Mit De-Mail sicher über den Daten-Highway

13.05.2013 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Mit De-Mail sicher über den Daten-HighwayDas Internet vereinfacht das Leben und ermöglicht auch das Versenden von Dokumenten und Nachrichten. Jedoch führen Sicherheitslücken bei konventionellen E-Mails dazu, dass der Schutz der Kommunikation zwischen Usern, Behörden und Unternehmen beeinträchtigt werden kann. Mit dem De-Mail-Gesetz von Anfang Mai 2011, werden Konzepte bereit gestellt, die von staatlich zertifizierten Anbietern realisiert werden. Auf diese Weise lassen sich Vorgänge sicher verschicken, die bislang nur auf dem Postweg hohe Sicherheitskriterien erfüllten.

Verschlüsselt kommunizieren: mit De-Mail sicher über den Daten-Highway

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI genannt, erteilte im Zeitraum von März 2012 bis heute der Deutschen Telekom, der Mentana-Claimsoft, der T-Systems und der 1 & 1 Gesellschaft eine Akkreditierung für das Anbieten von einem De-Mail-Service. Diese ist erforderlich, um De-Mail-Systeme vor dem unbefugten Zugriff Dritter schützen soll. Im Mittelpunkt steht eine perfekte Verschlüsselung des Transportweges, die durch den Nachweis von Versand wie auch Empfang aller Nachrichten gewährleistet wird. Gleichzeitig kann ein Teilnehmer eindeutig identifiziert werden, sofern er De-Mail als freiwilligen Dienst nutzen will.

Elektronische Daten lassen sich mit dem innovativen System genauso einfach versenden, wie es Nutzer von klassischen E-Mails gewohnt sind, wobei das Mitlesen wie auch das Verändern von Nachrichten und Daten ausgeschlossen und Phishing und Spam vermieden werden. Privaten Personen wird es vereinfacht Behördengänge unabhängig vom Aufenthaltsort oder von Öffnungszeiten zu erledigen. Ämter und Unternehmen sind heute in der Lage, die meisten Vorgänge komplett auf elektronischem Wege zu bearbeiten und selbst eine Zustellung, die von Fristen abhängig ist, lässt sich zeitsparend und sicher über De-Mail übermitteln.

Wer diesen Dienst in Anspruch nehmen will, benötigt keine besonderen Fähigkeiten oder Kenntnisse, denn De-Mails lassen sich so problemlos wie E-Mails verschicken, sodass keine speziellen Anforderungen an Hard- oder Software zu erfüllen sind.

Post- und Versanddienst: vertrauliche Kommunikation für jedermann

Eine zuverlässige Kommunikation zwischen Wirtschaft, Bürger und Verwaltung ist das Ziel des noch recht jungen Versanddienstes De-Mail, der unterschiedliche Versandarten bereit stellt, die sich autark einsetzen lassen. Die klassische De-Mail profitiert von speziellen Verschlüsselungsmechanismen, um Daten zu schützen, während der Absender beim De-Mail-Einschreiben eine signierte Bestätigung erhält, wann die Nachricht verschickt wurde und wann der Adressat diese erhalten hat.

Bevor ein De-Mail-Dienst genutzt wird, muss beim Anbieter der eigenen Wahl ein Konto eröffnet werden. Unterschieden werden hierbei zwei unterschiedliche Sicherheitsstufen, zu denen auch das Nutzen mit dem neuen elektronischen Personalausweis gehört. Wer diesen nicht nur die Anmeldung einsetzen will, benötigt lediglich ein Kennwort und einen Benutzernamen. Für besonders vertrauliche Inhalte stehen Optionen zur Verfügung, um das Sicherheitspotenzial zu erhöhen. So kann der Absender einer Nachricht festlegen, dass der Empfänger nur dann Zugriff darauf erhält, wenn er sich zuvor authentisiert hat.

De-Mail: schnell, sicher, unkompliziert

Wer sich für die hohen Sicherheitsstandards von De-Mail entscheidet, erhält nach erfolgter Anmeldung wenigstens eine Adresse, die einer E-Mail-Adresse ähnelt. Während Firmen eine Adresse mit ihrem Firmennamen nutzen müssen, sind natürliche Personen, also jedermann, befugt zusätzlich Adressen mit einem Pseudonym zu führen, das jedoch als solches zu erkennen und mit den Buchstaben „pn“ versehen sein muss. Ist ein Name beim Anbieter bereits vergeben, wird dieser um eine Zahl oder einen Punkt ergänzt.

Die Vorzüge der De-Mail liegen auf der Hand, doch ist dieser Dienst nicht kostenfrei. Ist ein fest definiertes Kontingent beim Anbieter ausgeschöpft, entstehen für alle weiteren Kosten, die von Dienst zu Dienst variieren. Für zusätzliche Funktionen, zu denen Einschreiben gehören, fallen Extra-Kosten an und vielfach wird eine monatliche Grundgebühr erhoben.

Schlagwörter: De-Mail, E-Mail, Sicherheit

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