Nachts Tempo 30 für die Gesundheit?

21.06.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Nachts Tempo 30 für die Gesundheit © Katja Xenikis - Fotolia.comAuf dem diesjährigen 9. Jenaer Akustik-Tag an der Ernst-Abbe-Fachhochschule ging es vor allem um Lärm. Die Veranstaltung war verbunden mit dem „Tag gegen Lärm“, einer Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA), die bereits seit 1998 stattfindet und sich an den „International Noise Awareness Day“ in den USA anlehnt. Ähnliche Aktionstage gibt es bereits auch in Österreich, Spanien und der Schweiz.

In diesem Jahr standen speziell die Kinder im Mittelpunkt der Diskussion. Denn Lärm beeinflusst Kinder in ihrem Verhalten, reduziert ihr Lerntempo und kann nicht nur ihre Merkfähigkeit, sondern auch ihre Gesundheit beeinträchtigen. Ulrich Peschel vom Bundesumweltamt Dessau legte Zahlen und Vergleiche zum Thema „Lärmbelastung durch Straßenverkehr – Wirkung und Möglichkeiten der Reduktion“ vor.

Die Ernst-Abbe-Fachhochschule hatte bereits vor zwei Jahren nachgewiesen, dass eine nächtliche Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zu einer spürbaren Lärmreduktion führt. Der Rat an die Zuhörer: Von nächtlichem Straßenlärm betroffene Bürger sollten nicht in die Defensive gehen, nach dem Motto: “Ich hab‘ mich dran gewöhnt, ich hör‘ das nicht mehr…“ Der Körper hört den Lärm sehr wohl, unterstrich Peschel, und bezahlt langfristig mit der Gesundheit.

Schlagwörter: Lärm, Lärmreduktion, Straßenlärm

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