In einem Café tippt eine junge Frau ihre Kreditkarten-PIN in ein Lesegerät
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Zahlen mit Kreditkarte: Mit PIN oder Unterschrift? Und wann ohne?

Detlev Neumann
von Detlev Neumann , 18.09.2026

Woran liegt es, dass du beim Bezahlen mit Kreditkarte mal eine PIN brauchst, mal eine Unterschrift und manchmal nichts von beidem? Die KlarMacher haben die Antwort. Und so viel ist sicher: Das Personal an der Kasse kann nichts für das Durcheinander.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Kreditkarte mit PIN und Unterschrift

  • Du kannst dich mit PIN oder Unterschrift als Inhaber*in der Kreditkarte identifizieren.
  • Ob PIN oder Unterschrift, hängt vom Kartenanbieter, dem Geschäft und der Höhe der Rechnung ab. 
  • Die PIN bietet einen stärkeren Schutz als die Unterschrift. 
  • Für kleinere Beträge (bis 50 Euro) ist bei kontaktloser Zahlung meist keine PIN oder andere Bestätigung mehr notwendig.

PIN oder Unterschrift – wovon hängt das ab?

Wenn du eine Kreditkarte beantragst, dann musst du dem Anbieter gegenüber deine Identität nachweisen. Der weiß danach, dass du und dein Plastikgeld ein Team sind. Doch von außen sieht man dir das nicht an. Deshalb musst du dich beim Bezahlen mit der Kreditkarte als deren rechtmäßige*r Besitzer*in zu erkennen geben (= identifizieren). Das geht in der Regel per PIN-Eingabe oder Unterschrift. 

Welche Art der Identifizierung erforderlich ist, hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • dem Kreditkartenanbieter (Bank, Sparkasse und andere)
  • dem Abbuchungsverfahren im Geschäft
  • der Höhe der Rechnung

Wie funktioniert eine Kreditkarte: Einfach erklärt von der Hanseatic Bank 

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Kreditkartenzahlung mit Unterschrift

„Bezahlen Sie einfach mit Ihrem guten Namen.“ Mit diesem Slogan warb in den 1980er-Jahren ein Anbieter für seine Kreditkarten. Damals konnte man sich nur mit seiner Unterschrift als rechtmäßige*r Besitzer*in von Plastikgeld ausweisen. Dafür musste zunächst ein sogenannter Imprinter die Hochprägung der Karten mechanisch auf einen speziellen Papierbeleg durchdrücken. Auf diesem Beleg hinterließen die Kreditkartenbesitzer*innen dann ihre Unterschrift.

Der Imprinter ist Geschichte – die Unterschrift kann bei Kreditkartenzahlungen aber noch immer verlangt werden. Allerdings ist sie mittlerweile ein Auslaufmodell: Die Signatur ist immer seltener erforderlich. Mittlerweile sind moderne Kreditkarten mit einem EMV-Chip versehen. EMV ist die Abkürzung für Europay International, Mastercard und Visa. Das sind die drei Unternehmen, die die Technik entwickelt haben und seit 2018 nach und nach einführen.

Wenn du damit bezahlst, löst das Lesegerät eine sofortige Online-Anfrage bei der Bank aus. Dabei wird geprüft, ob dein Konto überhaupt gedeckt ist oder dein Kreditrahmen hoch genug, damit der Händler sein Geld bekommt. Mittlerweile gibt es bereits EMV-Karten, die nicht einmal mehr ein Feld für eine Unterschrift besitzen. 

Eine junge Frau sitzt im Restaurant und unterschreibt ihre Rechnung für die Kreditkartenzahlung
© istock/SDI Productions/2014  Die Unterschrift ist bei Kreditkartenzahlungen immer seltener erforderlich.

Kreditkartenzahlung mit PIN

Eine andere Art der Identifizierung im bargeldlosen Zahlungsverkehr ist die Eingabe einer PIN (persönliche Identifikationsnummer). Sie kommt in Europa häufig zum Einsatz, vor allem bei Girocards, aber auch bei Kreditkarten. Das liegt daran, dass das PIN-Verfahren für den Handel einen großen Vorteil gegenüber der Unterschriftslösung bietet: Auch hier macht das Kartenlesegerät über eine Datenverbindung wesentliche Sicherheitsabfragen. So prüft es in kürzester Zeit, ob 

  • die Kreditkarte echt ist.
  • die PIN korrekt eingegeben wurde.
  • eine Kartensperre besteht.
  • das Kreditkartenkonto für den Rechnungsbetrag ausreichend gedeckt ist.

Nur wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Kartenzahlung akzeptiert.

Du hast Angst, dass du die PIN vergessen könntest? Bei manchen Kreditkarten, zum Beispiel bei der GenialCard und der GoldCard der Hanseatic Bank, kannst du dir eine Wunsch-PIN vergeben. Die du dir besser merken kannst. 

Bezahlen mit Offline-PIN

Gerade auf Reisen gibt es immer noch Karten-Terminals, die keine Anbindung ans Internet haben – etwa an Maut-Stellen, in der Bahn und im Flugzeug.  

Früher wurden Transaktionen an solchen Terminals entweder abgelehnt oder mit Unterschrift bestätigt. Eine sogenannte Offline-PIN erlaubt die Überprüfung der PIN auch ohne Netzverbindung. Eine spezielle Chip-Programmierung macht’s möglich. So kannst du auch auf Reisen bequem mit deiner Kreditkarte bezahlen, zum Beispiel mit denen der Hanseatic Bank.  

Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zur Unterschrift ist die PIN sicherer, weil die PIN technisch geprüft wird und sich nicht einfach nachahmen lässt. 

Mit Kreditkarte zahlen ohne PIN und Unterschrift

Wenn deine Kreditkarte mit der Technologie Near Field Communication, kurz NFC, ausgestattet ist, brauchst du dein Plastikgeld nicht mehr in ein Kartenlesegerät zu stecken. Stattdessen hältst du die Karte nur kurz in die Nähe des Lesegeräts. Damit wird der Zahlungsverkehr nicht nur bargeldlos, sondern auch kontaktlos.

Und NFC bringt noch eine weitere Funktion mit: Bei kleineren Rechnungsbeträgen sind weder Unterschrift noch PIN-Eingabe erforderlich. Oft bleibt die PIN bei Beträgen bis 50 Euro aus. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht: Abhängig von der Karte, der Art des Terminals und der Sicherheitsvorgaben kann eine Bestätigung auch früher nötig sein. Auch bei kleinen Beträgen kann nach mehreren kontaktlosen Zahlungen wieder eine PIN verlangt werden – als zusätzliche Sicherheitsprüfung.

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FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Wann muss ich beim Bezahlen mit Kreditkarte meine PIN eingeben?

Ob du beim Bezahlen deine PIN benötigst oder mit Unterschrift bezahlst, hängt von verschiedenen Faktoren ab: deinem Kartenanbieter, dem Bezahlverfahren und dem Zahlungsbetrag. Auch bei Zahlungen im Ausland kann manchmal die PIN erforderlich sein.

Kann ich mit einer Kreditkarte auch ohne PIN und Unterschrift bezahlen?

Beim kontaktlosen Bezahlen entfällt bei kleineren Beträgen normalerweise die Identifikation per PIN oder Unterschrift. Kontaktlos heißt aber nicht immer PIN-frei: In bestimmten Fällen fordert das Terminal zur Sicherheit doch eine PIN an.

Ist Bezahlen mit PIN sicherer als mit Unterschrift?

Grundsätzlich gilt die PIN als sicherer als eine Unterschrift, da sie nicht einfach gefälscht werden kann. Außerdem kann das Kartenlesegerät beim PIN-Verfahren direkt beim Bezahlen die Echtheit der Karte, mögliche Kartensperren und die Deckung überprüfen.

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