Junges Pärchen liegt zwischen Handwerkszeug und Plänen auf dem Boden ihrer Wohnung
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Günstig renovieren: 9 Ideen für die eigenen vier Wände

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 21.08.2019

Irgendwie ist immer alles gleich? Der Alltag, der Job, der Verkehr … und auch zu Hause begrüßt Sie jeden Abend derselbe Look? Dann wird es Zeit für etwas Neues: neue Farben, neue Möbel, neue Stimmung. Sie hätten so viele Ideen, wenn, ja wenn das alles nur nicht so viel kosten würde. Doch es geht auch ohne aufwendige und teure Renovierungsarbeiten. Ein paar Schönheitsreparaturen, einige Akzente, etwas Farbe – und schon erscheint Ihr Heim in frischem Glanz. Die KlarMacher zeigen Ihnen, wo Sie ansetzen können.

Themen in diesem Artikel

Bad renovieren: Neue Heimat für Handtuch und Haartrockner

Wenn das Bad in die Jahre gekommen ist, empfinden das viele als besonders unangenehm. Schließlich ist das oft der intimste Raum in der ganzen Wohnung. Altersspuren lassen ihn schnell schmuddelig und unhygienisch erscheinen. Unsere kleine Renovierungstour startet deshalb im Badezimmer.

1. Fliesen aufpeppen

Die Fliesen sind zwar heile, aber alles andere als schön? Oder Sie möchten einfach mal eine andere Farbe an der Badezimmerwand? Wandfliesen können Sie relativ einfach und kostengünstig auf Vordermann bringen. Aber Vorsicht: Als Mieter sollten Sie vorab mit Ihrem Vermieter sprechen. Denn die Fliesen gehören zur Wohnung, sie sind also sein Eigentum. Deshalb könnte er fordern, dass Sie den ursprünglichen Zustand wiederherstellen.

  • Fliesenlack gibt es in unterschiedlichen Farben im Baumarkt. Für höhere Ansprüche erhalten Sie Kombi-Pakete mit Grundierung und Versiegelung.
  • Als talentierter Handwerker können Sie auch wasserfesten Rollputz verwenden. Der wird genauso wie Lack aufgetragen und kann dann noch mit Struktur versehen werden. 
  • Kaum Aufwand macht Fliesenfolie. Die gibt es fertig zugeschnitten zum Aufkleben auf einzelne Fliesen. Vor allem für Muster, Grafiken und Bilder sind Fliesenfolien geeignet. Geht natürlich auch in der Küche. Und: Die Folie können Sie wieder entfernen, falls es der Vermieter beim Auszug verlangt.
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2. Fugen erneuern

In den Fugen sind Ablagerungen und schimmelige Spuren zu sehen? Ein frisches Antlitz wirkt gleich viel sauberer, hygienischer – und neuer. Für nur wenige Euro erhalten Sie im Fachhandel Fugen-Reparatur-Sets. In der Regel müssen Sie zuvor die Fuge auskratzen, dann können Sie sie einfach mit der Masse auffüllen. In manchen Sets ist gleich ein Abzieher enthalten, um überstehende Masse sauber abzustreichen. Sonst muss er mit auf die Einkaufsliste für den Baumarkt.

3. Farbe statt Fliesen

Wo das Bad nicht gefliest ist, geht es mit dem frischen Look sogar noch einfacher: mit wasserfester Wandfarbe. Wichtig dabei ist die Nassabriebklasse, die auf dem Eimer angegeben ist. Für das Bad benutzen Sie am besten Farben der Klassen 1 und 2. Diese sind zwar etwas teurer, aber dafür werden sie in der feuchten Umgebung nicht blasser – und es wird kein zweiter Anstrich nötig. Eine hohe Nassabriebklasse ist auch für die Küche wichtig, wo Sie den einen oder anderen Fettspritzer nass abwischen wollen. Bei Latexfarben wiederum ist der SD-Wert wichtig. Er gibt an, wie viel Wasserdampf die Farbe durchdringen kann. Für das Bad sollte er über 1,4 m liegen.

Werkzeug: Leihen statt kaufen

Werkzeug: Leihen statt kaufen

Bohrmaschine, Schleifmaschine, Farbrollen – mit gutem Werkzeug geht die Arbeit gleich viel einfacher. Es geht allerdings ganz schön ins Geld. Und das, obwohl es nur ein- bis zweimal gebraucht wird?

Günstiger ist es, sich die nötige Ausstattung zu leihen. Wenn Freunde und Bekannte nicht aushelfen können, dann auf jeden Fall der Baumarkt. Dort kostet es zwar etwas Miete, aber die Mitarbeiter können Sie auch gleich beraten, was Sie wofür brauchen und wie Sie damit umgehen. Aber Vorsicht: Viele Geräte sind vorbestellt, also am besten rechtzeitig informieren und reservieren.

Küche renovieren: Neue Kulisse für Kochtopf und Kühlschrank

Natürlich gilt: Alles, womit Sie die anderen Räume auf Vordermann bringen können, ist auch in der Küche möglich – und umgekehrt. Eine farbige Auffrischung stünde also vielleicht auch den Kacheln an der Küchenwand gut zu Gesicht. Ebenso lohnt ein Blick auf die Fugen. Und wo keine Fliesen, sondern Tapeten sind, ist ein frischer Anstrich ebenfalls gern gesehen. Trotzdem werfen wir beim ersten Tipp noch einmal einen Blick auf die Farben.

4. Farbenfrohe Fronten

Während im Bad häufig nur wenige Möbel stehen, die mit einem Farbwechsel einzelne Akzente setzen, sind die Fronten einer Einbauküche deutlich dominanter. Schränke, Türen, Schubladen: Überall gibt es größere Flächen, die einen frischen Anstrich vertragen können – und schon erstrahlt Ihre Küche in neuem Glanz. Und das für wenig Geld. Wichtig ist es allerdings, dass Sie vorher alle Flächen sorgfältig von Fett und Schmutz befreien. Falls die Einbauküche nicht von Ihnen selbst angeschafft wurde, sondern zur Wohnung gehört, sollten Sie auch für die Verschönerungsaktion vorab die Erlaubnis des Vermieters einholen.

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5. Griffe austauschen

Wie eine Küche wirkt, hängt oft auch von den Griffen der Schränke und Schubladen ab. Sind sie schon abgegriffen? Oder längst aus der Mode? Passen sie nicht mehr zum frischen Anstrich? Dann halten Sie nach neueren Modellen Ausschau. Einzelne Griffe gibt es häufig schon für wenige Euro, im Set werden sie noch günstiger. Messen Sie aber am besten vorher den Abstand zwischen den Griffschrauben aus, damit Sie keine neuen Löcher in die Schränke bohren müssen. Dann einfach die alten Griffe von hinten abschrauben, neue drauf – und so manche alte Front wirkt plötzlich wie nach einer Verjüngungskur.

6. Licht für neues Strahlen

Wenn ohnehin gerade ein neuer Look in die Küche einzieht, warum dann nicht auch neues Licht? Unter dem Hängeschrank, über der Spüle, am Fußbodenrand: Ein Streifen mit kleinen LED-Lämpchen taucht jede Küche sofort in ein neues Licht – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Montage ist denkbar einfach: Band zuschneiden, ankleben, fertig. Selbst günstige Ausführungen um die 20 Euro kommen häufig mit Fernbedienung und bieten verschiedene Farbstimmungen.

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Wohnräume renovieren: Neues Ambiente für Anrichte und Aktenschrank

Oft liegt es gar nicht an alten Möbeln oder ungestrichenen Wänden, dass keine Wohlfühlatmosphäre in den Wohnräumen aufkommt. Sondern daran, dass überall etwas herumliegt, herumhängt, herumfliegt. Statt in eine Renovierung könnten Sie also auch zunächst ein paar Euro in Ordnungssysteme stecken, zum Beispiel in stapelbare Kartons, ein Schubladenschränkchen oder ein Regal. Dann haben Sie auch genügend Platz für einige Schönheitsreparaturen.

7. Akzente für die Wände

Natürlich kann ein neuer Anstrich in den Wohnräumen nicht schaden. Doch ein neuer Look geht auch mit weniger Aufwand – und deutlich kostengünstiger. Nämlich mit Wandstickern. Das sind Motive, die einfach an die Wand geklebt werden. Es gibt sie von klein bis groß, schwarz-weiß bis kunterbunt, mit traditionellen Blumenmustern bis zu stylischen 3D-Effekten, Sprüchen, Landkarten und und und … Je nach Ausführung kosten sie im Schnitt zwischen 10 und 40 Euro und verleihen der Wand im Nu einen neuen Eindruck.

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8. Möbel aufmöbeln

Die alte Einrichtung tut es noch, sie sieht nur einfach nicht mehr so taufrisch aus? Neue Möbel sind teuer und vielleicht auch gar nicht nötig. Denn mit ein paar Kniffen können Sie Ihre alten Stücke noch ganz schön aufpeppen. Zum Beispiel mit einem frischen Anstrich mit einer knalligen Lackfarbe. Oder „verpacken” Sie die Stühle à la Christo mit farbigen Tüchern und Laken. Auch möglich: Abschleifen und einfach nur mit einem Schutzlack einstreichen. Das sorgt für einen stylischen Vintage-Look. Noch einfacher und günstiger geht es mit Möbelfolie, die Sie für wenige Euro pro Meter im Fachhandel bekommen. Die Auswahl ist dabei schier grenzenlos: matt oder glänzend, einfarbig oder gemustert, mit allen Farben des Regenbogens.

9. Neuer Boden

Mit ein paar Schönheitsreparaturen ist es nicht mehr getan? Weil der alte Boden jeden frischen Look drumherum zunichte macht? Dann kann es ganz schön ins Geld gehen. Erst recht, wenn Sie einen modernen Holzboden verlegen wollen. Günstiger geht es da mit dem guten alten Teppichboden, den Sie teilweise schon für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter bekommen. Mit Mut zur Farbe schaffen Sie damit eine völlig neue Wohnatmosphäre. Ähnlich günstig ist ein PVC-Boden, den es auch in Holzoptik gibt. 

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