Gutscheinportale – Paradies für Schnäppchenjäger?

13.03.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Gutscheinportale © WoGi - Fotolia.comLeidenschaftliche Schnäppchenjäger haben sie längst entdeckt: die Gutscheinportale im Internet. Ob Markenschuhe, Drei-Gänge-Menus oder Ganzkörpermassagen, für Online-Shops, die Restaurants der Heimatstadt oder den Spontanurlaub – wer richtig sucht, kann mit Gutscheinen und Coupons hohe Preisnachlässe und günstige Deals realisieren.

Wer beispielsweise günstige Markenprodukte sucht, ist gut beraten auf einem der „reinen“ Gutscheinportale wie z. B. www.gutscheinpony.de, www.gutscheine.de oder www.coupons4u.de nach passenden Rabatt-Gutscheinen zu fahnden. Diese Anbieter stellen zahlreiche Gutschein-Codes zur Verfügung. Direkte Links führen zum entsprechenden Online-Shop. „Gutscheinfinder“-Add-ons, Newsletter der Portale oder Gutschein-Alarm-Tools auch für das Handy sorgen dafür, dass interessierte Nutzer keine Aktion verpassen.

Portale wie www.Groupon.de (ein Kunstwort aus Group und Coupon) oder www.dailydeals.de funktionieren etwas anders nach dem Prinzip des Gruppenrabatts. Erst wenn eine festgelegte Anzahl von Gutscheinen verkauft ist, kommt der Deal zustande und die Käufer erhalten den Gutschein zum Ausdrucken. Die Angebote auf diesen Gutscheinportalen beziehen sich meist auf „Offline-Aktivitäten“, sind nach Städten organisiert und stammen von örtlichen Unternehmen. Wer in der „richtigen“ Stadt wohnt, erhält dann die Kinokarten zum halben Preis, Wertmarken für das beste Steakhaus oder ein fast geschenktes Wellness-Paket des Thermalbades.

Viele Unternehmen nutzen Gutscheinportale für Rabattaktionen, um Kunden zu gewinnen und Verkaufszahlen zu steigern. Zu verschenken haben sie nichts. 80 % Rabatt plus Provision für den Portalbetreiber können sich für den Anbieter zumindest finanziell kaum lohnen. Deshalb sollten Kunden genau prüfen, ob ein Schnäppchen auch wirklich eines ist und nicht ein gut verpackter Reinfall.

Achten Sie bei Gutscheinen auf das Kleingedruckte

Häufig sind mit dem Einlösen eines Gutscheins Bedingungen verknüpft, die das Angebot viel weniger attraktiv machen als es auf den ersten Blick erscheint:

- Achten Sie auf Angaben zu Mindestbestellwert, Kosten und Einschränkungen.
Ist ein hoher Mindestbestellwert gefordert, fällt der Preisnachlass von 10 € kaum noch ins Gewicht oder die Geldausgabe ist dann doch bedeutend größer als geplant. Wie hoch die Ersparnis beim Einsatz eines 60%-Rabatt-Coupons tatsächlich ist, hängt vom Ausgangspreis und den zusätzlichen Kosten für z. B. Versand oder Fahrpreis zum Lokal etc. ab. Ein Preisvergleich vor dem Gutscheinkauf lohnt sich immer.
Bestimmte Produkte eines Shops können von der Gutscheinaktion ausgeschlossen sein. Frustrierendes Beispiel (gefunden von der Verbraucherzentrale Hessen) ist der Gutschein eines Online-Buch-Shops, der im Kleingedruckten preisgebundene Ware von der Aktion ausnimmt. Im Klartext heißt das, Bücher können damit nicht gekauft werden, weil sie der Buchpreisbindung unterliegen.

- Berücksichtigen Sie die Gültigkeit der Gutscheine.
Neben einer möglichen Befristung der Laufzeit gibt es oft Einschränkungen bezüglich der Geschäftszeiten, zu denen die rabattierten Leistungen gewährt werden. Schnell wird aus der geplanten Wochenendüberraschung für die Kinder ein Flop, weil der Gutschein für das Spaßbad nur an Wochentagen eingelöst werden kann.

- Prüfen Sie die Angebote und Anbieter genau.
Gerade wenn Dienstleistungen auf den Gutscheinportalen angeboten werden, sind Qualität und Umfang schwer abzuschätzen. Die Internetseite des Anbieters oder Erfahrungsberichte aus den zahlreichen Bewertungsportalen geben oft hilfreiche Informationen und lassen Schlüsse bezüglich Seriosität und Zuverlässigkeit der Unternehmen zu. Das ist nicht unerheblich, da der Gutscheinkäufer immer im Voraus bezahlt und z. B. bei Insolvenz eines Unternehmens wenig Aussicht auf Rückerstattung hat.

- Denken Sie an die Sicherheit Ihrer Daten.
Die Gutscheinportale erfordern die Eingabe sensibler persönlicher Daten bei der Registrierung und der Bezahlung der Coupons und sie geben Daten an den jeweiligen Gutscheinanbieter weiter. Achten Sie auf die Datenschutzbestimmungen und die Verschlüsselung beim Datentransfer durch den Portalbetreiber.

Die Verbraucherzentrale Hessen hat Gutscheinportale mit Tipps und Stolpersteinen ausführlich beurteilt unter www.verbraucher.de/download/vi_groupons.pdf.
Im Blog http://www.euroweb.de/blog/die-10-besten-gutscheinportale-2010/ und den Kommentaren dazu finden sich zahlreiche Adressen von Gutscheinportalen, in denen für den aufmerksamen, kritischen Schnäppchenjäger Sparpotenzial und viele günstige Extras stecken.

Schlagwörter: Coupon, Gutscheinaktion, Gutscheine, Gutscheinportal

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