beide: Kunde und Händler. Als Kunde müssen Sie für die zusätzliche Sicherheit nichts bezahlen – das 3D-Secure-Verfahren ist für Sie kostenlos. Sie zahlen auch nichts für die SMS mit der TAN. Beim TAN-Verfahren brauchen Sie sich außerdem kein Passwort zu merken.

Auch Händler haben einen Riesenvorteil von 3D Secure. Wenn ein Betrüger auf “normalem” Weg ohne 3D Secure mit einer fremden Kreditkarte bezahlt, bleibt der Händler auf dem Schaden sitzen. Er bekommt kein Geld oder muss überwiesenes Geld zurückerstatten – und die Ware ist trotzdem futsch. Benutzt ein Käufer bei der Zahlung aber das 3D-Secure-Verfahren, läuft es anders. Ist dann Betrug im Spiel, haftet die Bank, die die Kreditkarte ausgegeben hat.

Das müssen Sie bei 3D Secure beachten

Wenn Sie diese Punkte beachten, sind Sie mit 3D Secure auf der sicheren Seite:

  • Notieren Sie ein Passwort niemals auf der Kreditkarte. Bewahren Sie es auch nicht im selben Portemonnaie auf.
  • Geben Sie Ihre Kreditkarte niemals unbeaufsichtigt an Dritte.
  • Geben Sie Ihre Kreditkarten-Daten oder ein Passwort niemals per Mail, SMS oder Messenger weiter.
  • Achten Sie bei der Online-Zahlung per Kreditkarte auf eine verschlüsselte Verbindung. Sie erkennen sie daran, dass die URL im Adressfeld mit https:// beginnt.
  • Melden Sie eine verlorene oder gestohlene Kreditkarte sofort dem Kundenservice Ihrer Bank. Bei der Hanseatic Bank erreichen Sie ihn unter der Telefonnummer 040 - 600 096 422.

Video: Sicherheit von Kreditkarten

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