Zwei Mädchen stehen vor einem selbstgebastelten Adventskalender
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Adventskalender: 5 günstige Ideen für die gelungene Freude aufs Fest

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 23.09.2021

Wann kommt endlich der Weihnachtsmann? Für Kinder gibt es im Dezember wohl kaum eine wichtigere Frage. Gut, dass es Adventskalender gibt. Obwohl es rund ums Fest doch eigentlich genug Schokolade und kleine Präsente gibt. Obwohl dabei Jahr für Jahr einiges an Müll anfällt. Obwohl die Weihnachtszeit für viele Familien schon teuer genug ist. Geht das denn nicht anders? Und günstiger? Geht es. Mit unseren fünf Ideen für Adventskalender, die wenig kosten – und trotzdem viel Vorfreude auf Weihnachten bringen.

Themen in diesem Artikel

Der Gutschein-Adventskalender

Was haben Kinder noch lieber als Schokolade? Aufmerksamkeit und Spaß. Wie wäre es also, wenn Sie Ihren Kindern für jeden Tag einen Gutschein für eine gemeinsame Aktion schenken? Wenn Sie es geschickt anstellen, kostet Sie das kaum eine Extra-Minute. Weil auch die Familienklassiker in der Adventszeit ein Präsent werden können, zum Beispiel …

  • zusammen die Stiefel für den Nikolaus auf Hochglanz polieren
  • Kekse backen
  • Weihnachtskarten basteln und verschicken
  • die Wohnung dekorieren
  • über den Weihnachtsmarkt bummeln
  • den Weihnachtsbaum schmücken

Und was gibt es sonst noch? Na, wie wäre es denn mit:

  • ein weiteres Kapitel aus dem Lieblingsbuch vorlesen
  • Kuscheln auf dem Sofa
  • einer Kissenschlacht
  • einem Spieleabend
  • gemeinsamem Kochen
  • Schlittschuhlaufen
  • Frühstück im Bett
Vater und Kind rollen gemeinsam einen Teig aus
© istock/eggeeggjiew/2020  Ein Gutschein macht das weihnachtliche Plätzchenbacken zu einem Präsent im Adventskalender.

Der Puzzle-Adventskalender

„Weihnachten ist, wenn das Puzzle fertig ist.“ So könnte es heißen, wenn Sie für den Adventskalender statt Süßigkeiten Puzzleteile in Säckchen stecken. Im Idealfall verteilen Sie die Puzzleteile so, dass sie Ihr Kind jeden Tag an das bisherige Bild anlegen kann. Passen sie erst später zusammen, macht das nämlich weniger Spaß.

Und was wird gepuzzelt? Um das Geld für ein fertiges Puzzle zu sparen, basteln Sie es doch einfach selbst. Sie brauchen bloß ein Bild auf eine Pappe zu kleben (beachten Sie dabei, über die gesamte Fläche Klebstoff zu verteilen) und es zu zerschneiden. Beim Motiv sind Ihnen keinen Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit …

  • einem Bild Ihrer Familie?
  • einem Krippenbild? Am Heiligabend kommt als letztes Puzzleteil das Jesuskind.
  • einem Hinweis auf das Weihnachtsgeschenk? Steht unterm Baum ein Paar Rollschuhe, könnte das Puzzle lauter Dinge zeigen, die rollen. Bei einem Fußball sind nur Dinge zu sehen, die rund sind. Und so weiter.
  • dem Weihnachtsmann?
Ein Mädchen setzt ein Puzzle zusammen
© istock/Pixelimage/2021  Stück für Stück in Richtung Heiligabend geht es mit täglich neuen Puzzleteilen.

Adventskalender verschenken? Mehr Druck als Lust!

Adventskalender verschenken? Mehr Druck als Lust!

Jeden Tag eine kleine Vorfreude auf Weihnachten? Klar, so ein Adventskalender macht Spaß. Aber nicht allen. Zum Beispiel nicht den Schenkenden. Gerade mal jeder fünfte Mann und nur jede zehnte Frau halten das für eine schöne Möglichkeit, jemandem eine Freude zu bereiten. Das enthüllte eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov von Ende 2020.

Rund die Hälfte der Befragten hält einen Adventskalender ohnehin für unnötigen Konsum. Und dann steigen auch noch die Anforderungen. Möglichst abfallfrei, zuckerfrei, plastikfrei soll er immer öfter sein. Also vielleicht einfach drauf verzichten? Das scheint keine Option. Im Gegenteil, zeigt die Umfrage. 74 Prozent der Befragten (Männer wie Frauen) meinen: Der Druck, einen Adventskalender zu verschenken, wächst mit jedem Jahr.

Der Eigene-Geschichte-Adventskalender

Erzählen Sie Ihrem Kind immer selbst ausgedachte Geschichten? Dann schreiben Sie doch einfach eine auf, und teilen Sie die Story in 24 kleine Kapitel. Jeden Tag gibt es dann ein neues im Adventskalender-Säckchen oder als kleines Briefchen.

Damit der Höhepunkt zum Schluss am 24. Dezember kommt: Wie wäre es mit einer kleinen Detektivgeschichte? Natürlich mit dem Kind als Ermittler*in. Zum Beispiel zu der Frage, wer die Kekse aus der Keksdose gemopst hat (die Spuren im mehligen Boden sehen nach Papa aus, aber der streitet alles ab. Bis beim Putzen der Schuhe zu Nikolaus an den Sohlen von Papas Hausschuhen Mehl entdeckt wird …).

Auch möglich: die große Weltreise Ihres Kindes mit allerlei Abenteuern. Aber wo wird sie enden? Natürlich unterm Weihnachtsbaum, gerade noch rechtzeitig zur Bescherung.

Kleines Mädchen blickt auf einen beschriebenen Zettel, im Hintergrund ein Weihnachtsbaum
© istock/Natalia Bodrova/2019  Wie geht die Geschichte aus? Am Heiligabend gibt es den letzten Teil.

Die Adventsspirale

Hier gibt es für die Kleinen nichts „abzustauben“, und trotzdem sind zumindest die Jüngeren mit Feuereifer dabei. Schließlich haben sie mit einer Adventsspirale buchstäblich vor Augen, wie das Weihnachtsfest näher rückt. 

Das Prinzip: In einer Spirale aus Salzteig befinden sich 24 Mulden. Am 1. Dezember 2021 liegt in der äußersten Vertiefung eine Murmel. Tag für Tag wandert sie weiter Richtung Mitte. Natürlich sind es die Kinder, die die Murmel morgens weiterziehen dürfen. Und wenn die Spirale mit Zweigen dekoriert wird, sieht sie umso weihnachtlicher aus.

Anstatt die Murmel wandern zu lassen, kann genauso gut jeden Tag eine Murmel hinzukommen – so kommt bis Weihnachten ein dicker Beutel zusammen, den das Kind behalten darf.

Und auch für den Salzteig gibt es Alternativen. Sie können die Mulden zum Beispiel in eine Baumstammscheibe schnitzen. Oder eine Spirale aus Sternen auf eine Filzunterlage sticken – darauf wandert keine Murmel, sondern vielleicht eine Krippenfigur.

Video: Adventsspirale

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© Kindertipp 

Der Luftballon-Adventskalender

Für ganz kleine oder schreckhafte Kinder ist diese Idee zwar nicht geeignet. Aber alle anderen lieben es, wenn sie es mal ordentlich krachen, oder besser: knallen lassen dürfen. Und genau das geht mit diesem Adventskalender. Denn statt zwei Dutzend Säckchen oder Türchen gibt es hier 24 aufgeblasene Luftballons. Die pinnen Sie zum Beispiel an eine Korkwand, befestigen sie mit einem Klebestreifen an der Wand oder klemmen sie in ein Regal (siehe Bild).

Und jeden Tag dürfen die Kleinen einen Ballon platzen lassen. Am besten geht das mit einer langen Nähnadel, damit ein bisschen Sicherheitsabstand bleibt. Klar, dass Sie als Erwachsene*r daneben stehen und die Nadel anschließend wieder sicher verstauen.

Knall auf Knall rückt damit das Weihnachtsfest näher. Für einen besonderen Effekt können Sie die Ballons nummerieren und in den letzten vorm Aufpusten ordentlich Glitzer einfüllen. Damit Ihr Kind den Effekt nicht schon vorher ahnt, nehmen Sie am besten einen relativ dunklen, undurchsichtigen Ballon.

Wandregal mit mehreren offenen Fächern, in jedem ein aufgeblasener Luftballon
© istock/tanyss/2017  Wenn der letzte Ballon zerplatzt ist, kommt der Weihnachtsmann.

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