Im Frühjahr wächst die neue Europa-Serie

29.11.2016 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Nach dem Fünfer, Zehner und Zwanziger wird nun am 04. April 2017 die neue 50-Euro-Banknote in Umlauf gehen. Der 50er ist die am häufigsten genutzte Stückelung der Euro-Banknoten und der meist gefälschte Geldschein.

Neue Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern nun das Handwerk erschweren:

1. Fühlen
Papier: Echtes Banknotenpapier fühlt sich griffig und fest an.
Fühlbares Relief: Bei Hauptmotiv, Schrift und großen Wertzahl ist ein Relief spürbar. Auf der Vorderseite der neuen Banknoten lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten.

2. Sehen
Wasserzeichen: Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht. Ein schemenhaftes Motiv wird sichtbar, in dem die Wertzahl und das Hauptmotiv zu erkennen sind.
Porträt-Wasserzeichen: Ein Porträt der Europa wird sichtbar.
Porträt-Fenster im Hologramm: Bei Betrachtung gegen das Licht wird das Fenster am oberen Rand des Hologramms durchsichtig. In ihm erscheint ein Porträt der Europa, das von beiden Seiten des Geldscheins zu erkennen ist.

3. Kippen
Hologramm: Kippen Sie die Banknote. Der Folienstreifen im rechten Teil der Vorderseite zeigt die Wertzahl und das €-Symbol.
Porträt-Fenster im Hologramm: Das Fenster am oberen Rand des Hologramms zeigt ein Porträt der Europa. Beim Kippen des Scheins ist im Fenster auch die von regenbogenfarbenen Linien umgebene Wertzahl der Banknote zu sehen. Auf der Rückseite erscheint die kleine regenbogenfarbene Wertzahl mehrfach im Fenster.
Smaragd-Zahl: Auf dieser glänzenden Zahl bewegt sich ein Lichtbalken auf und ab. Außerdem verändert die Zahl ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Zusätzliche Sicherheitsmerkmale
Mikroschrift: An einigen Stellen auf der Banknote befinden sich winzige Schriftzeichen. Diese können mit einer Lupe entziffert werden. Sie sind gestochen scharf, nicht verschwommen.
Standard-UV-Licht (Banknotenvorderseite):  Das Papier selbst leuchtet nicht. Kleine, in das Papier eingearbeitete Fasern fluoreszieren. Jede Faser weist drei verschiedene Farben auf.
Die Sterne der europäischen Flagge, die kleinen Kreise und die großen Sterne leuchten gelb. Mehrere andere Stellen fluoreszieren ebenfalls gelb.
Besonderes UV-Licht (UV-C): Auf der Vorderseite leuchten die kleinen Kreise in der Banknotenmitte gelb, die großen Sterne und mehrere andere Stellen orange. Auch das €-Symbol wird sichtbar.
Infrarot-Merkmale: Auf der Vorderseite sind unter Infrarotlicht die Smaragd-Zahl, ein Teil der großen Wertzahl, die rechte Seite des Hauptmotivs und der Folienstreifen zu erkennen. Auf der Rückseite sind außer dem Fenster nur die Wertzahl und die horizontal verlaufende Seriennummer zu sehen.

Warum müssen die Scheine überhaupt erneuert werden?
Die EZB will mit den neuen Scheinen gegen Geldfälscher ankämpfen. 2015 hatte die EZB eine Rekordzahl an Falschgeld-Noten aus dem Verkehr gezogen - insgesamt 899.000 Blüten waren es nach EZB-Angaben. Der beliebteste Schein der Fälscher ist der „falsche Fuffziger“. Etwa jeder zweite nachgemachte Schein in Deutschland war eine Fünfzig-Euro-Banknote .

Einführung und Gültigkeit
Die alten 50-Euro- Scheine bleiben gültig und werden nach und nach von den Notenbanken aus dem Verkehr gezogen.

Quelle: Bundesbank/EZB

Schlagwörter: Europa-Serie, Euro-Banknoten, Sicherheitsmerkmale, Fünfziger

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