Immobilien: Wohin geht die staatliche Förderung?

25.07.2011 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Bauen und WohnenDer aktuelle Beschluss des Bundesrates für das Gesetz zur Energiewende hat ein Zeichen gesetzt. Vor dem Hintergrund des Atomausstiegs bekommt damit die staatliche Förderung von Energieeinsparungen eine ganz neue Bedeutung. Schließlich steckt das größte Energiepotenzial darin, Energie gar nicht erst zu verbrauchen.

Auch bisher wurde der Sektor Bauen und Wohnen von der Bundesregierung beileibe nicht stiefmütterlich behandelt. Doch die Vielfalt der Förderungen wirkte oft halbherzig, was immer wieder für Kritik sorgte. Schließlich geht es um viel Geld: Allein für die Städtebauförderung sind derzeit 410 Mio. Euro für das Jahr 2012 vorgesehenen, gefordert werden von der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) aber mindestens 535 Mio. Euro, notwendig seien eigentlich sogar 700 Mio. Euro. Diese Summe hatte die Bundesregierung selbst noch im Stadtentwicklungsbericht 2008 genannt. Alle bisherigen Maßnahmen sollen weitergeführt werden.

Derzeit gibt es Förderungen für den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie, die energetische Sanierung von Wohnungen und Häusern, den altersgerechten Umbau der eigenen Wohnung, sowie zinsgünstige und langfristige Darlehen der staatlichen Förderbank KfW. Wer seine Immobilie energieeffizient modernisieren oder sanieren möchte, findet bei der KfW eine Vielzahl attraktiver Förderprogramme. Weiterhin kommen Landesförderprogramme, Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie und Wohn- Riester den Bürgern zugute.

Die Städtebauförderung sei keine Subvention, sondern die finanzielle Beteiligung des Staates bei der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben – nämlich der Entwicklung der Städte, sagt Axel Gedaschko, Vorsitzender der BSI und Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Sie habe immense investive Effekte und damit volkswirtschaftlichen Nutzen. Zu begrüßen sei auch, dass energetische Sanierungen an Wohngebäuden nun auch steuerlich besser berücksichtigt werden sollen. Was sich alle Akteure jetzt meisten wünschen ist Planungssicherheit, Verlässlichkeit und Langfristigkeit.

Schlagwörter: Bauen, Förderung, Immobilien, Wohnen

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