Smartphones und Tablets: Technik auch für Kids?

20.01.2015 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Kinder mit SmartphonesDie Zeichen der Zeit sind nicht zu übersehen und auch in Kinderzimmern hat sich digitale Technik längst etabliert. Doch ist auch die Frage berechtig, wie sinnvoll Tablets und Smartphones für Kinder sind, die auch in der Schule Kontakt mit Wissensvermittlung via Internet & Co aufnehmen.

Eines ist jedoch sicher: Arbeitswelt und Bildung basieren heute zunehmend auf dem Einsatz digitaler Medien. Wie in anderen Bereichen auch, kommt es bei Technik für Kinder auf das richtige Augenmaß an.

Digitale Welt: Potenziale für die Welt von Morgen

Fasziniert von den unzähligen Möglichkeiten der digitalen Welt, nutzen immer mehr Kinder und Heranwachsende das Internet als modernes Medium nicht nur in der Freizeit, sondern auch in der Schule. Längst haben Eltern und Lehrer diese Form der Wissensvermittlung akzeptiert, damit sich Schüler frühzeitig und gezielt auf eine veränderte Arbeitswelt einstellen können. Smartphones und PCs bieten Chancen, mobil den eigenen Horizont zu erweitern.

Zu den Zauberworten gehört heute das E-Learning. Diese spezifischen Lernvorgänge beziehen digitale Medien mit ein, in dem Lerninhalte von Lernportalen und interaktiven Webdiensten via Lern-Apps von Smartphones unterstützt werden. Angeboten wird heute eine große Auswahl auch an Gratis-Lernprogrammen für unterschiedliche Lehrfächer und speziellen Apps, die kostenfrei bereit gestellt werden. Die Programme sind so konzipiert, dass Kontroll- und Auswertungsdaten Auskunft über das kontrollierte Lernen geben, damit sich Schüler müheloser im Dickicht des Lernstoffs zu Recht finden. Ganz gleich, ob es um Fremdsprache, Mathematik, geografische oder geschichtliche Themen geht – E-Learning ist auf das Alter und die Anforderungen des jungen Users individuell zugeschnitten. Jedoch raten Experten auch, für eine optimierte Mischung aus Präsenzunterricht und Online-Lernen zu sorgen, um soziale Kompetenzen nicht zu vernachlässigen.

Die Möglichkeiten, mit Hilfe digitaler Medien zu lernen sind vielfältig. Internetrecherchen und auch der Austausch über Unterrichtsprojekte lassen sich problemlos über Lernplattformen wie Etherpad oder moodle durchführen.

Tablets und Smartphones: Freizeitgestaltung ohne Grenzen?

Suchen Sie ein Geschenk für Kinder, das heute garantiert gut ankommt? Dann legen Sie mit Smartphones und Tablets richtig. Keine Sorge: Medienkompetenz hilft Kids auch, frühzeitig die gefahren zu erkennen, die im Internet lauern. Nur wer sich frühzeitig mit einem verantwortungsbewussten Nutzen mit dem World Wide Web auseinandersetzt, erkennt schnell Websites mit gewalttätigen oder pornografischen Inhalten.

Wer bei der Wahl seines Geschenks alles richtig machen möchte muss auch feststellen, dass es auch im Fachhandel kaum möglich ist, Kindersoftware zu testen. Vertrauen Sie daher seriösen Herstellern, die kostenlose Demoversionen als Download im Internet oder auf CD-Rom anbieten. Sie verschaffen sich mit Programm-Demos einen Überblick und sind auf der sicheren Seite, bevor Sie Software verschenken, die bald in der Ecke landet.

Mediennutzung: Faustregeln als Parameter

Eine unumstößliche Regel für eine altersgemäße Nutzung von Smartphones und Tablets gibt es, wohl aber wichtige Anhaltspunkte, die Erwachsenen die Wahl passender Technik für Kids vereinfachen.

Der Elternratgeber „Schau hin!“ basiert auf einer Initiative von den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, Vodafone und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und liefert wertvolle Informationen rund um diese Thematik.

  • Geraten wird, Kleinkindern unter drei Jahren noch nicht den Zugang zu Tablets und Smartphones zu ermöglichen, um eine Reizüberflutung zu vermeiden. Für Kids in diesem Alter kommt es zunächst darauf an, ihre eigene und reale Umwelt kennen zu lernen.
  • Das erste eigene Handy eignet sich in klassischer Ausführung ab Ende des Grundschulalters, also ab etwa neun bis zehn Jahren. Hochtechnisierte Smartphones sollten es in dieser Entwicklungsphase noch nicht sein.
     
  • Kindern in einem Alter zwischen elf und dreizehn Jahren ist durchaus das Handling eines Smartphones zuzutrauen, wobei es sich nicht zwingend um Geräte der Spitzenklasse handeln muss.
  • Nicht selten wird in Schulen mit Notebooks gearbeitet und dies oft schon ab der 7. Oder 8. Klasse. Sind Kinder durch den Unterricht damit vertraut, steht auch einem eigenen Computer nichts mehr im Wege, sofern der Zugriff auf gefährdende Websites gesperrt ist.
  • Ab dem Alter, wo Kids die Oberstufe erreichen, gilt ein eigener Rechner heute schon fast zur Pflicht.

Doch ist es nicht nur das Alter, das ausschlaggebend für die Nutzung moderner Technik ist. Je jünger ein Kind ist, desto intensiver sollten Eltern es begleiten und auch auf den sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten hinweisen. Definieren sie feste Zeitkontingente, die ein Endlossurfen verhindern.

Grundsätzlich sollten Kinder zwischen 11 und etwa 13 Jahren nicht länger als eine Stunde täglich mit elektronischen Geräten verbringen. Setzen Sie auch die kostenlose Android-App Kids Place ein und machen Sie den Tablet-PC oder das Smartphone sicherer.

Bildrechte: bramgino - Fotolia.com

Schlagwörter: E-Learning, Lern-Apps, Medienkompetenz

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