Rückzahlungen für Mieter und Eigentümer

11.04.2017 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Gesunkene Energiepreise und der mäßige Winter wirken sich positiv auf die Wohnnebenkosten aus. Die Abrechnung muss innerhalb eines Jahres vorliegen.

Die Betriebskostenabrechnungen waren in den vergangenen Jahren selten Anlass zur Freude. Das ist dieses Jahr anders. Mieter und Eigentümer können wegen der gesunkenen Kosten für Energie mit Rückzahlungen rechnen.

Insgesamt war der Winter 2016 in Deutschland nur geringfügig strenger als 2015. Die Kälte im November und Dezember hätte normalerweise zu höheren Verbrauchskosten geführt. Diese wurden aber durch niedrigere Energiepreise aufgefangen. Im Jahresdurchschnitt wurde Heizöl um 16,9 Prozent, Fernwärme um 8,5 Prozent und Gas um drei Prozent günstiger.

Im Durchschnitt fallen zwischen zwei und drei Euro pro Quadratmeter im Monat an für Heizung und Warmwasser, für Grundsteuer, Straßenreinigung, Wasser, Abwasser, Müllbeseitigung, Hausmeister, Gartenpflege, Hausreinigung, Versicherungen, Aufzug usw. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung sind das zwischen 1.680 bis 2.520 Euro pro Jahr. Die Energiekosten machen rund 60 Prozent der gesamten Nebenkosten aus. Für Wohnungseigentümer fallen zusätzlich Zahlungen für die Instandhaltungsrücklage und für die Verwaltung an.

Spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums muss die Betriebskostenabrechnung vorliegen. Auf später eintreffende Betriebskostenabrechnungen müssen Mieter keine Nachzahlungen mehr leisten. Das hat erst jüngst ein Urteil des Bundesgerichtshofes nochmals bestätigt (BGH, 25.01.2017, VIII ZR 249/15).
Informationen zur Heizkostenabrechnung finden Sie unter:
http://www.heizspiegel.de/richtig-heizen/heizkostenabrechnung.

Schlagwörter: Mieter, Eigentümer, Rückzahlung, Betriebskostenabrechnung

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