Gut präpariert für den Skiurlaub

16.02.2010 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Sonne, Schnee und tolle Pisten: Für viele Deutsche gehört der Skiurlaub zur schönsten Zeit des Jahres. Durch die anhaltenden Schneefälle im Winter 2010 sind die Bedingungen für Wintersport in fast allen Skigebieten ideal. Und so werden sich auch in diesem Jahr wieder Scharen von Ski- und Snowboardfahrern auf den Weg in die Berge machen. Eine gute Vorbereitung des Skiurlaubs sollte dabei unerlässlich sein. Skifahren © Ilja Mašík - Fotolia

Die Reisebuchung
Skiurlaube sollten Sie entgegen dem Frühbuchertrend bei Sommerreisen, eher Lastminute buchen. Nicht immer ist mit einer geschlossenen Schneedecke vom Riesengebirge über die Dolomiten bis zu den Vogesen, wie in diesem Jahr zu rechnen. Skifahrer können keine Ersatzansprüche geltend machen, wenn sie vor Ort grüne Pisten oder Loipen vorfinden. Dies gilt als allgemeines Risiko und nur wenige Reiseveranstalter gewähren für diesen Fall eine kostenlose Umbuchung. Am besten Sie vergleichen schon ein paar Wochen vor Urlaubsbeginn die Websites der Reiseveranstalter und die einschlägigen Onlinebuchungsportale, um ein Gefühl für die Preise zu entwickeln.

Die Anreise
Mit Bus oder Bahn in das Skigebiet zu reisen ist stressfrei und umweltfreundlich. Auch die Anreise mit dem Flugzeug erfreut sich durch günstige Flugpreise immer größerer Beliebtheit. Allerdings: Skier und Snowboards sind Sondergepäck, was die Reise unter Umständen wieder teurer machen kann. Nachteil bei diesen Anreisemöglichkeiten ist, dass Sie an Abfahrtszeiten und -orte gebunden sind. Mit dem eigenem Fahrzeug sind Sie da schon mobiler. Es empfiehlt sich, vor dem Urlaub in einer Fachwerkstatt überprüfen zu lassen, ob das Fahrzeug winterfest ist. Winterreifen, Frostschutz für das Kühlwasser und die Scheibenwaschanlage sowie gegebenenfalls Schneeketten gehören dazu.

Ausrüstungscheck
Bevor es auf die Piste geht, sollten Sie Ihre Ausrüstung im Sportfachhandel checken lassen. Scharfe Kanten und gewachste Beläge garantieren nicht nur maximalen Skispaß, sondern erhöhen auch die Sicherheit auf der Piste. Mit Flüssigwachsen und Schleifgummis können Sie während des Skiurlaubs nachbessern. Ein Bindungscheck ist wichtig und sollte vor jeder Skisaison durchgeführt werden, denn nur eine richtig eingestellte Skibindung löst korrekt aus und kann vor Verletzungen schützen.

Sicher unterwegs
Viele unterschätzen die gesundheitlichen Risiken, die auf den Pisten lauern. Bis zu 60.000 Ski- und Snowboardfahrer verunglücken Jahr für Jahr nach Angaben von Stiftung Warentest auf den Hängen der Wintersportorte, rund 6.000 davon am Kopf. Ein Großteil der Kopfverletzungen könnten durch einen Skihelm vermieden werden. Folgende Punkte sollten Sie beim Helmkauf beachten (Testbericht):

  • Auf Qualitätssiegel achten: Der Helm muss das bekannte CE-Zeichen des TÜVs und die Buchstaben-Zahlen-Kombination EN 1077 aufweisen.
  • Im Fachgeschäft ausprobieren: Der Helm muss richtig sitzen. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, und probieren Sie verschiedene Modelle.
  • Nicht zuviel Spielraum: Der Helm muss sich der Kopfform anpassen und darf nicht wackeln oder verrutschen.
  • Das richtige Gewicht: Ist der Helm zu schwer, sorgt selbst der beste für Kopfschmerzen.
  • Unfall-Helm austauschen: Einen Helm, mit dem man schon einmal gestürzt ist, nicht wieder verwenden – auch dann nicht, wenn man ihm äußerlich nichts ansieht. Wie sehr das "Innenleben" beschädigt wurde, ist von außen nicht zu erkennen.

Neben dem Helm tragen immer mehr Skifahrer und Snowboarder auch Rückenprotektoren unter der Skijacke. Sie schützen auf harten Pisten sowohl vor schweren Rückenverletzungen als auch vor Rippenbrüchen. Zu dieser sinnvollen Schutzausrüstung gibt es noch einige einfache Maßnahmen durch die Sie Ihr Verletzungsrisiko erheblich mindern können:

  • Sportliche Vorbereitung: Wer vor Antritt des Skiurlaubs regelmäßig Sport treibt, steigert die Ausdauer und sorgt für bessere Konzentration auf der Piste.
  • Pausen einlegen: Muskuläre Übermüdung führt zu Koordinationsproblemen und erhöht damit die Unfallgefahr. Sie sollten daher Ermüdungssignale des Körpers ernst nehmen und Ruhepausen einlegen.
  • Optimale Sicht: Ein Großteil aller Skiunfälle wird durch Wahrnehmungsfehler (mit)verursacht. Fehlsichtige Schneesportler sollten daher nie ohne Brille oder Kontaktlinsen auf die Piste gehen. Aber auch für alle anderen gilt: Eine Skibrille gehört zum obligatorischen Outfit. Sie schützt vor Fahrtwind, UV-Strahlen und gefährlichen Blendungen.
  • An die Regeln halten: Rücksicht, Vorsicht und Eigenverantwortung sind beim Skifahren das oberste Gebot. Der internationale Skiverband FIS hat zudem zehn Verhaltensregeln für das Fahren auf den Pisten herausgegeben.
  • Haut schützen: Wegen der starken Sonnenstrahlung benötigt die Haut in der Höhe besondere Aufmerksamkeit: Creme mit hohem Lichtschutzfaktor und Stifte für die Lippen schützen sie. Übrigens: Sonnencreme hilft auch gegen Kälte.

Versicherung
Man kann gut vorbereitet in den Skiurlaub fahren – und dennoch ist es möglich, dass einem Skibruch, -diebstahl, Unfall oder Krankheit im Ausland passieren. Wichtig für Wintersportler sind vor allem eine private Haftpflicht-, eine Unfall- und eine Extra-Krankenversicherung, wenn es ins Ausland zum Skifahren geht. Wer einen Skiunfall verursacht, bei dem andere Personen geschädigt werden oder Sachschäden entstehen, den schützt eine Privat-Haftpflichtversicherung. Für Skiurlaube im Ausland ist vor allem eine private Auslandsreisekrankenversicherung unerlässlich. Das gilt für gesetzlich wie privat Krankenversicherte gleichermaßen. Im Notfall bleiben Sie sonst auf vielen hundert Euro für medizinische Behandlung und Rücktransport sitzen. Sie können sich zwar mit der Chip-Karte ihrer Krankenkasse innerhalb der Europäischen Union in Arztpraxen behandeln lassen, aber eine Behandlung im Krankenhaus nach einem Skiunfall und sei es „nur“ des Eingipsen eines Bruches, erhalten Sie ausschließlich gegen Bares oder Vorkasse. Die heimischen Kasse erstatten lediglich den Anteil, der sich an deutschen Sätzen orientiert. Der Rest muss selbst getragen werden. Wer ohne eigenes Verschulden zum Opfer eines Pistenrowdys wird, muss häufig um sein gutes Recht – und um Schmerzensgeld – kämpfen. Eine Rechtsschutzversicherung schützt vor den finanziellen Risiken eines Rechtsstreits. Verbraucherschützer empfehlen zudem, sich eine extra Unfallpolice zuzulegen, um die finanziellen Folgen einer möglichen Invalidität nach einem Skiunfall abzusichern.

Mobiler Service für Skifahrer
So genannte Mobile-Apps (Applicationen fürs Mobiltelefon) bieten jetzt auch Services für den Brettlfan an. Diese kleinen Programme werden inzwischen von den unterschiedlichsten Anbietern auf ihren Webseiten, entweder für kleines Geld oder sogar kostenlos, als Download bereitgestellt.

iSki Austria
Neben aktuellen Schnee- und Wetterdaten sowie Panoramakarten bietet die iPhone-App der Österreich Werbung auch die Möglichkeit, nahe gelegene Skigebiete anzuzeigen und mit anderen Benutzern der Application, die sich im gleichen Skigebiet befinden, direkt zu chatten. Preis: kostenlos

Wetter
Ihr allgemeines Wetter-App lässt sich ganz einfach um Ihren aktuellen Skiurlaubsort ergänzen. Nehmen Sie zum Beispiel Sölden in Ihre Favoritenliste auf und schon haben Sie einen Überblick über Temperaturen und Niederschläge vor Ort. Eine Vorhersage für die nächsten fünf Tage gibt es noch gratis dazu. Preis: kostenlos http://www.oeamtc.at/index.php?type=article&id=1139004&menu_active=27

Billig tanken
Der österreichische Automobilklub ÖAMTC bietet mit seiner App Informationen zu den aktuellen Benzin- und Dieselpreise im Skigebiet. Die praktische Anwendung verrät zudem den Weg zur nächsten Tankstelle. Preis: kostenlos

Freewave
Wo gibt es einen drahtlosen Internetzugang? Die App des österreichischen Providers zeigt die Entfernung zum nächstgelegen öffentlichen Wlan-Netz an. Preis: kostenlos

Schlagwörter: Sicherheit, Skihelm, Unfallversicherung, Urlaub

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