Eine Frau erhält vom Mann eine Rose zum Valentinstag und küsst ihn
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Statistik: So viel teurer sind Blumen am Valentinstag

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 13.01.2020

Wer öfter einmal im Blumenladen vorbeischaut, macht am Valentinstag plötzlich große Augen: Waren Rosen und Co. vor ein paar Tagen nicht noch deutlich günstiger? Doch, waren sie. Aber da standen auch nicht so viele Leute Schlange. Und je mehr Personen etwas kaufen wollen, desto höher klettern die Preise. Dieses Naturgesetz der Marktwirtschaft macht auch vorm Tag der Verliebten nicht Halt.

Zwei Rosen mit Tagesanzeige, die am 14. Februar trägt ein größeres Preisschild

Durchschnittlich 7,7 Prozent teurer als im Rest des Jahres sind Schnittblumen im Valentinstag-Monat Februar. Das ermittelte das Statistische Bundesamt schon 2016. Mancher Händler nimmt für eine Rose rund um den Tag der Liebe sogar ein knappes Drittel mehr, fand das Vergleichsportal DealDoktor heraus. Oder der Strauß Rosen für 20 Euro fällt eben um ein paar Exemplare kleiner aus. Kein Wunder: Valentinstag ist Blumentag. Allein in Deutschland überreicht etwa jeder dritte Mann seiner Liebsten am 14. Februar einen Strauß. Auch in den USA, in Großbritannien und vielen weiteren Ländern ist er das Geschenk Nummer eins. Spitzenreiter dabei sind – Überraschung, Überraschung – natürlich die Rosen.

Ist der Preis sogar noch zu niedrig?

Doch wo so viele Menschen auf einmal dasselbe Produkt haben wollen, wird das Angebot knapp – und die Händler schlagen zu. Nicht zuletzt deshalb machen sie am 14. Februar etwa doppelt so viel Umsatz wie sonst. Dabei erhöhen sie die Preise oft nicht mal so stark, wie sie müssten. Denn auch die Einkaufspreise schnellen in die Höhe, bei Rosen zum Beispiel bis auf das Vierfache. Außerdem brauchen die Blumengeschäfte mehr Personal, um den Ansturm zu bewältigen. So steigen zwar die Umsätze, aber eben auch die Kosten – und am Ende steht kaum mehr Gewinn als üblich. Eine Händlerin erzählte im vergangenen Jahr dem Südkurier, eigentlich müsse sie bis zu neun Euro für eine Rose in Top-Qualität nehmen. Aber man wolle die Kunden ja auch wiedersehen.

Wer den Preis trotzdem zu hoch findet, für den gibt es einen einfachen Ausweg: Schenken Sie sich einfach im restlichen Jahresverlauf immer mal wieder eine Kleinigkeit. Und lassen den anderen am Valentinstag den Vortritt.

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