Wenn es draußen schneit und friert…

21.12.2010 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Schlittenfahrt © MosquidooNur noch ein Tag und die kälteste, aber auch romantischste aller 4 Jahreszeiten besucht uns offiziell wieder. Der Winter. Je nach astronomischer Ausrichtung beginnt die kalte Jahreszeit mit dem 21.Dezember, in wenigen Ausnahmefällen mit dem 22.Dezember.

Der Winterbeginn tritt ein, wenn die Sonne die geozentrische Länge von 270 Grad erreicht. Nach der “Wintersonnenwende” am 22. Dezember werden die Tage wieder länger, ehe ab Juni zur Sommersonnenwende der Trend dann wieder umgekehrt verläuft. In der Regel dauert der Winter ca. 89 Tage an. Eine astronomische Besonderheit sind die kürzeren Tage und die längeren Nächte. An den jeweiligen Polregionen gibt es gar komplette 5-6 monatige Polartage bzw. -nächte.

“Es treibt der Wind im Winterwalde, die Flockenherde wie ein Hirt und manche Tanne ahnt, wie balde, sie fromm und lichterheilig wird… .” Der Beginn dieses unbeschreiblich schönen Gedichtes von Rainer Maria Rilke beschreibt kurz, was die 4. Kalenderzeit mit sich bringt. Neben dem weißen Lebenskleid, werden die Bäume licht und erlauben Blicke durch ihr Geäst. Geht man in die freie Natur, begleiten einen nicht selten nur die Geräusche des zertretenen Schnees. Ruhe liegt in der Luft, da die meisten Tiere sich verkrochen haben oder nur zur Nahrungssuche ihren Bau oder Unterschlupf verlassen. Viele Vögel sind gen Süden gezogen, Igel und Siebenschläfer haben sich schon vor Wochen in den Winterschlaf begeben und auch die einheimischen Hirsche fahren ihren Körper in eine Art Ruhezustand herunter. Selbst der Schneefall ist kaum hörbar und Winde stellen sich nur selten ein. So stellt vor allem die Ruhe einen Eckpunkt dieser Jahreszeit dar. Doch nicht alles ruht und schläft. Unter der Erde beginnen die Samen und Pflanzen ihre Reife zu entwickeln. “Es wächst viel Brot in der Winternacht, weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat; erst wenn im Lenze die Sonne lacht, spürst du, was Gutes der Winter tat.” (Friedrich von Weber)

Der Winter wird oft auch als Jahreszeit der Kinder angesehen. Besonders wenn er schneereich ist. Während Erwachsene von der bitteren Kälte, der frühen Dunkelheit, den Gefahren auf den Straßen und den nassen Schuhen genervt sind, genießen Kinder den Spaß, den Schnee und Eis mit sich bringen. Jeder noch so flache Hügel wird so zum Rodelparadies und jeder noch so kleine zugefrorene Teich zur Schlittschuhbahn.

Zudem bringt der Winter einige große Feste mit sich. In den meisten westlichen Ländern wird vom 24.12. bis 26.12. Weihnachten gefeiert. Dieses kirchliche Hauptfest beginnt jedoch häufig schon viel früher. Mit der vorweihnachtlichen Buß- u. Fastenzeit, den meisten als Adventszeit bekannt. Der Heiligabend – auch als Heilige Nacht bezeichnet – läutet das Hochfest, den Geburtstag von Jesus Christus am 25.12., ein. Dieser Tag gilt als eigentlicher Festtag und ist in vielen Ländern ein Feiertag. Mit der Taufe Jesu am Dreikönigstag (06.01.) endet die Weihnachtszeit. Am 31.12. feiern wir Sylvester. Das Jahresende wird traditionell mit viel Lärm, Raketen und Böllern verabschiedet. Viele weitere Traditionsfeste fallen ebenfalls in die kalte Jahreszeit. So zum Beispiel das Martinsfest, der Valentinstag und die Faschingszeit.

Schlagwörter: kalte Jahreszeit, Weihnachten, Winter, Winteranfang

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