… und telefonieren kann man damit auch

27.09.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Alleskönner SmartphoneDas Smartphone erobert den Mobilfunkmarkt. Die BITKOM prognostiziert Verkaufszahlen von 23 Millionen Stück für 2012 in Deutschland. 70 Prozent aller verkauften Mobiltelefone sind heute schon Smartphones. Tendenz steigend. Denn ein Smartphone ist mehr als nur ein schickes Handy. Es ist ein kleiner, mobiler (Fast)-Alleskönner und gehört für viele Nutzer zur unabdingbaren Grundausstattung.

Mobile Kommunikationszentrale

Ein Smartphone (zu Deutsch „kluges Telefon“) ist ein internet- und multimediafähiges Mobiltelefon, das mit zusätzlichen intelligenten Softwarefunktionen ausgestattet ist. Die klassische Telefonfunktion ist nur eine von vielen Anwendungen. Intensivnutzer bearbeiten und verwalten ihre persönlichen Daten, Dokumente und Adressen auf dem Smartphone, senden und empfangen E-Mails, pflegen ihre Kontakte in sozialen Netzwerken, planen ihre Termine, surfen im Internet, hören Musik, sehen Filme oder spielen online. Die meisten Smartphones sind mit einer Kamera und einem Navigationssystem ausgestattet. Durch schnelle und leistungsstarke Online-Verbindungen und die Integration verschiedener elektronischer Geräte wird das Smartphone zur mobilen Kommunikationszentrale im Westentaschenformat.

Nutzerfreundlich und erweiterbar

Betriebssystem und Nutzerführung eines Smartphones sind denen eines PCs ähnlich und mit Hilfe hochauflösender Touchscreens, im Vergleich zur eher starren Tastenbelegung eines klassischen Handys, weitgehend intuitiv bedienbar und benutzerfreundlich. Über WLAN, Bluetooth oder USB lassen sich die Smartphone-Anwendungen mit PC- oder PDA-Applikationen synchronisieren.

Wem die Standardfunktionen des Gerätes nicht ausreichen, der kann sich über Funk aus dem Internet zusätzliche Anwendungen (englisch Applications), die sogenannten Apps, auf sein Smartphone laden, wie z. B. Wetterinfo, Chat, Sicherheitspakete, „Find next“-Funktionen für Restaurants, Tankstellen, Sehenswürdigkeiten etc., Geräteortung, Spiele und vieles mehr. Die Hersteller der Betriebssysteme bieten auf umfangreichen Download-Plattformen sowohl gratis als auch kostenpflichtige Apps an. So lässt sich die Funktionalität den Bedürfnissen des Nutzers entsprechend erweitern und anpassen.

Die Vorteile eines so leistungsfähigen Mini-Computers sind offensichtlich. Statt Organizer, PC, Kamera und MP3-Player benötigt man unterwegs nur noch ein einziges Gerät. Unabhängig von Ort und Zeit sind die Funktionen und Anwendungen verfüg- und ausführbar, vorausgesetzt die Funkversorgung stimmt und der Akku ist geladen. Clever eingerichtet bietet das Smartphone Unterhaltung, unterstützt die Kommunikation und organisiert das alltägliche Leben. Verständlich, dass die meisten Smartphone-Besitzer ihr kleines Multifunktionsgerät nicht missen wollen.

Kosten- und andere Fallen

Die Multifunktionalität hat ihren Preis. Einerseits sind die Anschaffungskosten für das Gerät hoch. Andererseits geht beim Surfen im Internet schnell der Überblick über Surfdauer und Datenmenge und damit über die Online-Kosten verloren. Manche Apps verbinden sich automatisch mit dem Internet, um nach Updates zu suchen. Mit einem einfachen Klick auf ein Werbebanner kann man unbewusst ein Abonnement abschließen, dessen Kosten erst auf der nächsten Mobilfunkrechnung als „Beträge anderer Anbieter“ erscheinen.

Mit der Ansammlung sensibler persönlicher Daten aufgrund der verschiedensten Anwendungen, wird das Smartphone immer mehr zum lukrativen Ziel für Datenräuber und –spione. Genauso wie der Desktop-PC muss auch das Smartphone mit Antiviren-Programmen und Firewalls geschützt werden. Bluetooth und WLAN sind weitere Quellen für Phishing und Viren.

Vorsicht ist geboten beim Umgang mit persönlichen Daten. Viele Apps verlangen deren Angabe oder bestimmte Zugriffsrechte, die eigentlich unnötig sind. Oder sie sammeln die Daten ihrer Nutzer, ohne dass diese das bemerken. Wer nutzt was, wo, wann und wie oft? Mit solchen Daten lassen sich Geschäfte machen.

Lernen wie es funktioniert

Für ungeübte, weniger technikaffine Menschen kann die Vielfalt der Anwendungen und Einstellungsmöglichkeiten schnell zu Verwirrung oder Überforderung führen. Bei der Entscheidung für ein Smartphone empfiehlt es sich, mit Hilfe der Bedienungsanleitung oder der Erfahrungen anderer Nutzer z. B. in Internetforen und der Händler die Funktionen des Gerätes kennen zu lernen und die geeigneten Einstellungen vorzunehmen.

Dasselbe gilt für die Apps. Vor dem Download sollte der potenzielle Nutzer hinterfragen, wie die Anwendung funktioniert und welche Auswirkungen ihre Nutzung hat. Nutzerbewertungen geben Anhaltspunkte für unbrauchbare oder zweifelhafte Software, auf die man aus Sicherheitsgründen besser verzichtet. Zudem lohnt es sich, Anbieter und Smartphone-Tarife zu vergleichen und auf die individuellen Erfordernisse abzustimmen.

Wer wirklich nur mobil telefonieren und SMS schreiben will, ist mit einem deutlich günstigeren, konventionellen Handy sicher besser beraten. Es muss ja nicht gleich ein Seniorenhandy sein.

Bildrechte: pizuttipics – Fotolia.com

Schlagwörter: Apps, Handy, Mobilfunk, Smartphone

RSS Artikel abonnieren (RSS)
Twitter Folge uns auf Twitter
Newsletter Newsletter abonnieren