Eine Frau hält freudig ein paar 10-Euro-Scheine
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Mühelos Geld verdienen: Mit diesen 6 Nebenjobs geht's

Bianca Sellnow
von Bianca Sellnow, 30.10.2019

Nichts tun, oder wenigstens fast nichts, und dabei Geld verdienen. Wer träumt nicht davon?! Aber es muss nicht beim Träumen bleiben, denn das geht tatsächlich. Und zwar mit diesen eher ungewöhnlichen Jobs. Zugegeben, reich werden Sie damit sicher nicht, aber ein ordentlicher Nebenverdienst kann schon rausspringen.

Themen in diesem Artikel

1. Für Geld die Beine in den Bauch stehen

Beim Einwohnermeldeamt, vor dem Apple Store oder auch an der Ticketkasse – Schlangestehen kostet Nerven und Zeit. Oder eben Geld. Denn wer sich nicht selbst anstellen möchte oder kann, der engagiert heute professionelle Schlangesteher.

Als Wartender kann das für Sie sogar richtig lukrativ werden. Während Sie vor dem Ticketshop campieren oder beim Elektronikgeschäft für die neueste Spielekonsole anstehen, kann das nämlich um die 10 Euro pro Stunde einbringen. Manchmal sogar mehr.

Aber wo finden Sie diesen ungewöhnlichen Nebenjob? Solche Arbeitsangebote werden meistens lokal oder regional vergeben und tauchen daher zum Beispiel immer mal wieder in Jobbörsen auf. Häufig zum Beispiel in Jobbörsen für Studenten. Also einfach in Ihrer Stadt oder im Landkreis Ausschau halten.

Personen stehen in einer langen Warteschlange vor einer Tür
© istock/gemenacom/2013  Wer gut im Warten ist, kann sich damit unter Umständen etwas dazuverdienen.

2. Als Komparse mit der Kamera flirten

Einmal selbst vor der Kamera stehen – viele würden dafür bezahlen, um es hinter die Kulissen einer Filmproduktion zu schaffen. Aber noch schöner ist es doch, damit Geld zu verdienen und gleichzeitig selbst im Film mitzumischen. Und das geht schon ab Ihrem ersten Tag. Dafür machen Sie einfach das, was vor ihrer großen Karriere sogar einige berühmte Schauspieler gemacht haben: Arbeiten Sie als Komparse oder Statist.

Um die 10 Euro pro Stunde sind bei diesem ungewöhnlichen Nebenjob drin. Eventuelle Zuschläge gibt es für Nachtaufnahmen oder andere Sonderfälle beim Dreh. Und das richtig Coole dabei: Es sind nicht immer nur kleine Fernsehproduktionen, für die auch Laien als Statisten oder Komparsen gesucht werden. Im besten Fall können Sie mit diesem Nebenjob sogar ein kleiner Teil eines Hollywood-Blockbusters werden.

Komparse oder Statist – wo ist der Unterschied?

Komparse oder Statist – wo ist der Unterschied?

Komparsen übernehmen kleine Rollen, die mit der Handlung verknüpft sind. Zum Beispiel gehen sie in einem bestimmten Moment hinter den Schauspielern entlang durch das Bild und dürfen manchmal sogar ein oder zwei Sätze sagen. Statisten haben mit der eigentlichen Handlung in der Regel nichts zu tun. Beispielsweise sitzen sie in einem Restaurant als Gäste unbeachtet im Hintergrund. Die Grenzen zwischen den beiden Arten von Darstellern verschwimmen aber immer wieder.

Und wie werden Sie zum Komparsen oder Statisten? Eigentlich ganz einfach. Es gibt Agenturen, die solche Nebenjobs vermitteln, wie etwa „Filmgesichter“ oder „EndemolShine“. Bei diesen Agenturen füllen Sie normalerweise einen Fragebogen aus und laden einige aktuelle Bilder von sich hoch. Schon sind Sie registriert.

Die Haken an der Sache: Etwas Glück brauchen Sie schon, damit die Agenturen Sie in ihre Kartei aufnehmen. Während Sie für die eine vielleicht passen, lehnt Sie die andere unter Umständen ab. Und Filmdrehs finden nicht immer an Randzeiten oder Wochenenden statt. Gerade wenn Sie im Hauptberuf in Vollzeit arbeiten, könnten Ihnen die Termine ungelegen kommen, für die Sie ausgesucht werden.

Eine Filmcrew dreht eine Szene mit Komparsen in einer Stadt
© istock/ollo/2016  Als Komparse können Sie in die Filmwelt reinschnuppern, brauchen nicht viel zu machen und bekommen dafür auch noch Geld.

3. Sich so richtig den Kopf waschen lassen

Sie wollten schon immer auf den Laufsteg? Aber Sie haben nicht die typischen Modelmaße? Oder die nächste Heidi Klum zu werden ist Ihnen zu anstrengend? Dann lassen Sie Ihre Haare die Arbeit für sich machen und werden Sie zum Frisurenmodel.

Damit werden Sie zwar nicht so viel verdienen wie die Topmodels dieser Welt. Dafür ist weder Erfahrung noch viel Mühe nötig, um mit den Haaren auf die große Bühne zu kommen. Allerdings ist häufig Voraussetzung, dass Sie volles und gesundes Haar haben. Und Sie sollten sich nicht vor einem kompletten Umstyling fürchten. Anders als bei Ihrem Friseur können Sie bei einer Show das Ergebnis nämlich nur sehr selten beeinflussen. Vielleicht mögen Sie beispielsweise Ihre Haare lang und ungefärbt. Der Friseur möchte aber mit knallig-pinken Strähnen und einer Kurzhaar-Frisur bei Zuschauern oder Jury punkten.

Haben Sie Interesse an diesem ungewöhnlichen Nebenjob, melden Sie sich einfach bei speziellen Agenturen wie „Kuhlmann Beauty” an. Oder bewerben Sie sich in Jobbörsen auf passende Anzeigen. Werden Sie tatsächlich für ein Event gebucht, winken bis zu 100 Euro und mehr pro Tag. Dafür sind Sie zwar unter Umständen den ganzen Tag unterwegs. Sie sparen aber zusätzlich Geld und Zeit für den Friseur und bekommen eine top geschnittene und gestylte Mähne.

Drei Friseure stehen um einen Mann herum und schneiden an seinen Haaren
© istock/monkeybusinessimages/2014  Als Haarmodel bekommen Sie einen professionellen Schnitt und auch noch Geld für Ihre Zeit auf dem Friseurstuhl.

Tipp: Wem es ausreicht, statt Geld nur den Haarschnitt umsonst zu bekommen, der kann auch im Friseursalon um die Ecke nachfragen. Häufig benötigen Auszubildende jemanden, an dem sie Haarschnitte, Dauerwellen oder das Färben üben können. Nachteil: Sie dürfen meistens nicht wählen, was der Auszubildende mit Ihren Haaren veranstaltet. Aber im Zweifelsfall können Sie bei ungewollten Veränderungen wie Dauerwelle oder Strähnchen den Job ablehnen.

4. Im Nebenjob zum Lebensretter werden

Blut spenden rettet Leben. Deshalb sollte Geld auf keinen Fall der wichtigste Anreiz dafür sein. Trotzdem: Ihre Zeit beim Blutspenden können Sie sich unter Umständen bezahlen lassen. Jedenfalls bei manchen Blutspendediensten. Entsprechende Dienste in Ihrer Nähe finden Sie über eine Suche im Internet. Für eine sogenannte Vollblutspende bekommen Sie dort um die 20 Euro. Etwas mehr gibt es manchmal für eine Blutplasmaspende.

Der Unterschied zwischen Vollblut- und Blutplasmaspende? Bei der Vollblutspende geben Sie Ihr gesamtes Blut her – Nadel rein, Blut raus und fertig. Bei der Blutplasmaspende wird Ihnen zunächst auch das ganze Blut abgezapft. Dann wird daraus aber das Blutplasma herausgefiltert und der Rest des Blutes wieder in Ihren Körper gepumpt. Der Vorteil: Blutplasmaspender erholen sich häufig schneller, weil der Körper nur die verlorenen Bestandteile, aber nicht das gesamte Blut nachbilden muss.

Einen kleinen Haken hat die Blutspende aber: Sie müssen sich an bestimmte Regeln halten. So sollten Sie vor der Spende ausreichend gegessen haben, am besten leichte Kost und nicht zu fettig. Ab dem Abend vor der Spende ist Alkohol zudem tabu. Und Sie sollten ausreichend getrunken haben, zum Beispiel Wasser oder Tee.

Eine Krankenschwester nimmt einer Frau eine Blutspende ab
© istock/monkeybusinessimages/2014  Ihre Blutspende ist wichtig, weil sie Leben rettet – und nebenbei kann sie Ihnen auch noch bares Geld einbringen.

5. Anderen einfach mal die Meinung sagen

Durch Facebook, Instagram und Co. werden Sie ständig mit den Meinungen anderer konfrontiert? Dann geben Sie Ihre Gedanken doch auch mal zum Besten – und verdienen Sie damit gleich etwas dazu. Denn: Marktforscher suchen ständig nach Menschen, die sie befragen können. Oder auch nach Testern, die ihre Produkte ausprobieren und deren Eigenschaften kommentieren.

Und das lassen sich die Unternehmen bis zu 10 Euro die Stunde kosten, manchmal sogar mehr. Die Anbieter für diesen ungewöhnlichen Nebenjob sind zahllos. Darunter sind aber auch einige zwielichtige Firmen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, bei seriösen Unternehmen zu landen.

Wie Sie die erkennen? Als seriös gelten etablierte Institute wie etwa die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die unter anderem über ihr Verbraucherpanel Marktforschung betreibt. Aber auch jüngere Plattformen von kleineren Unternehmen können glaubwürdig Marktforschungen unterstützen, wie beispielsweise empfohlen.de oder mymarktforschung.de. Bei der Auswahl helfen können Testberichte oder auch Erfahrungsberichte zu den Marktforschungsunternehmen aus dem Internet. Meistens zeigt sich darin schnell, für wie seriös die Tester oder auch Nutzer das Unternehmen halten.

Drei verschiedene Smileys auf einem Display, ein Finger tippt auf einen davon
© istock/monkeybusinessimages/2014  Viele Unternehmen möchten zu gern wissen, was Sie denken – und zahlen deshalb für Ihre Meinung.

6. Autos statt Schäfchen zählen

Ein Auto, zwei Autos, drei Autos – gerade wenn Sie abends im Bett Schäfchen zählen, können Sie diesem ungewöhnlichen Nebenjob bestimmt viel abgewinnen. Denn immer wieder suchen Städte oder Bundesländer nach sogenannten Verkehrszählern, die an ausgewählten Verkehrspunkten über mehrere Tage oder Wochen hinweg die Fahrzeuge zählen.

Einiges an Konzentration brauchen Sie für das mehrstündige Zählen pro Schicht zwar schon. Dafür wird es für einen Nebenjob mit wenig Aufwand aber auch ganz gut bezahlt. Um die 10 Euro pro Stunde können Sie als Verkehrszähler erwarten. Dazu kommt häufig ein pauschaler Betrag für die An- und Abreise. Angebote für diesen Nebenjob finden Sie beim jeweiligen Landkreis oder der Stadt. Außerdem in allgemeinen Jobbörsen. Und oft auch auf Seiten, die Studentenjobs anbieten, wie etwa beim „Studierendenwerk Berlin”.

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