Leverage

Was bedeutet Leverage?

Der Leverage-Effekt bedeutet, dass du mit deinem Geld mehr Gewinn machst, wenn du zusätzlich geliehenes Geld anlegst.

Leverage

Der Begriff „to leverage“ bedeutet im Englischen „hebeln“. In der Finanzwelt beschreibt er den Effekt, dass du mit deinem eigenen Geld (dem sogenannten Eigenkapital) bei einer Geldanlage eine höhere Rendite erzielen kannst, wenn du zusätzlich geliehenes Geld anlegst.

Eine Beispielrechnung macht es deutlich:

Nehmen wir an, du legst 10.000 Euro so an, dass du 10 Prozent Rendite erzielst, also einen Gewinn von 1.000 Euro.

Im nächsten Jahr legst du wieder 10.000 Euro an. Diesmal stammt aber nur die Hälfte aus deinem Eigenkapital, also 5.000 Euro. Für die restlichen 5.000 Euro hast du einen Kredit aufgenommen. Die Zinsen für den Kredit betragen 5 Prozent. Wenn die Rendite wieder 10 Prozent beträgt, machst du erneut ein Plus von 1.000 Euro. Allerdings musst du noch 250 Euro an Zinsen für den Kredit zahlen. Dir verbleiben also 750 Euro Gewinn.

Der Clou: Was dein Eigenkapital angeht, hat es im zweiten Jahr ein größeres Plus eingefahren. Denn 750 Euro Gewinn bei einem Eigenkapital-Einsatz von 5.000 Euro bedeutet eine Rendite von 15 Prozent. Sprich: Der Einsatz des geliehenen Geldes (des sogenannten Fremdkapitals) wirkte wie ein Hebel für deine Eigenkapitalrendite.

Dieses Beispiel (bei dem allerdings Steuern und Abwicklungskosten nicht mit eingerechnet wurden) beschreibt natürlich nur dann ein Plus, wenn die Kreditzinsen niedriger sind als die Rendite aus der Geldanlage. Wenn du mehr an Zinsen zahlen musst, als du an Rendite einfährst, wirkt der Effekt in die
andere Richtung – die Eigenkapitalrendite wird kleiner.