Herbstputz im Garten

28.09.2010 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Der Garten im Herbst © LianeM - Fotolia.comMit wenigen Handgriffen können Sie Ihren Garten vor dem Winter in Schuss bringen. Damit sich Ihr Garten weiterhin von seiner besten Seite zeigt, ist jetzt Aufräumen angesagt: Hecken werden noch einmal gestutzt und Stauden zurück geschnitten. Außerdem ist der Herbst die beste Pflanzzeit für Bäume, Sträucher und Stauden.

In der Regel verlassen die Schwalben um den 15.09. Deutschland, um in den Süden zu ziehen. Ein sicheres Zeichen, dass der Herbst nun nicht mehr weit ist.

Im letzten Septemberdrittel stellt sich häufig eine stabile Hochdrucklage mit milder Luft ein, bei uns bekannt als Altweibersommer und von Gartenliebhabern oft als die fünfte Jahreszeit bezeichnet. Der Name Altweibersommer wurde ursprünglich vom Altdeutschen „weiben“ abgeleitet, womit das Knüpfen von Spinnfäden gemeint ist. Wenn auf sonnige Tage kühle Nächte folgen, bildet sich Tau und lässt am Morgen die Spinnweben in der Sonne glitzern.

In den oft lang anhaltenden Schönwetterperioden des Herbstes lassen sich gut die Vorbereitungen für den Winter treffen. Gemüsebeete leeren sich zusehends, letztes Obst wird eingemacht oder eingelagert und kälteempfindliche Pflanzen werden eingeräumt. Wenn die letzten Blüten im Spätherbst verwelkt sind, werden fast alle Stauden zurück geschnitten. Für die empfindlicheren Vertreter wird ein Frostschutz aus Blättern oder Tannenzweigen ausgelegt. Stauden, die schon in der Mitte verkahlen oder blühfaul geworden sind, können Sie jetzt teilen und danach wieder einpflanzen, andrücken und wässern nicht vergessen.

Sobald die Blätter der Dahlien und Gladiolen welk sind, werden auch ihre Knollen aus der Erde geholt. Nach dem Abtrocknen packt man die Knollen in Kisten und bedeckt sie mit Sand. Die Überwinterung erfolgt im Dunkeln bei 3-12 ºC. Falls Sie noch nicht alle Zwiebeln der Frühjahrsblüher unter die Erde gebracht haben, ist Anfang Oktober der letzte Zeitpunkt dafür.

Auch Laub muss jetzt regelmäßig gerecht werden. Verbinden Sie doch das Angenehme mit dem Nützlichen und veranstalten Sie eine Herbst-Putz-Party in Ihrem Garten. An einem sonnigen Herbsttag mit der Familie oder Freunden Laub aufzulesen, kann richtig Spaß machen und nach getaner Arbeit genießen Sie ein zünftiges Picknick auf dem freigeräumten Rasen.

Gartenteichbesitzer sollten im Herbst ein Laubfangnetz über den Teich spannen, um sich das lästige Laubfischen zu sparen. Raus müssen die Blätter auf jeden Fall, denn wenn sie im Teich verrotten, steigt das Algenwachstum.

Mit den reichlich anfallenden Gartenabfällen lässt sich jetzt schon der Grundstein für eine üppige Ernte und Blüte im nächsten Jahr legen; ein Kompost ist hervorragend geeignet, das organische Material gewinnbringend zu verarbeiten. Für die Gewinnung guter Komposterde ist die richtige Mischung wichtig. Geben Sie grobe und feine, feuchte und trockene, nährstoffarme und nährstoffreiche Abfälle auf den Kompost. Damit der Kompost gut durchrotten kann, muss er gleichmäßig feucht bleiben. Kompoststellen sollten daher eher in schattigen Gartenecken angelegt werden und ein zu trockener Kompost verträgt zwischendurch auch ruhig mal eine Gießkanne voll Wasser.

Sperriges Schnittgut sollten Sie übrigens nicht einfach so auf den Kompost geben, denn die Zersetzung würde unverhältnismäßig lange dauern. Mit einem Häcksler bekommen Sie selbst dickere Äste zerkleinert. Der Fachhandel bietet zwei verschiedene Häcksler-Typen an: Walzenhäcksler und Messerhäcksler. Walzenhäcksler arbeiten wesentlich leiser und werden deshalb auch Leisehäcksler genannt. Messerhäcksler zerkleinern das Schnittgut mit schnell rotierenden Messerscheiben; bei Walzenhäckslern wird es zwischen zwei Metallwalzen zerquetscht. Bei der Arbeit mit Gartenhäckslern sollte man immer auf Sicherheit achten – also Handschuhe, Schutzbrille und Gehörschutz nicht vergessen. Der produzierte Mulch lässt sich nun prima kompostieren oder zur Beetabdeckung verwenden.

Herbstzeit ist Pflanzzeit: Frisch gepflanzte Sträucher und Bäume nutzen die sommerliche Restwärme im Boden, um flott mit der Wurzelbildung zu beginnen. Mit dieser Verankerung kommen die Pflanzen sicher durch den Winter und können im Frühjahr einen idealen Start hinlegen. Vor allem immergrüne Laub- und Nadelgehölze danken die zeitige Herbstpflanzung mit einem Wachstumsvorsprung im nächsten Jahr.

Bei all dem Putzen, Buddeln und Räumen sollten Sie sich dennoch die Zeit nehmen und Ihren Garten noch einmal mit allen Sinnen genießen. Lassen Sie sich von den letzten warmen Sonnenstrahlen kitzeln, schnuppern Sie den Duft von Erde und feuchtem Laub und erfreuen Sie sich an den letzten Blüten und leuchtenden Blättern an den Bäumen. Ruhe stellt sich ein und lässt uns vielleicht schon ein wenig von der neuen Gartensaison träumen.

Schlagwörter: Garten, Gerbst, Pflanzzeit

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