Junge Frau benutzt zum Shoppen im Internet den Sicherheitscode ihrer Kreditkarte
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Prüfnummer: Was bedeuten die Zahlen auf der Kreditkarte?

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 28.02.2019

Das war ein gelungener Streifzug durch den Onlineshop. Also ab zum Warenkorb und den neuen Mantel, die Bluse und das Hemd, die Schuhe und diese super-stylische Handtasche bestellen. Jetzt nur noch Kreditkarte zücken, Name und Kartennummer eingeben – doch was wollen die nun noch? Einen Sicherheitscode? Wozu das denn noch? Und wo soll der sein? Das steckt hinter der Zahlenkombination.

 

Themen in diesem Artikel

Sicherheitscode, Prüfnummer, CVV: Dreimal dieselbe Sicherheit

Möchten Sie für die Online-Käufe fremder Menschen bezahlen? Nein? Genau deshalb müssen Sie beim Onlineshopping per Kreditkarte mehr angeben als nur Ihren Namen und die Kartennummer. Denn die kann jemand auf dunklen Pfaden herausgefunden haben – etwa weil er eine weggeworfene Kreditkartenabrechnung gefunden hat. Oder ein Spähprogramm auf Ihrem Computer platziert. Aber hat er auch wirklich Ihre Karte in der Hand? Um das zu überprüfen, verlangen Onlineshops zusätzliche Angaben beim Bezahlen per Kreditkarte. Zum Beispiel, wie lange die Karte noch gültig ist.

Noch eine Prüfmethode: Der dreistellige Sicherheitscode, der auf der Rückseite der Kreditkarte zu sehen ist. Dieser Code wird auch Prüfnummer genannt. Außerdem hat er noch weitere Namen. Visa zum Beispiel nennt ihn CVV (für Card Verification Value, zu Deutsch etwa “Karten-Bestätigungsnummer”), bei Mastercard heißt er CVC (für Card Validation Code, auf Deutsch etwa “Karten-Bestätigungscode”), bei American Express CID (Card Identification, also “Karten-Identifizierung”). Gemeint ist bei allen Namen aber immer dasselbe.

Dieser Code ist nicht maschinenlesbar. Er kann also nicht “abgegriffen” werden, wenn Sie die Kreditkarte einmal in ein Zahlungsgerät stecken. Deshalb macht er Onlinekäufe gleich ein ganzes Stück sicherer. Denn ohne diesen Code kommen kriminelle Fremdbezahler nicht weiter.

Noch sicherer mit 3D-Secure-Verfahren

Noch sicherer mit 3D-Secure-Verfahren

Damit machen Sie Kriminellen das Handwerk noch schwerer: Beim 3D-Secure-Verfahren bekommen Sie z. B. einen individuellen Code auf Ihr Handy, den Sie beim Bezahlen angeben müssen. Der Code ist sonst nirgends verzeichnet – Betrüger gucken in die Röhre. Mehr dazu finden Sie hier: 3D-Secure-Verfahren: Wie sicher ist eine Kreditkarte? 

Wo steht der Sicherheitscode auf der Kreditkarte?

Der Sicherheitscode steht auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte. Es sind die drei letzten Ziffern der Zahl, die rechts neben dem Unterschriften-Feld steht. Je nach Hersteller heißt dieser Sicherheitscode auch CVV, CVC oder Prüfnummer.

Sicherheitscode auf der Kreditkarte
© Hanseatic Bank  Den Sicherheitscode – unter anderem auch Prüfnummer oder CVC genannt, finden Sie auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte neben dem Unterschriftenfeld.

Was bedeuten die Zahlen neben dem Sicherheitscode?

Vor den drei Prüfziffern des Sicherheitscodes stehen bei den meisten Karten vier weitere Zahlen. Erkennen Sie, welche es sind? Genau: Es sind die letzten vier Ziffern der Kreditkartennummer.

Bei manchen neueren Karten sind die vorderen Zahlen übrigens weggefallen. Hier stehen nur noch die drei Prüfziffern neben dem Unterschriftsfeld.

Sonderfall American Express

Bei Kreditkarten von American Express steht die Prüfnummer nicht auf der Rückseite und sie besteht auch nicht aus drei Ziffern, sondern aus vier. Sie finden die vier Zahlen auf der Vorderseite, rechts oberhalb der aufgeprägten Kreditkartennummer.

PIN oder Sicherheitscode: Wann nutze ich was?

Eine weitere Sicherheitsnummer, die zu Ihrer Kreditkarte gehört, ist die PIN. Die Abkürzung PIN steht für “Persönliche Identifikationsnummer”. Diese bekommen Sie in aller Regel per Post zugeschickt – verborgen hinter einer Schutzfolie, damit niemand sie durch den Umschlag oder mit einem flüchtigen Blick erkennen kann.

Viele verwechseln die PIN mit dem Sicherheitscode. Anstatt der Prüfnummer geben sie dann ihre PIN bei Onlinekäufen an. Aber Achtung: PIN und Sicherheitscode sind nicht dasselbe. Die PIN wird bei Barauszahlungen am Automaten oder in manchen Fällen beim Bezahlen in Geschäften benötigt, nie beim Onlineshopping. Dort ist nur der Sicherheitscode vonnöten.

Geben Sie deshalb niemals die PIN preis, nicht einmal guten Freunden gegenüber. Denn falls jemand die PIN erfährt, dann Ihre Kreditkarte entwendet und damit auf Einkaufstour geht, müssen Sie für den Schaden selbst geradestehen. Falls Sie die PIN irgendwo notiert haben, heben Sie die Notiz unbedingt an einem anderen Ort auf als die Kreditkarte.

Mann gibt seine PIN am Geldautomaten ein
© iStock/ilkaydede/2017  Beim Geldabheben mit der Kreditkarte gilt dasselbe wie bei der Girocard: Ihre PIN geht niemanden etwas an.

Kann ich den Sicherheitscode bedenkenlos weitergeben?

Die Empfehlungen für den Umgang mit dem Sicherheitscode sind nicht ganz so streng wie bei der PIN. Kein Wunder, ist er doch einfach auf der Rückseite abzulesen. Dennoch sollten Sie die Zahlenfolge keinem Dritten verraten und schon gar nicht die Kreditkarte aus der Hand geben.

Denn wer neben Ihrem Namen auch die Kreditkartennummer, den Gültigkeitszeitraum und eben auch den Sicherheitscode kennt, hat alles zusammen, was er zum Bestellen im Internet benötigt – die Rechnung zahlen Sie! Wichtig ist deshalb, dass Sie die Karte sofort sperren lassen, wenn sie Ihnen abhanden kommt.

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