Eine junge Frau hält ihrem Freund von hinten die Augen zu, in der Hand ein Geschenk.
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O du günstige: Weihnachtliche Geschenkideen für Sparfüchse

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 02.10.2020

Im Portemonnaie herrscht selten Weihnachtsstimmung. Kein Wunder. Die Heizkosten an den kalten Tagen, Besuche auf dem Weihnachtsmarkt, die Fahrten zu Oma oder den Eltern – das schlägt kräftig aufs Budget. Und was wäre das Fest ohne Geschenke für die Liebsten? Die müssen aber gar nicht teuer sein. Mit etwas Kreativität und Einsatz können Sie Ihren Freunden und Verwandten tolle, persönliche Geschenke machen – über die sich auch Ihr Geldbeutel freut. Die KlarMacher haben da einige Ideen.

Themen in diesem Artikel

Gemeinsame Zeit schenken

Sind die schönsten Erinnerungen unbedingt die an die großen, teuren Geschenke? Oder nicht doch die an ein gemeinsames Erlebnis, ein Abenteuer, einen besonderen Tag? Da könnten Sie doch statt des x-ten Kleidungsstücks und y-ten Schmucks doch etwas gemeinsame Zeit verschenken. Wie wäre es zum Beispiel mit ...

  • einer Radtour an einen See inklusive Picknick?
  • einem gemeinsamen Sonntagsfrühstück im Bett?
  • einer romantischen Nachtwanderung im Mondschein?
  • einem Tagesausflug in eine Stadt in der Nähe, in der Sie noch nie waren?
  • der geduldigen Begleitung zu einer ausgedehnten Shoppingtour?
Junges Pärchen beim Spaziergang in Winterlandschaft, er hebt sie hoch, sie breitet die Arme aus
© istock/StefaNikolic/2019  Ein gemeinsamer Ausflug kommt als Geschenk oft besser an als das x-te Kleidungsstück.

Etwas Selbstgebasteltes schenken

Selbst gemacht (= do it yourself, kurz DIY) ist üblicherweise günstiger als gekauft. Und es muss sich hinter teuren Präsenten meistens nicht verstecken. Schon gar nicht, wenn es originell und kreativ ist. Wir hätten da ein paar Ideen, für die Sie kein MacGyver sein müssen.

 Personalisierte Geschenke

Überraschen Sie den Beschenkten mit etwas, das ganz allein ihm gehört und nur er besitzt. Ganz einfach, indem Sie seinen Namen oder sein Konterfei darauf anbringen. Zum Beispiel auf Weihnachtskugeln (der Name geschrieben mit Glitzerfarbe oder die Kugel mit einem Foto von einem gemeinsamen Erlebnis beklebt). Oder wenn Sie den Beschenkten gut kennen, können Sie ihm einen Termin- oder Wandkalender kaufen und schon einmal die wichtigsten (gemeinsamen) Termine und Geburtstage von Freunden eintragen. Mit etwas mehr Bastel-Talent können Sie den Namen mit Wachs auf einer Kerze auftragen – oder sogar mittels einer Serviette ein Foto anbringen.

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© Copyright: Patrick Schmitt 

 Selbstgemachte Schneekugel

Richtig persönlich gestalten lässt sich auch eine komplett selbst gebastelte Schneekugel. Kleben Sie eine Figur, eine kleine Landschaft (zum Beispiel mit Teilen aus dem Modellbau) oder ein wasserfestes Schild mit einer persönlichen Botschaft auf die Innenseite des Deckels von einem fest schließenden Glas, zum Beispiel einem Einweckglas. Am besten geht das mit einer Heißklebepistole, alternativ geht Sekundenkleber.

Individuell wird es, wenn Sie bei der Gestaltung einen Bezug zum Beschenkten herstellen und auf seine Interessen eingehen oder auf gemeinsame Erlebnisse. Zum Beispiel durch …

  • eine Star-Wars-Szene aus Lego-Figuren für Filmfreaks,
  • eine Amerika-Fahne plus Miniatur-Hochhaus für USA-Fans,
  • das eingeschweißte Lieblingsfoto vom ersten gemeinsamen Urlaub,
  • das Lieblingszitat auf einem Plastikschildchen,
  • eine Playmobil-Figur vor einem Logo des Lieblingsvereins.

Wenn das „Innenleben“ auf dem Deckel angebracht ist, geben Sie Kunstschnee und eventuell noch etwas Glitzer (beides bekommen Sie im Bastelladen) in das Glas. Füllen Sie es mit Wasser auf. Am besten nehmen Sie destilliertes Wasser, damit sich keine Kalkablagerungen bilden. Achten Sie darauf, das Glas nicht ganz bis zum Rand zu füllen, damit es nicht überläuft, wenn Sie den Deckel draufschrauben. Stellen Sie dann das Glas auf den Kopf – fertig.

Selbst gebastelte Schneekugeln auf Instagram
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Genüsse aus der Weihnachtsküche schenken

Sie suchen nach einer kleinen Aufmerksamkeit oder einem Mitbringsel zum Fest? Leckereien kommen bekanntlich immer gut an. Und um ein paar Euro zu sparen, setzen Sie sich doch einfach selbst die Kochmütze auf.

Marzipanfiguren

Vor allem Kinder freuen sich, wenn Sie ihre Lieblingsfiguren aus Marzipan modellieren. Aber natürlich können Sie sich auch an weihnachtlichen Motiven wie einem Rentierschlitten versuchen. Besonderen Eindruck schinden Sie, wenn Ihnen eine Nachbildung des Beschenkten gelingt.

Das Vorgehen ist in allen Fällen gleich:

  • 250 Gramm Marzipanrohmasse mit 50 Gramm Puderzucker verkneten.
  • Das Marzipan in einzelne Stücke teilen und ggf. mit Lebensmittelfarbe einfärben.
  • Die gewünschten Figuren formen. Zwischendurch die Finger anfeuchten, damit die Masse nicht klebt. Wird die Masse zu weich und feucht, legen Sie sie in Frischhaltefolie einige Zeit in den Kühlschrank.
  • Sollen die Figuren besonders gut halten, verquirlen Sie 1 Eigelb mit 1 Teelöffel Sahne und bepinseln Sie damit die Figuren. Dann im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad für rund 20 Minuten backen.
Marzipanfiguren auf Instagram
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Gebrannte Mandeln

Sie dürfen auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen und kommen auch als Mitbringsel immer gut an: gebrannte Mandeln. Eine Nummer günstiger geht es, wenn Sie die leckeren Zuckerbomben einfach selbst herstellen. Das geht ganz einfach.

  • Geben Sie 100 Milliliter Wasser, 150 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Teelöffel Zimt in eine beschichtete Pfanne.
  • Rühren Sie alles zusammen und lassen das Gemisch bei starker Hitze aufkochen.
  • Geben Sie 200 Gramm Mandeln (mit Haut) hinzu.
  • Lassen Sie die Mandeln so lange köcheln, bis der Zucker trocken und die Flüssigkeit verdampft ist. Rühren Sie dabei mehrmals um.
  • Geben Sie die fertigen Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lassen Sie sie auskühlen.

Bei der selbst gemachten Variante können Sie natürlich mit verschiedenen Zutaten und Gewürzen experimentieren und eine spezielle Geschmacksrichtung für den Beschenkten kreieren. Geben sie zum Schluss beispielsweise eine Prise grobes Meersalz hinzu und Sie können Salted-Caramel-Mandeln verschenken. Auch gut: Honig-Chili-Mandeln oder weihnachtliche Gewürze wie Kardamom, Muskatblüte und Sternanis.

Eierlikör

In den USA ist Eierlikör an Weihnachten ein Muss – der 24. Dezember ist sogar ganz offiziell National Eggnog Day. Wieso also nicht auch hier einfach mal ein Fläschchen des goldenen Klassikers als Mitbringsel überreichen? Selbstgemacht schmeckt Eierlikör besonders gut und ist günstiger als aus dem Geschäft. 1 Liter haben Sie in wenigen Minuten hergestellt. Wichtig ist dabei, dass die Arbeitsfläche und die Küchenutensilien absolut sauber sind.

  • Trennen Sie 6 Eier und geben Sie die Eigelbe (die Eier müssen sehr frisch sein) in eine Schüssel. Fügen Sie das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote (alternativ ein Päckchen Vanillezucker) hinzu und verquirlen alles mit einem Handrührer.
  • Rühren Sie schrittweise 250 Gramm Puderzucker, 350 Milliliter Kondensmilch (7,5 Prozent Fett) sowie einen 250 Milliliter weißen Rum unter.
  • Stellen Sie die Schüssel in ein heißes Wasserbad und schlagen Sie die Mischung so lange mit dem Handrührer auf, bis Sie dickflüssig und cremig ist. Achten Sie darauf, dass die Masse nicht zu kochen beginnt.
  • Füllen Sie den Eierlikör in eine saubere Flasche und verschließen Sie die Flasche umgehend.Lassen Sie den Eierlikör abkühlen.
Junges Mädchen im Weihnachtspullover trinkt aus einem Becher
© istock/Liderina/2019  Mit ihrem eigenen Eierlikör (natürlich alkoholfrei) fühlen sich auch die Kleinen ganz groß.

Für eine alkoholfreie Variante ersetzen Sie den Rum durch 1 Liter Milch und nehmen nur 4 Esslöffel Zucker.

Eierlikör sollten Sie im Kühlschrank lagern und innerhalb von 4 bis 8 Wochen verzehrt werden.

Den persönlichen Pfiff verleihen Sie dem Eierlikör mit einem individuell gestalteten Etikett, zum Beispiel dem Foto des Beschenkten oder seinem Lebensmotto.

Übrigens: Den letzten Schliff bekommt Ihr Geschenk durch die Verpackung. Günstige Anregungen finden Sie im Artikel Geschenkpapier: 6 Ideen, die garantiert nicht im Papierkorb landen.

Noch mehr sparen an Weihnachten

Noch mehr sparen an Weihnachten

Weihnachten besteht nicht nur aus Geschenken. Auch bei den anderen Traditionen kann der eine oder andere Taler im eigenen Portemonnaie bleiben.

  • Deko: Weihnachten kommt nicht überraschend. Kaufen Sie Deko-Artikel wie Lichterketten und Co., wenn Sie ein Schnäppchen finden – auch wenn das im Frühling ist. Niedriger sind die Preise häufig kurz vor oder nach dem Fest, wenn die Händler ihre Restposten loswerden wollen.
  • Weihnachtsmarkt: Viele Händler nehmen ohnehin nur Bargeld an. Lassen Sie Girocard und Kreditkarte also ausnahmsweise zu Hause und stecken Sie nur so viel Bargeld ein, wie Sie in Glühwein und Geschenke investieren wollen und können.
  • Essen: Wenn Sie der Ausrichter eines Festessens sind, nehmen Sie die Gäste mit in die Pflicht. Eine Flasche Wein, ein bestimmtes Dessert – jeder kriegt den Auftrag, etwas beizusteuern.

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