Kryptowährung kaufen: Bitcoin-Symbol
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Kryptowährung kaufen? Das müssen Sie wissen

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 06.08.2021

Kryptowährungen sind schon längst nicht mehr nur ein Spielzeug für risikofreudige Technikfreaks. Auch immer mehr Normalverbraucher*innen kaufen und verkaufen Bitcoins und Co., bezahlen und spekulieren damit. Aber wie kommt man da überhaupt heran? Und wann lohnt es sich, echtes Geld in virtuelle Kryptowährungen zu stecken? Die KlarMacher zeigen Ihnen, was Sie zum Einstieg wissen müssen.

Themen in diesem Artikel

Auf den Punkt

Auf den Punkt

  • Kryptowährungen sind virtuelles Geld. Das heißt, dass sie nur als digitaler Code existieren.
  • Sie können Kryptowährungen in einzelnen Einheiten (etwa einen Bitcoin) oder als Teil von Fonds kaufen.
  • Kryptowährungen bekommen Sie bei Kryptobörsen im Internet.
  • Der Wert von Kryptowährungen schwankt häufig und stark. Sie können damit viel Gewinn machen, aber auch große Verluste.

Was sind Kryptowährungen?

Bitcoin und Ethereum – von diesen Kryptowährungen haben Sie wahrscheinlich schon gehört. Aber haben Sie sie auch mal gesehen? Wohl kaum, denn Kryptowährungen existieren rein virtuell. Das heißt, dass sie nur Daten auf Computer-Festplatten und ähnlichen digitalen Speichern sind. Deshalb gibt es davon keine Scheine oder Münzen, die Sie in Ihr Portemonnaie stecken können.

Kryptowährungen wurden von Privatpersonen, nicht von staatlichen Notenbanken entwickelt. Sie sollen unabhängig vom internationalen Bankensystem sein, in dem Regierungen den Wert einer Währung beeinflussen können. Mittlerweile basteln einige Staaten an eigenen Kryptowährungen, doch das wären eher digitale Versionen ihrer bisherigen Währungen.

Wenn aber keine Notenbanken Kryptowährungen ausgeben – wer tut es dann? Wie entsteht das virtuelle Geld überhaupt? Das und mehr erfahren Sie im untenstehenden Video sowie im Artikel „Bitcoin & Co.: Kryptowährungen einfach erklärt“.

KlarMacher-Video: Was ist eine Kryptowährung?

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Infos zum Bitcoin-Konkurrenten Ethereum stehen im Artikel „Kryptowährung Ethereum: Was ist das? Brauche ich das?“.

Wie werden Kryptowährungen gehandelt?

Sie haben von astronomischen Gewinnen mit Kryptowährungen gehört und wollen mitverdienen? Das sollten Sie sich gut überlegen, denn Chancen und Risiken liegen hier sehr nah beieinander. Und bedenken Sie: Das Geld ist virtuell, aber mögliche Verluste sind real. Wenn Sie sich trotzdem am Handel von Kryptowährungen beteiligen wollen, dann können Sie das auf unterschiedliche Art und Weise tun.

Einheiten von Kryptowährungen kaufen

Die erste Möglichkeit: Sie kaufen Kryptowährungen mit herkömmlichem Geld. Sie wechseln also Ihre Euros beispielsweise in einzelne Bitcoins, Ethereums oder Ripples. Die zweite Möglichkeit: Sie besitzen bereits Einheiten einer Kryptowährung und tauschen diese gegen andere ein. In beiden Fällen läuft der Handel über sogenannte Kryptobörsen ab. Diese bieten entweder selbst Kryptowährungen an, oder vermitteln die Transaktionen zwischen Käufer*innen und Verkäufer*innen.

Weil sie eine so zentrale Rolle spielen, sehen wir uns die Kryptobörsen im nächsten Kapitel einmal genauer an.

Was Sie an Kryptowährung besitzen, wird in Ihrem Account in der Börse gespeichert. Für den Zugriff aufs digitale Geld brauchen Sie einen bestimmten Code, den sogenannten privaten Schlüssel. Wenn Sie den beim Weiterverkauf oder Bezahlen eingeben, beweisen Sie, dass Sie der*die Besitzer*in dieser Einheiten sind. In der Onlinewelt ist der private Schlüssel also so etwas wie Bargeld: Wenn ein*e Hacker*in ihn erbeutet und Ihr Krypto-Geld umleitet, ist es weg. Gehen Sie deshalb sehr sorgsam mit Ihrem privaten Schlüssel um. Erfahrene Anleger*innen speichern ihn deshalb in einer Wallet (= einem Speicher für digitale Daten), etwa einem USB-Stick.

Fonds

Anstatt Ihr Geld in Einheiten einer einzelnen Kryptowährung zu verwandeln, können Sie Anteile an Krypto-Fonds erwerben. Die sind wie Aktienfonds, die eine bestimmte Auswahl an Aktien kaufen und verkaufen – nur dass ein Krypto-Fonds das mit Kryptowährungen macht. Auch das Anlageprinzip ist gleich: Steigt der Wert der virtuellen Währungen, steigt auch der Wert Ihrer Fondsanteile.

Zertifikate

Zertifikate funktionieren ähnlich wie Fonds. Auch hier kaufen Sie nicht selbst eine Kryptowährung, sondern lediglich ein Wertpapier. Der Unterschied: Bei einem Fonds gehören Ihnen tatsächlich die Anteile an den gekauften Kryptowährungen, bei einem Zertifikat nicht. Hier besitzen Sie lediglich eine Schuldverschreibung, quasi ein Zahlungsversprechen der Bank, die das Zertifikat ausgegeben hat. Geht die Bank pleite, ist auch Ihr Geld verloren.
Die meisten Zertifikate bilden nur den Kurs einer einzigen Kryptowährung ab. Es gibt bereits Zertifikate für Bitcoin, Bitcoin Dash und Ethereum.

CFD

Die Abkürzung CFD steht für „Contract For Difference”. Gemeint ist eine Art von Wertpapieren, mit denen Sie darauf setzen, dass der Preis des Basisprodukts (in diesem Fall der Kryptowährung) steigt. Denn damit steigt auch der Wert des CFDs. Aber Vorsicht: CFDs sind äußerst spekulativ und nur etwas für sehr erfahrene Anleger*innen! Denn meistens gibt es einen „Hebel“. Das bedeutet: Die Gewinne – aber auch die Verluste! – können um ein Vielfaches höher sein als die tatsächliche Wertentwicklung.

Kryptowährung schürfen: Mann arbeitet mit Laptop am Flughafen
© istock / mixetto / 2016  Wer auf Kursgewinne von Kryptowährungen spekulieren will, muss nicht unbedingt welche kaufen – eine Investition in einen Fonds tut es auch.

Kryptobörsen: Der Marktplatz für digitale Währungen

Der Begriff Kryptobörse steht häufig für alle Arten von Handelsplattformen, über die Sie online in Kryptowährungen investieren können. Aber streng genommen ist das falsch: An einer Kryptobörse können Sie lediglich einzelne Kryptowährungen kaufen, aber keine CFDs.

Der Kauf bei einer Kryptobörse funktioniert so:

  • Zum Einstieg in den Handel mit den digitalen Zahlungsmitteln kommen nur Kryptowährungsbörsen infrage, die auch den Kauf mit Euro oder US-Dollar und Co. anbieten. Solche offiziellen, staatlichen Zahlungsmittel nennen Fachleute übrigens „Fiatgeld“.
  • Eröffnen Sie bei der Kryptobörse ein Kundenkonto (Account). Das ist für Sie kostenlos. Vorher wollen seriöse Anbieter kontrollieren, dass Sie die oder der rechtmäßige Kontoinhaber*in sind und kein*e Betrüger*in. Dafür müssen Sie beispielsweise während eines Videochats mit dem Kundenservice Ihren Ausweis vorzeigen – wie oft auch bei der Eröffnung eines normalen Bankkontos. 
  • Je nach Anbieter überweisen Sie dann Geld von Ihrem Bankkonto auf diesen Account oder verbinden ihn mit Ihrer Kreditkarte.
  • Nun können Sie eine Kauforder einstellen. Anders ausgedrückt: Sie geben an, welche Kryptowährung Sie kaufen möchten. Alles Weitere läuft meist automatisch ab. In der Regel müssen Sie für Ihre Kauforders Gebühren zahlen. Deren Höhe richtet sich nach der umgesetzten Menge der Kryptowährungen. Achtung: Diese Kosten fallen je nach Börse unterschiedlich aus. Manche Börsen kassieren Gebühren im Promillebereich, andere verlangen mehr als 1 Prozent. Hier lohnt sich ein Vergleich!

Muss man die Gewinne aus Kryptowährungen versteuern?

Muss man die Gewinne aus Kryptowährungen versteuern?

Wie bei so vielen Steuerfragen gibt es auch bei dieser kein klares Ja oder Nein. Ob Sie Steuern zahlen müssen oder nicht, hängt ab von ...

  • dem Zeitraum, über den Sie die Kryptowährung vor dem Verkauf besessen haben.
  • der Höhe des Gewinns.
  • den Einnahmen aus anderen privaten Verkäufen (zum Beispiel einem Autoverkauf).

Alle Details und wie Sie die Gewinne in der Steuer angeben, finden Sie im Artikel „Kryptowährungen versteuern: Wann und wie viel Sie der Handel kostet“.

Vorsicht: Viele Kryptobörsen sind nicht staatlich reguliert. Das muss nicht heißen, dass sie unseriös arbeiten. Aber speziell Einsteiger*innen sollten zur Sicherheit besser auf eine Kryptobörse setzen, die staatlich überwacht wird. Welche Börse wie reguliert wird, sehen Sie weiter unten in unserer Übersicht.

Und CFDs? Die kaufen Sie bei einem Krypto-Broker. Der Vorteil: Der Einstieg ist leichter, wenn Sie in solche Finanzprodukte wie CFDs investieren, weil Sie sich nicht um eine Wallet für den privaten Schlüssel kümmern müssen. Außerdem sind Krypto-Broker staatlich reguliert. Die meisten bieten mehrere Bezahlarten wie Kreditkarte, PayPal und andere an. Die Nachteile: Broker nehmen höhere Gebühren als Börsen, außerdem können Sie nicht in jede Kryptowährung Ihrer Wahl investieren, denn nicht für jede gibt es ein passendes Finanzprodukt.

Übrigens: Bei manchen Plattformen, zum Beispiel eToro, können Sie sowohl CFDs als auch Kryptowährungen erwerben.

Es muss nicht immer Bitcoin sein: Noch mehr Kryptowährungen

Es muss nicht immer Bitcoin sein: Noch mehr Kryptowährungen

Klar: Der Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung der Welt. Aber es gibt mittlerweile viele andere. Jede hat ihre ganz eigenen Vorteile und Merkmale, zum Beispiel ein höheres Tempo bei Transaktionen oder einen offenen Programmiercode.

Wo sich ein näherer Blick lohnt, verrät unser Artikel „Digitales Geld der Zukunft: 8 Kryptowährungen mit Potenzial“.

Tipps und Tricks

  • Wählen Sie die passende Anlagestrategie. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass eine Kryptowährung auf lange Sicht erfolgreich ist, dann sollten Sie sie auch über einen langen Zeitraum halten. In diesem Fall kaufen Sie Einheiten dieser Währung bei einer Kryptobörse und können von der allgemeinen Wertentwicklung profitieren – ähnlich wie beim Aktienindex DAX, der über Jahre gesehen auch immer höher klettert. Wenn Sie vor allem auf schnell steigende Kurse spekulieren, sind Sie bei den Angeboten der Krypto-Broker richtig.
  • Begrenzen Sie Ihr Risiko. Kryptowährungen sind eine spekulative Anlage. Investieren Sie deshalb nur so viel Geld, wie Sie auch als Totalverlust in Kauf nehmen könnten. Wenn Sie die ersten kleinen Gewinne gemacht haben, können Sie einen Teil auch schon einmal in reale Währungen zurücktauschen.
  • Melden Sie sich bei verschiedenen Kryptobörsen an. Das kann sich lohnen, wenn eine andere Kryptobörse niedrigere Gebühren nimmt oder als einzige eine bestimmte Währung im Angebot hat – aber nur den Tausch von Kryptowährungen ermöglicht. Dann wählen Sie zunächst eine Börse, die Ihnen eine Kryptowährung gegen Fiatgeld verkauft (also zum Beispiel Euro oder US-Dollar). Jetzt können Sie dieses digitale Geld an der anderen Börse gegen die gewünschte Währung eintauschen.
  • Speichern Sie die digitalen Münzen auf einer eigenen Wallet. Wenn Sie einige Einheiten einer Kryptowährung bei einer Kryptobörse kaufen, landen diese zunächst in der Online-Wallet (eine Art digitaler Geldspeicher im Internet) Ihres Accounts. Doch Börsen können gehackt werden, Ihr digitales Vermögen wäre dann womöglich verloren. Übertragen Sie deshalb die Einheiten auf Datenträger, die nicht mit dem Internet verbunden sind, zum Beispiel USB-Sticks. Wie das geht, erfahren Sie beim Support der Kryptobörsen.
Frau blickt auf Smartphone mit einem Kursverlauf auf dem Display
© istock/guvendemir/2020  Die Preise für Kryptowährungen steigen und sinken genauso wie die Aktien an herkömmlichen Börsen.

6 Kryptobörsen in der Übersicht

Welche die beste Kryptobörse ist, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Im Idealfall ist sie staatlich reguliert, daneben sind das Alter und viele Nutzer*innen ein gutes Zeichen. Mehr Nutzer*innen sorgen auch dafür, dass Sie so gut wie immer eine*e Verkäufer*in beziehungsweise eine*n Käufer*in finden. Deshalb sind diese 6 Kryptobörsen für Einsteiger*innen empfehlenswert.

Bitcoin.de: Der größte Marktplatz für Kryptowährungen in Deutschland

Bitcoin.de ist eine deutsche Plattform, hinter der eine echte Bank steht (nämlich die futurum bank AG). Deshalb gelten hier die strengen deutschen Regelungen und Gesetze für Banken. Mehr als 900.000 registrierte Nutzer*innen (Stand: 2021) bedeuten viele potenzielle Handelspartner*innen.

Nachteil: Bei einem Handel zahlen Verkäufer*in und Käufer*in jeweils 0,5 Prozent Gebühren – mehr als bei anderen Marktplätzen.

Kraken: Breite Auswahl an Kryptowährungen und niedrige Gebühren

Kraken gehört schon seit Jahren zu den etablierten Kryptobörsen. Auf der Plattform können Sie mit sehr vielen Kryptowährungen handeln – darunter auch weniger bekannte. Die Klassiker Bitcoin, Ripple, Ethereum, Monero und Litecoin gibt es natürlich auch. Außerdem akzeptiert Kraken viele staatliche Währungen für den Kauf des virtuellen Geldes. Allerdings geht die Einzahlung von solchem Fiatgeld nur per Banküberweisung.

Nachteil: Die Website ist nur auf Englisch verfügbar und es gibt keinen telefonischen Support.

Coinbase: Komfortable Kryptowährungsbörse für deutsche Nutzer*innen

Coinbase ist zwar eine amerikanische Handelsplattform für Kryptowährungen. Doch der Marktplatz ist auch für deutsche Nutzer*innen sehr komfortabel. Es gibt eine deutschsprachige Oberfläche und Sie können Kryptowährungen in Euro handeln. Coinbase bietet zudem eine benutzungsfreundliche App, mit der auch das Smartphone beim Handeln zum Einsatz kommen kann.

Nachteil: Vergleichsweise hohe Gebühren. Aufgrund hohen Andrangs gab es in der Vergangenheit öfter technische Probleme.

Paymium: Bitcoins per App kaufen

Auf Paymium können Sie nur Bitcoins kaufen und verkaufen. Dafür ist die Seite auf Deutsch und leicht zu bedienen. Zudem entspricht die Plattform laut eigenen Angaben den EU-Bestimmungen für Banken. Deshalb sollen Bitcoin-Einlagen hier zu 100 Prozent abgesichert sein. Weiterer Vorteil: Bitcoins können gebührenfrei per E-Mail versendet werden. Und: Wer hier eine Verkaufs- oder Kaufoption einstellt (auf Börsendeutsch „Maker“ genannt), zahlt keine Gebühr, sondern bekommt noch 0,1 Prozent obendrauf, wenn ein Deal zustande kommt (bei dem dann Gebühren anfallen für jene, die den Deal annehmen).

Nachteil: Hier ist nur eine einzige Kryptowährung – Bitcoin – verfügbar.

Digital Exchange (BSDEX): Krypto-Handel mit hohen Sicherheitsstandards

Hinter der BSDEX stehen neben der Börse Stuttgart auch die Solarisbank und die Verlagsgruppe Axel Springer. Sitz der Börse und aller beteiligten Partner ist Deutschland. Das sorgt für eine hohe Transparenz und Sicherheit. Auch sind die Transaktionsgebühren zwischen 0,2 und 0,35 Prozent recht niedrig.

Nachteil: Auf BSDEX lassen sich hier nur vier Kryptowährungen handeln (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple; Stand: Juli 2021).

Bitpanda: Die Kryptobörse für Einsteiger*innen

Bitpanda wurde 2014 in Österreich gegründet und gilt als besonders benutzungsfreundlich: Oberfläche und Menüs sind klar strukturiert und übersichtlich. Auch bei der Geschwindigkeit und dem Service fährt die Plattform gute Bewertungen ein. Zusätzlich gibt es Optionen wie einen Sparplan oder eine eigene Visa-Karte.

Nachteil: Eine klare Gebührenstruktur ist nur mit der Fortgeschrittenen-Version Bitpanda Pro zu haben.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Infos

KryptobörseFirmensitzAnzahl KryptowährungenGebührenEinzahlung per ...
Bitcoin.deFrankfurt/M., Deutschland50,5 %SEPA
KrakenSan Francisco, USAetwa 750,1–0,26 %SEPA
CoinbaseWilmington, USAetwa 70je nach Umfang pauschal 1 USD–1,49 %Kreditkarte, SEPA, PayPal
PaymiumParis, Frankreich1– 0,1 %–0,5 %Kreditkarte, SEPA, Apple Pay
Digital ExchangeStuttgart, Deutschland40,2–0,35 %SEPA
BitpandaWien, Österreichetwa 601,49 %Kreditkarte, SEPA, SOFORT, Giropay u. a.

Stand: Juli 2021

Bitcoin, Ethereum & Andere - Sollte ich investieren und wenn ja, wo?!

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Kryptowährungen als Geldanlage – eine gute Idee?

Es klingt wie der Traum aller Anleger*innen: Wer frühzeitig einige Euros in die richtige Kryptowährung wie etwa Bitcoin investiert hat, ist mittlerweile Millionär. Zumindest, wenn er oder sie das virtuelle Vermögen Jahre später und im richtigen Moment verkauft hat. In dem Fall war die Investition in Kryptowährungen eine gute Idee.

Aber das zeigt sich erst im Nachhinein – wie immer bei spekulativen Anlageformen, zu denen neben Aktien eben auch Kryptowährungen gehören. Wie sich ihr Wert im Laufe der Zeit entwickelt, lässt sich kaum seriös vorhersagen. Besonders Kryptowährungen haben sich jüngst als Paradebeispiel für hochriskante Investitionen erwiesen. Ihr Kurs schwankt erheblich, teilweise um mehr als 20 Prozent pro Tag. Manche verschwinden ganz vom Markt. Das heißt: Mit Kryptowährungen können Sie in einem Moment sehr hohe Gewinne erzielen, aber im nächsten auch ebensolche Verluste einfahren.

Kein Wunder: Anders als eine Firma erwirtschaftet das digitale Geld nichts. Es verkauft nichts, es kassiert keine Gebühren – macht also keine Gewinne, von denen die Besitzer*innen profitieren. Sein Wert hängt einzig und allein davon ab, wie viele es gerade kaufen und verkaufen wollen.

Außerdem gibt es bei Kryptowährungen einige Risiken, vor denen Sie bei der herkömmlichen Geldanlage sicher sind: Hacker-Attacken, Viren, Software-Sicherheitslücken und Ähnliches können dafür sorgen, dass Ihr Geld im schlimmsten Fall komplett weg ist.

Deshalb sollten Sie nur Geld auf die Karte „Kryptowährungen“ setzen, das Sie nicht unbedingt brauchen. Das Sie sozusagen „über“ haben. Wenn Sie aber auf Ihr angelegtes Kapital später unbedingt angewiesen sind, zum Beispiel weil Sie sie als zusätzliche Rente brauchen: Finger weg!

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