Für und Wider einer Grippe-Impfung

07.10.2010 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Eine Grippe, die sogenannte Influenza, ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Nicht zu verwechseln ist sie allerdings mit der Erkältung. Der grippale Infekt drückt sich zwar ebenfalls in Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und leichtem Fieber aus, der Verlauf der Krankheit ist aber deutlich harmloser.

Bei der Grippe sind die Atemwege betroffen. Durch eine Tröpfcheninfektion wie Husten oder Niesen kann der Influenza-Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden und so die Schleimhaut der Atemwege schädigen und die Abwehrkräfte mindern. Durch diese Minderung ist der Körper anfälliger für Infektionen, eine Lungenentzündung oder auch Herzmuskelentzündung kann die Folge sein. Die Grippe wird häufig unterschätzt, so ist sie in Deutschland die Infektionskrankheit mit den meisten Todesfällen. Mit einer Grippe-Impfung kann man jedoch vorsorgen, sodass die Krankheit gar nicht erst ausbrechen kann.

Impfung © Dušan Zidar - Fotolia.comWann ist der ideale Zeitpunkt für eine Grippe-Impfung?

In den nasskalten Monaten Dezember bis April treten die meisten Grippe-Fälle auf. Es ist daher sinnvoll, sich bereits im September, Oktober oder November impfen zu lassen. Werden Grippewellen erwartet, so kann eine Grippe-Impfung aber auch noch zu einem späteren Zeitpunkt zweckmäßig sein. Nach einer Impfung ist zu beachten, dass das Immunsystem ungefähr zwei Wochen benötigt, um einen wirksamen Immunschutz aufzubauen. Da sich die Grippeviren jährlich verändern, muss die Impfung von Jahr zu Jahr wiederholt werden.

Wer sollte sich impfen lassen?

Eine Grippe-Impfung zeigt sich gerade bei Menschen über 60 Jahren oder Bewohner von Alten- und Pflegeheimen als sinnvoll. Auch für Mitarbeiter solcher Einrichtungen bzw. Medizinisches- und Pflegepersonal sowie Personen mit Publikumsverkehr und Kundenkontakt, die ein erhöhtes Risiko haben, mit Grippeviren in Kontakt zu kommen, ist eine Impfung anzuraten. Schwangeren wird eine Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Bei Schwangeren, bei denen eine andere Erkrankung vorliegt und sich die Gesundheitsgefahr deswegen erhöht, kann die Grippe-Impfung schon ab dem ersten Trimenon durchgeführt werden. Grundsätzlich sollen sich auch Kinder, Jugendliche oder Erwachsene impfen lassen, die über ein erhöhtes Erkrankungsrisiko verfügen. Dies kann beispielsweise bei Herz-Kreislauf-, Leber-, Lugen- oder Nierenerkrankungen, durch Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten gegeben sein. Auch Personen, die unter Multipler Sklerose, einer Immunschwäche, neurologischen Erkrankungen und einer HIV-Infektion leiden, ist eine Impfung zu empfehlen.

Für wen eignet sich die Impfung nicht?

Personen, die akut an einer fieberhaften Erkältung erkrankt sind, sollen mindestens 14 Tage nach der vollständigen Genesung verstreichen lassen, bis sie sich impfen lassen. Ebenso sollten Allergiker, die empfindlich auf Hühnereiweiß reagieren, sich vor einer Impfung mit dem Hausarzt beraten. Teilweise werden Impfstoffe ohne Hühnereiweiß zur Verfügung gestellt.

Welche Nebenwirkungen treten bei der Grippe-Impfung auf?

Inzwischen ist der Wirkstoff weitestgehend gut verträglich. Grundsätzlich können aber wie bei allen anderen Impfungen, leichte Rötungen an der Einstichstelle sowie eine erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit und Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Was kostet eine Grippe-Impfung?

Die Impfung kostet etwa 15 Euro. Die genauen Kosten sollten mit der Krankenkasse vorab geklärt werden. Allerdings übernehmen einige Arbeitgeber diese Kosten für ihre Mitarbeiter, beispielsweise wenn diese durch ihre Arbeit einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Krankenkassen übernehmen die Kosten nur für Personen, die zu einer der Risikogruppen zählen.

Schlagwörter: grippe-impfung, grippeviren, immunsystem, impfung

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