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Statistisch gesehen: Zehnmal so viel Geld für Sonne wie für Schatten

Bianca Sellnow
von Bianca Sellnow, 05.08.2019

Sommer, Sonne, Sonnenschein – aber bitte nicht zu viel davon. Auch Schatten hat seine schönen Seiten. Und so geben wir in Deutschland jährlich über zwei Milliarden Euro für Rollläden, Markisen und Co. aus. Klingt viel? Das ist noch gar nichts. Denn oft genug lassen wir den Schatten zu Hause zurück, um der Sonne hinterher zu reisen. Und dafür machen wir ein Vielfaches an Geld locker.

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Wenn im Sommer die Sonne heiß vom Himmel brennt, ist jedes Stück Schatten willkommen. Und diesen kleinen Luxus lassen wir uns ordentlich was kosten. So gibt der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. an, dass die Branche immerhin einen Umsatz von etwa 2,1 Milliarden Euro pro Jahr hat.

Noch viel mehr als das geben wir allerdings aus, um dem Schattendasein dann doch zu entfliehen und uns am Strand in der Sonne brutzeln zu lassen. Für Badeferien allein machen wir laut dem Marktforschungsinstitut GfK ganze 21 Milliarden Euro* pro Jahr locker.

Cremen und Sprühen als Sonnenschutz kaum ein Thema

Was Sonnenschirme, Markisen, Rollladen und Co. vorlegen, holt der mobile Sonnenschutz längst nicht heraus. Sonnenmilch oder -creme haben es schwer bei den Deutschen, nur rund 168 Millionen haben wir der dpa zufolge zwischen Frühling 2017 und 2018 dafür ausgegeben.

Die meisten kaufen dabei nur jedes zweite Jahr eine neue Creme. Und im Schnitt geben wir pro Kopf gerade mal 2,10 Euro pro Jahr für den Sonnenschutz aus der Tube aus. Das ist fast nichts, wenn man bedenkt, wie viel Sonnenstrahlung wir uns täglich aussetzen. Denn auch im Schatten kommen bis zu 85 Prozent davon noch an, indem sie von Gebäuden, dem Boden oder dem Wasser aus reflektiert werden. Und auch Kleidung lässt die Sonne durch. Deshalb ist Eincremen immer wichtig, wenn wir uns bei Sonne längere Zeit draußen aufhalten.

*33 Prozent vom Gesamtumsatz (64,7 Mrd. Euro)  für vorab gebuchte Reiseleistungen 

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