Vernetztes Zuhause – „My Smart Home is my Castle“

22.12.2014 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Heizungen, die sich selbsttätig anstellen, Waschmaschinen und Backöfen, die von allein die Arbeit aufnehmen und Rollläden, die sich von selbst schließen, sind heute keine Science-Fiction mehr. Wir bedienen via Smartphone, Computer oder Tablet unsere Haustechnik und dies, obwohl wir noch im Stau stecken. Einfach per Knopfdruck und dies fern der Heimat. Das Zauberwort für so viel gebündelten Komfort lautet: „Smart Home“. Technik für das vernetzte Zuhause liegt im Trend und das sogenannte „Internet der Dinge“ ist langfristig nicht mehr aufzuhalten.

Vernetzung total – Top oder Flop?

Marketing-Experten propagieren seit geraumer Zeit, dass die Steuerung von Haushaltsgeräten via Technik bald zum Alltag gehören wird. Doch bislang ist das automatisierte Zuhause noch weit davon entfernt, sich flächendeckend in bundesdeutschen Haushalten zu etablieren. Der große Durchbruch, den sich Industrie und Wirtschaft vom Smart Home versprochen hatten und eifrig intelligente Heizungen, Lampen, Waschmaschinen & Co entwickelten, lässt auf sich warten.

Geworben wird mit höherer Lebensqualität und energiesparenden Eigenschaften, von denen laut Statistik nur rund ein Prozent aller Haushalte mit entsprechender Technik ausgestattet sind. Viele Zeitgenossen stehen der Idee, ihren Haushalt komplett zu vernetzen noch skeptisch gegenüber, selbst wenn die Energiekosten dadurch reduziert werden.

Haustechniksysteme: bequem und praktisch

Die Idee hat eine gewisse Raffinesse: Tür und Tor öffnen sich via App und auch Licht und sogar die Gartenbewässerung lassen sich aus der Ferne zuverlässig steuern. Alles wird zentral gesteuert und wer sich für High-Techgeräte der neuen Generation entscheidet, kann diese flexibel auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten nach Lust und Laune erweitern. Kabel, Stecker uns Sensoren ermöglichen alle nur denkbaren Anwendungsszenarien in den eigenen vier Wänden und im Außenbereich.

Das Herzstück, der Server, wird per Funk über eine App für Tablet-PCs oder Smartphones gesteuert. Der User hat von überall aus und rund um die Uhr volle Kontrolle über alles, was sich Zuhause abspielt. Zu den unschlagbaren Vorteilen gehört: wer nicht daheim ist, hat trotzdem alles im Griff. Natürlich erfüllt die totale Vernetzung auch dann ihre Funktionen, wenn man anwesend ist. Im Schlafzimmer liegend schon einmal die Beleuchtung in anderen Räumen anschalten, die Alarmanlage deaktivieren und die Heizung in Gang bringen – komfortabler geht es nicht und wer möchte, kann auch eine zeitgesteuerte Automatik für all diese Funkten nutzen.

Wer in ein vernetztes Zuhause investieren möchte, kommt schnell auf mehrere Tausend Euro und nach oben ist noch eine Menge Luft. Doch geht es auch weitaus günstiger. Sogenannte Smart-Home-Pakete wie sie unter anderem namhafte Energieversorger anbieten, gehen mit einem Preis ab 300 Euro aufwärts an den Markt. Diese preisgünstigen Lösungen lassen sich mit wenigen Handgriffen ein- und ausbauen und eignen sich auch für Mieter. Diese Schnäppchen werden mit voreingestellten Funktionen angeboten, um insbesondere Technikeinsteigern Bedenken zu nehmen.

Als unzureichend werden aktuell die noch starren Lösungen am Markt bewertet, wenn es um die Kompatibilität geht. Wer sich beispielsweise für eine Lösung großer Energieversorger entscheidet, ist auch an diesen Stromanbieter und das entsprechende Zubehör angewiesen. Neue Wege möchte die Telekom beschreiten. Sie versucht auf einer Plattform verschiedene Gerätesteuerungen und Kommunikationsstandards auf einen Nenner zu bringen. Noch steht diese Entwicklung am Anfang.

Vorsicht, Schwachstellen: Sicherheit von Nutzern gefährdet?

Sicher ist es angenehm, wenn die Waschmaschine zu einer Zeit startet, wenn der Strom am günstigsten ist und wir für unsere Rundumvernetzung auch noch einsparen, doch wie sicher ist eigentlich eine vernetzte Haustechnik?

Experten weisen darauf hin, dass Schwachstellen den Zugriff Dritter ermöglichen können. Als nicht zureichend wird der Passwortschutz bewertet. Unbefugte, die sich einen Zugriff auf Daten verschaffen, können problemlos Steckdosen und Schalter manipulieren. Vielfach stellen viele Geräte nicht sicher, dass die Datenübertragung reibungslos verläuft. Nicht auszuschließen ist auch die Gefahr, dass Hacker Nutzerdaten gezielt abgreifen, um Geräte zu manipulieren. Im schlimmsten Falle lassen sich sogar Einbrüche von denjenigen planen, die über simple Programmierkenntnisse verfügen.

Integrierte Sicherheitsmaßnahmen – kontra Datenmanipulation

Fachleute fordern, dass ein vernetztes Zuhause grundsätzlich mit speziellen Sicherheitsstandards ausgestattet sein sollte. Eine verschlüsselte Kommunikation und eine Authentifizierung via Passwort mit einer verschlüsselten Übertragung sollten zu den Pflichtübungen gehören. Bislang überzeugen Sets wie das RWE Smart Home, Gigasets Elements und Oivicon mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis und fehlerfreien Eigenschaften in Puncto Sicherheit.

Bildrechte: Brian Jackson - Fotolia.com

Schlagwörter: Haustechnik, Smartphone, App, Datenübertragung, Energieversorger, Smart-Home-Pakete, Vernetztes Zuhause

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