Online-Speicherdienste – Daten in der Cloud

15.05.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Cloud Computing © Pixel Embargo - Fotolia.comCloud Computing steht in der Geschäftswelt für ein zukunftsweisendes Konzept zur Bereitstellung von IT-Ressourcen. Rechnerkapazitäten, Datenspeicher oder Software werden als Dienste im Internet bereitgestellt und können gegen Bezahlung in Anspruch genommen werden. Inzwischen ist die Cloud längst beim privaten Nutzer angekommen, auch wenn noch nicht jeder, der E-Mail, Online-Speicherdienste oder Angebote sozialer Netzwerke nutzt, davon spricht, er habe seine Daten in der Cloud.

Mit Online-Speicherdiensten können Verbraucher ihre Daten von der Textdatei bis hin zum Video anstatt auf ihrer eigenen Festplatte im Internet „aufbewahren“. Die Daten werden im anonymen Rechnernetzwerk des Anbieters, seiner Cloud, gesichert und sind für den Kunden über eine Webseite oder spezielle Software auf den Endgeräten zugänglich.

Aus heiterem Himmel – Nutzen von Cloud-Speicherlösungen

Der wohl größte Vorteil der Datenspeicherung in der Cloud ist Flexibilität. Unabhängig von Ort, Zeit und dem verwendeten Endgerät kann der Nutzer auf die Daten zugreifen, vorausgesetzt er verfügt über eine ausreichend schnelle Internetverbindung. Über das einfache Back-up hinaus bieten die meisten Online-Speicherdienste zusätzliche Funktionen wie die Synchronisation der Daten mehrerer Rechner oder Datenaustausch durch Freigabe einzelner Dateien. So sind auf allen verwendeten Geräten die aktuellen Versionen verfügbar und Daten können bequem geteilt oder weitergegeben werden.
Bereitstellung und Wartung immer größerer Speicherkapazitäten entfallen. Der Speicherplatz ist durch Zukauf beliebig erweiterbar. Zudem werden die Daten bei seriösen Providern in entsprechend hoch gesicherten Rechenzentren verwaltet. Deren Möglichkeiten zur Sicherung und Wiederherstellung der Daten minimieren das Risiko des Datenverlustes durch Diebstahl, Festplattencrash oder Feuer- und Wasserschäden.

Für die Nutzergeneration der „Digital Natives“ (Anwender, die mit digitalen Technologien aufgewachsen sind) sind die Online-Festplatten unverzichtbar. Während Oma die Fotos von den Enkeln noch in der Handtasche trägt, zeigen die Enkel die digitalen Schnappschüsse auf Smartphones und iPads oder verschicken Internetlinks zu digitalen Alben. Das funktioniert nur, wenn die Daten plattformübergreifend gespeichert werden und von beliebigen Orten und beliebigen Endgeräten aus abrufbar sind.

Von Cirrus bis Cumulus – die Anbieter

Dropbox machte Online-Speicherdienste bekannt. Inzwischen konkurrieren Alternativen wie Skydrive von Microsoft, iCloud von Apple, das Mediencenter der Telekom, Strato, HiDrive und viele andere um die Daten der Internetnutzer. Und das Angebot wächst ständig.
Kostenlose Pakete gibt es von fast allen Unternehmen. Sie unterscheiden sich aber deutlich hinsichtlich Speicherplatzgröße (ein bis 25 GB sind möglich), Ausrichtung (Back-up, Datenaustausch, Synchronisation) oder unterstützter Betriebssysteme. Für ein entsprechendes Entgelt sind zusätzliche Funktionen z. B. Zugriff durch mehrere Personen, Verschlüsselung der Daten und erweiterte Kapazitäten buchbar. Die eigenen Ansprüche an eine Online-Speicherlösung entscheiden, ob das „Rundum-Sorglos-Paket“ oder das ausgefeilte Angebot des Spezialisten am besten geeignet sind.

Eine Übersicht über die wichtigsten Online-Speicherdienste, ihre freien und Business-Angebote, Funktionen, Preise sowie weiterführende Informationen findet man gut sortiert unter www.cloudsider.de.

Auch Wolken werfen Schatten – Risiken virtueller Festplatten

Wer Online-Speicherdienste in Anspruch nimmt und seine Daten in die Cloud auslagert, geht bewusst die Risiken ein, die der Internetnutzung eigen sind. Hackerangriffe, Softwarefehler, Ausfälle oder Datenlecks in den Rechenzentren können die Sicherheit der Daten gefährden.

Grundsätzlich sollten Transfer und Speicherung der Daten in der Cloud nur verschlüsselt erfolgen. Eine Verschlüsselungsfunktion ist in den meisten kostenlosen Angeboten nicht enthalten. Der Nutzer muss selbst, am besten vor dem Hochladen, dafür sorgen, dass seine Dateien passwortgeschützt und mit starken Verschlüsselungsmethoden versehen sind.

Mit der Entscheidung für einen Cloud-Speicher gibt der Kunde teilweise die Kontrolle über seine Daten an den Anbieter ab. Er hat keinen Einfluss darauf, wo und wie die Daten gespeichert und verarbeitet werden. Der aktive Schutz beginnt daher mit der Auswahl eines vertrauenswürdigen, zuverlässigen Providers mit tragfähigem Geschäftsmodell und transparenten Nutzungsbedingungen, die die Rechte der Speicherdienste an den eigenen Daten klar definieren.

Um Schlecht-Wetter-Wolken vorzubeugen, kann man zusätzlich die wichtigsten Daten auf dem bewährten USB-Stick oder einer externen Festplatte als Back-up für den ungünstigsten Fall sichern.

Schlagwörter: Cloud, Cloudcomputing, Cloudspeicher, Online-Speicherdienste, virtuelle Festplatte

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