Baugerüst vor einem Hausgiebel, an dem eine Wärmedämmung angebracht wird
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Zuschuss für die Haussanierung: Diese Förderungen gibt es

Tanja Viebrock
von Tanja Viebrock, 02.06.2021

Die Situation dürfte vielen Hausbesitzer*innen bekannt vorkommen: Gefühlt sind Sie gerade erst richtig in den eigenen vier Wänden angekommen und schon muss die Heizung ausgetauscht werden. In der Realität sind eben schon ein bis zwei Jahrzehnte vergangen und auch Häuser kommen in die Jahre. Irgendwann drängt sich das Thema Sanierung auf. Leider kein günstiges Unterfangen. Doch in vielen Fällen gibt der Staat was dazu, wenn Sie Ihr Haus modernisieren. Hier erfahren Sie, wofür und woher Sie eine Förderung erhalten.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt

Auf den Punkt

  • Besonders viele Förderprogramme gibt es für Sanierungsmaßnahmen, die zum Energiesparen und/oder Klimaschutz beitragen.
  • Auch Einbruchschutz und Barrierefreiheit werden gefördert.
  • Staatliche Förderungen müssen vor Baubeginn beantragt werden.
  • Für manche Programme ist die Einbindung von Energieberater*innen vorgeschrieben.
  • Teilweise können mehrere Förderprogramme miteinander kombiniert werden.
  • Als Alternative zu Förderprogrammen ist auch die Förderung durch einen Steuerbonus möglich.

Was wird gefördert?

Bevor Sie sich zu früh freuen: Fördermittel werden nur für ausgewählte Maßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen vergeben. Finanziell unterstützt werden – grob gesagt – Sanierungen, die gesetzlich vorgeschrieben oder im Interesse des Geldgebers sind. Darunter fallen vor allem:

  • Energetische Sanierungen, also Maßnahmen, die helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren
  • Maßnahmen, die zum Klimaschutz beitragen, etwa Photovoltaikanlagen oder eine eigene Ladestation für Elektroautos
  • Altersgerechte Umbauten und Barrierereduzierung
  • Verbesserung des Einbruchschutzes
  • Einbau von Systemen, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu optimieren, etwa ein Smart-Home-System, das die Heizung regulieren kann

Wenn es hingegen nur um die Optik geht, etwa um das reine Aufhübschen der Fassade, haben letztendlich nur die Eigentümer*innen etwas davon. Daher gibt es für solche Maßnahmen keine Zuschüsse. Anders sieht es aus, wenn die Fassade gleichzeitig auch noch nach aktuellen Standards wärmegedämmt wird. Dann handelt es sich nämlich um eine energetische Sanierung, die unter die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, fällt. Und weil das dazu beiträgt, dass Deutschland seine Klimaziele erreicht, unterstützt der Bund solche Maßnahmen finanziell.

Natürlich profitieren Sie als Hausbesitzer*in auch selbst von einer energetischen Sanierung. Denn damit senken Sie Ihre Energiekosten, sodass sich die Ausgaben auf längere Sicht – oft schon nach fünf bis zehn Jahren – rechnen.

Detailaufnahme der Hände eines Handwerkers beim Anbringen einer Dachdämmung
© istock/artursfoto/2018  Eine Dachdämmung senkt den Energieverbrauch und trägt damit zum Erreichen der Klimaziele bei.

Wer vergibt Fördermittel?

Wenn es um Zuschüsse zu Sanierungsmaßnahmen geht, ist der Bund der wichtigste Geldgeber. Es gibt so viele verschiedene staatliche Förderungen, dass man leicht den Überblick verliert. Mal kommt das Geld von der staatlichen KfW-Bank (kurz für: Kreditanstalt für Wiederaufbau), mal vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA). Im Jahr 2021 hat die Bundesregierung die sogenannte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingeführt. Seit Januar 2021 sind bereits einige der ehemaligen KfW- und BAFA-Förderungen darunter zusammengefasst, ab Juli 2021 kommen weitere Förderprogramme hinzu. Die alten KfW- und BAFA-Programme werden deshalb nach und nach eingestellt.

Neben dem Bund vergeben auch die Bundesländer beziehungsweise die Kommunen Förderungen für Sanierungsvorhaben. Zum Teil können Sie diese Förderprogramme zusätzlich zur Bundesförderung beantragen. Mitunter gibt es für bestimmte Maßnahmen auch noch Zuschüsse von den örtlichen Stadtwerken oder Energieversorgern (meist im Zusammenhang mit der Heizungsanlage).

Die regionalen Programme fallen sehr unterschiedlich aus. Deshalb sollten Sie sich in jedem Fall gründlich informieren, welche Förderungsmöglichkeiten es an Ihrem Wohnort gibt. Lassen Sie sich am besten professionell beraten, etwa bei der Verbraucherzentrale oder von zertifizierten Energieberater*innen. Letztere sind für viele Sanierungsvorhaben ohnehin zwingend erforderlich. Einen Überblick über die wichtigsten staatlichen Förderungen für Sanierungen finden Sie im nächsten Abschnitt.

Nahaufnahme einer Person, die ihrem Gegenüber die Hand zur Unterstützung entgegen streckt
© istock/Zivkovic/2018  Der Staat greift Hausbesitzer*innen mit diversen Förderprogrammen finanziell unter die Arme.

Die wichtigsten staatlichen Förderprogramme

Den größten Effekt in Sachen Energieeinsparung hat die Sanierung eines Altbaus zum sogenannten Effizienzhaus (EH). Deshalb gibt es dafür auch die höchsten Zuschüsse. Unter Altbau werden dabei nicht nur typische Gründerzeithäuser verstanden, sondern alles, was nicht gerade neu gebaut worden ist. Denn auch Häuser, die erst 20 Jahre auf dem Buckel haben, sind heute in Sachen Energieeffizienz bereits überholt. Viele Förderprogramme, zum Beispiel für die Komplettsanierung zum Effizienzhaus, sind bereits für fünf Jahre alte Häuser möglich.

Was versteht man unter KfW-Effizienzhaus?

Was versteht man unter KfW-Effizienzhaus?

Dabei handelt es sich um einen energetischen Standard, den die staatliche Förderbank KfW definiert hat. Die entscheidenden Faktoren dabei sind der Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüften (der sogenannte Primärenergiebedarf) sowie der Wärmeverlust des Hauses.

Es gibt mehrere Abstufungen: Effizienzhaus 115 (wird bei Sanierungen nicht mehr gefördert), 100, 85, 70, 55 und (ab Juli 2021) 40. Die Zahl sagt aus, wie viel Prozent Energie ein solches Haus im Vergleich zu einem Referenzgebäude verbraucht. Die Werte für dieses Beispielgebäude sind gesetzlich vorgegeben durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Ein Effizienzhaus 70 darf höchstens 70 Prozent des Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes benötigen.

Je niedriger die Zahl, desto besser ist also die Energieeffizienz, und desto höher fällt die staatliche Förderung aus.

Damit ein Gebäude zum Effizienzhaus wird, sind in den meisten Fällen sehr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen nötig. Aber auch für bestimmte einzelne Maßnahmen können Fördermittel beantragt werden. Zum Beispiel, wenn Sie erst einmal nur Ihre zugigen alten Fenster austauschen wollen.

Extra-Zuschuss für Energieberater*innen und Sanierungsfahrplan

Wenn Sie eine Sanierung planen, sollten Sie unbedingt eine*n zertifizierte*n Energieberater*in hinzuziehen. Bei vielen Förderprogrammen ist so eine Beratung ohnehin Voraussetzung. Die Expert*innen unterstützen Sie auch bei der Beantragung von Fördermitteln. Zu den Kosten für die Planung und Baubegleitung durch geprüfte Energieeffizienz-Expert*innen gibt der Staat ebenfalls einen Zuschuss. Wenn Sie mit dem*der Energieberater*in einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (kurz: iSFP) erstellen, wird bei der Förderung noch ein Extra-Zuschuss draufgelegt, der sogenannte iSFP-Bonus.

Thermografie-Aufnahme eines Wohnhauses im Display einer Wärmebildkamera, im Hintergrund ist unscharf das Gebäude zu sehen
© istock/hamikus/2017  Am höchsten fällt die Förderung für Eigentümer*innen aus, die ihre Immobilie auf Effizienzhaus-Standard bringen.

Wofür gibt es wie viel Geld vom Staat?

Weil die Umstellung der Sanierungsförderung des Bundes noch im Gange ist, können einige der Fördermaßnahmen erst ab dem 1. Juli 2021 beantragt werden. Dafür laufen diverse „alte“ KfW- und BAFA-Programme zu diesem Termin aus. Da sie nicht mehr beantragt werden können, werden sie in dieser Übersicht nicht mehr aufgeführt. 

Förderung für die Komplettsanierung zum Effizienzhaus (EH)

Zuschuss je Wohneinheit:

  • Effizienzhaus 40: 45 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 120.000 Euro, also bis zu 54.000 Euro
  • Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse: 50 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 150.000 Euro, also bis zu 75.000 Euro
  • Effizienzhaus 55: 40 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 120.000 Euro, also bis zu 48.000 Euro
  • Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse: 45 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 150.000 Euro, also bis zu 67.500 Euro
  • Effizienzhaus 70: 35 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 120.000 Euro, also bis zu 42.000 Euro
  • Effizienzhaus 70 Erneuerbare-Energien-Klasse: 40 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 150.000 Euro, also bis zu 60.000 Euro
  • Effizienzhaus 85: 30 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 120.000 Euro, also bis zu 36.000 Euro
  • Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien-Klasse: 35 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 150.000 Euro, also bis zu 52.500 Euro
  • Effizienzhaus 100: 27,5 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 120.000 Euro, also bis zu 33.000 Euro
  • Effizienzhaus 100 Erneuerbare-Energien-Klasse: 32,5 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 150.000 Euro, also bis zu 48.750 Euro
  • Effizienzhaus Denkmal (für Baudenkmäler und besonders erhaltenswerte Bausubstanz): 25 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 120.000 Euro, also bis zu 30.000 Euro
  • Effizienzhaus Denkmal Erneuerbare-Energien-Klasse: 30 Prozent der förderfähigen Kosten bis max. 150.000 Euro, also bis zu 45.500 Euro

Voraussetzung für die höhere Förderung in der Klasse Erneuerbare Energien (EE) ist, dass eine neue Heizungsanlage eingebaut wird, die mehr als 55 Prozent des Energiebedarfs über erneuerbare Energien deckt.

Der Zuschuss erhöht sich bei allen Effizienzhaus-Standards um 5 Prozentpunkte, wenn Sie die Sanierung nach einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) durchführen.

Ein Rechenbeispiel: Wer ein Eigenheim mit einer kleinen Einliegerwohnung auf den Effizienzhaus-40-Standard bringt und dabei nach einem iSFP vorgeht, kann dafür bis zu 120.000 Euro an Fördermitteln erhalten. Für jede der beiden Wohneinheiten gibt es 50 Prozent (45 Prozent + 5 Prozent iSFP-Bonus) von max. 120.000 Euro, also 60.000 Euro. Ohne iSFP wären es insgesamt maximal 108.000 Euro (2 x 54.0000 Euro). Voraussetzung ist natürlich, dass die Sanierungskosten mindestens 120.000 Euro betragen. Kostet die Sanierung nur 100.000 Euro, würde der Staat insgesamt nur 90.000 Euro (bzw. 100.000 Euro mit iSFP) zuschießen. 

Was bedeutet „förderfähige Kosten“?

Was bedeutet „förderfähige Kosten“?

Welche Leistungen im Einzelnen gefördert werden, ist für jedes Förderprogramm genau festgelegt. Grundsätzlich fallen Anschaffungs-, Material- und Einbaukosten darunter. Oft werden aber auch noch weitere Ausgaben berücksichtigt, die im Zusammenhang mit der Sanierungsmaßnahme anfallen. Zum Beispiel die Kosten für die Entsorgung des alten Heizkessels oder wenn für die neue Heizanlage ein Durchbruch im Keller nötig ist. Auch die Planung und Baubegleitung durch Energieberater*innen ist förderfähig.
Für Einzelmaßnahmen bei Wohngebäuden – also wenn keine Komplettsanierung zum Effizienzhaus stattfindet – liegt die maximale Höhe der förderfähigen Kosten bei 60.000 Euro pro Wohneinheit.

Förderungen für eine neue Heizung

Rund um das Thema Austausch und Modernisierung von Heizungen gibt es unzählige Förderungen. Mit Zuschüssen gefördert werden unter anderem:

  • Solarkollektoren-, Biomasse- und effiziente Wärmepumpenanlagen
  • Einbau von Hybrid- und Gas-Brennwertheizungen
  • Anschluss an ein Wärmenetz
  • Optimierung der vorhandenen Heizanlage

Wie hoch der Zuschuss für die neue Heizung ausfällt, hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. Meist liegt er bei 20 bis 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch hier gibt es den iSFP-Bonus von 5 Prozent. In manchen Fällen sind noch weitere Zuschläge möglich, etwa wenn bei der Sanierungsmaßnahme eine Ölheizung ausgetauscht wird. Einen guten ersten Überblick über die einzelnen Heizungsförderungen gibt dieses Infoblatt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Teilweise lassen sich die Förderprogramme des Bundes mit denen der Länder kombinieren. Zertifizierte Energieeffizienz-Expert*innen können Sie hierzu beraten.

Frau schließt ein Elektroauto an eine Ladestation in ihrer Garage an
© istock/SolStock/2020  Auch für den Einbau einer Ladestation in der heimischen Garage gibt es einen Zuschuss vom Staat.

Förderungen für weitere Einzelmaßnahmen

  • Dämmung: Bei der Wärmedämmung von Außenwänden, des Dachs beziehungsweise der obersten Geschossdecke oder der Kellerdecke ist ein Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten möglich (maximal jedoch 50.000 Euro). Das gilt auch für den Austausch von alten Fenstern und Außentüren. 
  • Lüftungsanlage: Bei Anlagen, die zu einer besseren Energieeffizienz beitragen, werden ebenfalls 20 Prozent der Kosten vom Staat zugeschossen.
  • Brennstoffzelle: Die Höhe des Zuschusses hängt von der Leistung des eingebauten Brennstoffzellensystems ab. Der Grundbetrag liegt bei 6.800 Euro, hinzu kommen 550 Euro pro 0,1 Kilowatt. Die Obergrenze liegt bei 40 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Ladestation für Elektroautos: Pro Ladepunkt an privaten Stellplätzen gibt es einen Zuschuss von 900 Euro.
  • Einbruchschutz: Einen Zuschuss von bis zu 1.600 Euro gibt es zum Beispiel für den Einbau von einbruchhemmenden Türen, die Nachrüstung von Zusatzschlössern oder einbruchhemmenden Rollläden und für die Installation von Alarmanlagen oder Smart-Home-Systemen mit Einbruchmeldefunktion.
  • Barrierereduzierung: Für altersgerechte Umbauten wie etwa den Bau von Rampen, die Verbreiterung von Türen, den Einbau von Treppenliften oder Badezimmerumbauten ist ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro möglich.
Paar sitzt mit einem Laptop vor sich am Küchentisch und geht Dokumente durch
© istock/PeopleImages/2019  Staatliche Förderung für eine Haussanierung muss vor Beginn der Maßnahmen beantragt werden.

Wie läuft es mit Antrag und Auszahlung?

Je nach Programm kann die Beantragung unterschiedlich ablaufen, und auch die Voraussetzungen unterscheiden sich teilweise. Wichtig bei allen staatlichen Förderprogrammen ist, dass Sie den Antrag stellen, bevor Sie mit der Sanierung beginnen. Für viele Programme stellt die Bundesregierung nur eine bestimmte Gesamtsumme zur Verfügung. Ist dieser Topf bereits aufgebraucht, gehen Sie leider leer aus.

Bei den meisten Programmen können Sie wählen, wie Sie die Förderung bekommen möchten: entweder in Form eines Kredits mit Tilgungszuschuss oder als direkt ausgezahlten Zuschuss. Der Betrag, den der Staat dazugibt, ist in beiden Fällen gleich hoch. Ihren Antrag stellen Sie abhängig von der Art der Förderung bei der KfW-Bank oder dem BAFA.

  • Wenn Sie zur Finanzierung Ihres Sanierungsvorhabens einen Kredit brauchen, beantragen Sie die Förderung bei der KfW-Bank. Den Darlehensbetrag müssen Sie nicht vollständig zurückzahlen, da der Förderbetrag abgezogen wird.
  • Brauchen Sie keinen Kredit, um die Sanierung zu stemmen, beantragen Sie die Förderung direkt beim BAFA.

So funktioniert die Beantragung und Auszahlung von BEG-Fördermitteln

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© Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 

Steuerermäßigung statt Fördermittel für die Sanierung

Ein Zuschuss zu energetischen Sanierungsmaßnahmen ist alternativ auch über einen Steuerbonus möglich. Dafür gelten im Groben etwa dieselben Voraussetzungen wie bei der BEG-Förderung. Sie benötigen eine offizielle Bescheinigung über die jeweiligen Leistungen durch ein Fachunternehmen, beispielsweise dem Heizungsbaubetrieb oder einen*einer zertifizierten Energieberater*in.

Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Das Gebäude muss mindestens zehn Jahre alt sein. Bei den BEG-Sanierungsprogrammen reichen oft schon fünf Jahre. Und Sie müssen Ihr Haus selbst bewohnen, für vermietetes Wohneigentum ist die steuerliche Förderung nicht möglich.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können 20 Prozent der Sanierungskosten (höchstens jedoch 40.000 Euro) mit der Einkommensteuer verrechnet werden. Allerding nicht auf einen Schlag, sondern verteilt über drei Jahre: In den ersten beiden Jahren werden jeweils 7 Prozent  von der Steuerschuld abgezogen, im dritten Jahr dann die verbleibenden 6 Prozent.

Wichtig zu wissen: Sie müssen sich entscheiden – entweder Steuerbonus oder BEG-Programm. Wenn der Staat die Sanierung schon anderweitig gefördert hat, gewährt er keine Steuerermäßigung mehr.

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