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3 digitale Bank-Services, die Papa noch nicht kannte

Thorsten Schierhorn
von Thorsten Schierhorn, 31.07.2019

Erinnern Sie sich noch an Bankbesuche nach diesem Muster: Anstellen mit dem Sparbuch. Warten, bis der Banker oder die Bankerin an den Tresen bittet. Alle Einträge vornehmen lassen. An der Kasse anstellen. Das Geld einzahlen oder entgegennehmen. Den Vorgang abstempeln lassen. Das alles ist noch gar nicht allzu lange her. Heute dagegen sind Bankgeschäfte dank Internet und Smartphone schnell von zu Hause aus erledigt. Und manche Dienste hätte es ohne Digitalisierung gar nicht erst gegeben.

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1. Zinsloser Kredit statt Dispo

Egal, ob Girokonto mit oder ohne Online-Banking, eines hat sich nicht geändert: Wer in den Dispo rutscht, muss Zinsen zahlen. Und weil der Dispokredit schnell und unbürokratisch ohne weitere Hürden eingeräumt wird, ist er auch verhältnismäßig teuer. In Zeiten von leicht verfügbaren Kreditkarten aber haben findige Finanzfüchse eine bessere – weil billigere – Lösung gefunden.

In der Regel sind die Zahlungen, die man mit seiner Kreditkarte vornimmt, dasselbe wie Kredite. Schließlich bekommt man ja das Geld vom Kreditkartenunternehmen vorgestreckt. Der Clou: Wer diese “Schulden” beim Kreditkartenunternehmen am Monatsende begleicht, muss in aller Regel keine Zinsen zahlen. Wer also kurzfristig Geld benötigt und clever ist, nutzt statt des Dispos den Überweisungsservice von Kreditkarten. 

Sprich: Man überweist sich selbst den Wunschbetrag von der Kreditkarte aufs Girokonto. Schon ist man wieder flüssig. Dann rechtzeitig das Kreditkartenkonto ausgleichen – und die Dispo-Zinsen können einem gestohlen bleiben.

Übrigens: So eine Überweisung funktioniert auch mit der GenialCard und GoldCard der Hanseatic Bank.

2. Die Super-Turbo-Blitz-Überweisung

Man muss sich nur mal vorstellen, wie etwa zu Zeiten der Hanse das Geld von einer Tasche zur anderen wanderte. Wenn zum Beispiel ein Händler aus Lübeck in Venedig Stoffe kaufen wollte, musste jemand die Münzen über Hunderte von Kilometern und über zig Zollstationen hinweg bis nach Italien bringen. Statt Geld konnte es auch ein Schuldschein sein, der auf Reisen ging. Auf jeden Fall dauerte es unheimlich laaaange, bis der Kauf bezahlt war.

Mit der Überweisung dauert es heutzutage nur noch einen Bruchteil dieser Zeit. Und gerade setzt das neueste System zum Durchmarsch an: Instant Payment. Das bedeutet sozusagen Überweisung in Echtzeit. In Sekundenschnelle wandert damit ein Betrag von einem Konto aufs andere. Einige Banken nutzen Instant Payment schon für den Zahlungsverkehr untereinander. Im Januar 2019 führte das Versandhaus Otto in Kooperation mit der Hanseatic Bank als erster Onlineshop das System ein. Wenn man dort also per Vorkasse einkauft, landet das Geld sofort bei Otto und schon wird die Ware auf den Weg gebracht. Instant Payment macht’s möglich.

Frau sitzt am Couchtisch vor ihrem Sofa und tippt Informationen von einem Formular in ihren Laptop
© istock/vitapix/2019  Ganz ohne Papiere und Daten geht auch ein Online-Kreditantrag nicht. Dafür jederzeit und von überall.

3. Die Kredit-Sofort-Entscheidung

Einen Termin mit einem Bankberater ausmachen, sich dafür den Vormittag frei nehmen, alle nötigen Papiere zusammensuchen, ein langes Gespräch – nur für einen Kredit? Klar, bei einer hohen Summe wie für einen Hauskauf ist das auch heute noch nötig und empfehlenswert. 

Aber bei einem überschaubaren Betrag, etwa für eine neue Küche oder ein kleines Auto? Da können Sie den Kredit gemütlich vom heimischen Sofa aus beantragen, wann immer es Ihnen gerade passt. Das Internet und passgenaue Computerprogramme machen es möglich. Einfach die jeweiligen Felder in einem Online-Antrag ausfüllen, absenden – und in der Regel weiß man schon nach wenigen Minuten, ob der Kredit bewilligt wird.

Übrigens: Auch eine Kreditkarte können Sie heutzutage bequem online beantragen.

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