Kind bringt Lichterkette am Weihnachtsbaum an
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Statistik: Strom für Weihnachtsbeleuchtung reicht für fünf Mio. Jahre Fernsehen

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 11.11.2019

Oh du strahlende! Pünktlich zur Weihnachtszeit leuchtet und funkelt und glänzt und glitzert es – zu Hause kaum weniger als in den großen Kaufhäusern. Die Kosten dafür nehmen es sogar mit dem liebsten Zeitvertreib der Deutschen auf.

Von wegen dunkle Jahreszeit! Zu Weihnachten erhellen nach Schätzungen über 15 Milliarden Lichter unsere Wohnungen und unsere Innenstädte. Leuchtschlangen, Elektro-Kerzen und Co. bringen die Stromzähler ganz schön auf Touren: Rund 500 Millionen Kilowattstunden kommen bei dem jährlichen Lichterspektakel zusammen. Die Menge reicht aus, um Großstädte wie Paderborn oder Würzburg das ganze Jahr über mit Strom zu versorgen. Das vertreibt selbst den eigentlichen Superstar im heimischen Wohnzimmer aus dem Rampenlicht: den Fernseher. Rund fünf Millionen Jahre könnte ein TV-Gerät mit dieser Strommenge flimmern, wenn es täglich vier Stunden läuft und ansonsten im Stand-by-Betrieb ist.

Schlangenweise Schlangenstrom

Schlangenweise Schlangenstrom

Stromverbraucher Nummer eins im Weihnachtsglanz ist die Lichterkette. Ein Grund dafür: Viele Heim-Verschönerer setzen noch auf die klassischen Glühlämpchen-Modelle ohne LED, weil diese ihrer Ansicht nach ein wohligeres Licht verströmen. Doch drei solcher Exemplare verbrauchen in den fünf Wochen rund um Weihnachten so viel wie der Kühlschrank im ganzen Jahr.

Überhaupt verursacht das Fest ein wahres Feuerwerk bei den Energieversorgern. Am ersten Weihnachtstag zum Beispiel verbrauchen wir mehr Strom als an jedem anderen Tag des Jahres – rund ein Drittel mehr als sonst verzeichnen die Stromzähler in der ganzen Republik. Die drehen sich vor allem am Vormittag, wenn im Ofen das Federvieh vor sich hin schmort. “Gänsebratenspitze” nennen die Stromlieferanten den Anstieg.

Weihnachtsbeleuchtung erhöht Stromverbrauch

Doch wer glaubt, der Dezember sei deshalb Rekordhalter in Sachen Stromverbrauch, der irrt: Im noch dunkleren und kälteren Januar sind es sogar einige Kilowattstunden mehr. Am wenigsten verbrauchen die Deutschen dagegen im Juni. Gegen die Sommersonne kommt schließlich selbst die hellste Weihnachtsdeko nicht an.

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