Junge Frau streamt einen Film über einen Beamer
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Schlauer streamen: Bei diesen Serien lernen Sie was über Geld

Tanja Viebrock
von Tanja Viebrock, 01.01.2020

Geldmarktpolitik, Anlagestrategien, Altersvorsorge … gähn! So richtig spannend klingt das Thema Geld und Finanzen jetzt erst einmal nicht. Es geht aber auch anders! Gnadenlose Gier, unmoralische Zockereien, dreiste Bankraube – daraus lassen sich ganze Serien stricken. Und die sind nicht nur superspannend und höchst unterhaltsam – ganz nebenbei lernst du bei diesen fünf Serien auch noch einiges über Geld und die Finanzwelt.

Themen in diesem Artikel

„Haus des Geldes”: Bankraub als Kapitalismuskritik

Sicherlich der erste Gedanken vieler Serien-Junkies, wenn es um Serien im Zusammenhang mit dem Thema mit Finanzen geht. Kein Wunder bei dem Titel.

Worum geht’s?

„Der Professor”, der kluge Kopf einer Bande von Kriminellen, plant den Bankraub des Jahrhunderts. Anstatt einfach ganz klassisch eine Bank auszuräumen, überfallen die Bankräuber die spanischen Notenbank-Druckerei, um dort einfach ein paar Milliarden Euro selbst zu drucken.

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Was haben wir gelernt?

Wie Geldpolitik funktioniert. Der Professor vergleicht seinen Coup selbst mit den Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hat schließlich auch jede Menge Geld ins Finanzsystem gepumpt, um während der Finanzkrise Pleite-Banken zu retten. Mit seinem Bankraub will er sich nur am System rächen. Ums Geld geht’s ihm gar nicht, und geschädigt wird mit der Gelddruckerei außer dem Staat auch niemand. Meint der Professor – während er das Geld mit vollen Händen für Luxus ausgibt.

Wo schauen?

Netflix

„Billions”: Wer ist hier der Böse?

„Billions”:  Chuck Rhoades (Paul Giamatti) und Bobby „Axe” Axelrod (Damian Lewis) diskutieren in Rhoades’ Büro
© Sky/Showtime/Jeff Neumann//2019  Staatsanwalt Chuck Rhoades (Paul Giamatti) und Hedgefonds-Manager Bobby „Axe” Axelrod (Damian Lewis) liefern sich in „Billions” einen erbitterten Kampf

Der ewige Kampf Gut gegen Böse. Ein alter Hut, aber eben auch immer wieder spannend und ein guter Stoff für unzählige Filme und Serien. Und der funktioniert sogar, wenn er  in der New Yorker Hochfinanz spielt.

Worum geht’s?

Der erbitterte Kampf zwischen dem ehrgeizigen Hedgefonds-Manager Bobby „Axe” Axelrod und dem US-Bundesstaatsanwalt Chuck Rhoades, der den Banker wegen illegaler Machenschaften drankriegen will. Ganz astrein sind die Methoden des Ermittlers dabei allerdings oft auch nicht. Und dann spielen auch die Frauen der beiden eine nicht ganz unerhebliche Rolle.

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Was haben wir gelernt?

Was Insiderhandel ist. Welche Kreise Wirtschaftskriminalität und Korruption ziehen – und zwar auf beiden Seiten des Gesetzes. Denn letztendlich wird in Billions gar kein Kampf zwischen Gut und Böse ausgefochten, es geht vielmehr um Böse gegen Böse. Und wenn auch diejenigen, die den vermeintlich raffgierigen Bankern auf die Finger schauen sollen, nicht wirklich besser sind, krankt das System.

Wo schauen?

Sky

„Breaking Bad”: Drogen sind auch keine Lösung

Vom Spießer zum rücksichtslosen Drogenbaron in fünf Staffeln. Breaking Bad ist nicht ohne Grund eine der erfolgreichsten Serien des Jahrtausends: Packende Story, spannende Charaktere, Action und auch eine ordentliche Portion schwarzer Humor.

Worum geht’s?

Chemielehrer Walter White ist der Inbegriff eines amerikanischen Durchschnitts-Spießers. Bis kurz nach seinem 50. Geburtstag Lungenkrebs bei ihm diagnostiziert wird. Er hat nicht mehr lange zu leben und kann seine Familie mit seinem mickrigen Lehrergehalt nicht vernünftig absichern. Um zu Geld zu kommen, steigt er gemeinsam mit Ex-Schüler und Kleindealer Jesse Pinkman ins Drogengeschäft ein. Als Chemiker kann Walter nämlich bestes Crystal Meth herstellen. Der Plan geht auf – doch Mr. White kann den Hals nicht voll genug bekommen.

Was haben wir gelernt?

Wie wichtig Vorsorge ist. Und wie man Geld wäscht. Aber auch, dass Drogenhandel keine Lösung ist und schmutzig verdientes Geld nicht wirklich glücklich macht. Außerdem: Ein Lagerraum ist nicht der beste Aufbewahrungsort für das eigene Geld.

Wo schauen?

Netflix

„Bad Banks”: Geld oder Moral?

„Bad Banks, 2. Staffel”: Jana Liekam (Paula Beer) sitzt auf den Stufen einer Betontreppe
© ZDF/Fabrizio Maltese/2019  Jana Liekam (Paula Beer) in “Bad Banks”

Berufsorientierungs-Streaming für BWLer und Nachwuchs-Banker: Lange Nächte im Büro, erbitterte Konkurrenzkämpfe, jede Menge Kokain und noch mehr Geld auf dem Konto. Bad Banks strotzt vor Klischees. Trotzdem gilt die gefeierte Serie als sehr nah an der Realität.

Worum geht’s?

Ein echter Banken-Thriller in Deutschland. Die junge Investmentbankerin Jana Liekamp wird von ihrem Arbeitgeber, einer Luxemburger Bank, gefeuert, nachdem Sie unwissentlich in eine Intrige verwickelt worden war. Ihre Ex-Chefin verschafft der talentierten Nachwuchs-Bankerin aus höchst eigennützigen Gründen einen Job bei einer Frankfurter Investmentbank. So wird Jana zum Spielball zwischen zwei Großbanken. Und steckt bald selbst mittendrin im Geflecht aus Macht, Intrigen und Manipulation. Sie muss sich entscheiden: Moral oder Karriere?

Was haben wir gelernt?

Wie es zur Lehman-Pleite kommen konnte und warum die Welt 2008 in eine Finanzkrise stürzte. Und dass ein dickes Gehalt nicht alles ist. Lieber das Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen und es in solide Geldanlagen stecken, die wir selbst verstehen.

Wo schauen?

ZDF Mediathek, Netflix

„Dirty Money – Geld regiert die Welt”: Kannste dir nicht ausdenken

Dirty Money ist keine Serie im klassischen Sinn, sondern eine Doku-Reihe. Langweilig, denken Sie? Mitnichten! Zugegeben: Wirtschaftsdoku klingt vielleicht nicht nach großem Entertainment. Doch in diesem Fall ist die Realität spannend wie ein Thriller.

Worum geht’s?

Skrupellose Gier, kriminelle Machenschaften und Korruption im großen Stil. Dirty Money geht in sechs Folgen großen Wirtschaftsskandalen auf den Grund. Wie kam es zum Bankrott der glanzvollen Kasino-Stadt Atlantic City – und welche Rolle spielte dabei ein gewisser Geschäftsmann namens Donald Trump? Ein Autorennfahrer, der nebenbei als Kredithai tätig ist – und seine Kunden gnadenlos abzockt, um sein Luxusleben zu finanzieren. Wie VW auch seine amerikanischen Kunden in Sachen Diesel zum Narren gehalten hat, um noch mehr Gewinn zu machen. 

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Was haben wir gelernt?

Wie gierig Reichtum macht! Zu viel Geld verdirbt manchmal offenbar wirklich den Charakter. Und dass die Realität so krass sein kann, dass sie als Serien-Drehbuch womöglich abgelehnt worden wäre, weil zu unrealistisch.

Wo schauen?

Netflix

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