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Online shoppen? Aber sicher! 6 Regeln, die Sie beim Bezahlen mit Kreditkarte schützen

Bianca Sellnow
von Bianca Sellnow, 06.02.2019

Nicht jeder schreit nach dem Onlineshopping vor Glück. Manchmal ertönt Wochen später beim Anblick der Kontobewegungen auch ein Schreckensschrei. Wenn unerklärliche Abbuchungen auf den Kontoauszügen zu entdecken sind, ist klar: Sensible Finanzdaten wurden ausgespäht. Zum Glück muss es nicht so weit kommen. Wenn Sie diese 6 Regeln befolgen, ist Onlineshopping mit Kreditkarte nicht nur superbequem, sondern auch supersicher.

 

Themen in diesem Artikel

1. Halten Sie Ihr Antivirenprogramm auf dem neuesten Stand!

Gehören Sie auch zu denjenigen, die bei der Aufforderung, das Antivirenprogramm zu aktualisieren, auf morgen klicken? Schluss damit! Wenn Sie Ihre sensiblen Finanzdaten vor Cyberkriminellen schützen wollen, kümmern Sie sich um die Basics. Die Sicherheit auf Ihrem Endgerät gehört dazu. Denn nur, wenn Ihr Rechner frei von Viren, Trojanern & Co. ist, ist sicheres Onlineshopping mit Kreditkarte möglich.

2. Achten Sie auf eine verschlüsselte Internetverbindung!

Die Internetadresse des Onlineshops muss mit „https“ beginnen, Abkürzung für “Hypertext Transfer Protocol Secure”. Das Protokoll stellt sicher, dass der Datenaustausch zwischen Ihnen und der Webseite verschlüsselt wird. Das soll Kriminelle daran hindern, Ihre E-Mail-, Login- oder Konto-Daten auszuspähen. Oft erkennen Sie die verschlüsselte Verbindung zusätzlich an einem Schloss-Symbol links neben der URL.

Aber Vorsicht: Die Verschlüsselung bedeutet zwar, dass niemand von außen Ihre Daten einsehen kann. Sind die Betreiber der Webseite aber selbst kriminell, könnten Ihre Daten trotzdem in falsche Hände geraten. Wichtig ist daher auch der nächste Tipp!

Online bezahlen mit Kreditkarte: URL-Leiste mit https und Schloss-Symbol
© iStock/Marc Bruxelle/2017  Das Schloss steht auf Rot? Dann sollten Sie auf dieser Onlineshop-Seite nicht mit Kreditkarte bezahlen.

3. Kaufen Sie nur bei seriösen Händlern!

Seriös und damit gefahrloser shoppen Sie bei einem Onlineshop mit Gütesiegel. Zum Beispiel dem Siegel von Trusted Shops. Aber Vorsicht: Nur wenn der Link auf der Seite des Händlers zur Internetseite der Zertifizierungsstelle führt, ist die Auszeichnung echt. 

Ist der Shop nicht zertifiziert, können Sie stattdessen auf ein ausführliches Impressum achten. Darin sollten unter anderem eine E-Mail-Adresse und Angaben zum Handelsregister stehen. Außerdem sollte der Händler keine Zusatzkosten für Kreditkartenzahlung aufrufen und weitere sichere Zahlungsmöglichkeiten wie Rechnung oder PayPal anbieten.

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Gütesiegel für Onlineshops sorgen für Sicherheit beim Einkaufen im Internet. Hier lesen Sie, auf welche Siegel Sie sich verlassen können und wie Sie Fake-Shops erkennen.

4. Speichern Sie Ihre Kartennummer nie im Browser!

Beim Kauf geben Sie außer Ihrer Kreditkartennummer auch die sogenannte Prüfnummer ein. Sie wird auch CVV oder CVC genannt, ist drei- bis vierstellig und befindet sich auf der Rückseite der Karte. Für sicheres Einkaufen im Internet ist es wichtig, dass Sie beide Kartennummern nie im Browser speichern. Auch wenn einige Browserbetreiber damit werben, dass Sie mit gespeicherten Daten schneller bezahlen: Geben Sie die Nummern zu Ihrem eigenen Schutz jedes Mal neu ein.

5. Schützen Sie sich zusätzlich mit dem 3D-Secure-Verfahren!

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme haben Geldinstitute das 3D-Secure-Verfahren entwickelt. Es dient der Authentifizierung von Karteninhaber und Onlineshop und stellt sicher, dass kein Betrüger an der Transaktion beteiligt ist. Bei Visa heißt das Verfahren Verified by Visa, Mastercard nennt es SecureCodeTM. Wenn Sie sich für das 3D-Secure registrieren möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Über den Onlineshop: Sie melden Ihre Kreditkarte im Onlineshop für das 3D-Secure-Verfahren an. Der Shop leitet die Anfrage an Ihre Bank weiter. Danach müssen Sie entweder eine persönliche Frage beantworten, zum Beispiel, wann Ihr Geburtstag ist. Oder Sie erhalten per SMS ein Passwort. Einmal eingegeben, ist die Registrierung abgeschlossen. 
  2. Direkt über die Bank: Bei vielen Geldinstituten haben Sie die Möglichkeit, sich schon vor dem Shoppen anzumelden, zum Beispiel über ein Online-Formular. Sie sind Kunde bei der Hanseatic Bank? Dann können Sie sich hier für Verified by Visa registrieren.

Und wie geht es nach der Anmeldung weiter? Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Manche Institute senden bei jedem Einkauf eine persönliche TAN an das Handy ihrer Kunden. Andere arbeiten mit persönlichen Mitteilungen und gesonderten Passwörtern. Das Resultat ist in jedem Fall das Gleiche: Onlineshopping auf höchster Sicherheitsstufe.

Mann bekommt SMS mit Passwort fürs Onlineshopping auf sein Smartphone
© iStock/shapecharge/2018  Dank 3D-Secure-Verfahren können Betrüger nichts in Ihrem Namen bestellen, denn das geht z. B. nur mit dem Passwort auf Ihrem Smartphone.

6. Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen!

Hundertprozentige Sicherheit können wir Ihnen beim Onlineshopping mit Kreditkarte leider nicht versprechen. Auch wenn Sie aufpassen wie ein Schießhund: Was sich die Cyberkriminellen als Nächstes einfallen lassen, wissen wir nicht. Deshalb sollten Sie die Buchungen auf Ihrem Konto immer wieder kontrollieren. Sollten Sie tatsächlich eine Unstimmigkeit entdecken: Solange Sie nicht fahrlässig gehandelt haben – kein Problem! Wenn Sie den Missbrauch unverzüglich an Ihre Bank melden, bekommen Sie das verlorene Geld in der Regel bis zur Höhe der Haftungsbeschränkung zurück.

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