Eine Frau begutachtet einen Geschirrspüler in einem Laden für Haushaltsgeräte
Sparen

Energie sparen: So viel bringen neue Haushaltsgeräte

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 01.07.2026

Inflation und steigende Energiekosten treiben die Stromrechnungen in die Höhe: Energie sparen ist das Gebot der Stunde. Dabei rücken auch die großen Stromfresser im Haushalt in den Blick, zum Beispiel der Kühlschrank. Und hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viel dein digitales Leben so verbraucht? Aber lohnt es sich wirklich, ein altes Gerät gegen ein neues, effizienteres einzutauschen? Wir erklären dir, was ein neues Haushaltsgerät bringt und wie du deinen Stromverbrauch senken kannst.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt: Energie sparen mit neuen Haushaltsgeräten

  • Moderne Haushaltsgeräte sind oft energieeffizienter – ein Austausch lohnt sich besonders bei alten Geräten, die rund um die Uhr laufen.
  • Ob sich die Neuanschaffung lohnt, hängt neben dem Stromverbrauch auch von anderen Sachen ab – wie dem Kaufpreis des neuen Haushaltsgeräts.
  • Fernseher, Computer und andere Unterhaltungselektronik treiben den Stromverbrauch in vielen Haushalten inzwischen stärker nach oben als der Kühlschrank.
  • Auch ein WLAN-Router verbraucht dauerhaft Strom – deshalb kann es sinnvoll sein, ihn nachts und bei längerer Abwesenheit auszuschalten. 

Wann lohnt sich ein neues Gerät?

Die Antwort auf die Frage, wann sich ein neuer Kühlschrank, eine neue Waschmaschine oder ein neuer Trockner lohnt, lautet wie so oft: Es kommt darauf an. Meistens ist ein Austausch nach 10 bis 20 Jahren sinnvoll. Aber im Einzelfall? Da kommt es auf diese Fragen an:

  • Wie viel verbraucht das alte Gerät? Um das herauszufinden, kannst du dir bei der Verbraucherzentrale ein Strommessgerät kostenlos ausleihen. Messe damit sieben Tage lang den Verbrauch des Gerätes. Mit diesen Daten kannst du den Jahresverbrauch hochrechnen: Wochenverbrauch × 52 Wochen ergibt die gesamten Kilowattstunden im Jahr. Den Preis in Euro pro Kilowattstunde entnimmst du deiner Stromrechnung. So viel kostet dich das alte Gerät pro Jahr.
  • Wie gut funktioniert das alte Gerät noch? Wenn dein Gerät schon etwas älter ist und bald Reparaturkosten auf dich zukommen, beziehe das bei deiner Kalkulation mit ein.
  • Wie viel verbraucht das neue Gerät? Den Verbrauch des neuen Gerätes kannst du beim Anbieter einsehen. Informiere dich am besten auf Vergleichsportalen, welches Modell das effizienteste ist.
  • Wie viel kostet ein neues Gerät? Vergiss dabei nicht die Versand- beziehungsweise Transportkosten.
Eine Frau verstaut Petersilie in ihrem Kühlschrank
© istock/zoranm/2020  Gerade bei Haushaltsgeräten im Dauerbetrieb wie einem Kühlschrank kann sich eine Neuanschaffung lohnen.

Nun kannst du dir ausrechnen, wie viel dich beide Geräte im Vergleich kosten. Beachte auch: Je höher der Strompreis, desto mehr schlägt sich der Unterschied beim Verbrauch in den laufenden Kosten nieder. Rechne die Energiekosten am besten auf die voraussichtliche Nutzungsdauer des neuen Gerätes hoch (bei einem Kühlschrank zum Beispiel mindestens 15 Jahre). 

  • Das alte Gerät: bisheriger Verbrauch + Reparaturkosten (Tendenz steigend, weil es sich noch stärker abnutzen wird)
  • Das neue Gerät: geringerer Verbrauch + Anschaffungskosten

Damit solltest du einen guten Einblick haben, ob es günstiger ist, das alte Gerät noch eine Weile zu behalten – oder ein neues zu kaufen. So viel zur rechnerischen Grundlage. Wir schauen uns aber gleich noch ein paar konkrete Beispiele an.  

Übrigens: Ob dein Haushalt im Vergleich viel oder wenig Strom verbraucht, kannst du zum Beispiel mit dem Stromspiegel von co2online herausfinden. 

Welche Energieeffizienzklasse ist sinnvoll?

Wie effizient dein Gerät ist, verrät dir das Energielabel. Darauf wird die Effizienzeffizienzklasse von jedem Gerät mit einer Skala vom besten A (grün) bis zum schlechtesten G (rot) bewertet. Aber Vorsicht: Seit März 2021 gilt ein anderes System. Die Top-Bewertungen von A+ bis A+++ gibt es nicht mehr. Die höchste Stufe ist jetzt A. Um noch Luft für neuere Entwicklungen zu lassen, wurden die effizientesten Geräte bei der Einführung im Jahr 2021 „nur“ in die Klasse B eingestuft. Ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse B von heute ist also viel effizienter als ein Gerät, das vor 2021 mit einem B versehen war. Grundsätzlich gilt: Bei Geräten, die täglich laufen, solltest du auf eine besonders hohe Energieeffizienz achten.

Ein Klassiker unter den Stromfressern: Der Kühlschrank

Der Kühlschrank steht wahrscheinlich bei vielen ganz oben auf der „Ersetzen“-Liste. Schließlich kannst du ihn im Alltag nicht einfach mal abschalten, um Strom zu sparen: Der Kühlschrank muss rund um die Uhr laufen. Deswegen ist ein alter, ineffizienter Kühlschrank in vielen Haushalten der Stromfresser Nummer 1.  

Wenn du den Verbrauch deines aktuellen Kühlschranks überprüfst, wirf auf jeden Fall auch einen Blick auf die Dämmung. Schließt dein Kühlschrank noch dicht ab? Oder kannst du die Tür ohne den kleinsten Widerstand öffnen? Ist das Dämmmaterial an der Tür bei genauerem Hinsehen rissig? Falls ja, dann lohnt es sich meistens, erst einmal die Abdichtung zu reparieren.  

Wenn es ein neuer Kühlschrank sein soll, hier ein paar Tipps für den Kauf: 

  • Das effizienteste Modell: Die Verbraucherzentrale bietet dir einen „Kühlschrank-Rechner“ an. Damit kannst du mehrere Modelle in Sachen Kaufpreis und Verbrauch vergleichen.
  • Die passende Größe: Ein Zwei-Personen-Haushalt kommt in der Regel mit 100 bis 150 Litern zurecht. Für den Stromverbrauch ist es besser, wenn der Kühlschrank möglichst voll ist. Das bedeutet nämlich, dass weniger Platz ist für Luft, die gekühlt werden muss.
  • Besser kühl- und Gefrierkombination: Ein Kombi-Gerät nimmt nicht nur weniger Platz weg als eine eigene Tiefkühltruhe, es verbraucht auch weniger Strom als zwei Geräte.
  • Der richtige Platz: Wenn möglich, stelle den Kühlschrank nicht direkt neben die Heizung oder den Herd, oder an einen Ort, an dem er viel Sonne abbekommt. Auch eine ausreichende Belüftung ist wichtig, da Wärmestau zu einem beträchtlichen Mehrverbrauch an Energie führt.

Was spart mehr Strom: Geschirrspüler oder Abwasch von Hand?

Kurz gesagt: In den meisten Fällen spart der Geschirrspüler Strom und Wasser im Vergleich zum Abwasch von Hand. Studien zeigen: Eine moderne Spülmaschine braucht pro Spülgang oft deutlich weniger Energie und Wasser, weil sie sehr gezielt erhitzt und dosiert arbeitet. Beim Abwasch von Hand wird dagegen häufig viel warmes Wasser durchlaufen gelassen – und genau das kostet extra Energie fürs Aufheizen.

  • Wichtig ist aber die Nutzung:
  • Maschine gut füllen (nicht halb leer laufen lassen)
  • Grobe Reste abkratzen, statt vorzuspülen  
  • Eco-Programm nutzen, wenn es nicht eilig ist  
  • Wenn möglich: Trocknen lassen statt Heißtrocknung  

Unterm Strich gilt also: Richtig eingesetzt ist der Geschirrspüler fast immer die effizientere Wahl.  

Steigender Verbrauch: Computer, Fernseher & Co

In vielen Haushalten zählt heute eher die Informationstechnik zu den größten Stromverbrauchern als der Kühlschrank. Computer, Fernseher, und so weiter können laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) über 27 Prozent des Stromverbrauchs ausmachen.  

Immerhin: Bei diesen Geräten hast du selbst in der Hand, wie viel Strom sie verbrauchen. Achte vor allem darauf, sie auszuschalten, wenn du sie nicht benötigst. Wenn viele Geräte im Standby-Modus schlummern, verbrauchen sie zusammen ganz schön viel Strom. Verwende zum Beispiel eine Steckdosenleiste mit einem praktischen Ein-/Aus-Schalter. Diesen und weitere Tipps zum Sparen findest du in unserem Artikel: „Strom sparen: Mit diesen Tipps senkst du die Kosten“.

Ein neues Hightech-Gerät spart nicht automatisch Stromkosten. Zum Beispiel bei Fernsehern ist es heutzutage nicht so sehr das Alter des Geräts, das über den Stromverbrauch entscheidet, sondern die Größe: Je größer der Bildschirm und je schärfer das Bild, desto mehr Strom braucht der Fernseher in der Regel. Ein neues Gerät kann deswegen sogar mehr Strom verbrauchen als das bisherige.

Bestpreis-Garantie und Extra-Schutz: Mit SicherAlltag smart shoppen

Mit SicherAlltag holst du beim Shoppen das Maximum raus: 

Findest du deinen Einkauf später günstiger, bekommst du mit der Bestpreis-Garantie bis zu 1.000 Euro zurück. Und wenn dein Elektrogerät nach Ablauf der Garantie kaputtgeht, übernehmen wir die Reparaturkosten – bis zu 5.000 Euro für weitere 12 Monate.

ic1HQiCpzJk4Bi8CjbKY.webp

Dasselbe gilt für Laptops: Sie sind grundsätzlich stromsparender als die alten Desktop-PCs, da sie auf Akkubetrieb ausgelegt sind. Der Energieverbrauch ist jedoch abhängig von Größe, Hardware und Nutzungsverhalten. So kann ein hochgerüsteter Gamer*in-Laptop deutlich mehr Strom fressen als ein herkömmlicher PC.

Neben dem Anschaffungspreis haben speziell solche Hightech-Geräte beim Neukauf noch einen weiteren Nachteil: Ihre Herstellung ist sehr energieintensiv und umweltschädlich. Deswegen lohnt es sich gerade mit Blick auf die Umwelt, Geräte so lange wie möglich zu nutzen. Dein Smartphone zum Beispiel musst du zwar oft laden, aber es verbraucht dabei kaum Strom – egal, ob es ganz neu ist oder schon ein bisschen älter.

Eine Familie schaut Fernsehen
© istock/skynesher/2022  Meist unterschätzt: In vielen Haushalten fließt der meiste Strom in die Unterhaltungselektronik.

Oft übersehen: Der WLAN-Router

Ein Gerät, das in vielen Haushalten rund um die Uhr läuft, ist der WLAN-Router. Das ist nachvollziehbar: Immerhin hängen das Internet, das Telefon und gegebenenfalls weitere smarte Geräte daran. Viele Nutzer*innen unterschätzen den Verbrauch des kleinen Geräts: Ein Router kann mehr Energie verbrauchen als ein kleiner Kühlschrank. Deswegen ist es sinnvoll, den Router zeitweise auszuschalten. Zum Beispiel nachts, wenn du keins der verknüpften Geräte brauchst. Wichtig: Dein Festnetz ist dann außer Betrieb. Denk auch dran, den Router abzuschalten, wenn du in Urlaub fährst. 

Überlege auch, dich bei deinem Internetanbieter nach einem neuen Gerät zu erkundigen. Nicht nur kann der neue Router, je nach Tarif, dein Internet schneller machen. Moderne Router haben auch oft eine eingebaute Zeitschaltuhr. Du kannst ihn also so einstellen, dass er sich automatisch zu festen Zeiten aus- und wieder einschaltet. Dann funktioniert das WLAN immer schon wieder, bevor du morgens aufwachst.  

Außerdem stellst du so sicher, dass dein Router alle Updates installiert: Das macht er nämlich in der Regel nachts. Wenn du deinen Router einfach ausschaltest, kann es sein, dass er die Updates nicht durchführt. Bei Routern mit eingebauter Zeitschaltung werden Updates aber immer vor dem Abschalten installiert und alles bleibt auf dem neuesten Stand.

Darum ist die GenialCard genial!

Die GenialCard der Hanseatic Bank besteht zu 85 Prozent recyceltem PVC – und sie kostet dich keinen Cent an Jahresgebühren, und gebührenfrei bezahlen kannst du mit ihr auch!*

*Außer in Wett- und Lotteriegeschäften

conversion-rpvc-genialcard3.jpg

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Wann lohnt sich ein neues Haushaltsgerät?

Ein neues Haushaltsgerät lohnt sich meist, wenn das alte viel Strom verbraucht, Reparaturen anstehen oder das Gerät bereits 10 bis 20 Jahre alt ist. Besonders Geräte im Dauerbetrieb wie Kühlschränke können durch moderne Technik deutlich weniger Energie verbrauchen.

Spart ein neuer Kühlschrank wirklich Strom?

Ja, ältere Kühlschränke verbrauchen in der Regel deutlich mehr Strom als moderne Modelle. Sie laufen zwar durchgehend, aber der Kompressor arbeitet nur zeitweise. Da Kühlschränke meist dauerhaft in Betrieb sind, macht sich ein effizienteres Gerät oft schnell bei den Stromkosten bemerkbar. Wichtig sind außerdem die richtige Größe und ein guter Standort.

Wie viel Strom verbraucht ein WLAN-Router?

Ein WLAN-Router im Dauerbetrieb kann mehr Strom verbrauchen als ein kleiner Kühlschrank. Wer hier Energie sparen möchte, kann das Gerät zeitweise ausschalten, wenn er*sie beispielsweise nachts kein Internet benötigt. Viele moderne Router besitzen dafür eine Zeitschaltfunktion. Wichtig ist jedoch: Währenddessen funktioniert auch das Festnetztelefon nicht.

War der Inhalt für dich hilfreich?

Teile den Artikel:

Das könnte dich auch interessieren: